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Veröffentlicht am 31.03.2017

Steigerung zu Band 1

Die maskierte Stadt
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Inhalt:
Irene Winters ist Agentin der unsichtbaren Bibliothek, die jenseits von Raum und Zeit als Tor zwischen den Welten existiert. Ihr Job ist es, einzigartige, ungewöhnliche oder rare Bücher für diese ...

Inhalt:
Irene Winters ist Agentin der unsichtbaren Bibliothek, die jenseits von Raum und Zeit als Tor zwischen den Welten existiert. Ihr Job ist es, einzigartige, ungewöhnliche oder rare Bücher für diese Bibliothek zu beschaffen. Sie hat gerade auf einer zwielichtigen Auktion einen seltenen Bram-Stoker-Text erworben, als sie und ihr Assistent Kai überfallen werden. Zu spät erkennt Irene, dass es nicht um das Buch, sondern um Kai geht. Er wird entführt, ohne dass Irene es verhindern kann.
Die Spur der Verbrecher führt in ein dunkles Venedig des immerwährenden Karnevals. Ein Ort der Masken und Geheimnisse. Und des Todes...

Meinung:
Irene Winters ist als Agentin der unsichtbaren Bibliothek immer auf der Suche und auf der Jagd nach seltenen und einzigartigen Büchern, um die verschiedenen Welten im Gleichgewicht zwischen Ordnung und Chaos zu halten.
Das Buch startet mitten in einer Auktion, bei der Irene und ihr Assistent Kai einen seltenen Text ersteigern möchten. Ich war schnell mitten in der Geschichte, da Irene durch ihre Gedanken teilweise wichtige Aspekte aus dem ersten Band noch einmal erwähnt und dadurch einige Zusammenhänge erklärt werden.

Mir war schnell klar, dass dieser Band etwas anders als der erste Band der Reihe der unsichtbaren Bibliothek sein wird. Irenes Assistent Kai wird kurz nach der Auktion entführt und kurze Zeit später ist klar, dass es bei dieser Entführung nicht um das ersteigerte Exemplar, sondern um Kai selbst geht.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass Irenes Ziel dieses Mal ein ganz anderes ist. Auf der Suche nach Kai erlebt sie viele Begegnungen mit ihren Gegnern, aber auch mit alten Bekannten aus dem vorherigen Band. Irene ist bei der Suche nach Kai, ohne die Hilfe anderer Charaktere des Buches, auf sich allein gestellt. Dies ist jedoch ganz und gar nicht eintönig oder langweilig. Denn Irene trifft trotzdem viele Nebencharaktere der Handlung, die alle super in die Geschichte passen.
Die Suche nach Kai führt sie letztendlich in ein Venedig einer Parallelwelt, in der alle Bewohner und Besucher der Stadt Masken tragen.

Ich finde die Charaktere in diesem Band alle super gelungen und es hat Spaß gemacht, Irene bei ihrer Suche zu begleiten.
Jedoch habe ich auch kleine negative Kritikpunkte zu diesem Band: Manche Gespräche sind teilweise zu langatmig und von Kai erfährt der Leser nur durch zwei kurze Intermezzi wie es ihm geht.
Mir hätte es besser gefallen, wenn die Entführung auf zwei Handlungssträngen basiert hätte, die am Ende zusammengeführt worden wären. Dies macht eine Geschichte für mich immer noch spannender und interessanter. Aber auch so ist es der Autorin durch Irenes Ermittlungen und ihren detektivischen Gedanken gelungen ein neues spannendes Abenteuer zu schreiben.

Fazit:
Dieses Mal ist der Autorin die Umsetzung der Handlung auf jeden Fall besser gelungen. Für mich ist es eine Steigerung zu Band eins der Reihe, da die Charaktere interessanter sind und ich mich viel schneller in die Geschichte hineingelesen habe.
Ich freue mich nun schon auf Band drei der Reihe, der im März 2017 erscheinen wird, und gebe diesem Buch aufgrund meiner kleinen Kritikpunkte gute 4 von 5 Pinguinen! :)

Veröffentlicht am 31.03.2017

Gruselmomente sind gegeben

Die Puppenkönigin - Das Geheimnis eines Sommers
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Klappentext:
Zach, Poppy und Alice sind schon ihr Leben lang allerbeste Freunde. Sie lieben es, sich für ihre Actionfiguren aus der Kindheit Geschichten einer magischen Welt, die voller Abenteuer und ...

