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Veröffentlicht am 26.02.2023

Ein interessanter, neuer Fantasy-Reihenauftakt

Die Chroniken von Lunis – Wächterin des Lichts (Die Chroniken von Lunis 1)
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In Mias Stadt Nubis herrscht seit des Angriffs durch den König der Dunkelheit ewige Nacht. Doch mit der Finsternis kamen auch die Umbra, Wesen der Geisterebene, die eine Verbindung mit den Menschen eingehen ...

In Mias Stadt Nubis herrscht seit des Angriffs durch den König der Dunkelheit ewige Nacht. Doch mit der Finsternis kamen auch die Umbra, Wesen der Geisterebene, die eine Verbindung mit den Menschen eingehen können. Mias Eltern waren die ersten sogenannten Zähmer, die sich mit einem Umbra verbanden. Und nun soll auch Mia das Training beginnen. Doch seit ihrer Begegnung mit einem ungewöhnlich aggressiven Umbra fürchtet sie sich vor ihnen. Und noch während ihrer ersten Trainingseinheit passiert das Unfassbare: Ihre Stadt wird von Anhängern des Königs der Finsternis angegriffen, Mias Eltern geraten in Gefangenschaft und sie selbst muss mit ihrem kleinen Bruder fliehen. Denn gesucht werden gerade diese beiden Geschwister, in denen mehr Kräfte verborgen liegen, als sie ahnen…
Wie schon mit der Keeper of the Lost Cities Reihe hat auch hier der Verlag Ars Edition wieder einmal sein hervorragendes Händchen für Fantasy-Geschichten bewiesen. „Die Chroniken von Lunis“ ist spannend und sehr innovativ, auch wenn es mich am Rande an die „His Dark Materials“-Reihe von Philipp Pullman erinnert (Umbra/Dämon). Das Worldbuilding gefiel mir sehr gut, ich konnte mir dank der sehr ausführlichen Beschreibungen die Umgebungen gut vorstellen. Der Einstieg in den Leseprozess fiel daher leicht und ging schnell vonstatten, was mich sehr gefreut hat. Auch im Verlauf blieb es stets spannend, es kamen keine Längen auf und der Umfang mit knappen 300 Seiten war auch angemessen.
Die Idee mit den Umbra empfand ich als kreativ und neu in seiner Umsetzung. In diese Thematik wird sicher in den Folgebänden noch intensiver eingegangen, der Rezipient scheint mit der Protagonistin zu lernen. Woran es mir allerdings etwas mangelte, waren Informationen zum König der Finsternis. Wo kommt er her? Wie konnte er verbannt werden? Warum lehnte er sich auf? Woher stammen seine Kräfte? Steht er in irgendeiner Weise in einer Beziehung zu den Umbra? Das blieben am Ende der Lektüre offene Fragen für mich. Ich hoffe allerdings auf Aufklärung im weiteren Verlauf der Geschichte.
Mia als Protagonistin gefiel mir gut. Zunächst von Zweifeln und Ängsten geplagt gelingt es ihr, ihre eigenen Stärken auszumachen, sie einzusetzen und dabei über sich hinaus zu wachsen. Dabei erscheint sie durchgängig als authentisch, niemals wehleidig oder anstrengend. Solche Protagonist*innen mag ich!
Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Mia, Lux und Nox und bin gespannt, was der König der Finsternis mit unserer Wächterin des Lichts noch alles vorhat.

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Veröffentlicht am 25.02.2023

Absolut liebenswert und kindlich chaotisch!

Das Schloss der Smartphone-Waisen
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Marla ist eine Smartphone-Waise. Was das ist? Nun, wenn die Eltern durch einen (blöden!) Unfall ums Leben kommen, der von einem Handy verursacht wurde, dann ist man eine Smartphone-Waise. Als Marla aus ...

