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Veröffentlicht am 17.07.2019

Sehr lesenswerter Ableger des magischen Blumenladens

Der magische Blumenladen für Erstleser, Band 1: Die verschwundenen Katzen
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Inhalt:
Lord Nelson und weitere Katzen aus der Nachbarschaft sind wie vom Erdboden verschluckt. Violet macht sich auf die Suche und hat bald einen Verdacht: Andy muss hinter der Sache stecken! Ausgestattet ...

Inhalt:
Lord Nelson und weitere Katzen aus der Nachbarschaft sind wie vom Erdboden verschluckt. Violet macht sich auf die Suche und hat bald einen Verdacht: Andy muss hinter der Sache stecken! Ausgestattet mit dem magischen Nieswurz kann Violet Andy außer Gefecht setzen und die Katzen befreien. Doch wer hat Andys singende Mäuse auf dem Gewissen? Zum Glück stellt sich heraus, dass Andy sich geirrt hat und die Mäuse in Sicherheit sind!

Meinung:
Violets Freundin Lucy kommt ganz aufgelöst in den Blumenladen von Violets Tante Abigail. Ihr Kater Samy ist spurlos verschwunden. Kurze Zeit später muss Violet feststellen, dass auch Lord Nelson, der Kater ihrer Tante, verschwunden ist. Nun beginnt eine fieberhafte Suche nach den Katzen.

Da ich bereits den ersten Band der „großen“ Reihe des magischen Blumenladens als Hörbuch gehört und für toll befunden habe, war ich gespannt auf diese Reihe für Erstleser.
Zu Beginn fällt natürlich auf, dass dieser Band mit etwas mehr als 60 Seiten der Altersgruppe von 6 Jahren perfekt angepasst wurde. Auch die Schrift ist groß gewählt und die Sätze sind kurz und prägnant.

Ein absoluter Hingucker sind die farbig illustrierten Bilder von Horst Hellmeier. Auf wirklich jeder Doppelseite findet sich mindestens eine kunterbunte Zeichnung. Diese lockern die Geschichte ungemein auf und sorgen dafür, dass die Erstleser gerne am Ball bleiben.

Aber auch die Geschichte ist für die Altersgruppe ein spannendes Abenteuer. Man erfährt von den magischen Blumen und ihrer Wirkung und macht sich dann gemeinsam mit Violet auf die Suche nach den Katzen. Für ältere Kinder könnte die Geschichte ein wenig langweilig sein. Diese sollten daher unbedingt zu der magischen Blumenladen Reihe für Kinder ab 8 Jahren greifen.

Fazit:
Dieser Ableger des magischen Blumenladens hat mich gut unterhalten. Ich bin mir sicher, dass die Zielgruppe bei diesem Buch voll auf ihre Kosten kommen wird. Mich selbst haben vor allen Dingen die farbigen Illustrationen, die es auf wirklich jeder Doppelseite zu bestaunen gibt, begeistert. Erstlesern, die gerne ein wenig über Magie und Spannung lesen wollen, kann ich diesen Auftakt der neuen Reihen nur ans Herz legen.
5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 17.07.2019

Ein neues Fesler-Buch = ein neues Highlight im Buchregal

Extrem gefährlich! Maus mit Mission
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Inhalt:
Extrem gefährlich? Das ist im Leben von Max höchstens die unheimliche Shakira, die ihn in den Schulpausen immer so gruselig anguckt. Ansonsten kümmern sich seine überbesorgten Eltern schon darum, ...

Inhalt:
Extrem gefährlich? Das ist im Leben von Max höchstens die unheimliche Shakira, die ihn in den Schulpausen immer so gruselig anguckt. Ansonsten kümmern sich seine überbesorgten Eltern schon darum, dass er bloß nicht zu viel Aufregung abbekommt. Doch das ändert sich, als plötzlich der Geheimagent Juan vor ihm steht. Er ist gut ausgebildet, hochintelligent – und eine Maus! Eine Maus mit Mission: Juan soll die dunklen Machenschaften der mysteriösen Firma Blanche aufdecken. Dafür braucht er nicht nur Max’ Hilfe, sondern ausgerechnet auch die von Shakira. Und auf einmal wird Max’ bis dahin so langweiliges Leben wirklich extrem gefährlich!

