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Veröffentlicht am 08.04.2022

Niedliche Wesen, ein genialer Bösewicht und schöne Illustrationen

Die Minimes (Band 1)
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Inhalt:
Minimes sehen aus wie Menschen, aber sie sind gerade einmal 8 cm groß. Früher lebten unzählige von ihnen in einem geheimen Tunnelsystem unter dem schottischen Dörfchen Dundoodle. Jetzt sind dort ...

Inhalt:
Minimes sehen aus wie Menschen, aber sie sind gerade einmal 8 cm groß. Früher lebten unzählige von ihnen in einem geheimen Tunnelsystem unter dem schottischen Dörfchen Dundoodle. Jetzt sind dort nur noch Gafferty, ihre Eltern und ihr beiden kleinen Brüder Gobkin und Grub.
Gafferty weiß, dass sie versuchen muss, die anderen Minimes zu finden. Aber die Tunnel sind gefährlich. Und bald entdeckt Gafferty, dass sie nicht die Einzige ist, die auf der Suche nach den verlorenen Stämmen und der geheimen Magie der Minimes ist...

Meinung:
Gafferty Sprout und ihre Familie sind die letzten Minimes, die noch in einem kleinen Städtchen in Schottland leben. Die Minimes sind kleine Wesen, die sich unter der Stadt ihr eigenes Labyrinth aus Tunneln erschaffen haben. Doch von der einstigen Größe der Minimes ist nicht mehr viel übrig. Eines Tages entdeckt Gafferty jedoch ein altes Buch in den Ruinen eines Hauses, in dem die Rede von anderen Minimes ist. Natürlich steht für Gafferty fest, dass sie dieser Information unbedingt nachgehen muss. Doch Gafferty ahnt dabei noch nicht, dass sie und ihre Familie in großer Gefahr schweben. Eine heimtückische Menschenfrau hat es auf die letzten Minimes abgesehen.

Da ich von Autor David O‘Connell bereits die Reihe „Die wundersamen Abenteuer des Archie McEllen“ gelesen und geliebt habe, stand für mich sofort fest, dass auch sein neuestes Werk unbedingt den Weg zu mir finden muss. „Die Minimes“ ist dabei ganz anders als seine Vorgänger-Reihe jedoch mindestens genauso zauberhaft.

Denn mit den Minimes hat David O’Connell wirklich sehr niedliche und faszinierende Kreaturen erschaffen. Vor allen Dingen Protagonistin Gafferty hat das Herz am rechten Fleck und ist furchtbar mutig. Ihr jüngerer Bruder Gobkin hingegen wurde bisher arg verhätschelt und hat daher vor vielen Dingen außerhalb seines Zuhauses Angst. Gemeinsam erleben die beiden Geschwister in diesem Buch wirklich ein sehr aufregendes Abenteuer.
Was mir gut am Buch gefallen hat ist der Bösewicht. Claudia Slymark ist verrucht, durchtrieben und im Besitz von drei Geistern, die ihr helfen sollen die Minimes zu fangen. Ich fand das Zusammenspiel zwischen den Geistern und Claudia Slymark einfach perfekt und total ansprechend. Ich verweilte daher sehr gerne in ihrer Sichtweise.

Die Handlung an sich bietet Viellesern zwar wenig Überraschungsmomente, denn von Anfang an ist recht ersichtlich in welche Richtung die Handlung laufen wird, dennoch fühlt man sich gut unterhalten. Dies liegt unter anderem daran, dass David O’Connell eine sehr ansprechende Welt und, wie bereits erwähnt, coole Wesen wie die Minimes erschaffen hat. Interessant ist zudem, dass der Autor auch auf die Vergangenheit der Minimes eingeht.

Richtig toll sind die Bilder im Buch. Auf etlichen Seiten finden sich ansprechende Illustrationen von Seb Burnett wieder. Die teilweise sehr detailliert gezeichnet wurden.

Fazit:
Kennt ihr schon die kleinen Wesen namens Minimes? Nein, noch nicht? Na dann wird es höchste Zeit dies zu ändern. In diesem Buch wird dem Leser eine wundervolle kleine Welt, gut verborgen vor der Menschenwelt, eröffnet. Niedliche Wesen, ein genialer Bösewicht und schöne Illustrationen runden eine stimmige Geschichte ab.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 08.04.2022

Ich liebe diese Reihe!

