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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2023

Neuanfang an der Ostsee

Leuchtturmsommer
1

Nachdem die Ehe mit ihrem Mann Thomas gescheitert ist und Eva außerdem das Familienhotel verkaufen musste, wagt sie gemeinsam mit ihrer Tochter Nele einen Neuanfang in Liebnitz an der Ostsee, wo sie ein ...

Nachdem die Ehe mit ihrem Mann Thomas gescheitert ist und Eva außerdem das Familienhotel verkaufen musste, wagt sie gemeinsam mit ihrer Tochter Nele einen Neuanfang in Liebnitz an der Ostsee, wo sie ein Café pachtet. Der Neustart ist sehr holprig, da Renovierungsbedarf im Café besteht, ihreTochter leidet und herumzickt sowie der Bürgermeister Druck macht. Außerdem scheint es mit der Auslastung des Cafés durch Hochzeitsgesellschaften und schwarzen Zahlen schwerer zu sein als gedacht. Dazu kommt noch der Standesbeamte Jacob, der nicht mehr an die große Liebe glaubt .....
Der Schreibstil der Autorin ist leicht, locker und unterhaltsam. Sie beschreibt die Szenen gut, so dass mein Kopfkino funktioniert. Ich habe die Bücher der Rügenreihe der Autorin alle gelesen bzw. mir angehört und war begeistert. In diesem Roman konnte mich Eva mit ihrem Verhalten/Handeln jedoch an mehreren Stellen nicht so überzeugen. Außerdem wurden Personen kurz erwähnt und verschwanden dann in die Bedeutungslosigkeit, was ich schade fand. Für mich war das bisher leider der schwächste Roman der Autorin. Drei Sterne!

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 03.04.2023

Absoluter Pageturner

Going Zero
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Für ein Projekt bzw. dem Betatest von Fusion - einer Kooperation zwischen den US-Geheimdiensten und dem Social-Media-Moguls Cy Baxter werden 3 Millionen Dollar ausgeschrieben, die die Person bekommen soll, ...

Für ein Projekt bzw. dem Betatest von Fusion - einer Kooperation zwischen den US-Geheimdiensten und dem Social-Media-Moguls Cy Baxter werden 3 Millionen Dollar ausgeschrieben, die die Person bekommen soll, der es gelingt 30 Tage unauffindbar zu bleiben. Am Tag X, den die zehen ausgewählten Teilnehmer mitgeteilt bekommen, erhalten sie zwei Stunden Zeit unerkannt zu verschwinden.
Das Cover hat mich sofort angesprochen und ich habe es ganz schnell mit dem Fingerprint in Verbindung gebracht und so startete ich auch in das Buch, doch mir war nicht im Geringsten klar, in welchem Umfang wir Spuren hinterlassen oder welche Muster es aus der Gesichtserkennung, des Fingerprints,etc. noch an an uns, zu erkennen gibt. Was mir klar war, dass es ganz schlecht ist mit Karte zu bezahlen, mein Handy quasi ein Tracker ist ebenso wie ein Auto....... aber war mir klar, dass auch mein Gang analysiert werden kann oder das auch Dinge, die ich vor langer Zeit gekauft oder nicht gekauft habe, Hinweise geben? Mit seinem Buch zeigt der Autor auf, was uns alles zum "gläsernen" Menschen macht bzw. welche Methoden es gibt Menschen aufzuspüren.... okay.... die Drohnen waren heftig.... aber ganz einfache Mechanismen wie Stromverbrauch u.v. m. sowie das soziale Umfeld oder Gewohnheiten können auch anderen Personen einen Hinweis auf uns bzw. wo wir sind, geben. In diesem Roman werden alle möglichen Ressourcen genutzt und das ganze Leben/ die Geschichte der Versuchspersonen durchleuchtet. Es war spannend und beängstigend zugleich, denn in mir kam immer wieder die Frage auf, in wie weit wir in Deutschland noch davon entfernt sind. Datenspeicherung... nur ein Stichwort!
Der Autor steigert das Szenario insofern, als dass die junge Bibliothekarin Kaitlyn für das Projekt ausgewählt wird und sich alles inklusive Suche nach ihr ganz anders entwickeln wird, als die Initiatioren erwarten. Dieser Probandin geht es nicht ums Geld und die Motive der anderen Mitwirkenden bzw. Mitarbeitenden inklusive Cy Baxter werden nach und nach sichtbar.
Es war ein atemberaubender Thriller inklusive einem indirekten Plädoyer für Zivilcourage. Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 02.04.2023

Wendungsreicher Thriller, der in Vergangenheit und Gegenwart spielt

Das Wiegenlied: Thriller
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In der Gegenwart wird ein Ehepaar brutal getötet und zurückbleiben Spuren, die Rätsel aufgeben (u.a. die Aufnahme eines Kinderliedes). In der Vergangenheit in Zons 1504 kommt es ebenfalls zu einem brutalen ...

