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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2022

Toller Roman über die erste Liebe und deren Verwicklungen

Jungs sind Idioten. Mädchen auch.
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Lara hat sich in Finn verliebt, als sie vom Lehrer beauftragt wird, eine Karte aus zu holen, während er gerade von seiner Lehrerin vor die Tür gesetzt wurde. Finn geht es ähnlich, doch wie verhält man ...

Lara hat sich in Finn verliebt, als sie vom Lehrer beauftragt wird, eine Karte aus zu holen, während er gerade von seiner Lehrerin vor die Tür gesetzt wurde. Finn geht es ähnlich, doch wie verhält man sich richtig? Woher weiss man, dass der andere einen auch mag?

Der Roman erzählt abwechselnd aus der Perspektive von Lara und Finn ihre Gedanken, Gefühle und Erlebnisse. Manchmal sind die Beschreibungen ausführlicher - mehrere Zeilen - , ein anderes Mal bestehen sie nur aus einem Satz oder Fragment . Die Schreibweise hat was Tagebuchähnliches, nur dass sich hier die Einträge von zwei Personen geschrieben werden. Zu Beginn eines Tages wird der Tag sowie Datum genannt und sowie den Beitragen der Name des Verfassers vorangestellt wird, nebst Zeitangabe.

Dies fand ich zu Beginn ein wenig anstrengend, aber dann machte genau dies den besonderen Reiz der Geschichte aus, denn so wurde mir teilweise im Minutentakt klar, was Lara bzw. Finn gerade taten oder dachten. Egal, ob sie sich gerade über ihr Aussehen Gedanken machten und gleichzeitig jede nur so kleinste Regung etc. des anderen analysierten.

Daneben hatten Lara und Finn auch genug mit ihrer Umwelt zu tun, sprich den Eltern und den Freunden, die sich fast alle auch auf irgendeine Art und Weise zu der Situation äußerten. Mütter, die an ihr erstes eigenes Date denken, einen Vater, der Finn nach allen Regeln der Kunst "verhört", Gespräche über Verhütung, Ratschläge von Freundinnen etc. Daneben ist da die eigene Unsicherheit von Finn und Lara, wie sie sich dem anderen gegenüber verhalten und auch das ihre Gefühle "Achterbahn" fahren.

Die Protagonisten Lara und Finn stehen stellvertretend für viele Jungendliche und auch die Erwachsenen können sich hier im Roman wiedererkennen oder sich an ihre eigene Jugend zurückerinnern.

Ich kann das Buch absolut empfehlen für Jugendliche beiderlei Geschlechts im Alter von ca. 12-15 Jahren!

Veröffentlicht am 07.01.2022

Was ist damals passiert?

Die Frau, die verschwand
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Die Journalistin Kajsa wird von einen Mann aufgesucht, der sie bittet einen lange zurückliegenden Fall einer verschwundenen Frau zu untersuchen, über den sie damals berichtet hat. Kurze Zeit später Zeit ...

Die Journalistin Kajsa wird von einen Mann aufgesucht, der sie bittet einen lange zurückliegenden Fall einer verschwundenen Frau zu untersuchen, über den sie damals berichtet hat. Kurze Zeit später Zeit später wird dieser Mann tot auf dem Meer geborgen. Kajsa wird nun sehr neugierig und beginnt zu recherchieren.
Für mich war es der erste Fall von Kajsa und ich brauchte auch keine Vorkenntnisse, weil die Autorin benötige Vorinformationen in die Geschichte einfließen lässt.Die Geschichte selbst besteht aus zwei Zeitsträngen Gegenwart und Vergangenheit, wobei die Verknüpfung der beiden in meinen Augen sehr gut gelungen ist. Ich selber hatte jedoch große Schwierigkeiten mit der Protagonistin warm zu werden, denn sie wirkte mir stets zu kühl und beherrscht, was gar nicht zu ihrer persönlichen Situation passte. Die Geschichte war für mich mäßig spannend, denn vieles habe ich vorher schon geahnt. Deswegen vergebe ich auch nur drei Sterne für dieses Buch.

Veröffentlicht am 07.01.2022

Eine wundervoll erzählte, tiefgründige Geschichte über den Sinn des Lebens, Familie und die Liebe

Mr. Doubler und die Kunst der Kartoffel
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Kurz zum Inhalt;
Mr. Doubler ist ein einsamer Mann, der alleine auf seinem Hof wohnt und Kartoffeln züchtet. Er hat Kinder und Enkel, doch diese sieht er nur ein paar Mal im Jahr und hat kein enges Verhältnis ...