Miss Merkel: Mord auf dem Friedhof
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Inhalt:
Der Gärtner ist nicht immer der Mörder, manchmal ist er auch die Leiche. Das wird Rentnerin Angela spätestens klar, als ihr Mops die Leiche des
Gärtners auf dem Klein-Freudenstädter Friedhof entdeckt. ...

Inhalt:
Der Gärtner ist nicht immer der Mörder, manchmal ist er auch die Leiche. Das wird Rentnerin Angela spätestens klar, als ihr Mops die Leiche des
Gärtners auf dem Klein-Freudenstädter Friedhof entdeckt. Kopfüber steckt der Tote in der Erde, nur die Beine ragen heraus. Die Mordverdächtigen sind allesamt in zwei verfeindeten Bestatter-Familien zu finden. Da gibt es einen dubiosen Geschäftsführer, eine spröde Buchhalterin, eine sensible Trauerrednerin, einen Satanisten sowie einen kultivierten Steinmetz. Mit letzterem teilt Angela nicht nur ihre Liebe zu Shakespeare, der ältere Herr sieht auch noch aus wie ein ehemaliger französischer Filmstar. Wird Angela dem rauen Charme dieses Mannes verfallen?

Meinung:
Angela Merkel, ihres Zeichens seit kurzem Rentnerin und angehende Miss Marpel, hat den nächsten Toten am Haken. Dieses Mal ist es der Gärtner des Klein-Freudenstädter Friedhofs. Sofort ist Angelas Spürsinn geweckt, denn nach einem normalen Tod sieht das Ganze bei weitem nicht aus. Die Mordverdächtigen stehen schnell fest, schließlich verhalten sich die beiden Bestatter-Familien des Ortes doch recht merkwürdig.

Hierbei handelt es sich um den zweiten Band der Miss Merkel Reihe. Jedoch ist es überhaupt nicht notwendig den ersten Teil bereits zu kennen, denn man ist sehr schnell auch in diesem Abenteuer drin und kann die Geschichte gut greifen.

Nachdem der erste Band um Angela Merkel, Hund Putin und Personenschützer Mike mich absolut begeistert hat, habe ich mich tatsächlich riesig über die Nachricht gefreut, dass Autor David Safier einen zweiten Band geschrieben hat.

Auch dieses zweite Abenteuer ist wieder ein Angriff auf die Lachmuskeln, bietet aber auch durchaus ein wenig Tiefgang mit dem vorliegenden Mordfall. Daher kann man sich auf eine sehr abwechslungsreiche Geschichte freuen.

Angela ist einfach eine super coole Socke und bringt mich immer wieder zum Schmunzeln, sei es nun aufgrund ihrer Art oder den kleinen Internas, die sie aus ihrer Zeit als Kanzlerin preisgibt. Es macht einfach so viel Spaß ihr dabei zu lauschen, wie sie über ehemalige Politikerkollegen, wie Donald Trump oder Armin Laschet, herzieht. Dabei tut Angela dies immer auf eine sehr niveauvolle Art und Weise.

Aber auch der Kriminalfall kann sich sehen lassen. Als Hörer wird man in Angelas Detektivarbeit eingebunden und rätselt mit, wer hinter dem eigentlichen Mord stecken könnte.

Auch Nebencharaktere wie Personenschützer Mike, der charismatische Bestatter Kurt Kunkel oder Ehemann Achim sorgen dafür, dass man sich mit dieser Geschichte einfach nur pudelwohl fühlen kann.

Dies liegt zu guter Letzt auch an Sprecherin Nana Spier. Ich liebe es, wie sie Angela Merkel imitiert. Dank ihr musste ich während des Hörens immer wieder lachen. Aber nicht nur Angela wird toll vertont, auch die restlichen Charaktere wurden mir sehr gut dargestellt.

Fazit:
Normalerweise bin ich eher im Kinder- und Jugendbuchbereich zu Hause. Doch für Miss Merkel, Ehemann Achim, ihren Personenschützer Mike und Hund Putin mache ich gerne eine Ausnahme. Denn die gebotene Geschichte ist nicht nur extrem humorvoll, auch der Kriminalfall weiß zu überzeugen.
Von daher hoffe ich sehr auf noch viele Mordfälle im beschaulichen Klein-Freudenstädt, um in den weiteren Genuss dieses lustigen Gespanns zu kommen.
Ich vergebe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 08.04.2022

Der zweite Fall von Tessa und Hector überzeugt mich total

T wie Tessa - Codewort Lotusblüte
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Inhalt:
Schießtraining, Karate, Herzklopfen und Bandproben - mit dem gemütlichen Leben von Tessa Neumann ist es endgültig vorbei, seit sie "aus Versehen" Agentin des international operierenden Geheimdienstes ...

