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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2020

Wundervoller Roman über das Leben in einer musikalischen Großfamilie

Mit Lampenfieber und Musik
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Die Autorin Heike Sonn lässt uns in ihrem Roman zunächst Tessa, 28 Jahre, von ihrem Mann getrennt lebend und mit wenig Geld in der Tasche und ebenso wenig Selbstbewusstsein kennenlernen. Im Kaufhaus trifft ...

Die Autorin Heike Sonn lässt uns in ihrem Roman zunächst Tessa, 28 Jahre, von ihrem Mann getrennt lebend und mit wenig Geld in der Tasche und ebenso wenig Selbstbewusstsein kennenlernen. Im Kaufhaus trifft sie unverhofft auf Ben, einen Mann Mitte zwanzig und seinen 10jährigen Bruder Andy, die mit ihrer musizierenden und singenden Familie große Erfolge feiern, kennen. Hals über Kopf engagiert Ben sie als Kinderfrau und Haushaltshilfe für die Familie. Während Tessa noch nicht weiß wie ihr geschieht, ist sie auf einem mitten drin in dem turbulenten Leben einer Großfamilie, wo es nebst viel Musik, Humor auch Geheimnisse, Probleme gibt sowie nicht nur sie auch Schmetterlinge im Bauch hat.

Heike Sonn schildert mit viel Liebe für Details sowie Humor und Empathie diese Wochen im Leben von Tessa. Spätestens, wenn der niedliche Davie - 2 Jahre alt und ein Wirbelfwind, beschrieben wird, da ist es um mich geschehen. Die Autorin lässt ihre Figuren quasi zum Leben erwachen und zu gerne würde ich mit der Familie mal zusammen am Tisch sitzen.
Ein wundervoller Roman, der mich gut unterhalten hat und mich noch mal sensibilisiert hat die positiven Seiten des Lebens zu sehen.

Veröffentlicht am 24.01.2020

Grandioser Krimi mit facettenreichen Figuren

Die Toten von Marnow
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Lona Mendt und Frank Elling, Kriminalkommissare in Rostok, bekommen es mit einem Mord zu tun, bei dem alles anders ist, als es auf den ersten Blick ausschaut.Leider verrät der Buchrücken schon, dass es ...

Lona Mendt und Frank Elling, Kriminalkommissare in Rostok, bekommen es mit einem Mord zu tun, bei dem alles anders ist, als es auf den ersten Blick ausschaut.Leider verrät der Buchrücken schon, dass es um eine brutale Mordserie, westdeutsche Pharmakonzerne, eine ostdeutsche Klinik und alte DDR-Seilschaften geht, dabei geht es um viel mehr.

Als Leser habe ich zunächst einen Wissenvorsprung, da ich schon einiges mehr über den Tathergang als die Kommissare weiss, jedoch während ich noch darüber nachdenke, wie das jetzt ein spannender Krimi werden soll, überschlagen sich die Ereignisse beim Lesen und ich kann das Buch nur schlecht zwischendurch aus der Hand legen. Der Autor lässt die Figuren und nicht nur die Kommissare mir sehr nahe sein, in dem er ihnen eine Persönlichkeit verrpasst, die mich teilweise schaudern lässt, aber auch traurig, wütend, nachdenklich, verständnisvoll und gleichzeitig voller Unverständnis, werden lässt.

Während die Ermittlungen sich von Seiten der Ermittler Lona und Elling teilweise sehr unkonventionell gestalten, es zu aktionreichen und dramatischen Szenen kommt, gibt es da gleichzeitig die emotionale Schiene des Krimis, bei der mir an manchen Stellen sofort und bei anderen im Nachhinein die Tränen kommen. Ich selber stelle mein moralisches Gewissen in Frage, weil ich manches an Handeln verstehen kann, obwohl es nicht rechtskonform ist.

Dieser Krimi ist in meinen Augen grandios, denn er ist spannend - mir persönlich an manchen Stellen zu actionreich, womit ich mich aber anfreunden konnte - zugleich verfügt er über einen unwahrscheinlichen Tiefgang bezüglich der Hintergründe , ein Facettenreichtum der Figuren und überhaupt "sitzt" jeder Satz und jedes Wort. "Wie eine Schallplattennadel, die hängt, wie bei seiner Mutter, wenn sie nicht das richtige Wort fand...."

Sehr gerne hätte ich mehr als 5 Sterne vergeben.... ich bin noch gefangen, in diesem Krimi, der nicht nur sehr gut unterhalten hat, der mir schlaflose Nächte bereitet hat und mich sehr nachdenklich gestimmt hat.


Veröffentlicht am 06.01.2020

Ist das die ferne Zukunft oder ist sie schon näher als wir ahnen?

Falling Skye (Bd. 1)
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Die Hauptfigur ist die 16jährige Skye, die zur Schule geht und bei ihrem alleinerziehenden Vater lebt. Sie ist verliebt in den gleichaltrigen Nachbarsjungen Elias und gemeinsam mit ihm möchte ...

