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Veröffentlicht am 10.09.2017

Ein Brief, eine Abkürzung und ihre (romantischen) Folgen

Morgen ist es Liebe
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Manchmal, ja manchmal ist man zur falschen Zeit am falschen Ort. Und manchmal, da ist man zur richtigen Zeit eben am richtigen Ort, auch wenn dieser Ort ein kalter ist. Und dort treffen Alexandra und Martin ...

Manchmal, ja manchmal ist man zur falschen Zeit am falschen Ort. Und manchmal, da ist man zur richtigen Zeit eben am richtigen Ort, auch wenn dieser Ort ein kalter ist. Und dort treffen Alexandra und Martin das erste Mal aufeinander. Alexandra, die mitten im Leben steht und Martin, der seines Beenden möchte.

Alexandra und Martin sind aber nur zwei Figuren, die die Geschichte prägen. Es sind auch die Nebenfiguren, die eine wichtige Rolle spielen, auch wenn ich zuerst nicht wusste, was ich damit anfangen soll. Mir persönlich haben die Szenen mit Alexandra, Martin und/oder Martha besser gefallen als jetzt die mit Jochen Marx oder Dr. Lamppricht und vor allem Gerd. Simon und Jean-Claude hingegen haben sich gesteigert und ihre Entwicklung gefiel mir dann.
Martha, Alexandras Mutter, ist eine Klasse für sich, mit ihrem Schalk und ihren ausgefallenen Hüten. Aber es hat zu ihr gepasst.

Die Zusammenhänge ergeben nach und nach ihren Sinn und eines führt zum anderen. Immer wieder sorgte die Autorin dafür, dass es nicht langweilig wurde. Wenn es zum Beispiel um die Bekanntgabe einer richtungweisenden Information ging, dann hat prompt das Telefon geklingelt oder jemand stand vor der Tür. Innerlich habe ich immer nur „Argh“ geschrien. Es war zum Haare raufen. Allerdings gab es, hauptsächlich in der ersten Hälfte, auch langatmigere Szenen. Die zweite Hälfte hat mir viel besser gefallen, als jedes Puzzleteil so langsam seinen richtigen Platz fand.

Die Geschichte in ihrer Gesamtheit fand ich sehr interessant. Was alles passiert ist, wie alles kam wie es nun ja kam und wie sich alles aufgelöst hat. Manche Dinge waren zwar voraussehbar, die unvorhersehbaren Wendungen fallen hier aber mehr ins Gewicht.

Die Geschichte handelt über zweieinhalb ereignisreiche Wochen in der Zeit vom 21.12 bis 08.01. Weihnachtliche Stimmung kam bei mir allerdings nicht auf (im September ist mir einfach noch nicht nach Weihnachten).
Handlungsort ist hauptsächlich die Stadt Luxemburg, von der man aber leider nicht so viel gesehen hat.

Jedem Tag ist ein Kapitel zugewandt. Erzählt wird aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Der Wechsel erfolgt oft auch fließend, so dass ich manchmal erst überlegen musste, wessen Sicht das jetzt war. Süß fand ich dabei, dass auch die Gedanken des Hundes, Mr. Spock, Eingang in die Erzählung fanden.

Auch wenn mir das Cover so gar nicht gefällt, konnte „Morgen ist es Liebe“ unterhalten und mich vor allem in der zweiten Hälfte überzeugen. Von mir gibt es hier knappe vier Sterne.

Veröffentlicht am 06.09.2017

Wie eine Patchworkfamilie zusammenwächst

Irresistible - Ein Baby kommt selten allein
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Das Schicksal meint es nicht gut mit Brady. Seine Leidenschaft ist es zu tätowieren, aber das musste er wegen seinem Job in der elterlichen Firma, bei dem er nicht glücklich ist, aufgeben. Dann stirbt ...

Das Schicksal meint es nicht gut mit Brady. Seine Leidenschaft ist es zu tätowieren, aber das musste er wegen seinem Job in der elterlichen Firma, bei dem er nicht glücklich ist, aufgeben. Dann stirbt sein Bruder Cal und dessen Frau Mel bei einem Unfall und sein Vater erleidet daraufhin einen Herzinfarkt. In Texas muss er feststellen, dass er sich fortan um seine einjährige Nichte Isabella kümmern muss. Brady ist aber nicht alleine. Er bekommt Unterstützung von Kat, Mels Freundin.

Die Anziehungskraft zwischen Kat und Brady ist sofort spürbar. Daneben nimmt die Trauer einen großen Raum ein. Beiden geht der Verlust nahe. Ich hatte dabei aber nicht das Gefühl, dass die Trauer die Geschichte erdrücken würde. Denn während sie den Verlust verarbeiten, entwickeln sich auch langsam Gefühle zwischen ihnen. Daran ändert auch nichts, dass sie es sich zuerst nicht eingestehen wollen. Lediglich die ständigen Wiederholungen von beiden im inneren Monolog, dass sie nicht zusammen sein können und eine Beziehung keine Zukunft habe, hat mich irgendwann ein bisschen genervt.

