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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2017

Teilweise konnte mich das Buch nicht abholen

Zurück nach Hollyhill
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Inhalt:
Wie weit würdest du gehen? Um das Geheimnis deiner Herkunft zu lüften, den Jungen deiner Träume zu bekommen und deine Freundin zu retten? Für die 17-jährige Emily werden diese Fragen plötzlich ...

Inhalt:
Wie weit würdest du gehen? Um das Geheimnis deiner Herkunft zu lüften, den Jungen deiner Träume zu bekommen und deine Freundin zu retten? Für die 17-jährige Emily werden diese Fragen plötzlich entscheidend, als sie nach dem Abitur in das geheimnisvoll einsame Dartmoor reist, um das Dorf ihrer verstorbenen Mutter zu finden. Ein Dorf, das auf keiner Karte eingezeichnet ist. Das jedoch genau der Junge kennt, der in Emily von der ersten Sekunde an Gefühle auslöst, die irgendwo zwischen Himmel und Hölle schwanken …

Meinung:
Gemeinsam mit Emily begeben wir uns auf die Reise in das Heimatdorf ihrer verstorbenen Mutter, irgendwo im englischen Moor. Im Moor angekommen muss Emily schnell feststellen, dass das Dorf gar nicht so einfach zu finden ist. Durch Zufall begegnet sie dem charismatischen Matt, der sich bereiterklärt sie mitzunehmen. Sobald Emily Matt jedoch erzählt, dass sie auf dem Weg nach Hollyhill ist, blockt dieser total ab und von seinem anfänglichen Charme ist nichts mehr zu spüren. Was hat es mit Matt und dem Dorf Hollyhill auf sich?

Ich bin ein großer Fan von Zeitreiseromanen und so musste ich natürlich auch zu diesem Buch greifen. Die Idee, die hinter dem Dorf Hollyhill und den Zeitreisen steckt, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Erklärungen sind verständlich beschrieben. Allerdings hatte ich bei ein, zwei Szenen doch einen kleinen Knoten im Kopf und fragte mich, wie dies nun logisch zu erklären sei.
Der Leser ist sofort mittendrin im Geschehen. Und der Verlauf der Geschichte gestaltet sich anders, als ich dies vermutet hätte. Das Einbringen von Krimi-Elementen fand ich gelungen. Leider konnte mich das Buch im Mittelteil nicht ganz begeistern und überzeugen. Hier wird die Geschichte ein wenig langatmig.

Emily war mir aufgrund ihrer etwas naiven und unbedachten Art sofort sympathisch. Zudem ist sie nicht auf den Mund gefallen und weiß sich zu wehren. Matt hingegen wirkte auf mich immer etwas unnahbar und geheimnisvoll. Man versteht als Leser lange Zeit nicht, warum er der Einzige zu sein scheint der Emily nicht im Dorf haben will. Daher war die Liebesgeschichte für mich auch nicht authentisch. Erst kann er ihr kaum in die Augen gucken und will nur das sie verschwindet und plötzlich ist sie sein Ein und Alles. Diese Wandlung ging mir leider viel zu schnell über die Bühne.

Die Nebencharaktere haben definitiv Potenzial. Ich mochte vor allen Dingen Emilys beste Freundin Fee wahnsinnig gerne und hoffe sehr, dass sie im zweiten Band eine größere Rolle spielen wird. Aber auch die durchgeknallte Silly und der modebewusste Joe fand ich faszinierend. Irgendwie scheinen alle im Dorf eine kleine Macke (liebevoll gemeint) zu haben. Allerdings konnte ich keine richtige Bindung zu den Dorfbewohnern aufbauen, da sie trotz allem ein wenig blass bleiben. Ich hoffe, dass wir die Bewohner von Hollyhill im zweiten Teil noch besser kennenlernen werden.
Toll fand ich die Anspielungen auf Prinzessin Dianas Hochzeit, die dem Buch einen kleinen Hauch von Nostalgie geben. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen. Allerdings werden natürlich nicht alle Fragen beantwortet und es gibt schon einen kleinen Cliffhanger.