Klappentext:
Zach, Poppy und Alice sind schon ihr Leben lang allerbeste Freunde. Sie lieben es, sich für ihre Actionfiguren aus der Kindheit Geschichten einer magischen Welt, die voller Abenteuer und Heldentum ist, auszudenken. Doch dieses Spiel nimmt eines Nachts eine schaurige Wendung. Alice und Poppy tauchen bei Zach auf und erzählen ihm von einer Reihe furchteinflößender Ereignisse. Poppy schwört, dass sie seit einiger Zeit von einer Porzellanpuppe ihrer Mutter heimgesucht wird, die behauptet, die Seele eines vor langer Zeit ermordeten Mädchens in sich zu tragen. Erst wenn die Freunde sie zu dem Ort des Verbrechens zurückgebracht und dort begraben haben, werde sie Ruhe geben. Andernfalls wird sie die drei Freunde verfolgen - bis in alle Ewigkeit!

Meine Meinung:
Die Einführung in das Buch gefiel mir sehr gut. Wir tauchen in die Fantasiewelt der drei Kinder Zach, Poppy und Alice ein. Es war interessant zu lesen, was für fantastische Welten sie in ihren Gedanken mit ihren Spielfiguren erschufen. Dies war einfach wunderschön und sehr fantasievoll und ich freute mich auf den weiteren Verlauf der Geschichte.
Leider geht die zu Anfang beschriebene Magie verloren. Die Fantasie weicht der realen Welt und diese konnte mich nicht verzaubern. Die drei Kinder erleben zwar ein tolles Abenteuer, dieses geht jedoch sehr geradlinig vonstatten. Dies war für mich als erwachsener Leser ein wenig langweilig.
Was mich erschreckt hat ist, dass Zach, Poppy und Alice während der Geschichte ein Boot sowie Fahrräder klauen und dann sogar noch in eine Bibliothek einbrechen. Dadurch entsteht zwar ein tolles Abenteuer, aber ich bezweifle, dass die Botschaft, die hier vermittelt wird, die Richtige ist.

Die Botschaft des Buches ist dennoch klar definiert: man soll sich so lange wie möglich das „Kind sein“ erhalten und nicht auf Teufel komm raus erwachsen werden. Das Abenteuer hilft den drei Kindern dabei ein wenig erwachsener zu werden, jedoch auch ihre Kindheit nicht vollkommen hinter sich zu lassen. Zach z.B. muss damit fertig werden, dass sein Vater, der bereits ausgezogen war, nun wieder bei seiner Mutter und ihm eingezogen ist. Dann wirft sein Vater auch noch seine heißgeliebten Spielfiguren weg, wodurch Zachs Welt zusammenbricht.
Alice hingegen muss sich mit einer kontrollsüchtigen Großmutter herumschlagen, da ihre Eltern vor einigen Jahren verstorben sind. Und Poppy hat zwar eine große Familie, aber weder ihre Eltern noch ihre Geschwister kümmern sich darum wie es Poppy geht und was sie tut. Während des Abenteuers entstanden auch unter den Kindern Konflikte, mit denen jeder auf seine eigene Art versucht klar zu kommen.

Das Buch hat einiges an Gruselmomenten zu bieten. Die Geschichte rund um die Puppenkönigin war an manchen Stellen doch ein wenig unheimlich. Mich überlief das ein oder andere Mal ein kalter Schauer. Dies mag daran liegen, dass ich das Buch meistens abends gelesen habe. Dennoch musste ich mich tatsächlich ab und zu vor dem Einschlafen vergewissern, dass keine Puppe neben mir sitzt.

