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Veröffentlicht am 04.11.2023

Meine Erwartung wurde nicht erfüllt

Die Postbotin
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Das Buch sticht zunächst durch ein wunderschönes Cover hervor und ist innen mit einem Stadtplan von Berlin ausgestattet, auf dem einige Orte der Handlung markiert sind.

Laut Beschreibung habe ich einen ...

Das Buch sticht zunächst durch ein wunderschönes Cover hervor und ist innen mit einem Stadtplan von Berlin ausgestattet, auf dem einige Orte der Handlung markiert sind.

Laut Beschreibung habe ich einen Roman erwartet, der sich mit der Situation der Frauen beschäftigt, die nach Kriegsende ihre Arbeit bei der Post aufgeben sollen, um sie für die Kriegsheimkehrer freizumachen. Regine ist eine von ihnen und wendet sich an den charismatischen Gewerkschafter Kurt, um die Frauen zum Streik zu mobilisieren. Ich habe eine Geschichte erwartet, die sich mit Frauen, der damaligen Arbeitssituation und dem Streik befasst, wobei Regine die Hauptfigur ist. Die Thematik hat mich sehr interessiert, doch leider wurde sie mir im Roman zu wenig behandelt bzw.ging in der Vielzahl der kleinen Geschichten/Erzählstränge unter. Neben Regine gibt es noch einige weitere Protagonisten von denen erzählt wird. Diese sind durchaus interessant und geben einen guten Einblick in das das Leben der Menschen. Jedoch erfahre ich von ihnen auch immer nur Bruchteile und nie wie es weitergeht. Das ist in meinen Augen auch der Schwachpunkt des Romans, denn nichts wird zu Ende erzählt und ich habe bis zur Mitte des Romans auch Schwierigkeiten die vielen Personen für mich zu sortieren. Regine als Postbotin empfinde ich nicht als Hauptfigur und die Geschichte des Streiks bleibt wie so vieles andere offen. Sehr schade, denn ich wäre sehr gerne tiefer ins Geschehen eingetaucht und am des Romans ploppen bei mir ganz viele????? auf. Wie geht es weiter? Leider nur zwei Sterne

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Veröffentlicht am 03.11.2023

Wundervoll erzählte Geschichte mit ironischen Untertönen

So schmeckt das Glück
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Nach acht Jahren im Koma wacht die Sterneköchin Lizzy wieder auf. Wie sie körperlich wieder fit wird und außerdem sich mit den Entwicklungen der vergangenen acht Jahre vertraut machen muss, davon erzählt ...

Nach acht Jahren im Koma wacht die Sterneköchin Lizzy wieder auf. Wie sie körperlich wieder fit wird und außerdem sich mit den Entwicklungen der vergangenen acht Jahre vertraut machen muss, davon erzählt dieser Roman auf höchst amüsante Weise. Durchaus schwierige Themen bekamen dadurch eine Leichtigkeit. Lizzy wacht auf und weder ihr Privat- noch ihr Berufsleben existieren noch in der Art, wie sie es zurückgelassen hat. Ich ahne dies schon vor Lizzy und bin aber dann doch überrascht, was so nach und nach alles zum Vorschein kommt. Ich mochte den Optimismus und die Willenskraft von Lizzy. Zum Schmunzeln sind auch ihre Beschreibungen der Menschen bzw. der anderen Protagonisten mit denen sie es zu tun hat. Egal, ob es sich um die extrem anstrengende Oberschwester, die Mutter Irmgard oder andere handelt, es entsteht bei mir sofort ein Kopfkino, denn ich für jeden fällt mir selber eine Person aus meinem Umfeld ein.

Die Autorin hat mit diesem Roman Appetit aufs Leben, die Liebe und auf kulinarische Köstlichkeiten gemacht. Fünf Sterne für dieses wunderbare Buch!

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Veröffentlicht am 03.11.2023

Hat micht enttäuscht

Perchtoldsdorfer Todesrausch
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Nachdem mir der "Perchtoldsdorfer Punsch" sehr gefallen hat, habe ich mich auf den "Todesrausch" sehr gefreut, aber leider hat mich dieser Krimi eher enttäuscht. Zu Beginn fand ich ihn noch unterhaltsam ...

Nachdem mir der "Perchtoldsdorfer Punsch" sehr gefallen hat, habe ich mich auf den "Todesrausch" sehr gefreut, aber leider hat mich dieser Krimi eher enttäuscht. Zu Beginn fand ich ihn noch unterhaltsam und spannend, aber danach fand ich einiges sehr abstrus und überzogen dargestellt.Die ProtagonistInnen wurden mir eher unsympathisch und verloren die Sympathiepunkte, die sie bei mir zuvor gesammelt hatten. Wichtig zu wissen ist noch, dass es sich um die Vorgeschichte zur Reihe handelt, aber es als Einstiegsgeschichte sich nicht so besonders eignet. Insgesamt drei Sterne

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Veröffentlicht am 02.11.2023

Sehr langgezogene Geschichte

Vom Mond aus betrachtet, spielt das alles keine Rolle
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In diesem Roman wird wechselweise aus zwei Perspektiven die Geschichte einer Familie erzählt. Die Familie besteht aus Marianne, der Mutter, die drei erwachsene Kinder hat und ein jüngeres Kind, von drei ...

