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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2025

Slow Burn vom Feinsten

Prince
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Cameron hat in ihrem Leben viel durchmachen müssen und steht jetzt kurz vor ihrem Comeback als Reiterin in der britischen Nationalmannschaft. Doch das Training findet ausgerechnet in Idaho auf einer Ranch ...

Cameron hat in ihrem Leben viel durchmachen müssen und steht jetzt kurz vor ihrem Comeback als Reiterin in der britischen Nationalmannschaft. Doch das Training findet ausgerechnet in Idaho auf einer Ranch statt, die ihr nicht unbekannt ist.

Auf der anderen Seite haben wir Michael "Prince" Diaz - Ex-Marine und nun Ranchbesitzer mit doch finanziellen Schwierigkeiten.

Beide Figuren lernen wir parallel kennen und begleiten sie auf ihrem Weg, dem ersten Aufeinandertreffen und bei allem was dann noch folgt. Dabei gliedert sich die Geschichte auf mehrere Zeitebenen - Slow Burn vom Feinsten. Dabei weiß man manchmal gar nicht, auf wessen Seite man sich stellen soll, am Ende war ich dann aber irgendwie pro Cameron ^^

Die Autorin hat es geschafft mich von Satz eins an an die Geschichte zu fesseln. Sie hat mich auch in den lesepausen nicht mehr losgelassen und das ist es, was für mich eine gute Geschichte ausmacht. Sie hat mehrere Plottwists, mit denen man mehr oder weniger rechnet und wer die anderen Bücher der Autorin kennt, wird auch auf das ein oder andere bekannte Gesicht stoßen. Es ist jedoch nicht nötig, die anderen Bücher gelesen zu haben, sie haben nichts mit dieser Story zu tun, sie kann also ganz und gar unabhängig von Vorkenntnissen gelesen werden.

Anfangs hätte ich mir allerdings eine kurze Übersicht über die Personen gewünscht, da jeder (wirklich jeder) mindestens einmal mit Vornamen, oder mit Nachnamen oder mit eine Spitznamen angeredet wird, hatte ich ganz am Anfang schon Probleme die vielen Namen den Figuren zuzuordnen. Das ist aber schnell besser geworden.

Schlussendlich kann ich sagen, dass das Buch mich gefangen genommen hat, mir die Spannung eines Reiterwettkampfes nähergebracht hat, die Tränen in die Augen trieb, mich hat Lachen lassen und ich mit allen Figuren mitfiebern konnte - sprich eins meiner Jahreshighlights geworden ist.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Schaurig guter Thriller

Gänsehaut in Hovenäset 1. Flammenrad
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Heidi kommt nach dem Urlaub zurück nach Hause und ihr Zimmer ist eine Baustelle, Geld und Zeit fehlten. Und das sind nicht die einzigen Veränderungen - ihre Mutter ist nach Deutschland gezogen und die ...

Heidi kommt nach dem Urlaub zurück nach Hause und ihr Zimmer ist eine Baustelle, Geld und Zeit fehlten. Und das sind nicht die einzigen Veränderungen - ihre Mutter ist nach Deutschland gezogen und die neue Frau ihres Vaters erwartet ein Kind. Um Geld in die Kasse zu bekommen, vermieten sie das Gästezimmer an den Besitzer des Riesenrades, das auf dem Campingplatz aufgestellt wurde. Doch genau dieses Riesenrad versetzt Heidis Oma in Angst und Schrecken. Und was hat es mit dem Kinderschuh und der Rassel auf sich, die Heidi in ihrem Fußboden findet?

Direkt erst mal das was mich stört. Und das ist das angegebene Lesealter - vielleicht bin ich als Mama da zu überängstlich, aber für 11 Jahre finde ich das an manchen Stellen schon arg harten Tobak, das trieb mir als Erwachsenen die Gänsehaut über die Arme. Also für Kinder schon heftig - ich würde es mal ab 13 empfehlen, außer die Kids sind hart im Nehmen.

Das ist aber auch das einzige Manko, das ich gefunden habe. Ansonsten ist das Buch richtig spannend. Eine interessante Geschichte mit tollem Setting. Heidi und ihre Freunde finde ich sehr sympathisch und auch der Zusammenhalt unter ihnen. Es ist sehr realistisch geschrieben - nicht alle haben immer Zeit, jeder seine kleinen Probleme und doch funktioniert es am Ende alles. Auch die Erwachsenen sind nicht als blöd dargestellt, wie man es manchmal in solchen Büchern hat, sondern alles so, wie es bei den Nachbarn auch sein könnte. Sehr sympathisch und passend zum Buch. Die Spannung kommt wirklich nicht zu kurz, wobei die Lösung vielleicht ein wenig komisch war - ganz genau aufgeklärt wird nicht, aber es passt und da es noch einen zweiten Band gibt, liest man da vielleicht noch etwas darüber.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

So schön

Die kleine Inselbibliothek
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Wer möchte nicht am Meer wohnen - Lucy, die eine Buchhandlung auf einer kleinen Insel bei Florida betreibt, lebt genau diesen Traum und deshalb tut sie alles in ihrer Macht stehende, um die Insel zu zu ...