Fazit:
Die Zeitreisegeschichte rund um das kleine Dorf Hollyhill, irgendwo im englischen Moor hat mir gut gefallen. Dies lag vor allen Dingen an den faszinierenden Charakteren und etwas schrulligen Dorfbewohnern. Ich hoffe sehr, dass diese im zweiten Teil der Reihe noch eine größere Rolle spielen werden. Ein wenig enttäuscht bin ich von der Liebesgeschichte, da diese in meinen Augen zu schnell erzählt wird. 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 27.03.2017

Ein Tick zu viel Liebesgeschichte - ansonsten perfekt

Königreich der Schatten: Die wahre Königin
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Inhalt:
Tiefe Finsternis, die seit siebzehn Jahren über dem Reich Relhok liegt, und die dicken Mauern ihres Turms – etwas anderes kennt Luna nicht. Sie muss sich verstecken, damit die Welt sie für tot ...

Inhalt:
Tiefe Finsternis, die seit siebzehn Jahren über dem Reich Relhok liegt, und die dicken Mauern ihres Turms – etwas anderes kennt Luna nicht. Sie muss sich verstecken, damit die Welt sie für tot hält, nachdem ein Verräter ihre Eltern ermordete, um sich der Krone zu bemächtigen. Als sie fliehen muss, weil ihr Leben in Gefahr ist, hilft ihr der Waldläufer Fowler. Er erfüllt ihre dunkle Welt mit Licht, doch nicht einmal ihm darf sie sagen, dass sie die wahre Königin Relhoks ist. Denn der neue König sucht nach ihr, um sicherzustellen, dass sie niemals ihren Thron besteigen wird.

Meinung:
Das Land Relhok ist seit siebzehn Jahren in Dunkelheit gehüllt und böse Wesen, genannt Finsterirdische, durchstreifen das Land. Damals musste Lunas Hebamme mit dem Baby und einem Soldaten fliehen, da Lunas Eltern (das Königspaar von Relhok) ermordet wurden. Die drei flohen in einen Turm weitab vom Königshaus. Und so kommt es, dass Luna bisher ihr gesamtes Leben in diesem Turm verbracht hat. Dies ändert sich jedoch, als eines Tages der junge Fowler auftaucht.

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, dass das Buch außerdem von Sophie Jordan ist, hat dann sein übriges dazu beigetragen, dass ich das Buch unbedingt lesen musste.
Aufgrund des Klappentextes erwartete ich eine spannende Geschichte in einer tollen Fantasywelt. Dies habe ich beides bekommen, auch wenn ich sagen muss, dass das Königreich Relhok und somit die Fantasywelt bisher noch ein wenig blass geblieben ist. Ich bin mir aber sicher, dass wir in Band 2 mehr über diese Welt erfahren.

Luna kennt ihr ganzes Leben lang nichts anderes als die vier Wände ihres Turms und die nähere Umgebung. Dies ist für Luna sehr schlimm, da sie äußerst wissbegierig und neugierig ist. Außerdem hat Luna eine "Schwäche" die der Leser erst nach einigen Seiten erfährt. Ich habe von dieser Schwäche nie etwas gemerkt, daher war ich sehr überrascht, als diese offenbart wurde.
Luna macht sich zudem Gedanken darüber was passiert, wenn Sivo und Perla (ihre beiden Beschützer) eines Tages nicht mehr leben werden.
All diese Gedanken und Gefühle die Luna sich macht bzw. durchlebt, sorgten bei mir dafür, dass ich mir ebenfalls diese Fragen stellte. Die Vorstellung Luna könnte jahrelang alleine in dem Turm vor sich herleben war für mich ein schrecklicher Gedanke.
Zum Glück tritt Fowler in Lunas Leben. Die Vergangenheit hat Fowler gelehrt keine Gefühle und Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Er ist verschlossen und igelt sich ein. Luna schafft es jedoch seinen Panzer Stück für Stück zu durchbrechen.
Sivo und Perla sind, wie oben bereits erwähnt, die beiden Aufpasser von Luna. Gerade Perla möchte selbst keinen Fuß vor die Tür des Turms setzen und umschwirrt Luna daher wie eine Glucke.
Sivo hingegen nimmt Luna ab und an auch mit nach Draußen, damit Luna zumindest einen winzigen Teil der großen weiten Welt erleben kann.