In der Gegenwart wird ein Ehepaar brutal getötet und zurückbleiben Spuren, die Rätsel aufgeben (u.a. die Aufnahme eines Kinderliedes). In der Vergangenheit in Zons 1504 kommt es ebenfalls zu einem brutalen Mord, der an einer Nonne ausgeführt wird. In beiden Zeiten werden Ermittlungen aufgenommen und die Morde scheinen miteinander in Verbindung zu stehen.

Die Autorin schafft es, dass ich unmittelbar in beide Erzählstränge eintauchen kann und erzählt in kurzen, knappen Kapiteln in den Zeiten wechselnd eine spannende Geschichte. Ich mag es, wie sie Gegenwart und Vergangenheit miteinander verknüpft und ich folge den unterschiedlichen Spuren. Der Thriller hat mich kurzweilig unterhalten, dazu legt er er ein rasches Tempo von und überrascht mich am Ende mit einer schlüssigen Lösung. Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 27.03.2023

Spannender, kurzweiliger Krimi

Liestal in Flammen
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Als die Chefin eines kleinen Kosmetikunternehmens ermordet in ihrem Haus aufgefunden wird und es dann zu Brandanschlägen im Umfeld der Toten kommt, ist Samantha,die für das Unternehmen arbeitet, auf einmal ...

Als die Chefin eines kleinen Kosmetikunternehmens ermordet in ihrem Haus aufgefunden wird und es dann zu Brandanschlägen im Umfeld der Toten kommt, ist Samantha,die für das Unternehmen arbeitet, auf einmal mittendrin in einem Kriminalfall.

Die Autorin erzählt diese Story sehr spannend und gibt mir immer wieder Rätsel bezüglich Hintergründe und Täter auf, so dass die Lesezeit nur so verflog. Mit der Auflösung des Falls am Ende, obwohl sie in sich schlüssig war, hätte ich so nicht gerechnet. Chapeau! Ein kleines Manko für mich als Neueinsteiger in die Reihe war, dass mir die Personen teilweise ein wenig fremd blieben,und es Hinweise auf Ereignisse in der Vergangenheit gab, die angesprochen wurden, aber diese mir nicht ganz klar geworden sind..

'Insgesamt ein sehr spannender und kurzweiliger Krimi, der mir tolle Lesestunden beschert hat. Vier Sterne!

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Veröffentlicht am 26.03.2023

Sehr berührende Geschichte

Ginsterhöhe
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"Ginsterhöhe" erzählt die Geschichte des Ortes Wollseifen in der Nähe der Ordensburg Vogelsang, wobei es die Orte gab bzw. gibt. Die Autorin hat in ihrem Roman die Historie und die Fiktion miteinander ...

"Ginsterhöhe" erzählt die Geschichte des Ortes Wollseifen in der Nähe der Ordensburg Vogelsang, wobei es die Orte gab bzw. gibt. Die Autorin hat in ihrem Roman die Historie und die Fiktion miteinander geschickt verknüpft. Der Roman beginnt mit Alberts Rückkehr 1919 in sein Heimatdorf und endet 1949. Albert war vor dem ersten Weltkrieg ein gutaussehender Bauer, dessen Landwirtschaft die Familie gut versorgte. Jetzt hat er nicht nur den Tod seines besten Freundes aus nächster Nähe erlebt, wobei er sich selber eine schwerste Gesichtsverletzung zugezogen hat, sondern muss auch mit den Reaktionen der Familie und Mitmenschen umgehen und auch finanziell steht der Hof nicht gut da.
Die Protagonisten im Roman konnte ich mir alle sehr gut vorstellen und auch das Leben im Dorf hatte ich gut vor Augen bzw.spürte ich die Atmosphäre. Die Autorin lässt mich an den Entwicklungen der "Menschen" und der Zeitgeschichte teilhaben, ganz egal, ob sie über sie erzählt oder einen intensiven Einblick durch die Tagebucheinträge des Lehrers gibt.
Nachnamen von Menschen sind häufig auf Berufe oder Orte der Vorfahren zurückzuführen und tatsächlich habe ich auch Wollseifen schon einmal gehört.
Mich hat der Roman sehr bewegt und nachdenklich gemacht. Fünf Sterne!

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