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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2018

Polarisierend

Heute wirst du sterben - The Teacher
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Ein heftiger Roman, bei dem man aufpassen muss, dass man vor lauter Leichen den Überblick nicht verliert. Auch ein Werk, das sicher sehr polarisieren wird, denn wird man sich mit der Lösung arrangieren ...

Ein heftiger Roman, bei dem man aufpassen muss, dass man vor lauter Leichen den Überblick nicht verliert. Auch ein Werk, das sicher sehr polarisieren wird, denn wird man sich mit der Lösung arrangieren können? Die aktuellen Ereignisse gehen auf Vergangenes zurück. Da wird verschiedenen jungen Menschen Schreckliches angetan. Jahre später dann rächen diese sich - und kommen in einem Falle unentdeckt, im anderen zwar entdeckt, aber ungeschoren davon. Die Handlung ist sehr spannend und auch temporeich aufgebaut. Der Schreibstil auch lesenswert. Die Charaktere gut gezeichnet und teils sehr polarisierend, wie die ganze Geschichte und deren Ende. Aber es ist doch gut, wenn eine Lektüre auch zur Diskussion anregen kann und soll.

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Veröffentlicht am 01.08.2018

Verwirrspiel

Totenbauer
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Vor dem Hintergrund der Aufarbeitung des eigenen Familiendramas mit dem Tod von Tenbrinks Ehefrau treten der Mordfall - und die Folgemorde -, die diesem Krimi zugrundeliegen, fast in den Hintergrund. Denn ...

Vor dem Hintergrund der Aufarbeitung des eigenen Familiendramas mit dem Tod von Tenbrinks Ehefrau treten der Mordfall - und die Folgemorde -, die diesem Krimi zugrundeliegen, fast in den Hintergrund. Denn die Aussetzer, Gedächtnislücken und schließlich wiedergefundenen Erinnerungen führen zu schrecklichen Erkenntnissen. Ansonsten müsste die Geschichte unter der Überschrift stehen: Wenn Du doch nicht geschwiegen hättest. Denn dass jeder jedem irgendetwas verschweigt, führt letztlich zu den Ereignissen, die viele der hier Handelnden in den Abgrund stoßen. Und selbst die Ermittler führen sich gegenseitig in die Irre, da sie zwischendurch immer etwas nicht erzählen, verschweigen oder die Nachricht über Erkenntisse verschieben, so dass man mittendrin aneinander vorbei ermittelt. Aber trotz einiger Wirrungen bleibt es spannend bis zum Schluss.

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  • Spannung
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Veröffentlicht am 23.07.2018

Mordkomplott mit ungeahntem Ausgang

Die edle Kunst des Mordens
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Wird da ein Mordkomplott im Museum von einer Gestörten geplant? Oder was soll das Sich-Ausmalen, wie denn die Leicht zu inszenieren sei? Nein, es ist nur die Fantasie einer Schriftstellerin, die vom Genre ...

Wird da ein Mordkomplott im Museum von einer Gestörten geplant? Oder was soll das Sich-Ausmalen, wie denn die Leicht zu inszenieren sei? Nein, es ist nur die Fantasie einer Schriftstellerin, die vom Genre des Liebesromans in das des Krimis wechseln möchte, die dann aber ganz unvermittelt in einen tatsächlichen Mordfall und dann noch einen – oder war der ein Selbstmord? – und dann noch in das Verschwinden einer weiteren Person hineingezogen wird und mehr oder minder amateurhaft mit „Ermittlungen“ beginnt. Solche, die sie selbst in Gefahr bringen und die dann ein überraschendes Komplott aufdecken. Obwohl: so überraschend war das nicht. Man ahnte schon früh, dass da so einiges mit der zuerst „Ermordeten“ nicht stimmt. Dass dann die Amateur-Ermittlerin die Lösung findet – ob das so glaubwürdig ist? Aber das schadet nicht. Die Lektüre ist recht amüsant. Eine leichte Sommerlektüre eben, die man durchaus empfehlen kann.

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  • Lesespaß
Veröffentlicht am 23.07.2018

Fake?

Schattenangriff
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Verschwörungstheorien, ob aktuell über die Social Media oder fiktiv in Buch- oder Filmform, gibt es unendliche. Meist will ein Superschurke die Weltmacht an sich reißen und Reichtümer aufhäufen - zum eigenen ...

Verschwörungstheorien, ob aktuell über die Social Media oder fiktiv in Buch- oder Filmform, gibt es unendliche. Meist will ein Superschurke die Weltmacht an sich reißen und Reichtümer aufhäufen - zum eigenen Vorteil und den einiger weniger Mittäter. Dass jemand eine Volksrepublik errichten will, um vermeintlich Gleichheit zwischen Armen und Reichen zu schaffen, bzw. die Gräben zwischen diesen Polen zuzuschütten, ist mal etwas Neues. Der wirre Vorsitzende schwadroniert in diesem Sinne vor sich hin und meint glauben machen zu müssen, dass er das Wohl der bisher Unterdrückten im Auge hat und Gerechtigkeit für alle möchte. Naja, wer's glaubt. Die Idee und der Ansatz sowie die Umsetzung sind gut, weil eben noch nicht so abgedroschen. Auch der Spannungsbogen bis hin zum furiosen Ende ist gut aufgebaut. Das "Stirb langsam"-Heftige macht das Tempo des Buches aus - was sicher nicht jedermanns Sache ist. Wer drauf steht, sollte das Buch lesen. Auch andere, selbst wenn es einige logische Sprünge und Ungereimtheiten gibt.

Veröffentlicht am 23.07.2018

Fatal

Belfast Central
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Ein schwieriges Stück Geschichte Nordirlands, das in Rückblenden ein stimmig-unstimmiges Bild von Hass, Verbohrtheit, Eigennutz und Benutztwerden zeigt. Und wie jemand, der eigentlich ein friedfertiger, ...

Ein schwieriges Stück Geschichte Nordirlands, das in Rückblenden ein stimmig-unstimmiges Bild von Hass, Verbohrtheit, Eigennutz und Benutztwerden zeigt. Und wie jemand, der eigentlich ein friedfertiger, wenn auch unfertiger Mensch ist, der noch nicht so ganz seinen Platz im Leben gefunden hat, komplett aus der Bahn geworfen werden kann. Ein Buch, das durchaus nachdenklich stimmt und den Leser dazu veranlasst, sich einmal intensiver mit der Geschichte Nordirlands zu befassen. Eine gute Lektüre, auch wenn die Fehler im Buch - hat denn da keiner Korrektur gelesen? - ein wenig nerven.