Die Geschichte liest sich durchweg spannend. Jedoch hat mich gestört, dass die Beziehung zwischen Luna und Fowler wahnsinnig viel Platz in der Geschichte einnimmt. Die beiden erleben wirklich das ein oder andere Abenteuer, dennoch ist der Fokus an ganz vielen Stellen auf ihre Gefühle zueinander ausgelegt. Dies trübte meinen Lesefluss ein wenig.

Die Idee von einer Welt in Dunkelheit sowie Finsterirdischen, riesigen Fledermäusen und dem Fledermausfieber sind tolle Aspekte in der Geschichte.
Gerade auf den letzten Seiten hat es die Autorin dann geschafft mich zu überraschen. Nach diesem Ende bin ich wahnsinnig gespannt was nun in Band 2 passieren wird. Mir hat diese Wendung ausgesprochen gut gefallen.

Fazit:
Ein toller Auftakt zur neuen Reihe von Sophie Jordan.
Für mich persönlich stand die Liebesgeschichte einen Tick zu sehr im Vordergrund. Nichtsdestotrotz konnte mich das Setting, die Charaktere und eine Welt voller Dunkelheit überzeugen, so dass ich am Ende 4 von 5 Hörnchen vergebe.

Veröffentlicht am 22.03.2017

Toller Sarkasmus gepaart mit einem gigantischen Netz aus Intrigen

Schwerter und Schwindler
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Inhalt:
Der erste Roman der Fantasy-Trilogie "Die Gilde der Duellanten" spielt in einer Welt, die an die der drei Musketiere erinnert. Doch statt für Ehre und Gerechtigkeit zu kämpfen, müssen Kacha und ...

Inhalt:
Der erste Roman der Fantasy-Trilogie "Die Gilde der Duellanten" spielt in einer Welt, die an die der drei Musketiere erinnert. Doch statt für Ehre und Gerechtigkeit zu kämpfen, müssen Kacha und ihr jüngerer Bruder Vocho sich seit kurzem als Wegelagerer durchschlagen. Obwohl sie als die Besten ihres Faches gelten, wurden sie aus der Gilde ausgestoßen – durch Vochos Schuld.
Als sich die Geschwister beim nächtlichen Überfall auf eine Kutsche einem Magier und einer Truhe mit geheimen Dokumenten gegenübersehen, geraten sie mitten hinein in eine tödliche Intrige. Hilfe naht ausgerechnet in Form von Dom, dem aufgeblasenen Sohn eines Grundbesitzers, der ein Auge auf Kacha geworfen hat …

Meinung:
Kacha und ihr jüngerer Bruder Vocho wurden aus der Gilde der Duellanten verbannt, da Vocho einen Priester ermordet haben soll. In Vochos Kopf herrscht aber nur dicker Nebel, wenn er an diesen Tag zurückdenkt. Nichtsdestotrotz müssen die beiden sich nun als Wegelagerer durchs Leben schlagen. Als sie jedoch bei einem Überfall eine Truhe mit geheimen Dokumenten plündern, stehen sie auf einmal im Fokus des Königs. Kacha und Vocho geraten in einen Strudel aus Verrat und Intrigen.

Nach den ersten paar Seiten war ich ganz begeistert von diesem Buch. Die Szene des Überfalls wird spannend und interessant erzählt. Zudem kommt dazu, dass Vocho einen genialen Sarkasmus hat und ich daher bereits zu Beginn mehr als einmal schmunzeln musste.