Wer möchte nicht am Meer wohnen - Lucy, die eine Buchhandlung auf einer kleinen Insel bei Florida betreibt, lebt genau diesen Traum und deshalb tut sie alles in ihrer Macht stehende, um die Insel zu zu erhalten, wie sie ist.

Doch der Hafen soll umgebaut werden und dazu holt die Stadt Logan an Bord, der für die Planung und Koordination mit den Einheimischen zuständig ist. Da ist Konfliktpotential vorprogrammiert. Dazu kommt noch eine Romanze alá "E-Mail für dich" und schon hat man dieses wunderbare Buch in den Händen, das einem wirklich schöne Lesestunden bereitet.
Denn obwohl nichts außergewöhnliches passiert, fiebert man doch mit den Figuren mit und freut sich über ihre Entwicklung. Es liest sich wirklich schön und man fühlt sich ganz oft ans Meer versetzt und wäre gern auch da. Die Lovestory ist natürlich vorhersehbar - keine Frage, und die Anspielung auf den Film nicht ohne Grund, aber die ziehen die Figuren sogar selbst und das finde ich schön, da ein wenig Eigenkritik zu bringen. Tiefgreifende Dialoge hatte ich nicht erwartet und bin voll und ganz mit der Story zufrieden. Sie ist cozy, hat mich trotzdem gefesselt und mir schöne Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Bitte wenden

Prince of Germany
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Das Konzept eines Wendebuches (eine Seite deutsch - umdrehen und dann das Ganze auf englisch lesen) fand ich ziemlich spannend. Das ist auch richtig gut umgesetzt, sogar die Cover sehen etwas unterschiedlich ...

Das Konzept eines Wendebuches (eine Seite deutsch - umdrehen und dann das Ganze auf englisch lesen) fand ich ziemlich spannend. Das ist auch richtig gut umgesetzt, sogar die Cover sehen etwas unterschiedlich aus.



Letztendlich geht es darum, dass ein Amerikaner aus den Südstaaten eine deutsche heiratet und dann der Kulturschock in Deutschland kommt. Der Autor ist bereits mit seinem Bühnenprogramm recht erfolgreich und so ein Kulturvergleichendes Buch klingt spannend. Es liest sich in beiden Sprachen auch sehr angenehm - das Englische versteht man wirklich gut, auch mit keinen Muttersprachlerkenntnissen, was ich toll finde. Es ist leichte Lektüre und das merkt man. Es hat mich durchaus unterhalten und ich konnte an manchen Stellen schmunzeln - schmunzeln, nicht lachen und das hatte ich mir irgendwie gewünscht. Der Humor ist nicht ganz meins, ich hätte mir mehr Vergleiche gewünscht, die nicht so Mainstream (Essen, Sport, Wasser) sind. Die Feinheiten fehlen. Die Anekdoten, die er erzählt sind interessant, durchaus, aber keine catched mich richtig.

Es ist ein schönes Buch für Zwischendurch, aber leider nicht ganz das, was ich erwartet hatte.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Schaurig schöner Folgeband

Die Geisterhelfer – Blut ist dicker als Friedhofsnebel
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Leos Eltern wollen in den Herbstferien allein nach Amerika - zum Glück können Leo und sein Bruder zusammen mit Antonia und einigen Freunden zu Antonias Tante Lila auf ein abgelegenes Gut. Wie man sich ...

Leos Eltern wollen in den Herbstferien allein nach Amerika - zum Glück können Leo und sein Bruder zusammen mit Antonia und einigen Freunden zu Antonias Tante Lila auf ein abgelegenes Gut. Wie man sich schon beim ersten Blick auf das Cover denken kann, bleibt es nicht ruhig und idyllisch, denn Geister schlummern überall und schon sind alle direkt wieder in einem neuen Abenteuer für die Geisterhelfer. Dass nur Leo diese sehen kann, macht das ganze nicht einfacher, aber bescher einige unheimliche und unheimlich lustige Situationen.



Wie bereits bei den anderen Bänden hat das Cover einen Leuchteffekt, was wunderbar zu der Reihe passt - denn die Geister haben immer einen grünlichen Schimmer um sich herum. Neben den Aufgaben, die die Geister parat halten, lüften die Freunde dieses Buch noch einige Geheimnisse - es geht um Freundschaft, Familie und wir fanden es besonders schön, dass dieses Mal auch die Beziehung zwischen Leo und seinem älteren Bruder etwas vertieft wurde und sie sich wohl doch nicht so blöd finden, wie sie immer tun. Genau darin konnte sich mein großer wiederfinden.

Das Buch liest sich locker und witzig, nicht zu gruselig, aber an den entsprechenden Stellen schon mal etwas schauriger - alles im Rahmen. Es ist kein Gruselbuch für Kinder, sondern ein spannendes Abenteuer mit Geistern und Freunden, die wir wieder sehr gerne begleitet haben. Wir mögen die Reihe und würden uns über weitere Bände freuen.

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