In diesem Roman wird wechselweise aus zwei Perspektiven die Geschichte einer Familie erzählt. Die Familie besteht aus Marianne, der Mutter, die drei erwachsene Kinder hat und ein jüngeres Kind, von drei Männern. Das dritte Kind Sally versucht sei Jahren es allen reicht zu machen und keine Konflikte zu haben, was in dieser Familie gar nicht so einfach ist. Zur Zeit, als der Roman spielt, ist Corona und alle sind zu Hause bzw. nach Hause zurückgezogen, weil die Beziehungen nicht funktioniert haben. Sally ist die eine Ich-Erzählerin des Romans und schildert ihren Alltag und der Familie, die andere Ich-Erzählerin ist Leni, die als Volontärin in dem gleichen Verlag wie Marianne arbeitet und von dieser kurzfristig eine Unterkunft angeboten bekommt.
Ich lese nun quasi fast Tagebuchartig wie gebadet, gegessen, gestritten und vor allen Dingen auch geraucht wird, denn alle außer Henry, der jüngste in der Familie, tun dies. Vielleicht habe ich deswegen die ganze Zeit beim Lesen das Gefühl, das ich lüften möchte, denn dieses Rauchen, insbesondere das von Marianne, wird eindringlich beschrieben. Die Autorin hat einen derart guten Schreibstil, dass ich mir alles sehr gut vorstellen kann und beschreibt vieles so detailliert, dass ich sehr nah dabei bin. Mir manchmal zu nah. Marianne ist mir so unsympathisch, da sie immer knallhart sagt, wie sie etwas sieht oder was sie denkt und dabei sehr rücksichtslos auf mich wirkt. Einkaufen mag sie nicht und Kochen ist auch nicht ihre Sache. Sie ist äußerst fleißig, was ihren Job betrifft, aber ansonsten habe ich eher das Gefühl, dass ihre Familie ihr zu viel ist. Die älteren Kinder - junge Erwachsene - befinden sich alle noch in einer Findungsphase und möchten ausziehen. Mit wem ? Wohin? Was sind ihre Pläne? Genau in dieses Szenario kommt Leni und erzählt uns den Leserinnen, wie es ihr geht und beschreibt, was sie in der Familie erlebt.
Innerhalb weniger Wochen ändert sich ganz viel im Leben der einzelnen Familienmitglieder, wobei Sally und Leni im Mittelpunkt der Story stehen.
Ich mag den Schreibstil der Autorin, aber diese Geschichte hat sich aufgrund der Akribie von kleinsten Kleinigkeiten sehr gezogen. Ich selber mochte Marianne bis zum Schluss nicht. Auch mit den Kindern konnte ich nicht viel anfangen. Leider wird mir als erstes nur der Gestank von Qualm in Erinnerung sprich in der Nase bleiben und durch das Ende war dann "zu weichgespült", so dass ich für diese Story nur 2,5 Sterne vergeben möchte.

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Veröffentlicht am 01.11.2023

Eine Hommage an die Kraft der Musik, des Tanzes, Liebe und Freundschaft

Im Ballhaus brennt noch Licht
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Die Geschichte, die die Autorin Stephanie Jana erzählt, spielt im Zeitraum 1913-1957 in Berlin rund um das Ballhaus. Die Hauptfigur ist die zu Beginn zwölfjährige Anna "Lulu" Schneider, die, um den dauernden ...

Die Geschichte, die die Autorin Stephanie Jana erzählt, spielt im Zeitraum 1913-1957 in Berlin rund um das Ballhaus. Die Hauptfigur ist die zu Beginn zwölfjährige Anna "Lulu" Schneider, die, um den dauernden Streitereien ihrer Eltern zu entkommen, das Ballhaus als Ort für sich entdeckt. Lulu genießt zunächst aus einen Versteck heraus diese andere Welt der Musik, des Tanzes und die gelöste Atmosphäre. Erst übt sie für sich das Tanzen, bis sie über Umwege die Bühne erobert. Parallel dazu, wird die gesellschaftliche, wirtschaftliche und insbesondere die politische Entscheidung erzählt, was im Hinblick darauf, dass die Familie Sternberg, der das Ballhaus gehört, Juden sind, besondere Brisanz birgt.

Der Schreibstil machte es mir leicht in die Welt von Lulu einzutauchen, egal, ob es um ihre Familie, Freunde und insbesondere die eigene Welt des Ballhauses ging. Bei letzterem fühlte ich die Leichtigkeit des Seins, die Partystimmung und gleichzeitig wurde ich immer wieder in die Realität geholt, wenn es um Krieg, Politik, Hunger, ....ging. Ich konnte sehr gut die Entwicklungen mitverfolgen. Leider ging es mir persönlich manchmal zu schnell, so dass mir im.letzten Teil des Romans einiges unerzählt blieb. Insgesamt hat dies jedoch meiner Begeisterung für dieses Buch keinen Abbruch getan und ich bin fasziniert davon, dass in Berlin es heute noch "Clärchens Ballhaus" gibt, was als Vorbild diente. Klare Leseempfehlung!

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