Innerhalb des Buches gibt es quasi zwei Geschichten. Zum einen ist das die Story die über die aktuellen Geschehnisse berichtet. Zum anderen erfahren wir mehr über Kacha und Vochos Vergangenheit. Die Vergangenheitspassagen starten vor über 18 Jahren und enden bei drei Monaten vor den aktuellen Geschehnissen. Dieser Mix hat mir gut gefallen. Denn so erfährt der Leser sehr viel über die Beziehung zwischen Kacha und Vocho, denn diese ist nicht immer in geschwisterlicher Liebe verbunden. Auch über die Drahtzieher im Hintergrund werden nach und nach Informationen eingestreut. So ergibt sich am Ende ein riesiges Netz voller Intrigen und Verrat. Gerade dieser Aspekt macht dieses Buch so bemerkenswert.

Kacha ist eine taffe Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Schon immer war es ihre Aufgabe, ihren jüngeren Bruder vor Gefahren zu beschützen. Als Kacha sich zum ersten Mal verliebt ist dies eine neue Erfahrung für sie, aber auch für Vocho.
Vocho ist ein Hitzkopf und sehr impulsiv. Da immer alle zu seiner großen Schwester aufsehen, setzt er alles daran auch einmal im Rampenlicht zu stehen.
Wie ich bereits erwähnt habe, stehen die beiden Geschwister sich nicht immer wohlgesonnen gegenüber. Dies fand ich furchtbar interessant, denn ich konnte beide Protagonisten verstehen und fand das die gewisse Schärfe in ihrer Beziehung ordentlich Spannung in das Buch gebracht hat.
Weitere wichtige Persönlichkeiten sind Bakar der Prälat des Landes, der König Licio, Eneko der Anführer der Gilde der Duellanten, der undurchsichtige Magier Sabates und Petri der früher ein angesehener Duellant war, jetzt jedoch für den Prälaten arbeitet. Nach und nach entspinnt sich aus den verschiedenen Lebensgeschichten ein großes Ganzes.

Etwas schade fand ich es, dass die Geschichte im Mittelteil des Buches verflacht. Ich denke, das dies dem Grund geschuldet ist, dass viel über die jeweiligen Personen erzählt wird. Dadurch kommt die eigentliche Geschichte nicht wirklich voran, am Ende versteht man jedoch die verschiedenen Zusammenhänge besser.

Fazit:
"Schwerter und Schwindler" überzeugt durch Sarkasmus, einer besonderen Geschwisterbeziehung und jeder Menge Intrigen und Verrat. Der Mittelteil kommt zwar etwas schleppend daher, man wird jedoch durch ein spannendes Finale entschädigt.
Von mir gibt es daher 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 19.03.2017

Der Schreibstil war für mich doch sehr gewöhnungsbedürftig

Sharj und der Feuerkristall
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Inhalt:
Sharj und José untersuchen den Kompass, den der Elfenkönig Sloma ihnen geschenkt hat, und entdecken dabei einen verborgenen Mechanismus.
Wie durch Zauberei transportiert er sie in eine andere Welt: ...

Inhalt:
Sharj und José untersuchen den Kompass, den der Elfenkönig Sloma ihnen geschenkt hat, und entdecken dabei einen verborgenen Mechanismus.
Wie durch Zauberei transportiert er sie in eine andere Welt: nach Luciera.
In Luciera herrscht, anders als der Name vermuten lässt, ewiges Dunkel. Hier leben Samira, Roma und Alma in großer Angst vor den Dajanen,
einem blutrünstigen Vampirvolk, und dessen schrecklichen Anführer Golob. – Wie ist es zu dieser Dunkelheit gekommen?
Wie können die Bewohner dort existieren und Nahrung finden? Können sie die Dajanen besiegen?
Sharj und José erleben wieder ein spannendes und gefährliches Abenteuer.
Doch auch auf der Erde ist einiges los: Josés Vater waltet seines Amtes als Tierarzt, Mona und Tina sind im Zeltlager.
Und Otto erprobt sein Gift – mit tödlichen Folgen?