Marla ist eine Smartphone-Waise. Was das ist? Nun, wenn die Eltern durch einen (blöden!) Unfall ums Leben kommen, der von einem Handy verursacht wurde, dann ist man eine Smartphone-Waise. Als Marla aus einem beschaulichen bayrischen Örtchen in die Großstadt Berlin zieht, muss sie schnell feststellen, dass sie nicht die einzige durch ein Handyunglück verursachte Elternlose ist. Eines morgens rollt ihr nämlich ein herrenloser Fahrradanhänger mit zwei Kindern in die Arme. Der Vater der Sprösslinge war nur für einen kurzen Moment von seinem Mobiltelefon abgelenkt und wurde leider von einer heranrollenden Bahn erwischt… Für Marla steht fest: Sie will den Smartphone-Waisen ein Zuhause bieten. Fünf Kinder finden bei Marla ein Heim – bis ihr Vermieter ihnen plötzlich kündigt, da das Haus baufällig ist und abgerissen werden muss. Wohin nun? Durch Zufall helfen die Smartphone-Waisen der Schlossbesitzerin Hermine über die Straße. Das bringt sie auf eine Idee: Wäre es nicht großartig, wenn sie in diesem Schloss wohnen könnten? Da hat allerdings der fiese Immobilienhai-Sohn Henry etwas dagegen. Womit er aber nicht gerechnet hat, ist der Einfallsreichtum der Smartphone-Waisen!
Dieses Hörbuch hat mir auf so vielen Ebenen Freude bereitet! Dadurch, dass der Autor seine Geschichte selbst eingelesen hat, konnte er die Figuren genau so interpretieren und mit sprachlichen Eigenheiten versehen, wie er sie sich beim Schreibvorgang wahrscheinlich vorgestellt hat. Er konnte mich mit seiner Stimme unglaublich verzaubern und mit dem Imitieren der verschiedenen Akzente ständig zum Lachen bringen!
Die Titelthematik ist trotz seines ernsten und alltäglichen Hintergrundes kindgerecht und witzig aufbereitet. Die beste Szene für mich war die Entwendung des Handys auf dem Spielplatz. So werden sicher mehr Eltern und Kinder sensibilisiert für derartige Szenen. Zumindest hege ich einen kleinen Funken Hoffnung dafür. Die Problemlösungen der Smartphone-Waisen sind kreativ, charmant, kindgerecht und im positiven Sinne niedlich-naiv. Die Themen Familie, Zusammenhalt, Freundschaft, aber auch Missgunst, Gier und Egoismus sind hier Dreh- und Angelpunkte der Geschichte und auch für kleinere Leser deutlich erkennbar.
Das Figurenpersonal ist sehr individuell und – bis auf Onkel Henry, der den Stempel des Bösewichts nicht zu Unrecht trägt – sympathisch angelegt. Jedes der Kinder besitzt einen originellen ‚Spleen‘, sodass es mir auch während des Hörens nicht schwer fiel, die Smartphone-Waise ihrem jeweiligen Namen zuzuordnen. Sogar E(n)kel Archie wurde über die Zeit zu einem liebenswerten Protagonisten.
Für diese Geschichte ist das Hörbuch sicher die perfekte Wahl, bzw. auch beim Vorlesen dürfte der Spaß groß sein. Und eins steht fest: Während des Lesens ist das Smartphone wegzupacken!

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Veröffentlicht am 19.02.2023

Ausbaufähige, aber wunderschön illustrierte Gruselgeschichte

Die Polidoris und der Pakt mit der Finsternis (Bd. 1)
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Es trifft sie wie ein Schock: Die Eltern der Geschwister Roberta, Petronella und Pellegrino Polidori sind bei einer Expedition im Atlantik verschollen. Sie werden von nun an bei den Großeltern in Ostfriesland ...