Meinung:
Max Leben wird von seinen überfürsorglichen Eltern bestimmt. Er wird behütet und bemuttert wo es nur geht und das ist Max schon ziemlich peinlich. Wie jedes Jahr wünscht er sich auch in diesem Jahr ein Haustier. Doch seine Eltern sind, wie jedes Jahr, strikt dagegen. Dann schenkt Max Großvater ihm jedoch eine Maus zum Geburtstag und Max ist total aus dem Häuschen. Vollkommen verrückt wird es jedoch, als die Maus anfängt zu sprechen und sich als Geheimagent Juan vorstellt. Juan ist auf einer geheimen Mission gegen die Firma Blanche und Max soll ihn bei seinen Ermittlungen helfen. Das riecht doch förmlich nach jeder Menge Spannung und Action, was so gar nicht nach dem Geschmack von Max Eltern sein dürfte…

Da mir die Lizzy Carbon Reihe von Mario Fesler so unfassbar gut gefallen hat, musste ich natürlich auch sofort zum ersten Band seiner neuen Reihe greifen. Extrem gefährlich ist anders als Lizzy Carbon, aber schon nach den ersten Seiten merkt man auch diesem Buch den unverwechselbaren Stil von Mario Fesler an. Und so war ich schon nach wenigen Seiten gefangen von Max Geschichte.

Max ist ein Charakter, dem die Herzen der Leser wahrscheinlich nur so zufliegen werden. Er möchte eigentlich von seinen Eltern gar nicht so eingeengt und kontrolliert werden, schafft es jedoch nicht sich ihnen gegenüber Gehör zu verschaffen. Es gab so einige Situationen im Buch, wo mir der arme Max einfach nur furchtbar leid tat. Aber natürlich reift auch Max in dieser Geschichte und schafft es zumindest teilweise sich von seinen Eltern abzukapseln.
Shakira ist da schon eine ganz andere Hausnummer. Sie lässt sich von niemandem etwas gefallen. Mit ihrer ruppigen Art kommt sie bei ihren Mitschülern natürlich nicht so gut an. Doch das ist ihr ziemlich egal. Max hat daher großen Respekt und sogar einen Hauch von Angst vor ihr. Als die beiden dann allerdings zusammenarbeiten müssen, lernt Max Shakira besser kennen und schaut hinter ihre Fassade.
Max bester Freund Pascal ist so ganz anders als man sich einen besten Freund vorstellt. Stellenweise ist er ziemlich fies und gemein zu Max. Diese Eigenschaften sind allerdings erst vor kurzem aufgetreten. Was wohl hinter Pascals Entwicklung steckt?

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Max, Juan und Shakira. Alle drei Charaktere sind so unterschiedlich und toll, dass ich gar nicht eine Perspektive hervorheben kann, die mir nun besonders gut gefallen hat. Viel mehr hat mich dieser abwechslungsreiche Perspektivwechsel mehr als gut unterhalten.

An Mario Feslers Büchern liebe ich vor allen Dingen den total genialen Humor. Max nimmt sich schon mal gerne selbst auf die Schippe und manche Situationen waren so herrlich komisch, dass ich wirklich lauthals lachen musste.

Aber auch die Geschichte an sich ist super unterhaltsam. Denn sie überzeugt mit einem interessanten Plot, den ich in dieser Form noch nicht gelesen habe. Zudem ist die Geschichte rasant, spannend, sehr fesselnd und teilweise auch berührend. Man fiebert mit diesen herrlich authentischen Charakteren sofort mit. Die sprechende Maus Juan sorgt für ordentlich Schwung in der Geschichte und ich bin bereits jetzt sehr neugierig was im zweiten Teil der Reihe passieren wird. Denn dieser erste Band endet in sich schon recht abgeschlossen.