Inhalt:
Schießtraining, Karate, Herzklopfen und Bandproben - mit dem gemütlichen Leben von Tessa Neumann ist es endgültig vorbei, seit sie "aus Versehen" Agentin des international operierenden Geheimdienstes RING geworden ist. Jetzt legt sie den Drahtziehern der organisierten Kriminalität das Handwerk. Tatort diesmal: der Hamburger Hafen. Hier hat die Zollfahndung 16 Tonnen Kokain im Container eines Frachtschiffes ausgehoben. Ein beachtlicher Fund! Doch eines wird Tessa, ihren Bandkolleginnen und der mongolischen Rennmaus Hector schnell klar: Die wahren Hintermänner tummeln sich nicht in Hamburg, sondern in Rotterdam. Dort beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Mädchen zeigen müssen, was in ihnen steckt. Denn es scheint, als würde im größte Hafen Europas viel mehr geschmuggelt als nur das Weiße Gold ...

Meinung:
Tessa muss sich immer noch an ihr neues Leben als neuestes Mitglied der Mädchenband Gimme Four gewöhnen. Denn diese sind viel mehr echte Geheimagentinnen als nur eine reine Mädchenband. Daher stehen neben Bandproben für Tessa auch Autofahrtraining und Karate auf dem Programm. Und dabei wünscht sich Tessa doch gerade jetzt ein wenig mehr Zeit für sich selbst, schließlich ist ihr Schulschwarm auf sie aufmerksam geworden. Doch daraus wird nichts, denn ein Drogenring muss von den Mädchen genauestens unter die Lupe genommen werden.

Der erste Band von T wie Tessa hat mich im letzten Jahr gut unterhalten, jedoch nicht restlos begeistert. Daher war ich neugierig auf den zweiten Fall von Tessa. Vorweg möchte ich sagen, dass es dabei nicht zwingend erforderlich ist den ersten Band der Reihe bereits gelesen oder gehört zu haben. Denn das Grundgerüst hat man auch als Quereinsteiger schnell verinnerlicht.

Dieses Mal konnte der Kriminalfall mich von Beginn an sehr faszinieren. Natürlich mag einiges ein wenig an den Haaren herbeigezogen wirken, dies fand ich jedoch gar nicht störend. Viel mehr entfaltet Autorin Frauke Scheunemann durch die teilweise etwas übertriebenen Szenen eine tolle Grundstimmung.

Wieder mit von der Partie ist Maus Hector. Diesen kleinen Kerl habe ich bereits im ersten Band lieben gelernt. Die freche Maus sorgt mit seinen Sprüchen dafür, dass der Humor auch in diesem Band nicht zu kurz kommt. Dennoch ist er auch wieder eine verlässliche Stütze für Tessa.
Auch toll fand ich, dass Tessas heimlicher Schwarm eine noch größere Rolle in der Geschichte einnimmt und sogar gemeinsam mit Tessa ermittelt.

Gegen Ende der Geschichte wird es dann noch mal richtig spannend und auch das Thema Tierschutz wird in der Handlung verarbeitet.

Leonie Landa ist auch für diesen Band wieder die Hörbuchsprecherin. Ihre junge und dynamische Stimme hat mich wieder absolut abgeholt und überzeugt. Auch ihre Interpretation von Maus Hector ist sehr gelungen.

Fazit:
Der zweite Kriminalfall von Tessa und ihrer Maus Hector hat mich dieses Mal komplett überzeugt. Denn neben einer unterhaltsamen Handlung gibt es viele lustige Momente, die die Geschichte ungemein auflockern. Und die sprechende Maus Hector ist und bleibt einfach der Star der Reihe.
Ich vergebe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 08.04.2022

Jede Menge Fantasie, verrückte Spiele und ein Hauch von Magie

Frau Honig 2: Und das Glück der kleinen Dinge
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Inhalt:
Elsa Honig ist Kindermädchen aus Leidenschaft. Ihre Lieblingsfarbe ist Gelb, daher trägt sie ausschließlich gelbe Kleider, Röcke und Strumpfhosen, dazu meist einen sehr besonderen Hut. Und Frau ...