Meinung:
Sharj und José sind noch ganz gefesselt von ihrem letzten Abenteuer bei den Elfen und Drachen. Vor allen Dingen der Kompass (ein Geschenk von Elfenkönig Sloma) stellt die beiden vor ein Rätsel. Was hat es mit diesem auf sich? Und wofür ist er von Nutzen?
Währenddessen müssen in einer anderen Welt Roma, Samira und Alma um ihr Leben kämpfen. Die Dajanen, ein angriffslustiges Vampirvolk, will die Menschen um ihr Blut bringen.
Und plötzlich finden sich Sharj und José in dieser Welt voller Gefahren wieder. Es gilt ein großes Abenteuer zu bestreiten.

Band 1 der Reihe habe ich zwar nicht gelesen, aber dank der guten Zusammenfassung am Anfang dieses Buches gab es für mich fast keine Wissenslücken. Ich konnte wunderbar mit diesem Buch starten und hatte nie das Gefühl etwas verpasst zu haben.
Vor der Zusammenfassung erwarten den Leser allerdings noch wunderschön skizzierte Charakterbildchen. So hatte ich gleich von Beginn an eine gute Vorstellung wie die Charaktere aussehen. Auch vor den meisten Kapiteln gibt es ein Bild, das einen Teil dieses Kapitels darstellt. Zudem möchte ich in diesem Zusammenhang sagen, dass ich das Cover sehr ansprechend finde. Es passt perfekt zur Geschichte und den restlichen Bildern.

Sharj ist ein Waisenkind und lebt daher bei einer Pflegefamilie. Sie war mir durchaus sympathisch. Sharj ist ein liebenswürdiges Mädchen und ahnt keineswegs, dass ihre Pflegeeltern ihr etwas Böses wollen. Diese sind nämlich hinter dem angeblich großen Erbe von Sharj her.
Sharj verbindet eine besondere Beziehung zu José. Aufgrund ihres ersten Abenteuers sind die beiden noch enger aneinander gerückt.
Auch José hat die Veränderung zwischen Sharj und sich selbst gespürt und ist leicht nervös, als Sharj bei ihm übernachten soll. Dennoch freut er sich auch schon sehr die Zeit mit ihr zu verbringen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von verschiedenen Charakteren erzählt. Die Hauptgeschichte dreht sich um Sharj und José sowie Roma, Samira und Alma. Zudem tauchen wir auch in die Gedanken von Sharjs Pflegeeltern und deren Tochter Mona, sowie Josés Eltern und Monas Freundin Tina ein.

Der Plot hat mir wirklich gut gefallen. Ich fand es spannend, dass die Geschichte sowohl in unserer Welt als auch in einer weit entfernten Welt, namens Luciera, spielt. Etwas verwirrend fand ich es allerdings, dass wir auch die Gedanken von Josés Eltern oder von Mona und Tina mitverfolgen konnten. Für den eigentlichen Verlauf der Geschichte sind diese nicht wirklich nötig.
Mein größter Minuspunkt ist allerdings der Schreibstil. Es tut mir leid dies so sagen zu müssen, aber der Schreibstil wirkte für mich eher amateurhaft. Manche Sätze und Textpassagen wirkten holprig und störten meinen Lesefluss.

Fazit:
Dieses Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück.
Auf der einen Seite gibt es viele interessante Ideen und zwei verschiedene Welten zu bestaunen. Der Plot ist spannend und unterhaltsam und die gemalten Bilder werten das Buch ungemein auf.
Auf der anderen Seite haben wir da den eher hölzern wirkenden Schreibstil, der mich leider doch das ein oder andere Mal in meinem Lesefluss gestört hat.
Daher gibt es von mir 3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 17.03.2017

Ziemlich enttäuschendes Finale

Infernale (Band 2) - Rhapsodie in Schwarz
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Inhalt:
Seit Davy positiv auf das Mördergen (HTS) getestet wurde, hat sie alles verloren: ihre Familie, ihre Freunde, ihre Zukunft – und was am schlimmsten ist, sich selbst. Denn obwohl sie verzweifelt ...