Izzy ist eine bezaubernde Einjährige und Brady kümmert sich liebevoll um sie. Dass Izzy sehr häufig immer als „das Baby“ bezeichnet wurde, gefiel mir jetzt nicht so. Hätte ich Izzy nicht bildlich vor Augen gehabt, hätte man von ihr auch von einem Gegenstand ausgehen können. Irgendwie.

Die Nebencharaktere waren mir ein bisschen zu sehr im Hintergrund. Die Telefonate waren mir da zu wenig. Ich hätte mich über mehr Szenen mit Kats bzw. Bradys Familie ohne die Zuhilfenahme elektronischer Geräte gefreut.

Kat und Brady sind Sympathieträger. Brady ist sich seiner Verantwortung bewusst, stellt sich dieser und steckt selbst zurück. Kat arbeitet hart für das, was ihr wichtig ist und hat dabei immer das Wohl ihrer Liebsten im Auge. Die Liebesgeschichte zwischen ihnen entwickelt sich langsam und nicht zu schnell. Ich mochte die beiden und zu dritt geben sie eine süße Familie ab.

Die Sorgen und Probleme, mit denen Kat und Brady nach dem Tod von Cal und Mel konfrontiert fand ich realistisch dargestellt. Ich konnte ihre Entscheidungen nachvollziehen.

Das Cover hat mir schon zu Beginn sehr gut gefallen und nachdem genau diese Szene beschrieben wurde, finde ich es noch passender.

Der Schreibstil ließ sich leicht und flüssig lesen. Es wird abwechselnd von Brady und Kat in der Ich-Perspektive erzählt. Bei 63 Kapiteln + Epilog sind die einzelnen Kapitel recht kurz, was meinen Lesefluss aber nicht gestört hat.

Bei „Irresistible - Ein Baby kommt selten allein“ hat mir zwar das Besondere gefehlt, ich wurde trotzdem gut unterhalten. Von mir gibt es vier Sterne.

Veröffentlicht am 02.09.2017

Schöne Reise, nur leider kamen die Emotionen bei mir nicht an

Liebe findet uns
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Eigentlich war "Liebe findet uns" gar nicht auf meiner Wunschliste. Das Cover ist wunderschön, gefällt mir richtig gut. Die Beschreibung reizte mich jetzt nicht so. Aber wie es der Zufall so will, war ...

Eigentlich war "Liebe findet uns" gar nicht auf meiner Wunschliste. Das Cover ist wunderschön, gefällt mir richtig gut. Die Beschreibung reizte mich jetzt nicht so. Aber wie es der Zufall so will, war das Buch dann plötzlich auf meinem Reader und ich begann zu lesen.

Die Erzählung konnte mich zwar einerseits gleich packen, andererseits aber nicht so ganz überzeugen (wenn das jetzt Sinn macht). Manche Kapitel empfand ich als zu langatmig, was mir nicht so gefallen hat. Die Kapitel, die viele Dialoge, insbesondere zwischen Jack und Heather, enthielten, unterhielten mich mehr.

Zu Beginn wurde ich mit Heather nicht so richtig warm. Nach und nach gab sich das zwar etwas, als einen Lieblingscharakter würde ich sie aber lange nicht beschreiben.
Im Gegensatz zu Heather gefiel mit Jack schon etwas besser. Ich hätte mir teilweise aber gewünscht, auch in seinen Kopf sehen zu können.
Bei den Nebencharakteren haben mir Constance und Raef sehr gut gefallen. Mit Amy kam ich nicht immer, aber meistens klar.

"Liebe findet uns" ist eine große Liebesgeschichte. Ok, aber mir haben hier die Emotionen gefehlt. Jack und Heather verlieben sich sehr schnell ineinander, dass Gefühl kam bei mir als Leserin jedoch nicht an. Das fand ich schade und meine Enttäuschung hierüber kann ich auch nicht leugnen.

Wider Erwarten hat mir die Reise durch Europa doch Spaß gemacht. Die Begleitung durch das Tagebuch von Jacks Großvater war interessant.

Über das Ende bin ich ein bisschen zwiegespalten. Ich will nicht zu viel verraten, aber so ganz gefällt es mir nicht. Einerseits würde ich gerne wissen, wie es weitergeht, aber andererseits auch nicht.

Da ich die Emotionen nicht gespürt habe, mir die Reise aber dennoch gefallen hat, kann ich hier 3 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 03.08.2017

Immer wieder Mittwochs … und Donnerstags

True North - Schon immer nur wir
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Ich habe mich auf die Geschichte von Jude und Sophie gefreut. Ihre Vergangenheit schien eine spannende Grundlage zu sein. Aber irgendwie bin ich mit der Geschichte nicht ganz warm geworden. Ich konnte ...