Fazit:
Ein neues Buch von Mario Fesler konnte eigentlich nur wieder absolut genial werden und so konnte mich „Extrem gefährlich – Maus mit Mission“ von A bis Z begeistern. Tolle Charaktere, ein Protagonist, dem man sofort sein Herz schenkt, super lustige Dialoge und eine sprechende Maus namens Juan sorgen für tollen Lesespaß.
Daher vergebe ich wohlverdiente 5 von 5 maustastische Hörnchen.

Veröffentlicht am 17.07.2019

Geniale Geschichte mit interessanten Charakteren - das Gepiepse aufgrund der Schimpfwörter nervt allerdings extrem

Die Unausstehlichen & ich (Band 1) - Das Leben ist ein Rechenfehler
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Inhalt:
Die 11-jährige Enni hat Grund zu fluchen: Ihre Pflegeeltern haben sie ins Internat gesteckt. Vom ersten Tag an will sie nur so schnell wie möglich wieder weg und zurück zu ihrem Bruder. Anfangs ...

Inhalt:
Die 11-jährige Enni hat Grund zu fluchen: Ihre Pflegeeltern haben sie ins Internat gesteckt. Vom ersten Tag an will sie nur so schnell wie möglich wieder weg und zurück zu ihrem Bruder. Anfangs findet sie die anderen Internatsschüler unausstehlich. Doch Enni weiß, dass sie bei ihrem Ausbruch auf deren Hilfe angewiesen ist. Im Gegenzug fordern ihre Mitschüler auch Ennis Unterstützung. Sie wollen dem schüchternen Karan helfen, seine größte Angst zu überwinden: Durch eine heimliche, nervenzerfetzende Aktion.

Meinung:
Enni wurde von Pflegeheim zu Pflegeheim weitergereicht bis sie bei Noah und seinen Eltern landet. Noah und Enni verstehen sich von Anfang an. Als jedoch beide ziemlich großen Mist bauen und Enni die ganze Schuld auf sich nimmt, schicken ihre Pflegeeltern Enni in ein abgelegenes Internat in der Schweiz. Enni hat nur ein Ziel: So schnell wie möglich von hier verschwinden und ihren Bruder Noah wiederfinden.

Vanessa Walder hat mich vor einigen Jahren mit ihrer Reihe rund um das wilde Määäh sehr begeistern können und so stand für mich schnell fest, dass ich diese neue Geschichte aus ihrer Feder unbedingt lesen bzw. hören muss.

Der Einstieg wird dem Hörer dabei sehr einfach gemacht. Wir lernen die elfjährige Enni kennen und merken schnell, dass Wutanfälle und Schimpfwörter bei ihr zum ganz normalen Umgangston gehören. Blöd wird es für sie allerdings nur, als sie auf ein Internat geschickt wird, in dem für jedes Schimpfwort entweder eine Geldstrafe zu zahlen ist oder gemeinnützige Arbeit für die Schule übernommen werden muss. Enni findet dies alles andere als lustig.

Die Idee von einem Internat mitten in den Schweizer Bergen hat mich sofort angesprochen. Vanessa Walder beschreibt das Leben und die Leute in diesem Internat auf sehr authentische und einfühlsame Art und Weise. So lernt Enni nach und nach ganz besondere aber auch sehr außergewöhnliche Kinder im Internat kennen.

Der Hörer schlüpft in diesem Buch in die Rolle von Ennis Psychologen/Arzt und wird daher oftmals gesiezt, da Enni ihm ihre Geschichte erzählt. Dies ist für ein Kinderbuch doch recht ungewöhnlich. Ich mochte diesen Erzählstil aber ungemein gerne, da es dem Hörer das Gefühl gibt noch näher mit dabei zu sein.

In diesem Buch wird, wie oben bereits erwähnt, gehörig geflucht und mit Schimpfwörtern nur so um sich geschmissen. Prinzipiell habe ich nichts gegen diesen Umgangston, da er in diesem Fall einfach perfekt zum Charakter Ennis passt. Ich bin mir auch sicher, dass die Umsetzung im Buch (durchgestrichene Schimpfwörter) gut funktioniert. Bei der Hörbuchvariante fand ich die Umsetzung jedoch sehr nervtötend. Denn jedes Schimpfwort wird durch ein durchdringendes Piepen ersetzt. Natürlich ist mir mehr als bewusst warum man dies getan hat, mit der Zeit nervt dieses Gepiepe aber so dermaßen (denn Enni schimpft wirklich seeeeehr viel), dass ich ein wenig die Lust an der ansonsten genialen Geschichte verlor und zeitweise überlegt habe, das Hörbuch abzubrechen.