Inhalt:
Elsa Honig ist Kindermädchen aus Leidenschaft. Ihre Lieblingsfarbe ist Gelb, daher trägt sie ausschließlich gelbe Kleider, Röcke und Strumpfhosen, dazu meist einen sehr besonderen Hut. Und Frau Honig steckt voller Überraschungen: Sie ist eine wahre Meisterin im Spielen, Erfinden und Geschichtenerzählen. Den Tisch deckt sie, indem sie die Teller wie Frisbee-Scheiben wirft, und überall, wo sie auftaucht, lässt sie Blumen wachsen. Frau Honig kann nicht nur ihre eigene Kindheit aus ihren großen Manteltaschen ziehen und mit Kindern über den eigenen Schatten hüpfen, sie ist auch nie um einen guten Rat verlegen. Für jedes Problem hat sie eine Lösung parat – egal, ob es sich um Erziehungsstress oder rigide Schulstrukturen handelt.

Meinung:
Frau Honig ist wieder unterwegs zu einer Familie, die ganz dringend ihre Hilfe braucht. Dieses Mal klingelt das zauberhafte Kindermädchen bei Familie Kramer. Frau und Herr Kramer nehmen ihre Hilfe dankend entgegen, ist Frau Kramer doch mit dem sechsten Kind schwanger und darf das Bett so gut wie nicht mehr verlassen. Und Herr Kramer muss in der Bäckerei das Geld für die Familie verdienen. Da kommt Frau Honig gerade recht, um sich um die fünf Kinder Fee, Mo, Tilda, Ida und Leni zu kümmern. Und so nehmen die Magie und die kleinen Wunder bei Familie Kramer ihren Lauf.

Hierbei handelt es sich um den zweiten Band der Frau Honig Reihe. Da jede Geschichte jedoch von einer neuen Familie handelt, kann man die Abenteuer auch wunderbar durcheinander lesen, ohne Durcheinander zu kommen. Auch ein Quereinstieg ist problemlos möglich.

Autorin Sabine Bohlmann kreiert auch in diesem zweiten Band wieder eine absolute Wohlfühlzone. Als Hörer muss man sich einfach vom Ideenreichtum des Kindermädchens Frau Honig anstecken lassen. Die eigentliche Zielgruppe wird die Geschichte wieder lieben, da sie voller kunterbunter Ideen und Einfälle steckt. Und Erwachsene werden die Geschichte lieben, weil diese sie selbst in ihre eigene Kindheit zurückversetzt. Die schönste Botschaft dabei ist wieder, dass man nie zu alt ist für einen Hauch Magie und ganz viel Fantasie.

So habe ich Familie Kramer sehr schnell in mein Herz geschlossen. Es ist deutlich zu spüren, wie viel Liebe Herr und Frau Kramer ihren Kindern entgegenbringen. Aufgrund der aktuellen Arbeits- und Familienkonstellation ist es aber nicht so einfach, den Kindern ein passendes Leben zu bieten. So ist beispielsweise die älteste Tochter Leni sehr stark eingebunden, wenn es darum geht, sich um ihre jüngste Schwester Fee zu kümmern. Dabei vergisst Leni, wie es ist selbst Kind bzw. Jugendliche zu sein. Mo ist der einzige Junge bei Familie Kramer und wünscht sich nichts sehnlicher als, dass das neue Baby ebenfalls ein Junge wird. Und so erschafft Sabine Bohlmann wieder ganz wundervolle Charaktere, die jeder für sich mit ihren Problemen, Ängsten und Sorgen zu kämpfen haben. Doch zum Glück ist eine Frau Honig zur Stelle.

Wie in allen Bänden von Frau Honig steht die Fantasie an erster Stelle. Frau Honig hat wieder einige kreative Spiele auf Lager und lässt Kinderherzen höherschlagen. Schnell sind die Kinder von Familie Kramer die größten Frau Honig-Fans und erwarten fast, dass Frau Honig jedes Problem beseitigt. Doch das kann Frau Honig nicht und so gibt es auch traurige Momente in der Geschichte. Doch wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, wird am Ende doch hoffentlich alles gut, oder?

Gesprochen wird die Geschichte von Sabine Bohlmann selbst. Ich mag es, mit wie viel Elan und Freude sie Frau Honig und die gesamte Familie Kramer zum Leben erweckt. Es macht daher sehr viel Spaß ihr bei Frau Honigs neuestem Abenteuer lauschen zu dürfen.

