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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.10.2018

Sehr bewegende, aber auch brutale Geschichte

Als das Leben unsere Träume fand
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In Luca di Fulvios Roman "als das Leben unsere Träume fand", schickt der Autor den Leser auf eine brutale Berg- und Talfahrt durch Buenos Aires.

Wir schreiben das Jahr 1913, als drei junge Menschen auf ...

In Luca di Fulvios Roman "als das Leben unsere Träume fand", schickt der Autor den Leser auf eine brutale Berg- und Talfahrt durch Buenos Aires.

Wir schreiben das Jahr 1913, als drei junge Menschen auf der Suche nach Glück, Freiheit und persönlichem Frieden eine Schiffsreise nach Buenos Aires beginnen.
Drei Leben, zwei Welten und hoffentlich ein Neuanfang.

Roccos Eltern sind früh gestorben, doch schafften es in ihrem kurzen Leben noch bei der Mafia berühmt zu werden. Rocco steht immer in ihrem Schatten, kann seine schnell aufkeimenden Wutattacken nicht kontrollieren. Oft wird er brutal und geht auf andere Menschen los, die ihm nichts Gutes wollen. Lange Zeit geht alles gut, die Mafia liebt ihn aufgrund seines familiären Hintergrunds, doch irgendwann wird er zu aufmüpfig und möchte sich der Mafia nicht unterwerfen. Als letztes Dankeschön erhält er eine Überfahrt nach Buenos Aires, mit der Drohung, niemals zurück zu kehren.

Rosetta ist nach dem Tod ihrer Familie die einzige Besitzerin eines kleines Hofes. Weil es sich in dem kleinen Dorf nicht gehört, dass eine Frau einen Hof bestellt und dem Don des Dorfes partout den Hof nicht überschreiben will, ist sie diesem ein Dorn im Auge. Als sie nur knapp eine Vergewaltigung überlebt ist der einzige Ausweg aus diesem Leben Buenos Aires.

Die russische Jüdin Raquel möchte nicht bei ihrer furchtbaren Stiefmutter bleiben, die nicht Raquel nicht haben möchte. Als eine der wenigen die Lesen und Schreiben können, flieht sie aus dem kleinen Dorf auf ein Boot nach Buenos Aires.

Mein Fazit:
Es ist wirklich toll zu sehen, wie sich die einzelnen Charaktere entwickeln. Das macht der Autor wirklich ausgezeichnet.
Mit einem sehr nüchternen und schockierend bildhaften Schreibstil kommt di Fulvio daher. Er schafft es den Leser innerhalb weniger Sätze in seinen Bann zu ziehen. Man vermag gar nicht mehr weg zu sehen. Er zeigt, wie grauenvoll es in manchen Dörfern zugegangen ist und auch noch zugehen könnte. Er geht dabei mitunter mit so gewalttätigen Beschreibungen vor, dass ich ab und an die Passagen überblätterte, da mir schlecht wurde.
Gleichzeitig ist er ein Autor der jedwedes Gefühl beim Leser hervorrufen kann. Sei es Trauer, um die Personen, Wut auf die Ungerechtigkeit, ja sogar Hass auf die Bösartigkeiten mancher Menschen, aber auch Liebe und Mitgefühl für die Protagonisten. Es ist jedes Gefühl vertreten und das macht dieses Buch so besonders.
Es hat Spaß gemacht zu Lesen und mit den Protagonisten mitzufiebern. Und mitfiebern ist genau der richtige Ausdruck, denn das Buch wird von Seite zu Seite immer spannender! Es hat sich wirklich nicht nach fast 800 Seiten angefühlt und das ist schon klasse!
Was ich allerdings als wirklich störend empfunden habe, waren diverse Logiklücken, die zum Ende hin immer mehr wurden und deshalb kann ich dann doch nur 4,5 von 5 Sternen geben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Emotionalität
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Spannung
Veröffentlicht am 30.09.2018

Ganz tolles Hörbuch :)

Percy Jackson - Teil 1
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Na, wer kennt die sagenumwobenen griechischen Götter nicht?
Und wer mag jugendlichen Helden, die in der Schule die uncoolen Looser sind und sich durch mystisches Blut zu wahrlichen Helden entpuppen?

Der ...



Na, wer kennt die sagenumwobenen griechischen Götter nicht?
Und wer mag jugendlichen Helden, die in der Schule die uncoolen Looser sind und sich durch mystisches Blut zu wahrlichen Helden entpuppen?

Der ist mit Percy Jackson- Diebe im Olymp super beraten! Ich denke die Story ist vielen bekannt, daher hier nur meine Meinung:

Ich habe die beiden Filme gesehen und da ja meist das Buch besser ist, als der Film, habe ich gleich mal beim Hörbuch zugeschlagen. Und siehe da, das Hörbuch war besser als die Filme :) Ich fand die verschiedenen Facetten der Götter toll, die eingearbeitet wurden, die tollpatschigen Helden (Rover und Percy) aber auch Athenes Tochter, die sowohl Geist und Mut, als auch Muskeln mitbringt und dadurch die Jungs ab und an mal retten muss.

Ich fand die Stimme des Sprechers toll. Sie ist jugendlich und charmant. Dadurch werden die Figuren noch realer.