Richtig klasse finde ich es, dass die Geschichte aus Zachs Sicht, nämlich der Sicht eines Jungen, geschrieben ist.

Fazit:
„Die Puppenkönigin“ startet zu Beginn mit jeder Menge Fantasie. Daher konnte mich der Anfang begeistern. Danach jedoch wird mir die Geschichte zu geradlinig.
Für Kinder ist das Buch bestimmt ein tolles Leseerlebnis, da es jede Menge Spannung, Abenteuer und Gruselmomente bietet.
Von mir gibt es 3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Charaktere ohne Tiefe

Die Magie der Namen
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Inhalt:
Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung ...

Inhalt:
Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario, dessen Namen er für den Rest seines Lebens tragen wird? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit ...

Meinung:
In Mirabortas sind Jugendliche bis zum Tag ihrer Namensgebung nur Nummern. So auch der 16-jährige Nummer 19, der davon träumt einen wichtigen Namen zu erhalten. Wie enttäuscht ist er jedoch als er einen Namen erhält den niemand kennt. In Himmelstor, der Hauptstadt des Landes, möchte Nummer 19, der jetzt Tirasan Passario heißt, im Namensarchiv herausfinden was sich hinter seinem Namen versteckt. Gemeinsam mit seinen Freunden macht er sich auf den Weg nach Himmelstor. Tirasan muss jedoch feststellen, dass die Reise einige Gefahren bereithält.

Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Ich wurde sofort von der Idee und der Welt gefesselt. Schnell war ich mir sicher, dass ich hier ein echtes Jahreshighlight vor mir habe. Dann jedoch nahm alles eine Wendung die ich so nicht erwartet habe.
Tirasan begibt sich mit seinen Freunden auf die Reise und gerade diese Reise empfand ich stellenweise als langatmig und zäh.

Leider konnten mich auch die Charaktere nicht wirklich fesseln. Bis auf Tirasan blieben mir alle anderen zu blass. Man erfährt kaum etwas über sie und ich konnte daher keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Etwas auf die Nerven ging mir zudem Rustans Bemutterung Tirasan gegenüber, auch wenn dies einen Grund hat, den man im Laufe des Buches erfährt.

Ein Problem waren für mich die vielen Namen und Begriffe. Zum Glück gab es am Ende des Buches ein Namensverzeichnis, wo ich doch des Öfteren nachgelesen habe was hinter den einzelnen Namen steckt.

Etwas enttäuscht war ich vom Ende des Buches. Die Problemlösung war mir viel zu glatt und einfach gestrickt. Hier hätte ich mir eine komplexere Auflösung gewünscht, da es sich die Autorin in meinen Augen etwas zu einfach mit diesem Ende gemacht hat.

Was hat mir gut gefallen am Buch? Das ist auf jeden Fall die Idee rund um die Namensgebung. Diese war etwas neues und sehr interessantes. Auch wer hinter all den Mordversuchen gegenüber Tirasan steckt konnte mich überzeugen. Dazu kommt die wunderschön gestaltete Karte am Anfang und Ende des Buches.

Fazit:
Ich habe lange überlegt, ob ich dem Buch 2 oder 3 Hörnchen geben soll. Da mir die Charaktere jedoch ohne Tiefe, der Mittelteil etwas zäh und das Ende zu einfach war, vergebe ich sehr gute 2 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Ich bin besseres von der Autorin gewohnt

Die Lebenden und die Toten (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 7)
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Inhalt:
Pia Kirchhoff hat heimlich geheiratet und steht nun kurz davor mit ihrem Mann in die Flitterwochen zu fahren. Doch dann geschieht ein Mord und Pia will nur "kurz" auf der Arbeit ihre Kollegen unterstützen. ...