Zum Glück habe ich dies nicht getan, denn Vanessa Walder schafft es auch in dieser Geschichte mich abzuholen und zu begeistern. Die Gruppe Kinder rund um Enni ist äußerst ungewöhnlich, etwas schräg aber absolut liebenswert. Sei es der gutaussehende Dante, der mit seinem Charme jeden um den Finger wickelt und im Rollstuhl sitzt oder Lucky das Nesthäkchen der Gruppe, der unter „Diätis“ leidet und ziemlich aufgeweckt und quirlig ist. Aber auch der schweigsame Karan war für mich ein sehr interessanter Charakter. Immer wieder fragte ich mich, was für ein Geheimnis hinter ihm steckt.

Fazit:
Vanessa Walder konnte mich mit ihrem neuen Reihenauftakt sehr begeistern. Ich mochte das Setting und die außergewöhnlichen Charaktere des Buches sehr. Ein großer Wermutstropfen ist jedoch die Vertonung der Schimpfwörter. Natürlich ist mir klar, dass diese im Hörbuch durch einen Piepton ersetzt werden müssen, da Enni jedoch oft und gerne schimpft, gibt es seeeehr viele Pieptöne, die einem beim Zuhören doch recht schnell auf die Nerven geben. Lange habe ich daher überlegt, ob es drei oder vier Hörnchen von mir gibt. Am Ende finde ich jedoch, dass die Geschichte mindestens vier Hörnchen verdient hat.
Also 4 von 5 Hörnchen für Enni und ihren Schimpfmarathon.

Veröffentlicht am 17.07.2019

Wie immer witzig und sehr unterhaltsam - einfach eine tolle Reihe

Bitte nicht öffnen 4: Feurig!
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Inhalt:
Nemo hat einen Plan: Er will dem Päckchen-Verschicker eine Falle stellen! Ein guter Plan – eigentlich. Denn leider geht er schief. Und Nemo, Oda und Fred haben drei Probleme:
1. Drache Drago wird ...

Inhalt:
Nemo hat einen Plan: Er will dem Päckchen-Verschicker eine Falle stellen! Ein guter Plan – eigentlich. Denn leider geht er schief. Und Nemo, Oda und Fred haben drei Probleme:
1. Drache Drago wird lebendig.
2. Seine Spucke hat überraschende Nebenwirkungen.
3. Und die Einzige, die Drago in ein harmloses Stofftier zurückverwandeln kann, befindet sich am anderen Ende der Welt.
Also fasst Nemo einen neuen Plan. Einen guten Plan – eigentlich …

Meinung:
Nemo, Oda und Fred haben einen genialen Plan. Sie wollen dem Päckchen-Verschicker eine Falle stellen und kümmern sich daher seit Tagen um die kleine Marie und ihr Kuscheltier Drago – einen Drachen. Doch dann nutzt der Kuscheltierdieb einen unachtsamen Moment der Kinder aus und klaut Drago. Als nun das Paket bei Nemo eintrifft nehmen die drei Freunde Marie mit in den Tierpark, um dort das Paket zu öffnen. Nemo möchte sich den lebendigen Drachen jedoch noch einmal ganz genau angucken und dadurch geht so ziemlich alles schief, was nur schiefgehen kann. Nun brechen sehr heiße Tage für das Städtchen Boring an.

Die Bitte nicht öffnen Reihe zählt mittlerweile zu meinen liebsten Kinderbuchreihen. Ich finde die Idee einfach mega cool, dass süße Kuscheltiere oder Spielzeuge plötzlich zum Leben erwachen und des Öfteren dann gar nicht mehr sooo süß sind. Da Drachen zu meinen liebsten Fabelwesen zählen, freute ich mich ganz besonders auf diese Geschichte.