Sehr zu empfehlen :)

Veröffentlicht am 28.09.2018

Ich liebe diesen Kabarettisten! :D

Ermpftschnuggn trødå!
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Jochen Malmsheimer packt hier mal wieder aus. Von einer sehr blumigen Ode an sein Hose und die der anderen, den Gesprächen zwischen Neandertalern, oder aber seine Liebe zur Sprache. Hier ist wieder alles ...

Jochen Malmsheimer packt hier mal wieder aus. Von einer sehr blumigen Ode an sein Hose und die der anderen, den Gesprächen zwischen Neandertalern, oder aber seine Liebe zur Sprache. Hier ist wieder alles vertreten und bringt einen, durch seinen speziellen Stil, vorallem die Wortneuschöpfungen, zum herzhaften Lachen!

Ganz dicke Empfehlung!

Veröffentlicht am 28.09.2018

Langweilig. Habe abgebrochen

Die Gabe der Auserwählten
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Lia und Rafe konnten aus Venda fliehen, aber verletzt und durchgefroren haben sie einen ungewissen Weg vor sich. Ihr Ziel ist Dalbreck, Rafes Königreich. Unterwegs hört Lia immer deutlicher, wie die innere ...

Lia und Rafe konnten aus Venda fliehen, aber verletzt und durchgefroren haben sie einen ungewissen Weg vor sich. Ihr Ziel ist Dalbreck, Rafes Königreich. Unterwegs hört Lia immer deutlicher, wie die innere Stimme zu ihr spricht Und sie spürt, dass sie schon viel zu lang weit weg ist von Morrighan, ihrer Heimat. Rafe verspricht ihr eine Zukunft als Königin an seiner Seite. Doch Lia ist innerlich zerrissen zwischen widerstreitenden Gefühlen. Wie wird sie sich entscheiden?


Ich fühlte mich sehr an die zwei ersten Bänder erinnert, nur das es nicht wirklich irgendwas neues gab. Ja Lia wächst mit ihren Aufgaben, aber sie kann nicht noch mehr wachsen. Irgendwann ist auch mal gut. :/ Mich an der der Roman sehr gelangweilt und ich habe abgebrochen.

Veröffentlicht am 28.09.2018

Ein Hauch "Chocolat" - Die Fotografin ist ein wunderbares Hörbuch!

Die Fotografin - Am Anfang des Weges
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Petra Durst-Benning legt mit ihrem historischen Roman "Die Fotografin- Am Anfang des Weges" eine sehr berührende Geschichte vor.

1911. Deutschland. Mimi Reventlow ist eine junge Pfarrerstochter, die ...

Petra Durst-Benning legt mit ihrem historischen Roman "Die Fotografin- Am Anfang des Weges" eine sehr berührende Geschichte vor.

1911. Deutschland. Mimi Reventlow ist eine junge Pfarrerstochter, die von ihrem Freund und ihren Eltern immer als brave Hausfrau in einer Pfarrei gesehen wurde. Doch die haben die Rechnung ohne Mimi gemacht. Denn sie hat seit langem einen Traum. Den Traum Wanderfotografin zu werden. So wie ihr Onkel Joseph, zudem sie mehr Zuneigung verspürt als zu ihren Eltern, denn er versteht sie. So wird Mimi mit Josephs Hilfe und gegen alle Widerstände Fotografin und findet nicht nur ihre Freiheit, sondern auch die Liebe.
Sie bereist als Fotografin das ganze Land. Als Frau ist dies gar nicht so einfach, aber nach und nach schafft sie es ihren Traum zu leben. Doch nach über sechs Jahren erreicht sie die Nachricht ihrer Mutter: Joseph ist nach einer Lungenentzündung nun bettlägerig. Mimi lässt alles liegen und reist umgehend zu ihrem Onkel, der so krank ist, dass er nicht mehr alleine in seinem Haus in Laichingen leben kann. Sein altes Atelier steht frei und so verzichtet Mimi auf ihre Unabhängigkeit, öffnet das Atelier und pflegt ihren Onkel.
Die misstrauischen Blicke der Dorfbewohner, die Armut des Dorfes und auch der grausame Fabrikbesitzer, der das ganze Dorf in der Mangel hat...all dem sieht sie sich nun gegenüber...wie soll sie das alles aushalten?

Mein Fazit:
Die Geschichte erinnert vom Flair her ein wenig an den Film "Chocolat". Eine starke Protagonistin, die so charmant daherkommt, dass man sich in die verlieben muss.

Ich fand die Geschichte sehr berührend. Die Autorin lässt die einzelnen Charaktere authentisch wirken. Die Dialoge, Monologe und auch die Taten sind tiefgehend, dass man sich gut in diese hinein denken kann und so nur noch besser mitfiebern.

Durch den Schreibstil der Autorin wird man binnen weniger Sätze in die Geschichte gesogen. Die Charaktere werden zum Leben erweckt. Die Orte werden wahr. Die damalige Zeit erscheint vor dem inneren Auge. Dies ist auch Svenja Pages wundervollen, empathischen Lesung zu verdanken. Denn sie gibt den einzelnen Momenten und Charakteren die passende Betonung. Ich war wieder mal sehr angetan von ihrer Lesung! Ich habe das Gefühl sie wird immer besser!
Die Geschichte selber ist eigentlich sehr ruhig und dennoch passiert sehr viel.

Wer also Lust hat auf eine historische Geschichte, über eine starke Frau, die ihren Platz im Leben sucht, der greife sich dieses Hörbuch!