Ich habe mich auf die Geschichte von Jude und Sophie gefreut. Ihre Vergangenheit schien eine spannende Grundlage zu sein. Aber irgendwie bin ich mit der Geschichte nicht ganz warm geworden. Ich konnte mich nicht so ganz fallen lassen. Weder bei Sophies Familie noch bei Jude’s habe ich mich sonderlich wohl gefühlt. Die örtliche Polizei war auch kein Sympathieträger. Mich zu entspannen, gelang mir nur auf der Shipley-Farm und – zu meinem Erstaunen – bei Pater Peters.

Jude und Sophie mochte ich. Sie sind sympathische Charaktere, sodass man seine Zeit gerne mit ihnen verbringen möchte. Insbesondere Jude hat es mir angetan: Wie er kämpft und nichts für selbstverständlich hält. Er weiß, dass er es verbockt hat und versucht es nicht schön zu reden.
Es gab nur eines, was mir nicht so gefiel. Es brauchte zwar seine Seiten, bis sich Sophie und Jude nach über drei Jahren wieder über den Weg liefen (daran ist auch nichts auszusetzen), aber dann wurde ich das Gefühl nicht los, dass sie sich zu schnell wieder aufeinander eingelassen haben. Irgendwas hat mich dabei gestört.

Interessant zu lesen fand ich Jude und seinen Umgang mit seiner Abhängigkeit. Sein Verlangen, die Versuchungen im Alltag und wie schnell man doch wieder zu Schmerzmittel kommt - wenn auch nicht freiwillig. Ich habe mir bisher nie groß Gedanken über einen Drogenentzug gemacht. Hier habe ich aber – denke ich – einen guten Einblick bekommen.

Die Geschichte wird abwechselnd von Jude und Sophie erzählt. Jeweils vor Judes Kapitel wird sein Grad des Verlangens angezeigt. Bei Sophie hingegen was ihr innerer DJ gerade aufgelegt hat. Dieses Spiegelbild hat ihre Stimmung sehr gut eingefangen.

Auch wenn ich hier nur 3,5 Sterne vergebe, freue ich mich dennoch auf Zachs Geschichte.

Veröffentlicht am 29.07.2017

4,5 Sterne für eine gelungene Fortsetzung

Bourbon Sins
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Mit „Bourbon Sins“ geht es wieder zurück nach Easterly. Es sind ja damals einige Fragen offen geblieben. Die Handlung setzt dort an, wo sie in „Bourbon King“ aufgehört hat. Um den Lesespaß voll und ganz ...

Mit „Bourbon Sins“ geht es wieder zurück nach Easterly. Es sind ja damals einige Fragen offen geblieben. Die Handlung setzt dort an, wo sie in „Bourbon King“ aufgehört hat. Um den Lesespaß voll und ganz genießen zu können, ist also die Kenntnis von Band 1 unbedingt erforderlich.

Zum Verlauf möchte ich nicht zu viel verraten. Es geht um viel Geld und um eine Mordermittlung. Es kommen Dinge ans Tageslicht, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Es bleibt also spannend. Vor allem die teilweise kurzen Kapitel bzw. schnellen Szenen- und/oder Perspektivenwechsel sorgten dafür, dass ich wissen wollte, wie es weitergeht. Die beiden spannendsten Szenen waren für mich die eine ganz am Anfang und die andere ziemlich am Schluss.

Auch nach dem Beenden von „Bourbon Sins“ bleiben hier Fragen offen, aber das ist in Ordnung so. Ich freue mich schon auf „Bourbon Lies“ und bin gespannt, welche Antworten hier offenbart werden. Insbesondere bei einer Handlung am Ende sagt mir mein Bauchgefühl, dass es nicht so ist, wie es im Moment dargestellt wird. Es bleibt abzuwarten, wie die Sache sich weiterentwickelt.

Die Charaktere hier sind alle interessant, wenn auch nicht alle gleich sympathisch. Jeder hat seine eigenen Ecken und Kanten.
Mit Gin bin ich nach wie vor nicht richtig warm geworden, wobei mir dann aber ihre Entwicklung ab einem bestimmten Telefonat gefallen hat. Ich kann mich mit ihr vielleicht doch noch anfreunden. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf.
Edward konnte bei mir weitere Sympathiepunkte sammeln, was hauptsächlich an seiner Nüchternheit bzw. dem, was dem eben als nächstem kommt, lag.
Lane kämpft für das Unternehmen und versucht zu retten, was zu retten ist. Allein die Liebe zu Lizzie gibt ihm die Kraft, die er dafür braucht. Lizzie selbst war mir hier etwas zu blass, was jedoch nichts daran geändert hat, dass ich sie immer noch mag. Nur bei einem Unterlassen war ich etwas enttäuscht ihr.
Zwei Charaktere, die ich bereits in „Bourbon Kings“ nicht mochte, hatten hier zum Glück noch weniger Auftritte.

J. R. Ward schreibt mit ihrem ganz eigenen Humor, den ich sehr liebe. Auch wenn die Lage angespannt ist, kam keine bedrückte Stimmung auf.

„Bourbon Sins“ bekommt von mir gute 4,5 Sterne. Spannung, Drama und Geheimnisse sorgen dafür, dass es auf Easterly nicht langweilig wird.