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Veröffentlicht am 18.12.2025

Sympathischer Tod, grausame Welt

Whispers of Destiny
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Whispers of Destiny habe ich über Netgalley bezogen und hatte mich gefreut, in diese Dystopie einzutauchen. Ich meine, ein personifizierter Tod und die Entscheidung, wer leben und sterben darf in einer ...

Whispers of Destiny habe ich über Netgalley bezogen und hatte mich gefreut, in diese Dystopie einzutauchen. Ich meine, ein personifizierter Tod und die Entscheidung, wer leben und sterben darf in einer grausamen Welt? Das klang spannend.

Der Einstieg fiel mir leicht. Man merkte direkt die düstere Grundstimmung, die auch im ganzen Buch beibehalten wird. Kein Wunder bei der Gesellschaft. Menschen werden nach Stufen geordnet, die unteren erhalten kaum das nötigste um zu überleben, während die Reichen in Saus und Braus leben. Anscheinend sind die oberen Stufen auch besser gegen die „mutierten“ Naturgewalten geschützt. Allerdings bleibt unklar wie und vor allem warum Regen nicht mehr einfach nur Regen ist. Ich verrate an dieser Stelle mal nicht, was da vom Himmel fällt. Allgemein hätte ich mir ein bisschen mehr Hintergrundwissen gewünscht, wie genau die Erde nun aussieht, wie es zum „mutierten“ Regen gekommen ist und so weiter. Leider fiel das aus.

Allgemein muss ich sagen, dass ich mehr Infos hätte haben wollen. Death Call ist für mich ausreichend beschrieben worden, allerdings die dystopische Welt und die Gesellschaft nicht in Gänze. Aber ich bin auch jemand, der da gerne ganz viel wissen will. Die Story selbst hat auch ohne diese Informationen funktioniert.

Blue ist jemand, der von Anfang an ziemlich wütend ist. Gefühlt auf alles und jeden. Im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Iris, die in allem das positive sucht. Bei mochte ich außerdem, dass sie sehr direkt ist. Sie lässt sich nicht unterkriegen. Nicht mal vom Tod. Die Dialoge zwischen ihr und ihm waren immer amüsant.

Vom Klappentext her lässt sich nicht wirklich ableiten wo der Plot hinverläuft. Aber das hat mir sehr gefallen. So wurde man überrascht. Das Ende hatte mir allerdings nicht so gefallen. Da ging alles ganz schnell. Hier haben mir dann wirklich Informationen gefehlt.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Interessanter Einstieg

Till the End of the Moon 1
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Ich habe den ersten Band als eBook gelesen, und obwohl das Glossar hilfreich ist, war es im ebook nicht sonderlich gut zu erreichen. Das ständige Hin- und Herspringen hat meinen Lesefluss so sehr gestört, ...

Ich habe den ersten Band als eBook gelesen, und obwohl das Glossar hilfreich ist, war es im ebook nicht sonderlich gut zu erreichen. Das ständige Hin- und Herspringen hat meinen Lesefluss so sehr gestört, dass ich es irgendwann gelassen und im Notfall lieber Begriffe gegoogelt habe.

Der Einstieg gelang mir erstaunlich gut, was ich nicht gedacht habe. Vermutlich lag es daran, weil ich früher ein paar chinesische Serien geschaut habe und dadurch bereits mit Namen, Titeln, Hierarchien und der historischen Lebensweise bekannt war. Ohne diesen Hintergrund könnte der Anfang deutlich fordernder wirken, denn die Welt und ihre Figuren werden recht schnell und umfangreich eingeführt. Schon allein das Glossar zeigt, dass die Autorin bestimmtes Wissen voraussetzt und es nicht für „westliche“ Leser erklärt.

Li Susu mochte ich von Beginn an. Sie wirkt ruhig, überlegt, aber entschlossen. Tantai Jin dagegen bleibt ein Rätsel. Er war mal verletzlich und unterwürfig, und dann wieder kalt und bedrohlich. Besonders berührt haben mich die Rückblenden zu Tantai Jins Kindheit. Die Gewalt, die er damals ertragen musste, hat mich wirklich getroffen, und in diesen Momenten tat er mir wahnsinnig leid. Als Erwachsener hat er aber dann wenig Sympathiepunkte sammeln können.