Fazit:
Jede Menge Fantasie, verrückte Spiele und ein Hauch von Magie zeichnen die Geschichten vom zauberhaften Kindermädchen Frau Honig aus. Als Erwachsener fühlt man sich in seine eigene Kindheit zurückversetzt und als Kind hätte man selbst gerne eine Frau Honig zu Hause. So lässt sich auch nach diesem Titel wieder sagen, dass man, egal wie alt man ist, nie zu alt für ein wenig Fantasie und Verrücktheit sein sollte.
Ich vergebe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 08.04.2022

Hat mir nur bedingt gefallen

Drachendetektiv Schuppe – Chaos im Zauberwald
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Inhalt:
Schuppe liebt Schaumbäder, Lava-Limonade - und Kriminalfälle. Er ist ein Drachendetektiv und immer zur Stelle, wenn in seiner Heimat Wurmstedt seltsame Dinge passieren. Als ein weinendes Einhorn ...

Inhalt:
Schuppe liebt Schaumbäder, Lava-Limonade - und Kriminalfälle. Er ist ein Drachendetektiv und immer zur Stelle, wenn in seiner Heimat Wurmstedt seltsame Dinge passieren. Als ein weinendes Einhorn vor seiner Baumhöhle steht und von einem gefährlichen magischen Müllhaufen berichtet, lässt Schuppe sich nicht lange bitten. Zusammen mit seinen Freunden, dem coolen Kater Grauwacke und der kämpferischen Elfe Jessamy stürzt er sich mit echtem Feuereife in die Ermittlungen. In den Tiefen des Zauberwaldes erwartet die drei ein unglaubliches Abenteuer …

Meinung:
Schuppe ist ein Drache und noch dazu ein Detektiv. Er liebt es in seiner Höhle gemütliche Schaumbäder zu nehmen und löst für sein Leben gerne Kriminalfälle. Daher haben die Bewohner von Wurmstedt natürlich als allererstes Schuppe im Kopf, wenn es um die Auflösung eines Falls geht. Und so wendet sich ein Einhorn an Schuppe und sein Ermittlerteam, dem Kater Grauwacke und der Elfe Jessamy. Das Einhorn berichtet von magischen Müllhaufen, die in dessen Heimat plötzlich auftauchen.

Da ich die Bücher von Autorin Katja Brandis wirklich sehr schätze und mag, freute ich mich sehr auf ihr neuestes Werk.

Doch bereits der Einstieg fiel mir ein wenig schwer. Ich konnte von Anfang an keine wirkliche Beziehung zum Protagonisten Schuppe aufbauen. Es ist nicht so, dass mir Schuppe unsympathisch gewesen wäre, aber so richtig mit ihm sympathisieren konnte ich leider auch nicht. Auch das restliche Ermittlerteam, bestehend aus Grauwacke, dem Kater, und Jessamy, einer Elfe, wuchs mir im Laufe der Geschichte nicht so richtig ans Herz.

Dies war natürlich sehr schade, da der Grundgedanke und auch der Kriminalfall durchaus zu überzeugen wissen. Denn Katja Brandis hat es sich nicht nehmen lassen und eine schöne und vor allen Dingen sehr fantastische Welt erschaffen. Der Zauberwald ist ein magischer Ort voller seltsamer Wesen und magischen Dingen. Es machte mir daher durchaus Spaß mit den drei Freunden die Welt zu erkunden.

Der Kriminalfall ist für die Altersgruppe ab 8 Jahren angepasst. So ist dieser nicht zu dramatisch, sondern schmiegt sich gut in die restliche Handlung ein.

Etwas was die Geschichte absolut versüßt sind die Illustrationen von Fréderic Bertrand. Seinen unvergleichlichen Zeichenstil erkennt man bereits nach einem Blick auf das Cover. Der sehr detaillierte und harmonische Zeichenstil ist immer wieder ein Genuss für die Augen.

Gesprochen wird das Hörbuch von Stefan Kaminski. Normalerweise bin ich ein Fan von Herrn Kaminski, aber irgendwie war mir seine Interpretation der Charaktere in dieser Geschichte ein wenig zu übertrieben. Ich kaufte ihm die verschiedenen Charaktere nicht so wirklich ab. Von daher wäre hier manches Mal für mich etwas weniger mehr gewesen.
Als reiner Erzähler kann Stefan Kaminski jedoch wieder auf ganzer Linie überzeugen.

Fazit:
Ich muss gestehen, dass mein erstes Abenteuer im Zauberwald mir nur bedingt gefallen hat. Lange Zeit hat es gebraucht, bis ich halbwegs mit dem Ermittlerteam warm geworden bin. Dies hat den Lese- und Hörspaß doch leider etwas getrübt.
Der Kriminalfall an sich und auch das Setting können sich aber absolut sehen lassen.
Ich vergebe 3,5 von 5 Hörnchen.