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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2025

Spannend bis zum Schluss

Das geheime Zeichen
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Kommissarin Evelyn Holm wird mit einer, seit 30 Jahren einbetonierten, Leiche konfrontiert. Doch das ist nicht das, was sie am meisten mitnimmt, sondern ein Symbol, das man bei der Leiche findet. Denn ...

Kommissarin Evelyn Holm wird mit einer, seit 30 Jahren einbetonierten, Leiche konfrontiert. Doch das ist nicht das, was sie am meisten mitnimmt, sondern ein Symbol, das man bei der Leiche findet. Denn das katapultiert Evelyn weit in die Vergangenheit und zu einem traumatischen Erlebnis ihrer Kindheit. Was auf diesen Fund alles folgt, ist einfach nur spannend.

Parallel begleiten wir die aufstrebende Künstlerin Viola, die durch eine alte Schulfreundin Zugang zu einem sehr elitären Club bekommt, der ihr zu viel Ruhm verhelfen kann. Allerdings ist der Preis dafür höher, als sie sich am Anfang hätte träumen lassen.

Dass es sich letztendlich um verschiedene Zeitebenen handelt, erfährt der Leser erst recht spät; und genau das hat mich fasziniert, so lange glauben zu können, dass es wirklich zeitgleich verläuft.

Beide Frauen sind gut ausgearbeitet und sympathisch. Man leidet als Leser mit ihnen mit und fiebert dem Ausgang entgegen. Der flüssige, sehr bildliche Schreibstil trägt dazu bei, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Ich kannte die anderen beiden Fälle von Evelyn Holm nicht und das ist überhaupt kein Problem. Das Buch ist komplett ohne Vorkenntnisse lesbar, es gibt eine oder zwei Andeutungen an die beiden anderen Bände, doch die spielen für die Handlung keine Rolle. Die Autorin hat es geschafft, dass man sich direkt mitten im Geschehen befindet und hat doch coole Twists eingebaut, die man erahnen kann, aber am Ende steht man doch staunen da. Für mich ein absolutes Highlight.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Was bisher geschah

Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange
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Wir befinden uns im 10. Jahr der Hungerspiele (daher auch das X im Titel). Der 18jährige Coriolanus Snow wird mit anderen seiner Mitschüler zu Mentoren der Tribute für die Hungerspiele gemacht, denn die ...

Wir befinden uns im 10. Jahr der Hungerspiele (daher auch das X im Titel). Der 18jährige Coriolanus Snow wird mit anderen seiner Mitschüler zu Mentoren der Tribute für die Hungerspiele gemacht, denn die Menschen schauen sich die Hungerspiele nicht mehr wirklich gern an und das möchte Dr. Volumina Gaul (Kriegsministerin und oberste Spielemacherin) gern wieder ändern.

Dabei geht es dem jungen Snow in erster Linie um das Stipendium für die Universität, das gewonnen werden kann. Denn auch 10 Jahre nach Kriegsende, geht es nicht jedem im Kapitol wirklich gut - auch wenn sie den Schein wahren können.

Und so starten die Hungerspiele mit der Ernte und Coriolanus wird Mentor von Lucy Gray aus dem 12. Distrikt . Was anfangs aussichtslos erscheint, ändert sich sehr schnell, nicht nur wegen Snows eigenwilligem Handeln.

Gerade die Beziehung der beiden Hauptakteure war für mich anfangs wirklich toll ausgearbeitet und der junge Snow durchaus noch sympathisch, auch wenn man merkt, dass viele seiner Handlungen aus purem Egoismus heraus geschehen. Aber dass er über Leichen geht, das wusste man bereits und hier wird eindrücklich geschildert, wie es dazu gekommen ist. Auch die anderen Figuren (Mitschüler, Friedenswächter, Familie usw.) waren für mich sehr gut ausgearbeitet.

es war interessant zu lesen, wie die Hungerspiele 64 Jahre vor Katniss so waren und interessant zu sehen, wie sie sich entwickelt haben seitdem. Allerdings hatte das Buch nach dem Ende der 10. Spiele für mich wirklich mit Längen zu kämpfen, schlägt aber, wie auch der Rest des Buches, schöne Brücken zur bestehenden Trilogie; und das deutlich besser als der Film.

Am Ende versteht man, warum einige Sachen und Figuren so sind wie sie in der Trilogie sind und es spannend, die Anfänge zu entdecken. Die süße Liebesgeschichte hätte ich Snow neben den ganzen Lügen und Intrigen gar nicht zugetraut - er hatte mal ein Herz.



Es ist nicht das beste Buch aus der Reihe, aber als Prequel durchaus interessant und mit spannenden Szenen durchmischt.

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Zum Träumen schön

BLUEY – Schlaf gut
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Bücher sind toll geeignet für Vorleserituale vor dem Schlafengehen. Das Buch "Schlaf gut" ist hier wirklich perfekt. Heldin ist dieses Mal auch nicht Bluey (auch wenn sie vorkommt) sondern ihre kleine ...

