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Veröffentlicht am 22.05.2020

Manche Kinder sind wie Clownfische und das ist total in Ordnung

Alfie und der Clownfisch
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Alfie ist ein ängstlicher Junge. Er traut sich nicht am Wettlauf teilzunehmen, weil er nicht Letzter werden möchte. Er traut sich nicht auf eine Dinoparty, weil er das Topfschlagen fürchtete. Und jetzt ...

Alfie ist ein ängstlicher Junge. Er traut sich nicht am Wettlauf teilzunehmen, weil er nicht Letzter werden möchte. Er traut sich nicht auf eine Dinoparty, weil er das Topfschlagen fürchtete. Und jetzt möchte er nicht auf das Unterwasserkostümfest. Sich als Kapitän Seestern zu verkleiden, bereitet ihm einfach kein gutes Gefühl. Er fühlt sich nicht mutig genug dafür. Statt auf die Party zu gehen, nimmt ihn Mama mit ins Aquarium. Dort entdeckt er einen Clownfisch, der ihm auf Anhieb gefällt, denn Clownfische verstecken sich gerne. Alfie beschließt nächstes Jahr als Clownfisch auf das Kostümfest zu gehen.

„Alfie und der Clownfisch“ ist in einfachen, altersgemäßen, gut verständlichen Sätzen geschrieben. Das Außergewöhnliche an diesem Buch sind die Illustrationen, die in ungewöhnlichen Farben gedruckt sind, die Gesichter der Figurenleuchten in Neonfarben, andere Details in extremem Blau, ansonsten bestimmen Pastell- und Brauntöne die Farbpalette. Die Bilder fallen definitiv aus dem Rahmen, erregen Aufmerksamkeit.

Alfie ist ein besonders schüchterner Junge. Er leidet darunter, nicht mutig zu sein, erinnert sich immer wieder an Situationen, die er nicht gemeistert hat. Es fühlt sich für ihn an, als müsse er die ganze Welt tragen. Das tat mir beim Lesen sehr Leid. Als seine Mutter ihm das Aquarium zeigt, erkennt er, dass nicht alle Lebewesen gleich mutig sind. Manche stehen gerne im Mittelpunkt, andere nicht. Und das ist richtig so. Wer heute nicht mutig ist, kann es immer noch morgen sein. Alfie kann sich ruhig Zeit lassen und darf sich nicht unter Druck setzen, das macht ihn nur unglücklich.

Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob die bedeutende Botschaft bei den Kindern richtig ankommt -vielleicht ist sie doch ein bisschen zu komplex und wird für die kleinen Leser nicht deutlich genug umgesetzt- hat mir die Aussage von „Alfie und der Clownfisch“ sehr gut gefallen. Nicht jeder ist ein Draufgänger, muss unbedingt im Mittelpunkt stehen, das ist in Ordnung. Man hat immer noch Zeit, irgendwann mutig zu sein. Außerdem muss man gar nicht zwangsläufig über seinen Schatten springen, aus sich heraus kommen. Manche Tiere verstecken sich gerne, manche Menschen bleiben im Hintergrund. Wenn Kinder ihre Persönlichkeit akzeptieren, werden sie sich viel wohler fühlen, als wenn sie sich zwingen, jemand zu sein, der sie nicht sind. Mir imponiert, dass Alfie von seinen geduldigen Eltern nicht genötigt wird, etwas zu tun, was nicht zu ihm passt. Er erkennt (hoffentlich), dass er absolut richtig so ist, wie er ist.

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Veröffentlicht am 21.05.2020

Gehört in jedes Bücherregal von Vorschulkindern und Schulanfängern

Lasse in der 1. Klasse
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Bald geht Lasse in die erste Klasse. Er freut sich schon. Aber bis dahin gilt es noch einige Hindernisse zu überwinden. Zum Beispiel muss ein Schulranzen her, aber ein besonderer mit Rakete drauf. Außerdem ...