Das Cover verdient vorneweg gleich besondere Beachtung. Alle bisherigen Cover waren schon genial mit dem Guckloch und dem auf der nächsten Seite versteckten Spielzeug. So ist es auch in diesem Buch. Aus dem Paket guckt uns ein Kullerauge des süßen Drachen Dragos entgegen. Jedoch wurde das äußere des Buches nun noch mehr einem echten Holzpaket angepasst. Es fühlt sich rau und voller Kerben an. Ich war wirklich ganz begeistert, als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand gehalten habe.

Wie in jedem Bitte nicht öffnen Band steuert auch hier Fréderic Bertrand die Bilder zur Geschichte bei. Ich kann mich nur wiederholen, aber ich liebe seinen Zeichenstil. Er steckt so voller Details und echtem Wiedererkennungswert. Ich finde, jedes Buch wird alleine schon durch die Zeichnungen von Fréderic Bertrand ungemein aufgewertet.

Die Handlung des Buches ist wie gewohnt unterhaltsam, witzig und wieder reichlich turbulent. Dieses Mal sorgt Nemo mit seinem Verhalten für ordentlich Wirbel im Städtchen Boring. Ich finde es super, wie jedes Mal aufs Neue ein anderer Schauplatz des kleinen Städtchens in den Vordergrund rückt.
Auch die Handlung bzgl. des Päckchen-Versenders wird weiter vorangetrieben. Es gibt neue Erkenntnisse und Verdächtigungen. Jedoch tappt man immer noch gehörig im Dunkeln wer hinter dem Ganzen steckt. Hier bin ich wirklich sehr auf die Auflösung gespannt.
Etwas schade fand ich es, dass der Drache nicht so im Fokus steht, wie dies noch bei den anderen Spielzeugen der Fall ist. Leider bekommt er durch seine Gefangenschaft wenig "Einsatzzeit".

Zudem hat mich dieses Mal so ein wenig das Verhalten der Kinder gestört. Personen, die nicht gespoilert werden möchten, sollten daher jetzt nicht weiterlesen.
Ich fand es etwas befremdlich, dass die Kinder die Eltern von Marie in große Schrecken versetzen, in dem sie sagen, dass Maries Großmutter schwer krank ist, obwohl sie das gar nicht ist. Daraufhin fahren die Eltern so schnell es geht den ganzen Weg von Sizilien nach Hause zurück.
Auch das "Einbrechen" der Kinder in ein fremdes Haus fand ich nicht ganz gelungen.

Fazit:
Ein neues, witziges und unterhaltsames Abenteuer erwartet Fans der Bitte nicht öffnen Reihe. Mit viel Charme und Witz verzaubert Autorin Charlotte Habersack den Leser mit dem süßen Drachen Drago. Dieses Mal kam ich allerdings mit ein paar Entscheidungen der Kinder nicht so ganz zurecht. Ansonsten kann ich das Buch bzw. die ganze Reihe aber jedem Leser von ganzem Herzen empfehlen!
Von mir gibt es feurige 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 17.07.2019

Toller Start in die Leuchtturm-Haie Reihe

Leuchtturm-HAIE (1). Oma Rosella und die geheime Seehundmission
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Inhalt:
Hannes, Inga und Emil können sich eigentlich nicht leiden. Doch seit sie beim Klassenausflug in der Seehundstation zufällig einen Heringsdieb beobachtet haben, sind sie ein festes Team: die Leuchtturm-HAIE. ...

Inhalt:
Hannes, Inga und Emil können sich eigentlich nicht leiden. Doch seit sie beim Klassenausflug in der Seehundstation zufällig einen Heringsdieb beobachtet haben, sind sie ein festes Team: die Leuchtturm-HAIE. Im Seniorenheim bei Oma Rosella beziehen sie ihr Hauptquartier. Die drei haben den Verdacht, dass Fischer Olaf die Seehunde mit vergifteten Heringen aus dem Weg schaffen will. Er schleicht sich nicht nur in der Seehundstation herum, sondern kommt auch einem kleinen Heuler am Strand gefährlich nahe. Höchste Zeit, dass die HAIE eingreifen!