Die Hauptfigur ist die 16jährige Skye, die zur Schule geht und bei ihrem alleinerziehenden Vater lebt. Sie ist verliebt in den gleichaltrigen Nachbarsjungen Elias und gemeinsam mit ihm möchte sie das "R" in ihre Hand eintätowiert bekommen. Sobald die Kinder volljährigen werden, werden sie getestet, ob sie zu den "Emotionalen" oder zu den "Rationalen" gehören. Skye gesteht Elias ihre Gefühle nicht ein, denn das wäre ja emotional und dies möchte sie auf keinen Fall sein, denn sie möchte als "Rationale" später auf eine spezielle Uni gehen, die Cremante-Uni zu der man nur einen Zugang als Rationale hat. Der Test findet unerwartet nun schon zwei Jahre früher statt und ich tauche ganz tief ab in eine Zukunftsgeschichte.
Ich bin völlig fasziniert von der Story und ihrer Protagonistin Skye. Ich überlege, was wäre wenn es bei uns in der Gegenwart so wäre und stelle fest, dass einiges in gewisser Weise schon so weit ist. Ich habe die ganze Zeit mit Skye gefiebert und auch anderen Protagonisten. Wer ist gut und wer ist böse? Ich kann nicht mehr von der Story verraten ohne zu spoilern, jedoch lest selber. Das Einzige, was ich noch erwähnen möchte, dass mir das Ende nicht gefallen hat, da es ein Cliffhanger ist und ich nun unbedingt - am liebsten sofort - den zweiten Band lesen möchte.

Veröffentlicht am 05.01.2020

Auf der Suche nach den Wurzeln

Geteilt durch zwei
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Nadja ist Anfang 40zig, verheiratet, Mutter einer erwachsenen Tochter und weiß schon lange, dass sie adoptiert wurde. Jedoch wer oder wie war ihre Mutter, von der ihr ihre Adoptiveltern nur wenig ...

Nadja ist Anfang 40zig, verheiratet, Mutter einer erwachsenen Tochter und weiß schon lange, dass sie adoptiert wurde. Jedoch wer oder wie war ihre Mutter, von der ihr ihre Adoptiveltern nur wenig erzählt haben bzw. am liebsten hätte ihe Mutter gar nichts erzählt. Wer war ihr Vater?
Dieses Thema hat sie immer beschäftigt, doch auf einmal hört sie eine Stimme im Radio, die wie ihre klingt. Gibt es so etwas? Nadja begibt sich auf Spurensuche und es ist nicht alles so wie sie gedacht hat und sie muss einiges verarbeiten.
Die Autorin schaffte es durch ihren Schreibstil, dass ich mich gleich sehr gut in der Story einfinden konnte. Immer wieder stellte ich mir die Frage, wie hätte ich mich als Tochter oder auch als Mutter verhalten. Sehr vieles konnte ich nachvollziehen, einiges nicht, aber ich bin ja auch eine andere Person. Die Geschichte hat mich sehr bewegt und ich glaube nun mehr denn je, dass es wichtig ist seine Wurzeln zu kennen, um selber bodenständig zu sein bzw. mit dem Leben, was ich führe, im Reinen zu sein, so dass ich unbeschwertes Glück empfinden kann.
Eine klare Leseempfehlung, wobei ich einen Stern abziehe, da der Roman mir an manchen Stellen zu viel an Ereignissen bzw. zu überzogen erschien.

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Veröffentlicht am 03.01.2020

Das Leben zweier Künstler

Die Zeit des Lichts
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Die Autorin Whitney Scharer zeichnet in ihrem Roman ein Bild von der Lebengeschichte der Fotografin Lee Miller, die Ende der 1920ziger Jahre in Paris lebt und dort Man Ray kennenlernt. Erst ist ...

Die Autorin Whitney Scharer zeichnet in ihrem Roman ein Bild von der Lebengeschichte der Fotografin Lee Miller, die Ende der 1920ziger Jahre in Paris lebt und dort Man Ray kennenlernt. Erst ist sie seine Assistentin, seine Schülerin, dann seine Muse und Geliebte. Als Leser erhalte ich einen tiefen Einblick in das Leben der Künstler Ende der Zwanziger bzw. Anfang der 30ziger Jahre in Paris. Außerdem einen weitereren Einblick in das Leben von Lee als Fotografin im Krieg und danach, sowie mit zwei Zeitsprüngen 35 bzw. 40 Jahre später, was das Leben mit Lee gemacht hat bzw. Lee mit ihrem Leben.

Dieser Roman lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück und ich kann ihn für mich überhaupt nicht in eine Kategorie einordnen bezüglich einer Leseempfehlung. Einige Passagen aus dem Buch haben mir herrausragend gut gefallen, andere wiederherum gar nicht. Mal hat der Erzahlstil mich emotional abgeholt und ein anderes Mal überhaupt nicht. Lee ist nicht unbedingt für mich eine sympathische Protagonistin, jedoch auch hier zwei Seiten... mal habe ich Mitgefühl, mal finde ich sie absolut unsympathisch ....

Deswegen drei Sterne für dieses Buch und bestimmt eine Leseempfehlung für Menschen, die schon mal von Lee Miller und Man Ray gehört haben oder auch ansonsten sich für die Kunst und das Leben in Paris in den 30zigern interessieren.

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