Bald geht Lasse in die erste Klasse. Er freut sich schon. Aber bis dahin gilt es noch einige Hindernisse zu überwinden. Zum Beispiel muss ein Schulranzen her, aber ein besonderer mit Rakete drauf. Außerdem braucht er natürlich eine Schultüte und die, die Mama basteln will, sieht bis jetzt ziemlich grau und unspektakulär aus. Ganz wichtig wäre auch, dass Lasse mit Ricka in eine Klasse eingeteilt wird. Sonst macht Schule überhaupt keinen richtigen Spaß. Ja, es ist
gar nicht so einfach, in die Schule zu kommen...

Ich mag Sarah Welks Schreibstil. Sie schreibt locker, klar, gut verständlich und sehr witzig. Das Buch enthält sechs verschiedene Geschichten die aufeinander aufbauen. Das Ganze ist aus Lasses Perspektive verfasst. Lasse erklärt viele Dinge immer wieder näher, wendet sich auf dieses Weise quasi direkt an den Leser. Das wirkt sehr erfrischend, lebendig und authentisch. Sarah Welk spricht definitiv die Sprache der Kinder.
Anne-Kathrin Behls witzige Illustrationen passen perfekt zu den Geschichten. Ihr gelingt es auf einzigartige Weise, auf ihren Bildern die Gefühle der Figuren einzufangen und darzustellen.

Lasse ist ein sehr sympathischer, sensibler Junge, der sehr konkrete Vorstellungen hat und viel nachdenkt. Manche seiner Gedankengänge scheinen ziemlich absurd, so sind die meisten Probleme in Lasses Kopf viel bedeutender als sie objektiv eigentlich sind. Aber gerade das macht Lasse so besonders liebenswert. Man muss ihn und seine Sicht der Dinge einfach mögen. Ich finde ihn als Figur sehr gut getroffen und realistisch und glaubwürdig charakterisiert. Lasse ist nicht ganz so selbstsicher, wirkt etwas ängstlich, aber mit Ricka hat er eine selbstbewusste, einfallsreiche, aufgeweckte und mutige Freundin an seiner Seite. Die beiden passen gut zusammen, bilden ein perfektes Team.

Lasses Geschichten sind ausgesprochen unterhaltsam zu lesen. Lasse hat mit den typischen Problemen eines Erstklässlers zu kämpfen. Aus seiner Sicht werden eigentlich banale Themen unheimlich aufregend und spannend dargestellt. Meine Kinder und ich haben immer mit Lasse mitgefiebert, wir sind von seinen netten, witzigen Erlebnissen einfach total begeistert.

Autorin Sarah Welk überzeugt auch mit „Lasse in der ersten Klasse“. Sie weiß, was Kinder beschäftigt und umtreibt, schreibt wunderbar einfühlsam, authentisch und dabei sehr humorvoll. Sie trifft wieder einmal genau den richtigen Ton. Ein perfektes Buch für Vorschulkinder und Erstklässler, das ihnen deutlich macht: Sie sind mit ihren Sorgen nicht allein. Wenn man sich an alles gewöhnt hat, ist die erste Klasse nicht nur eine nervenaufreibende, sondern auch eine lustige und vor allem schöne Zeit.

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Veröffentlicht am 20.05.2020

Gelungener Reihenauftakt, der es durchaus mit den Nightingale-Schwestern und Schweikerts Charité aufnehmen kann

Die Krankenschwester von St. Pauli – Tage des Schicksals
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Die dreizehnjährige Svantje Claasen muss mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Piet 1885 das Alte Land verlassen, wo es keine Zukunft mehr für sie gibt. Auf dem Weg erkrankt Piet schwer, doch Svantje ...