Inhalt:
Pia Kirchhoff hat heimlich geheiratet und steht nun kurz davor mit ihrem Mann in die Flitterwochen zu fahren. Doch dann geschieht ein Mord und Pia will nur "kurz" auf der Arbeit ihre Kollegen unterstützen. Momentan ist das K11 leider recht dünn besiedelt, da Urlaub und Grippewelle das Team deutlich geschwächt haben. Daher kann Oliver Bodenstein die Hilfe von Pia gut gebrauchen. Schnell wird klar, dass Pia ihre Hochzeitsreise nicht antreten wird. Derweil schlägt der Mörder ein zweites Mal zu. Die Polizei tappt total im Dunkeln, da es anscheinend keine Verbindung der beiden Toten zueinander gibt…

Meine Meinung:
Leider gefiel mir dieser neue Fall von Kirchhoff und Bodenstein nicht ganz so gut wie noch die vorangegangen. Zum einen liegt dies daran, dass ich gerne miträtsele wer der Mörder ist. In diesem Fall kann man dies zwar auch tun, nur tappt man einfach total im Dunkeln, da man immerzu denkt, dass der Mörder noch nicht in Erscheinung getreten sein kann, zumindest mir ging es so. Das fand ich schade und hat meine Lust am lesen ein wenig getrübt. Zwar werden wir in die Gedankengänge des Mörders mit eingebunden, doch geschieht dies bis gut zur Hälfte des Buches fast nur, wenn er einen Mord verübt oder seine Gedanken sich um die nächsten Morde drehen. Wir bekommen lange Zeit keinen Anhaltspunkt aus den Gedanken des Mörders wer sich hinter dahinter verbirgt. Dies ist auf der einen Seite natürlich Sinn der Sache, aber ich mag es nicht, wenn man so gar keinen Anhaltspunkt zum rätseln hat.

Die privaten Geschichten von Kirchhoff und Bodenstein nehmen auch hier wieder ihren Lauf. Interessant war es, mehr über Pia Kirchhoffs Familie zu erfahren. Mir ging es ähnlich wie ihrem Kollegen Kai, der nicht davon ausgegangen ist, dass Pia eine Familie hat. Bisher wurde diese einfach so gut wie nie erwähnt. Spätestens seit Weihnachten wissen wir auch warum dem so ist.
Pias Schwester Kim lernen wir dann sogar noch ein bisschen besser kennen. Ich kann allerdings nicht sagen, dass sie mir sonderlich sympathisch war. Sie blieb in meinen Augen reichlich distanziert. Ich bin gespannt, ob sie nun öfter in den Geschichten vorkommen wird und ich noch eine Chance bekomme, sie besser kennen und lieben zu lernen.

Bodenstein muss währenddessen feststellen, dass mit Inka vielleicht doch nicht alles so wunderbar ist, wie er sich dies lange Zeit eingeredet hat. Dies wird in vielen Momenten mehr als nur angedeutet. Daher gab es auch in diesem Erzählstrang ein wenig Spannung, da ich mich fragte, ob Bodenstein nun wieder alles so laufen lassen würde oder darauf reagiert.

Ein wahrer Dorn im Auge war für mich die Person "Neff". Nele Neuhaus stellt ihn als total egoistischen, besserwisserischen Profiler dar, der am Ende als totaler Idiot abgetan wird. Da frage ich mich, ob das wirklich sein muss. Ich finde es gut, wenn neue Ermittler in die Handlung eingebaut werden, dennoch sollten sie in meinen Augen auch nicht einfach irgendwelche Pausenclowns sein. Für mich war die Darstellung von Neff einfach nur total ärgerlich.

Das Thema was sich hinter dem Krimi verbirgt, nämlich "Organspende" fand ich sehr interessant. Allerdings handelt es sich auch um ein schwer zu bewertendes Thema. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir über den genauen Ablauf bei der Organentnahme noch nicht allzu viel Gedanken gemacht habe, daher hat die Autorin mir hier neue Informationen gegeben und mich zum Nachdenken angeregt.

Meistens taucht dieses Thema nur dann in den Medien auf, wenn bei der Vergabe von Organen gepfuscht oder bestochen wird, dies ist natürlich ein wenig schade, daher hat es mir gut gefallen, dass Frau Neuhaus das Thema aufgegriffen hat.