Es trifft sie wie ein Schock: Die Eltern der Geschwister Roberta, Petronella und Pellegrino Polidori sind bei einer Expedition im Atlantik verschollen. Sie werden von nun an bei den Großeltern in Ostfriesland leben, in einem windschiefen Haus mit Zaun aus Walknochen. Doch das ist nicht das einzig Kuriose am „Polidorium“: Sie teilen ihr Heim mit Geistern, wandernden Wänden, einem Bestattungsinstitut im Keller und zwei gewöhnungsbedürftigen Großeltern. Und auch die neue Schule stellt die Geschwister vor Herausforderungen, denn sie sind sogleich als schräge Außenseiter verschrien. Sogar ihre Mitschüler wissen, dass im Polidorium nicht alles mit rechten Dingen vor sich geht. Doch die Polidoris sehen nur ihren Ehrgeiz geweckt und wollen den Geheimnissen auf den Grund gehen – denn davon gibt es in diesem kleinen ostfriesischen Dorf genug…
Das Positive zuerst: Dem Coppenrath Verlag ist illustratorisch wieder einmal ein Meisterwerk gelungen. Verena Wugeditsch versteht es hervorragend, die Atmosphäre und die Figuren grafisch einzufangen. Die reinen Schwarz-Weiß-Zeichnungen sind ebenso geheimnisvoll und teilweise gruselig, wie das Polidorium selbst, und doch weisen sie eine Ausdrucksstärke auf, die mir persönlich die Figuren näher gebracht hat, als es der Text vermochte.
Womit ich leider auch schon zur Auflistung der Aspekte komme, die mich nachdenklich zurückgelassen haben:
Das Buch ist in drei Abschnitte eingeteilt: 1. Das Geheimnis um das Polidorium und seine Bewohner, 2. die Erlebnisse der Geschwister Polidori und 3. Marie-Hedwigs Geheimnis. Zwischen den Abschnitte vollzieht sich ein Zeitsprung, der für mich nicht nachvollziehbar ist und die Erzählung auf gewisse Weise unterbricht und die Kontinuität zerreißt. Denn es handelt sich nicht um abgeschlossene Sequenzen, sondern die Handlung vollzieht sich in mehreren parallelen Erzählsträngen über die Abschnittsgrenzen hinaus. Diese Fülle an einzelnen Geschichten fügt sich nur langsam zu einem großen roten Faden zusammen, erschwert wurde das Verständnis und das Verfolgen eben dieser einzelnen Stränge zudem durch die teilweise recht große Länge der Kapitel. Desweiteren taten sich Leerstellen auf, die mich sehr irritierten und wirklich auch störten: Warum wird nicht weiter nach den Eltern gesucht bzw. warum erfahren wir nicht mehr darüber? Ist es nicht normal, dass Kinder die Hoffnung nicht aufgeben und nachfragen? Fragt sich niemand, wohin Hein so manches Mal verschwindet? Warum er nie die Kleidung wechselt? Und wieso zum Klabautermann macht sich niemand, besonders nicht die Großeltern, Gedanken über den Aufenthaltsort von Hodder Morkel? Warum wird ein Gespräch Pellegrinos mit dem Neunauge kurz angedeutet, aber nicht weiter verfolgt? Stattdessen verblasst Pellegrino in der Erzählung bis kurz vor Ende zu einer Schattenfigur. Für mich erschien die Geschichte dadurch sehr unrund und ich verlor hin und wieder die Motivation, überhaupt weiterzulesen.
Die Figuren sind sehr individuell gestaltet, aber besonders Pellegrino, die Großeltern, aber auch Petronella blieben mir verschlossen, zu ihnen konnte ich keine Verbindung aufbauen, da mir ihre Emotionen zu fremd waren. Einzig Roberta konnte meine Sympathien gewinnen. Sie erscheint mir das Herz der Familie zu sein, ihr Verantwortungsbewusstsein und Tatendrang waren authentisch dargestellt.
Die häufigen Perspektivwechsel empfand ich als etwas anstrengend, was aber durchaus auch mit den Antipathien gegenüber den meisten Figuren zu erklären ist.
Ist es nur meine Perspektive als erwachsener Leser? Vielleicht. Dennoch finde ich, dass die Lektüre eher für ältere, unerschrockene Kinder ab ca. zehn Jahren geeignet ist. Einige Sequenzen sind recht gruselig, die Kapitel sind lang, sodass man einen langen Atem haben sollte, und die Thematik des Buches ist nichts für Zartbesaitete: Abschied, Verlust, Außenseitertum, Tod – für einige Kinder gibt es bei der Lektüre sicher Redebedarf. Bei recht sensiblen Kindern empfehle ich nur die gemeinsame Lektüre mit Eltern.