Bücher sind toll geeignet für Vorleserituale vor dem Schlafengehen. Das Buch "Schlaf gut" ist hier wirklich perfekt. Heldin ist dieses Mal auch nicht Bluey (auch wenn sie vorkommt) sondern ihre kleine Schwester Bingo. Wir erleben in dem Buch, das sich wirklich nah an die Folge der Serie hält, Bingos Traum und das was alles rund um sie in der Nacht noch alles passiert. Gerade als Elternteil kennt man viele dieser Situationen: Einer muss aufs Klo, der andere friert, weil die Decke weg ist und dann will der erste schon wieder was zu trinken.
Der Text und auch die Bilder haben Wiedererkennungswert - wer die Serie kennt, kennt auch das Buch. Trotzdem fand es mein kleiner nicht langweilig. Im Gegenteil - er fand es klasse, einer seiner Lieblingsfolgen jetzt auch als Buch zu haben. Die ganzseitigen Illustrationen sind wunderschön.
Die große Besonderheit an diesem Buch gegenüber anderen Bluey-Büchern: die ausklappbaren Seiten. Hier kann man der Geschichte und damit auch Bingos Traum viel besser folgen und sie machen das Buch damit zu etwas Besonderem; wir möchten es nicht mehr im Regal missen.
Es ist ein wirklich schönes und ruhiges Buch zum Vorlesen und träumen.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Einmal Hölle und zurück

Anima Daemonis
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Jeder hat sicherlich eine Vorstellung, wie es in der Hölle aussieht.
Die Autorinzeigt uns in ihrem Buch eine sehr beeindruckende.
Änlin - die Hauptfigur - muss ihren Weg durch die Hölle finden, um den ...

Jeder hat sicherlich eine Vorstellung, wie es in der Hölle aussieht.
Die Autorinzeigt uns in ihrem Buch eine sehr beeindruckende.
Änlin - die Hauptfigur - muss ihren Weg durch die Hölle finden, um den Dämon zu finden, dem sie ihr Leben verdankt.
Wie man sich denken kann, ist das kein einfacher Weg. Doch zum Glück ist Änlin nicht allein um sich den Gefahren und Prüfungen zu stellen.
Die Darstellung der einzelnen Gebiete, durch die Änlin reist, sind wirklich grandios und sehr bildlich. Man kann es sich lebhaft vorstellen und möchte nicht mit Änlin tauschen. Neben ihrer Sicht, erfahren wir auch etwas über die Vergangenheit, wie sie und ihr Dämon zusammen gekommen sind. Außerdem bekommen wir Einblicke in das Dämonenleben.
Wirklich gelungen fand ich auch das Ende. So anders als ich erwartet hatte. Ein klasse Twist, der die Story noch mal in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt.
Richtig gut fand ich im Übrigen, dass es so ganz ohne Romance auskommt (man kann sie sich reininterpretieren, aber mehr auch nicht) und das ist für mich so erfrischend.
Ich kann es gern empfehlen und gebe 5 ⭐️

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Du bist toll

Selma, du machst das falsch!
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Alle Spinnen spinnen ihre Netze nach Schema-F um fliegen zu fangen. Nur Selma, die nicht. Und genau da setzt das Kinderbuch an, denn Selma macht eben nicht alles so, wie die anderen Spinnen und bekommt ...

Alle Spinnen spinnen ihre Netze nach Schema-F um fliegen zu fangen. Nur Selma, die nicht. Und genau da setzt das Kinderbuch an, denn Selma macht eben nicht alles so, wie die anderen Spinnen und bekommt daher häufig zu hören, dass sie es falsch macht. Dabei sehen Selmas Netze wirklich toll aus. Auf dem Cover kann man sie sogar fühlen und das war schon ein kleines Highlight in der Gestaltung.

Die Illustrationen sind auch sonst wunderschön und altersgerecht angelegt. Die Spinnen sind niedlich und unterscheiden sich voneinander, auch wenn sie nicht sehr detailliert gezeichnet sind. Trotzdem vermitteln sie alles, was man braucht um in die Geschichte einzutauchen. Die Texte lesen sich wirklich schön vor, an manchen Stellen hatte ich aber das Gefühl, dass es nicht nur für 4jährige geschrieben wurde - von der Wortwahl her. Ansonsten ist er sehr einfühlsam und doch an den richtigen Stellen spannend.

Die Botschaft hinter der Geschichte: Es ist gut, auch mal Sachen anders zu machen und nicht mit der Masse mitzuschwimmen - kommt gut rüber und sehr fantasievoll. Wobei ich als Elternteil bisher nicht mitbekommen habe, dass "Anderssein" so engstirnig betrachtet wurde, wie bei diesen Spinnen, aber Überspitzung ist in dem Fall in Ordnung, denn die Kids können mit der Spinne mitleiden.

Ein wirklich schönes Vorlesebuch, das jetzt einen festen Platz in unserem Regal hat.

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