Die dreizehnjährige Svantje Claasen muss mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Piet 1885 das Alte Land verlassen, wo es keine Zukunft mehr für sie gibt. Auf dem Weg erkrankt Piet schwer, doch Svantje rettet ihm das Leben. Diese Erfahrung weckt in ihr den Wunsch, Krankenschwester zu werden. Die Familie zieht ins Hamburger Gängeviertel, Svantjes Vater arbeitet in der Werft, ihre Mutter erhält eine Anstellung als Hausmädchen bei der reichen Familie Harkenfeld, den Besitzern der Werft. Zunächst verdient Svantje Geld, indem sie Wasser aus Brunnen schöpft und ausliefert. Später verwirklicht sie ihren Traum und schließt mit eiserner Disziplin ihre Ausbildung als Krankenschwester ab. Nachdem sie ihre Mutter eine Jahr im Haushalt der Harkenfelds vertreten muss, arbeitet sie endlich in ihrem Traumberuf. Doch es tut sich noch mehr in ihrem Leben: Sie lernt den Tuchhändler Friedrich Falkenberg kennen, für den sie schon bald mehr empfindet. Als sich in Hamburg die Cholera ausbreitet, steht Svantjes größte Prüfung noch bevor....

Rebecca Malys flüssiger, unkomplizierter und angenehmer Schreibstil macht es dem Leser leicht, sofort in die Geschichte einzutauchen. Das Cover zeigt eine Krankenschwester -in historischer Arbeitskleidung- vor Hamburgs Hafen. Das Titelbild erinnert ein wenig an Donna Douglas Reihe um die Nightingale Schwestern. Das passt sehr gut, handelt es sich doch um dasselbe Genre, außerdem spricht der Roman Leser mit ähnlichen Vorlieben an.

Svantje Claasen ist eine bewundernswerte Heldin. Sie arbeitet sehr hart für ihren Traum, Krankenschwestern zu werden. Mit eisernem Willen und unerschütterlicher Disziplin verwirklicht sie schließlich ihren Plan. Doch damit ist sie längst nicht am Ziel ihrer Wünsche. Die Choleraepidemie fordert Svantje Unmögliches ab. Und dann verliebt sie sich auch noch. In „Die Krankenschwester von Sankt Pauli“ spielen sehr viele verschiedene Figuren aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten eine Rolle: Svantjes Familie und ihr Freund Raik, die in Armut leben und nichts geschenkt bekommen, aber auch die Sprößlinge der Harkenfelds, Sohn Richard, der einmal die Werft übernehmen soll, aber im Lauf der Geschichte die großen Misstände und schrecklichen Zustände bei der Werftarbeit erkennt, seine Schwester die verwöhnte Hilde, die schlimme Erlebnisse verarbeiten muss, und der aufgeschlossene Friedrich, der mit dem Standesdünkel seiner Eltern zu kämpfen hat....
Mir hat sehr gefallen, dass die Charaktere so unterschiedliche Voraussetzungen haben, aus so gegensätzlichen Milieus stammen. Das macht die Geschichte sehr interessant und zeigt verschiedene Seiten und Facetten eines Themas.

Die Handlung des Roman war für mich durchgehend spannend und mitreißend. Immer wieder wurden neue Herausforderung thematisiert, die die Figuren bewältigen müssen. Svantje kommt niemals wirklich zu Ruhe. Das macht die Geschichte wahnsinnig fesselnd, auch mit den anderen Figuren musste ich einfach mitfiebern. Der Roman endet mit einem dramatischen, überraschenden Cliffhanger.

Ich mag Donna Douglas Nightingale Schwestern, auch Ulrike Schweikerts Charité-Romane und die Reihe um Helene Sommerfelds Ärztin habe ich sehr gerne gelesen. Rebecca Malys Buch muss sich vor diesen erfolgreichen Romanen des Genres definitiv nicht verstecken.“Die Krankenschwester von St. Pauli“ hat mich perfekt unterhalten und nebenher noch über verschiedene medizinische und gesellschaftliche Entwicklungen informiert. Ich möchte unbedingt wissen, wie es mit Svantje und den anderen Figuren weitergeht, bin schon nach dem ersten Buch der Reihe ein Fan geworden und freue mich auf weitere.