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Veröffentlicht am 05.02.2023

Is There A Highway To Hell?

Wer die Hölle kennt
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Alex Stern verlor vor einem Jahr ihren Vergil Darlington an die Hölle. Sie hat sich seitdem geschworen, ihn von dort zurückzuholen. Wie aber gelangt man in die Hölle? Dank ihres Occulus Pamela Dawes und ...

Alex Stern verlor vor einem Jahr ihren Vergil Darlington an die Hölle. Sie hat sich seitdem geschworen, ihn von dort zurückzuholen. Wie aber gelangt man in die Hölle? Dank ihres Occulus Pamela Dawes und der umfangreichen Bibliothek im Il Bastone gelingt es den beiden verbliebenen Mitgliedern der Studentenverbindung Lethe, einen Höllenpfad auf dem Campus der Universität von Yale ausfindig zu machen, Allerdings werden für den Abstieg vier Mörder benötigt… Und selbst wenn es gelingt: Wie viel von Daniel Arlingtons Seele hat das Martyrium der Hölle überlebt?
Lange mussten wir auf Band 2 der Reihe um Lethe und Alex Stern warten. Ich hatte große Erwartungen nach einem grandiosen ersten Teil. Und wurde leider enttäuscht. Mehrfach habe ich mich gefragt, warum sich die Lektüre zeitlich so hinzog. Mein Ergebnis: Es hat mich einfach nicht mitgerissen. Aber warum?
Die Story an sich war sehr überschaubar: Darlington aus der Hölle befreien. So weit, so gut. Aber es fehlte an rätselhaften Abzweigungen nach links und rechts, wie sie im ersten Band zu finden waren und die mich mit einem großen „Aaaaahaaa!“ bei der Auflösung haben begeistern können. Die hier eingebauten Morde waren mir zu schnell abgetan und erschienen wie kleinere, ‚notwendige‘ Kollateralschäden. Ein großer, weitverzweigter Plan fehlt hier, es geht eher dämonisch-chaotisch und unberechenbar zu – was vom Prinzip her in Ordnung ist, ich war vom ersten Band allerdings anderes gewohnt und hatte andere Erwartungen.
Was mich außerdem gestört hat, waren die ständigen Hinweise auf Alex‘ Vergangenheit. Diese wurde im ersten Band hinreichend dargestellt, sodass die häufigen Referenzen hier für mich zu viel waren. Ja, natürlich ist Hellie ein wichtiger und unauslöschlicher Bestandteil von Alex‘ tragischer Vergangenheit, aber dass sich ein so rationaler und unerschrockener Mensch wie Alex immer wieder von einem Dämon mit Hellies Gesicht aus dem Konzept bringen lässt, erschien mir zu viel des Guten. Insgesamt befinden sich in dieser Geschichte zu viele Wiederholungen.
Die Vorbereitungen auf das Befreiungsunterfangen waren für meinen Geschmack zu naiv, zu wenig durchdacht und so gar nicht Dawes-mäßig. Wie ist die Hölle aufgebaut, wer regiert sie, auf was werde sie bei dem Befreiungsversuch höchstwahrscheinlich treffen? Man kann doch nicht einfach die Hölle betreten und davon ausgehen, dass es keine Konsequenzen nach sich zieht und dass man dort nicht auf Widerstand trifft… Die Dämonenthematik hätte für meinen Geschmack besser erklärt werden können bzw. müssen. Das fehlte mir ebenso wie die stückweise Aufdeckung des Rätsels um die Wanderin des Rades. Ich hoffe jetzt auf Band 3, dass dieser wenigstens in dieser Hinsicht Aufklärung bringt.
Es war eine nette Lektüre mit einigen Schwächen. Vielleicht kann der dritte Band mich wieder mehr abholen. Die Idee dieser Reihe gefällt mir nämlich sehr gut!