Inhalt:
Seit Davy positiv auf das Mördergen (HTS) getestet wurde, hat sie alles verloren: ihre Familie, ihre Freunde, ihre Zukunft – und was am schlimmsten ist, sich selbst. Denn obwohl sie verzweifelt dagegen angekämpft hat, ist sie doch zu dem geworden, was sie nie sein wollte: eine Mörderin.
Eine Widerstandsgruppe und ihr Anführer Caden geben ihr ein neues Ziel. Und Caden weckt Gefühle in ihr, zu denen sie glaubte, nie mehr fähig zu sein. Aber die Schuldgefühle lassen Davy einfach nicht los ...

Meinung:
Davy, Sean, Gil und Sabine konnten aus Mount Haven fliehen und befinden sich nun an der Grenze zu Mexiko. Bei der Überquerung des Flusses in Richtung Mexiko werden sie jedoch entdeckt und auseinander gerissen. Als Davy aufwacht sind ihre Freunde verschwunden und ein Junge namens Caden steht vor ihr. Er bringt sie zum Versteck einer Widerstandsgruppe. Doch Davy will nur eins, so schnell wie möglich zu ihren Freunden zurück.

Der Einstieg in das Buch fiel mir extrem schwer. Es gibt fast gar keine Rückblenden auf die Geschehnisse aus Band 1 und so kamen meine Erinnerungen erst nach und nach wieder. Auch ist der Beginn der Geschichte eher ruhig. Die Autorin legt sehr viel Wert darauf dem Leser Davys Zerrissenheit und ihr Innenleben näher zu bringen. Auf der einen Seite fand ich es gut, dass Davy sich Gedanken darüber macht, dass sie einen Mann erschossen hat. Auf der anderen Seite war es zu viel Leiden und Selbstzweifel, so dass die eigentliche Geschichte nicht wirklich vorankommt.

Wie schon erwähnt ist Davy in diesem Band sehr viel am Grübeln. Sie sieht sich selbst kaum noch als Mensch, sondern viel mehr als Träger und somit als ein Monster. Dies hat mit der Zeit doch arg an meinen Nerven gezerrt. Ich hätte mir gewünscht, dass Davy ab einem gewissen Punkt ihre Zweifel hinter sich lässt und nach vorne blickt.
Caden ist ein netter Typ und schafft es so ein wenig Davy aus ihrem Loch zu ziehen. Man merkt schnell, dass er deutliches Interesse an Davy hat. Diese muss sich allerdings erst mal über ihre Gefühle gegenüber Sean klar werden.

Wie ihr vielleicht schon merkt, hat mir das Buch nicht ganz so zugesagt. Die genauen Gründe werde ich euch jetzt erklären, dazu muss ich aber ein wenig spoilern.
Spoiler Anfang
Ich fand es furchtbar schade, dass Sean, Gil und Sabine nur am Anfang und am Ende der Geschichte auftauchen. Sie haben in Band 1 (gerade Sean) ja eine nicht ganz unerhebliche Rolle gespielt. Zudem fand ich es nicht so gut, dass fast die gesamte Story nur im Bunker der Widerstandsgruppe spielt.
Auch fand ich es etwas dürftig, dass wir nur anhand von Zeitungsartikeln und Co. über den Widerstand und die Veränderungen die in den USA vorgehen etwas erfahren.
Das Ende fand ich nicht wirklich gelungen. Wieso müssen unbedingt Sean und Sabine zusammenkommen? Dies war für mich einfach zu gewollt auf ein Happy-happy-happy-End hingesteuert.
Spoiler Ende

Gut gefallen haben mir die Zeitungsartikel, Fernsehberichte und Co. am Ende eines jeden Kapitels. Dennoch hätte ich mir (wie im Spoilerbereich beschrieben) gewünscht, dass wir mehr über den Widerstand und die Rebellion erfahren.
Das Ende an sich ist stimmig, konnte mich aber nicht wirklich vom Hocker hauen.

Fazit:
Ein schwieriger Abschluss der Dilogie. Die Geschichte ging für mich nicht wirklich voran, da wir sehr stark an Davys Innenleben und ihren Selbstzweifeln dran teilnehmen. Warum mir das Buch zudem nicht so gut gefallen hat erfahrt ihr im Spoilerbereich.
3 von 5 Hörnchen.