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Veröffentlicht am 19.05.2020

Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen“

Die Dünenvilla
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Dr. Friedrich Böhm möchte 1884 mit seinen erwachsenen Kindern, den Zwillingsschwestern Sophia und Julia und Sohn Thomas, die Vergangenheit hinter sich lassen und gemeinsam mit seinem Sohn in Savannah eine ...

Dr. Friedrich Böhm möchte 1884 mit seinen erwachsenen Kindern, den Zwillingsschwestern Sophia und Julia und Sohn Thomas, die Vergangenheit hinter sich lassen und gemeinsam mit seinem Sohn in Savannah eine Arztpraxis eröffnen. Doch der Dampfer, die City of Columbo, der sie dorthin bringen soll, erleidet Schiffbruch und die Familie landet unfreiwillig auf Martha‘s Vineyard. Friedrich ist von der Landschaft dort verzaubert, beschließt, seine Pläne zu ändern und möchte auf der Insel ein Sanatorium zur Behandlung von Hysterikern eröffnen. Thomas unterstützt ihn widerwillig, träumt aber insgeheim davon, Psychologie studieren zu können. Tochter Julia verbringt ihre Zeit damit, einen passenden Ehemann für sich zu finden. Und Sophia, die früher an Kinderlähmung erkrankte und seitdem ein steifes Bein hat, interessiert sich für Kunst und hofft auf eine Ausbildung an einer Kunstakademie. Doch gerade für Sophia hält das neue Leben, die Arbeit im Sanatorium, der Umgang mit den Patienten einige Überraschungen bereit. Außerdem macht sie die Bekanntschaft des neuen Nachbarn, Vogelkundler Scott McKinnon, der sie von Anfang an fasziniert...

Nicole Winter schreibt angenehm, flüssig und klar. Aufgrund des unkomplizierten Sprachstils gelang der Einstieg in die Geschichte ohne Probleme.

Hauptfigur Sophia ist jung und wie so viele Frauen ihres Alters auf der Suche. Sie definiert sich nur durch ihre Behinderung, fühlt sich durch sie eingeschränkt und traut sich nicht aus ihrem Schneckenhaus. Für sie steht fest, dass sie sich im künstlerischen Bereich verwirklichen möchte. Doch durch den Kontakt mit den Patienten und Nachbar Scott blickt sie erstmals über den Tellerrand hinaus und erkennt, dass das Leben noch viele andere Möglichkeiten für sie bietet. Schwester Julia wird dagegen viel oberflächlicher dargestellt, sie ist lediglich auf der Suche nach einer guten Partie. Doch ein Händchen für Männer hat sie wahrlich nicht. Zielsicher entscheidet sie sich immer für völlig ungeeignete Kandidaten, das hat mich teilweise sehr amüsiert. Auch Bruder Thomas macht eine besondere Entwicklung durch. Er träumt von einem Psychologiestudium. Doch auch sein Weg verläuft anders als erwartet..
Mir gefällt die Personenkonstellation der drei unterschiedlichen Geschwister, die alle entscheiden müssen, wohin für sie die Reise des Lebens gehen soll, Vater Friedrich bleibt im Gegensatz zu seinen Kindern ein wenig farblos und blass. Er flieht vor den Geistern der Vergangenheit und scheint sich nur darauf zu konzentrieren, dass sein Sanatorium Erfolg bringt.

Der Klappentext ist für meine Begriffe nicht gut gelungen, er verrät beinahe die gesamte Handlung. Daher konnte mich der Verlauf des Romans leider nicht mehr überraschen. Das finde ich schade.

