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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2022

Nach über 5 Jahrzehnten erfahren zwei Frauen, dass sie Halbschwestern sind und lüften Geheimnisse

Gelateria Paradiso
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In diesesem Buch erzählt die Autorin Stefanie Gerstenberger aus dem Leben von zwei Frauen Francesca und Susanne, beide jetzt Anfang fünfzig, die bei der Auflösung der Eisdiele von Francescas Eltern aufeinandertreffen. ...

In diesesem Buch erzählt die Autorin Stefanie Gerstenberger aus dem Leben von zwei Frauen Francesca und Susanne, beide jetzt Anfang fünfzig, die bei der Auflösung der Eisdiele von Francescas Eltern aufeinandertreffen. Durch ein Foto, was Lennart, der Sohn von Susannes Freundin und Vermieterin, entdeckt, wird klar, dass sie einen gemeinsamen Vater haben. Susanne wusste immer schon, das sie adoptiert worden war, aber nicht wer ihre wirklichen Eltern waren. Francesca dachte bis zu der Minute, das sie selber Einzelkind wäre. Jetzt stellt sich das ganze Leben der Frauen auf den Kopf, denn beide Frauen haben die Vergangenheit - sprich den Kontakt zu ihren Familien seit vielen Jahren abgebrochen. Nun stellen sie sich ihrer Vergangenheit...
Dieser Roman erzählt vom Finden der eigenen Herkunft/Identität und Vergangenheit des gemeinsamen Vaters. Was ist damals passiert?
Eine weitere Hauptperson der Geschichte - ohne ihn hätte die Geschichte quasi kein Herz gehabt - ist Lennart. Lennart ist Mitte dreißig, gutaussehend, auf dem geistigen Stand eines Vierjahrigen, aber ein ehrlicher, offener und liebenswerter Mensch. Seine Betrachtungen und Kommentare heitern diese Geschichte auf.
Wer gedacht hat, hier eine Geschichte voller Leichtigkeit des Seins, italienisches Flair, Sonne und dem Geschmack von Eis zu lesen, was das Cover vielleicht suggeriert, der liegt hier völlig falsch. Es ist eine "Reise" in die Vergangenheit, jahrzehntelange Geheimnisse werden gelüftet, die Gefühle von Liebe, Neid, Trauer,.... hervorrufen. Aber auch Geheimnisse, die Francesca selber vor ihrer Familie hat, kommen auf den Tisch und dies ist nicht leicht für alle Beteiligten. Der Autorin ist es jedoch gelungen ihrer Geschichte, der eine Art Schwermut anlastete, die durch Lennart abgefedert wurde, Lebenfreude und Optimismus durch das Ende angedeihen zu lassen. Besonders gut gefallen hat mir außerdem die Art und Weise, wie Stefanie Gerstenberger sprachlich etwas darstellt. "Man adoptiert jemanden, weil man ganz viel Liebe übrig hat, die man verschenken will" , was nur ein Beispiel von vielen ist. Mir schossen beim Lesen zwischenzeitlich die Tränen in die Augen, dann wiederherum musste ich lächeln.
Mir hat diese Geschichte ausgesprochen gut gefallen und deswegen fünf Sterne von mir!

Veröffentlicht am 07.01.2022

Mut und Glauben

Das Herz voller Träume
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Lindsay Harrel erzählt in ihrem Roman „Das Herz voller Träume“ die Geschichte von Megan, Crystal und Amanda. Megan hatte ein krankes Herz, ihre Zwillingsschwester Crystal war gesund und in Megans Familie ...

Lindsay Harrel erzählt in ihrem Roman „Das Herz voller Träume“ die Geschichte von Megan, Crystal und Amanda. Megan hatte ein krankes Herz, ihre Zwillingsschwester Crystal war gesund und in Megans Familie ging es immer um sie, um die man sich sorgte und die man beschützte. Megan hatte das Glück ein neues Herz transplantiert zu bekommen und nun hat sie die Eltern von Amanda kennengelernt, deren Herz sie nun in sich trägt. Amanda hatte eine Wunschliste in ihrem Tagebuch angelegt, deren Wünsche beschließt Megan möchte sie nun erfüllen. Dazu geht Megan auf Reisen und ihre Schwester begleitet sie.


Crystals Leben was Megan als so perfekt ansieht, ist alles andere als das, denn sie steht beruflich und privat unter großem Druck. Während Megan jetzt sehr mutig wird, um die Wünsche von Amanda umzusetzen, setzt das Crystal sehr zu. Gesundheitlich angeschlagen geht es mit ihr bergab, während bei Megan sich neue berufliche und private Perspektiven eröffnen. Vieles wird in Frage gestellt, doch mit ihrem Glauben, und dem Mut, den beide Frauen daraus schöpfen, bekommen sie eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben und sind bereit dafür. Ich fand es sehr spannend mit den beiden Frauen auf diese Reise zu gehen.


Veröffentlicht am 07.01.2022

Eine bewegende und spannende Geschichte

Und im Gepäck das Leben
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„Und im Gepäck das Leben“ von Elisabeth Musser erzählt die Geschichte von Menschen, die beim Pilgern auf dem Jakobsweg über ihr Leben und die Liebe nachdenken. Aus ganz unterschiedlichen Gründen begeben ...