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Veröffentlicht am 18.12.2022

Eine Fantasygeschichte der leisen, tiefgründigen Töne

The Lost Crown, Band 1 - Wer die Nacht malt
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Die Schmiedin Kaya aus Amisa wird schon ihr Leben lang von allen gemieden, denn sie scheint etwas an sich zu haben, dass die Bewohner ihres Dorfes abschreckt. Nur ihre Eltern und ihr bester Freund Nevan, ...

Die Schmiedin Kaya aus Amisa wird schon ihr Leben lang von allen gemieden, denn sie scheint etwas an sich zu haben, dass die Bewohner ihres Dorfes abschreckt. Nur ihre Eltern und ihr bester Freund Nevan, der Pferdeheiler, wissen, dass Kaya mit Hilfe von Runen und Farben Magie ausüben kann. Als ihr Vater verletzt wird, muss sie seinen Platz in dem Tross einnehmen, der eine Reliquie ins Nachbarkönigreich bringen soll. Doch kaum in Eshrian angekommen, wird die Gruppe von seltsamen Mischwesen aus Mensch und Monster überfallen. Kaya und Nevan werden gefangen genommen und sollen Mirulay, den Anführer der Rebellen, heilen, der schwer verwundet wurde. An seinem Überleben hängt auch das der beiden Gefangenen. Doch schon bald offenbart Mirulay Kaya einige Wahrheiten, die ihre Welt und ihre Gefühle völlig auf den Kopf stellen…

Für mich war es der erste Ausflug in die Fantasywelt von Jennifer Benkau. Beide Bänder der „One True Queen“-Reihe liegen zwar schon seit ein paar Wochen auf dem SuB, denn sie wurden mir wärmstens empfohlen, aber es fand sich noch nicht die richtige Gelegenheit dafür. Dass ich nun doch mit „The Lost Crown“ angefangen habe, lag schlicht und ergreifend daran, dass es oben auf dem Stapel thronte und ich in einer Rezension zufällig gelesen hatte, dass man es auch ohne Vorkenntnisse der anderen Benkau-Bücher lesen kann. Und was soll ich sagen? Es stimmte und war eine gute Entscheidung!

Es war leicht und faszinierend zugleich, in die Welt rund um Eshrian und Amisa eintauchen zu können. Der Weltenaufbau ist klar, strukturiert, gut durchdacht und durch die Autorin in einer wirklich angenehmen Erzählweise dargestellt. Es herrscht eine ruhige Erzählatmosphäre vor, die mir hier für diese Geschichte sehr gut gefiel, denn sie passt zu den Protagonisten. Für Kaya konnte ich daher sehr schnell Sympathien aufbauen, ebenso für Mirulay, auch wenn er zunächst eher der harte Anführer vorgibt zu sein. Beide sind nicht kopflos, sondern ruhig, vernünftig, besonnen und loyal. Ich mochte die leisen Töne zwischen den beiden wirklich sehr. Ich vermute, in diesem Band stand die Figuren- und Beziehungsentwicklung zwischen Kaya und Mirulay im Besonderen, und allen anderen im Allgemeinen im Vordergrund, daher hält sich das Spannungslevel dieser Erzählung doch etwas im Rahmen. Was aber für mich absolut akzeptabel ist, denn ich habe so eine Ahnung, dass der zweite Band etwas actionreicher aussehen wird…

Die Cover haben großen Wiedererkennungswert, wobei dieses hier das schönste von allen ist. Es sticht durch sein kühles Blau und die haptisch hervorgehobene goldene Krone aus allen Covern heraus. Dass das Motiv vom Buchdeckel auf dem Rücken wieder aufgegriffen wurde, finde ich besonders schön. Denn so sieht man die Illustration ebenfalls, auch wenn das Buch im Regal steht.

Die Wartezeit auf Band zwei werde ich mit den One True Queen Büchern überbrücken, auf die ich jetzt noch gespannter bin!

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