Fazit:
Ein solider Krimi, dennoch bin ich besseres von Nele Neuhaus gewohnt. Der Kriminalfall konnte mich leider nicht so recht begeistern, obwohl das Thema Organspende interessant und bei weitem kein einfaches ist. In meinen Augen ein mutiger Schritt über dieses Thema zu schreiben. Interessant sind in jedem Fall mal wieder die privaten Geschichten der Ermittler. Von mir gibt es daher glatte 4 Hörnchen.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Bezaubernde Liebesgeschichte

Die längste Nacht
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Inhalt:
Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet – aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. ...

Inhalt:
Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet – aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah – in jener längsten Nacht ...


Meinung:
Nachdem Vita ihr Abi in der Tasche hat geht es mit ihren beiden besten Freunden Trixie und Danilo mit dem VW-Bus auf große Europatour. Ihre Reise führt die Freunde in das kleine Dörfchen Viagello. Dieses Örtchen löst etwas in Vita aus und die Reise nimmt eine ungeahnte Wendung. Hängt dies vielleicht mit dem unveröffentlichten Manuskript zusammen, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters gefunden hat und dessen Handlungsort Viagello ist? Vita begibt sich auf eine spannende Reise und muss feststellen, dass ihre Vergangenheit noch einiges für sie bereithält.

Aufgrund des Klappentextes war ich sehr gespannt auf das Buch. Da ich normalerweise eher Fantasybücher lese, war ich neugierig darauf wie mir dieses Buch, was nicht viel mit Fantasy am Hut hat, gefallen würde.
Zu Anfang viel es mir ein wenig schwer in die Geschichte hineinzukommen. Ich konnte wenig mit Vitas Eltern anfangen und Vita tat mir aufgrund dieser Eltern einfach nur Leid. Sobald die Freunde jedoch ihre Reise beginnen war ich gefangen von der Magie die Isabel Abedis Worte in mir auslösten.
Viagello erwachte vor meinem inneren Auge zum Leben und ich konnte mir dank der tollen Beschreibungen alles ganz genau vorstellen. Ich war gefangen von der tollen Kulisse und ertappte mich dabei wie ich meinen nächsten Urlaub in eben dieses wunderschöne Dorf in Italien verlegte.
Der bildgewaltige Schreibstil machte es mir immer einfacher in die Welt von Vita einzutauchen und alles andere um mich herum zu vergessen.

Während der gesamten Geschichte rätselt man als Leser mit was das große Geheimnis hinter allem ist. Ich stellte Vermutungen an, verwarf sie wieder und überdachte alles noch einmal neu. Natürlich sind ein paar Dinge zu erahnen, aber nicht alles ist für den Leser sofort offensichtlich. Gemeinsam mit Vita suchte ich die Antworten auf ihre Vergangenheit und tastete mich Stück für Stück an diese heran.
Ein Manko war für mich jedoch, dass die restliche Handlung an manchen Stellen etwas sehr in die Länge gezogen wirkte.

Vita war mir vom ersten Augenblick an sehr sympathisch. Aufgrund ihrer nicht ganz einfachen Kindheit und Eltern, die sie etwas vernachlässigt haben, schloss ich Vita schnell in mein Herz.
Auch ihre beiden besten Freunde, die lebenslustige und unternehmungsfreudige Trixie und der ruhige Danilo, mochte ich sehr gerne. Und dann hätten wir da noch Luca, der mich mit seiner Art schnell in seinen Bann ziehen konnte.
Ganz besonders berührt hat mich die Liebesgeschichte zwischen Vita und Luca. Diese bahnt sich zeitlich gesehen zwar sehr schnell an, aber dies war keinesfalls ein Störfaktor. Man merkte einfach in jedem Satz und in jeder Geste, dass zwischen den beiden etwas ganz besonderes ist.

Fazit:
Das Buch mit seinem herrlichen Schreibstil hat es geschafft mich zu verzaubern und zu berühren. Vor allen Dingen das Geheimnis hinter allem und die zarte Liebesgeschichte konnten mich überzeugen. Von mir gibt es gute 4 von 5 Hörnchen.