„Und im Gepäck das Leben“ von Elisabeth Musser erzählt die Geschichte von Menschen, die beim Pilgern auf dem Jakobsweg über ihr Leben und die Liebe nachdenken. Aus ganz unterschiedlichen Gründen begeben sich Abbie , Bobby, Caroline und Rasa auf diesen Weg und sie treffen auf diesem Weg viele Menschen, denn alleine ist man dort fast nie. Während sie Grenzerfahrungen machen,und über ihr Leben u.a. über Kontrollzwang, Sucht, Verlassensein, Fluchttraumata, Trauer, Ängste nachdenken, wobei ihr Glaube zu Gott eine große Rolle spielt, erfahre ich viel über das allgemeine Lebensgefühl, was die Menschen erleben. Die Autorin lässt die Protagonisten wechselweise aus ihrer Sicht erzählen und so bekomme ich ein sehr umfassendes Bild über sie, was ich äußerst faszinierend finde. Zudem geht es auch um Kunst sowie die Situation von Flüchtlingen, die die Autorin ihre Geschichte einflechtet. Überrascht hat mich jedoch, dass der Roman an einigen Stellen fast thrillerartige Züge aufweist, denn die Geschichte um die verschwundene Freundin von Caroline und das Verbrechen, was vor sieben Jahren geschah, hatte es in sich.

Zu Beginn hat die Geschichte mich ein wenig gelangweilt bzw. konnte sie mich nicht abholen, doch dann nahm sie mich völlig für sich ein.

Vier Sterne für diesen bewegenden Roman

Veröffentlicht am 07.01.2022

Trotz teilweise sehr intensiver Schilderungen, fehlte mir der Zugang zur Story

Weil Träume unendlich sind
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Ruth möchte Physik studieren, doch diese Möglichkeit wird ihr genommen, das ihre Schwester Marlies gegen das Regime der DDR aufbegehrt. Ruth versucht alles, um ihren Traum dennoch wahr werden zu lassen, ...

Ruth möchte Physik studieren, doch diese Möglichkeit wird ihr genommen, das ihre Schwester Marlies gegen das Regime der DDR aufbegehrt. Ruth versucht alles, um ihren Traum dennoch wahr werden zu lassen, doch sie wird beobachtet und so wird sie vom Vater gezwungen eine Tätigkeit in der Forstwirtschaft auf Usedom anzunehmen, wo sie unter katastrophalen Bedingungen "haust". 60 Jahre später möchte ihre Schwester Marlies sie wiederfinden und deren Enkelin Lena begibt sich auf die Suche. Der Roman erzählt aus den 60ziger Jahren und aus der Gegenwart.

Normalerweise mag ich solche Familiengeschichten sehr, doch dieses Mal hatte ich damit so meine Schwierigkeiten, was vielleicht daran liegen mag, das ich den ersten Teil nicht kenne. Gefallen hat mir der intensive Schreibstil als die die Autorin die Bedingungen von Ruths Leben auf Usedom schildert und hier begann ich zu frösteln aufgrund der elenden Bedingungen unter den Ruth dort lebte. Ruth hat kaum soziale Kontakte und auch wenn ich mit ihr leide, so gibt sie andererseits wenig von ihrem Innersten preis und sie wirkt auf mich unnahbar. Auch zu den anderen Figuren fehlt mir eine "Verbindung" oder ein "Zugang". Von mir leider nur zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 07.01.2022

Der erste Teil, der mich mit vielen offenen Fragen zurücklässt.

Der Friesenhof
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Onno de Fries, Bauer des Friesenhofes, stirbt unerwartet und hinterlässt eine Ehefrau sowie drei Töchter. Die jüngeren Töchter Gesa und Hanna leben noch auf dem Hof, während die ältere Tochter Helga verheiratet ...

Onno de Fries, Bauer des Friesenhofes, stirbt unerwartet und hinterlässt eine Ehefrau sowie drei Töchter. Die jüngeren Töchter Gesa und Hanna leben noch auf dem Hof, während die ältere Tochter Helga verheiratet ist und mit Ehemann sowie zwei Kindern auf dem Hof der Schwiegereltern weiter weg wohnt. Der Schwiegersohn Günther war dem Vater ein Dorn im Auge, weil er vor Jahren gerne schon den Hof übernommen hätte, wodurch es zum Bruch zwischen ihnen gekommen ist. Nun kommt es zum Streit ums Erbe. Während Hanna versucht mit den Knechten und Flüchtlingsfrauen den Hof zu bewirtschaften, versucht Gesa auswärts zusätzlich Geld zu verdienen.
Die Autorin hat einen schönen Schreibstil, der mich in die Geschichte und die Atmosphäre der damaligen Zeit eintauchen ließ. Neugierig verfolgte ich das Geschehen und für mich die heimliche Hauptfigur der Story ist die unverheiratete Tante genannt Tanti, die seit zwanzig Jahren auf dem Hof lebt und einen klaren, scharfen Blick auf ihre Umgebung hat und kluge Ratgeberin für ihre Schwägerin und ihre Nichten ist. Neben den Erbstreitigkeiten, Geheimnissen aus der Vergangenheit, dem Alltagsgeschehen, spielt auch die Liebe eine große Rolle.
Leider fand ich einige Themen sehr kurz abgehandelt, sowie die Protagonisten in meinen Augen einige Male eher für mich nicht nachvollziehbar gehandelt haben. Die Story endet so offen, so dass ich im zweiten Band hoffentlich Antwort auf meine vielen Fragen finden werde. Ich ziehe deswegen zwei Sterne ab.

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