Meinung:
Hannes, Inga und Emil gehen in verschiedene Klassen und haben bisher keine Berührungspunkte miteinander gehabt. Dies ändert sich jedoch, als die drei Kinder nach einem Schulausflug über Nacht in der Seehundstation eingesperrt werden. Die Gruppe wird zusammengeschweißt als sie erfahren, dass an diesem Abend ein Heringsdieb sein Unwesen in der Station treibt. Schnell ist den Dreien klar, dass sie unbedingt herausfinden müssen, wer hinter dem Ganzen steckt. So werden die Leuchtturm-HAIE ins Leben gerufen.

Die Leuchtturm-Haie habe ich damals mit Band 2 gestartet und mich sofort in die Reihe verliebt. Nun bin ich per Zufall über den ersten Teil der Reihe gestolpert und wollte gerne erfahren, was Hannes, Inga und Emil in ihrem ersten Abenteuer erleben. Nach dem Hören kann ich für mich sagen, dass ich wahnsinnig froh darüber bin, diesen ersten Band gehört zu haben. Denn es war mega cool zu erfahren, dass die drei Kinder erst in diesem ersten Abenteuer zueinander gefunden haben und sich eigentlich vorher nicht wirklich ausstehen konnten. Ich fand es genial mitzuverfolgen, wie aus den ungleichen Kindern am Ende eine verschworene Gemeinschaft entsteht. Nach dem Ende des Abenteuers müssen sich Hannes, Inga und Emil eingestehen, dass aus entfernten Bekannten Freunde geworden sind. Ich finde, diese Botschaft alleine ist schon sehr schön.

Des Weiteren erfährt man in dieser Anfangsgeschichte, warum die Leuchtturm-Haie sich diesen Namen ausgesucht haben und dass das Wort Hai sich aus den Anfangsbuchstaben der drei Kinder zusammensetzt. Ich bin schon alleine aufgrund dieses Fakts froh darüber das Hörbuch gehört zu haben.

Wie auch in den anderen Teilen spielen in diesem Band der Natur- und Tierschutz eine größere Rolle. In dieser Geschichte sind gerade die Seehunde ein zentrales Thema. Für junge Leser ist es spannend zu erfahren, wie der richtige Umgang mit den Tieren ist und wie man sich zu verhalten hat, wenn man einem allein gelassenen Heuler am Strand gegenüber tritt. Das Nordsee-Feeling wird auch in dieser Geschichte wieder perfekt eingefangen und an die Zuhörer vermittelt.

Dieses Hörbuch wird von Wanja Mues vertont. Daher musste ich mich erst ein wenig umstellen, da die darauffolgenden Abenteuer von Benedikt Weber vertont werden. Dennoch mochte ich auch Wanja Mues Stimme sehr gerne. Sie trifft den Ton der Geschichte und verpackt die Gefühle und Emotionen der Kinder auf sehr schöne Art und Weise.

Auch mit dem Kriminalfall hat Gisa Pauly ins Schwarze getroffen. Zwar ist einem als Erwachsener die Auflösung nach gewissen Anspielungen klar, dies trübte dennoch nicht meinen Hörspaß. Und gerade die jungen Zuhörer dürften nicht so leicht auf die Auflösung kommen.

Empfohlen wird die Geschichte für Kinder ab 8 Jahren. Ich finde diese Altersangabe sehr passend und absolut gerechtfertigt. Für ältere Kinder könnte die Geschichte ein wenig langweilig wirken und die jüngeren Kinder werden noch nicht alle Zusammenhänge verstehen.

Fazit:
Ich bin wahnsinnig froh darüber nun auch den ersten Band der Leuchtturm-Haie gehört zu haben. Es werden einige interessante Informationen z. B. über die Entstehung des Namens „Leuchtturm-Haie“ erläutert. Auch der Detektivfall ist super unterhaltsam.
Daher verteile ich am Ende 5 von 5 Hörnchen für die Leuchtturm-Haie.