Kurz zum Inhalt;
Mr. Doubler ist ein einsamer Mann, der alleine auf seinem Hof wohnt und Kartoffeln züchtet. Er hat Kinder und Enkel, doch diese sieht er nur ein paar Mal im Jahr und hat kein enges Verhältnis zu ihnen. Wöchentliche Besuche erhält er von Mrs. Millwood, die seine Einkäufe erledigt und bei im die Hausarbeit erledigt. Eines Tages kommt an ihrer Stelle ihre Tochter und nun wird Mr. Dobliers Leben auf den Kopf gestellt, denn ihm wird nun klar, wie einsam er ohne Mrs. Millwoods Gespräche und Besuche ist.
Was auf den ersten Blick vielleicht nach einer recht unspektakulären Geschichte ausschaut, entpuppt sich als Roman mit sehr viel Tiefgang, wobei es neben vielen nachdenklichen Stellen aber durchaus auch viele amüsante gibt. Mich erinnerte Mr. Doubler irgendwie an "Ein Mann namens Ove" und ebenso wie mir Ove im Gedächtnis geblieben ist, wird es mir auch bei Doubler gehen.
Mich hat der Roman sprachlich mit seinen vielen wundervoll ausgearbeiteten Szenen begeistert und trotzdem die Thematik Tod eine wichtige Rolle einnahm, war er so so voller Lebensfreude und -willen. Es ist auf jeden Fall eine Hommage an das Leben, die Freundschaft und die Liebe!

Veröffentlicht am 07.01.2022

Fünf Frauen und unterschiedliche Leben

Die Liebe im Ernstfall
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Dieses Buch hat mich total gepackt. Die Autorin erzählt Lebensabschnitte fragmentweise von fünf Frauen, deren Leben sich irgendwann berührt - mal mehr- mal weniger. Nicht alle Lebensgeschichten haben mich ...

Dieses Buch hat mich total gepackt. Die Autorin erzählt Lebensabschnitte fragmentweise von fünf Frauen, deren Leben sich irgendwann berührt - mal mehr- mal weniger. Nicht alle Lebensgeschichten haben mich berührt, denn sie sind sehr unterschiedlich ebenso wie die Frauen. Besonders in meinen Augen ist das Leben der Frau, die ihr Leben bzw. ihre Einstellung ihrem Mann unterordnet, dann es schafft auszubrechen , um schließlich....na da will ich nicht zu viel verraten..... ich bin gleichsam begeistert wie auch nachdenklich zurückgeblieben. Nachdenklich in der Hinsicht, dass jeder sein Leben zum mindestens zum Teil selbstbestimmen kann und es sich selbst deutlich machen sollte. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, gefühlvoll und dennoch sachlich sowie beobachtend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2022

Wenn das Verhalten eines Vater mehr Anlass zur Sorge gibt als das des Teenagers

Läuft bei uns
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Sebastian Schulz ist alleinerziehender Vater der 14 jährigen Mathilda, dessen Frau und Mathildas Mutter vor 10 Jahren verstorben ist. Sein ganzes Leben dreht sich um Mathilda, wobei er beruflich als Autor ...

Sebastian Schulz ist alleinerziehender Vater der 14 jährigen Mathilda, dessen Frau und Mathildas Mutter vor 10 Jahren verstorben ist. Sein ganzes Leben dreht sich um Mathilda, wobei er beruflich als Autor tätig ist und sich deswegen auch seine Zeit flexibler einteilen kann.
Alles scheint in geordneten Bahnen, zumindestens aus der Sicht des Vaters. zu laufen, bis Mathilda eine Vier nach Hause bringt. Aus Sicht des Vaters ein Hinweis auf Hochbegabung.
Der Autor Steffen Weinert schildert auf humorvolle Art und Weise, jedoch auch mit ein paar ernsten Untertönen - teilweise sehr überspitzt - die Welt des Übervaters oder auch "Helikoptervaters" Sebastian. Auch wenn der Vater es "ja nur gut meint" muss es für Mathilda sehr anstrengend sein mit ihm zu leben, denn Sebastian hat ein paar strikte Regeln - ein monatlicher Check-up beim Arzt gehört dazu.
Wer kurzweilige amüsante Unterhaltung sucht, durchaus mit ernsten Zwischentönen, der liegt hier genau richtig.