Anfangs zieht sich die Geschichte ein wenig dahin, hat ein paar unnötige Längen. Es war schon aufschlussreich, das neue Leben der Böhms mitzuverfolgen, doch recht viel Spannendes passiert zu Beginn noch nicht. Ab der Mitte des Romans häufen sich bedeutende Ereignisse und es kommt Dramatik und Spannung auf. Das Ende, insbesondere Sophias Werdegang, empfinde ich als stimmig und rund.

Insgesamt ein angenehm zu lesender, ruhiger Roman, der dem Leser die Insel Martha‘s Vineyard näherbringt und auf unterhaltsame, interessante Weise beschreibt, wie in Sanatorien damals versucht wurde, Hysterie zu behandeln. Außerdem zeigt er anschaulich, dass sich auch damals Frauen im Rahmen ihrer Möglichkeiten emanzipieren konnten und dass Pläne dazu da sind, verändert zu werde. Ich habe „Die Dünenvilla“ über weite Strecken gerne gelesen und kann das Buch jedem, der einen Sinn für historische Romane hat, guten Gewissens weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 12.05.2020

Lass dich nicht unterkriegen!

Kleiner Löwe, großer Mut
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Seit der Löwe Tobe ein Bein verloren hat, behandeln die anderen Tieren ihn besonders vorsichtig und das gemeinsame Spielen und Toben macht gar keinen richtigen Spaß mehr. Doch Tobe macht ihnen klar, dass ...

Seit der Löwe Tobe ein Bein verloren hat, behandeln die anderen Tieren ihn besonders vorsichtig und das gemeinsame Spielen und Toben macht gar keinen richtigen Spaß mehr. Doch Tobe macht ihnen klar, dass er auch mit drei Beinen noch der gleiche ist und sich nichts geändert hat. Und Tobe will noch mehr, er möchte sich und den anderen beweisen, dass er alles schaffen kann und beschließt, mit seinem Freund Büffel auf den höchsten Berg bis zu den Wolken zu laufen. Dabei gerät er aber doch an seine Grenzen.....

„Kleiner Löwe, großer Mut“ ist eine Geschichte für Kinder ab drei Jahren. Sie ist altersgemäß, gut verständlich und flüssig formuliert. Meine Kinder (acht Jahre, sechs Jahre und vier Jahre) haben mir beim Vorlesen sehr konzentriert und aufmerksam gelauscht. Alexandra Helms farbenprächtige Bilder sind wunderbar detailliert gestaltet und stellen das Geschehen noch einmal sehr treffend fürs Auge dar. Die Illustrationen der verschiedenen Tiere gefallen uns übrigens besonders gut.

Tobe ist ein wirklich toller, optimistischer Charakter. Er hat großes Pech und verliert ein Bein. Aber anstatt zu jammern, macht er einfach weiter wie bisher und zeigt allen anderen, dass das gut funktioniert, dass er kein Mitleid braucht und nicht behandelt werden möchte wie ein rohes Ei. Ein großartiges Vorbild ist Tobe, er lässt sich nicht entmutigen und bleibt optimistisch. Als er merkt, dass selbst kleine Löwen manchmal Unterstützung brauchen, lässt er sich helfen und akzeptiert, dass auch er Schwächen hat...

Tobes spannendes Abenteuer hat uns mitgerissen und sehr imponiert. Mitautor Tom Belz hat selbst durch Krankheit ein Bein verloren. Tobes Geschichte ist irgendwie also auch seine eigene, schließlich hat er laut Klappentext 2018 auf Krücken den Kilimandscharo bestiegen. Belz weiß genau, wovon er schreibt und wie es sich mit einer Behinderung leben lässt, ohne zu verzweifeln. Das Buch ist ein Plädoyer dafür, sich niemals unterkriegen zu lassen, nicht den Mut zu verlieren, sich aber auch Schwächen und Grenzen einzugestehen. Die hat jeder und sich helfen lassen, gehört zum Leben dazu, dafür sind Freunde schließlich da.

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