Die Beziehung zwischen Li Susu und Tantai Jin ist eindeutig als „Enemies to Lovers“ angelegt, allerdings zeigt dieser Band wirklich nur den Anfang dieses Weges. Slow Burn meint hier tatsächlich Slow Burn. Hier wird Interesse geweckt. Gezeigt, dass der Feind auch andere Seiten hat als die Bekannten. Von Liebe ist in Band 1 aber noch keine Spur zu finden.

Kurzeitig wurde mir die Story für meinen Geschmack zu langsam, und viele Szenen fühlten sich für mich wie Wiederholungen an – vor allem jene, die zeigen sollen, dass Tantai Jin nicht wie andere empfindet. Dass er keine Empathie hat, Leid schweigend erträgt und seine Vergeltung kalt plant, wird in vielen verschiedenen Szenen gezeigt. Aber bereits nach den ersten entsprechenden Szenen war mir klar, wie sein Charakter funktioniert, sodass die Wiederholungen mich etwas gelangweilt haben. Das Ende fand ich hingegen wieder stark. Vor allem Li Susus Reise, um herauszufinden, wie man den Dämonenknochen entfernen kann, gefiel mir. Inbesondere die chinesische Mythologie und Wesen daraus waren sehr interessant. Auch gegenüber Gewalt und blutigen unschönen Szenen sollte man nichts haben, wenn man dieses Buch liest.

Ob ich die nächsten Bände lesen werde, weiß ich noch nicht. So ganz hat es mich nicht packen können. Vielleicht schaue ich mal in die Verfilmung rein.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Liebe die Fortsetzung

The Darlington - Ethan & Grace
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Was ich an der Darlington Reihe mag, ist, dass es im ersten Teil mit dem Vater von Henry, Ethan und Logan eine Hintergrundstory gibt, die sich durch die Reihe zieht und alles miteinander verbindet. Dadurch ...

Was ich an der Darlington Reihe mag, ist, dass es im ersten Teil mit dem Vater von Henry, Ethan und Logan eine Hintergrundstory gibt, die sich durch die Reihe zieht und alles miteinander verbindet. Dadurch wird die Dynamik zwischen den Brüdern lebendig. Ich fand es sehr spannend, dass ich nun Ethans Sicht kennenlernen durfte, nachdem ich ihn im ersten Band schon aus Henrys und Kates Augen sehen durfte. Und Ethan konnte mich wirklich überraschen.

Ethan und Grace hatte man ja schon im ersten Band kennengelernt und da merkte man schon, dass Grace angezogen, aber auch zutiefst genervt war von Ethans Verhalten. Im ersten Band war er auch einfach nur ein saufender Partygänger und es ließ sich nur erahnen, dass so viel mehr in ihm steckt. Und diese Wandlung in Band 2 ist einfach nur toll zu lesen und gleichzeitig auch echt traurig, wenn man die Hintergründe für sein Verhalten erfährt. Meine Abneigung gegen Mr. Darlington wuchs hier in diesem Band nur weiter an. Mit Grace habe ich viel mitgelitten. Einfach wunderbar wie die Autorin Graces Verlust gezeigt hat und wie unterschiedlich Trauer bei Menschen verläuft.

Neben der Liebesgeschichte ist auch die Suche nach dem Täter ein großer Handlungsstrang. Alles schön miteinander verwoben und ich flog einfach nur durch die Seiten, weil ich wissen wollte, wer für Graces Verlust verantwortlich ist und natürlich, ob ihr Verdacht, dass die Darlingtons mitdrin hängen, der Wahrheit entspringt. Das Ende hat mich dann wirklich überrascht.

Ich freue mich jetzt schon auf Band 3, da Band 2 schon die ersten Hintergrundfragen zu Rose aufgeworfen haben. Ihre Abneigung gegen Ethan und allgemein gegen die Darlingtons hat sicherlich noch einen interessanten Hintergrund. Und auch Logan möchte ich nun endlich kennenlernen und wissen, warum er nichts mehr mit seinen Eltern zu tun haben will. Das fragte ich mich ja schon in Band 1. Und natürlich freue ich mich auf das Wiedersehen mit Henry und Kate und Ethan und Grace.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Starker Reihenstart

Spark of the Everflame
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Ich wollte mal wieder etwas mit einem interessanten Magiesystem lesen und bin dabei über die Kindred´s Curse Saga von Penn Cole gestolpert. Und hier haben wir nicht nur interessante Magie, sondern auch ...

Ich wollte mal wieder etwas mit einem interessanten Magiesystem lesen und bin dabei über die Kindred´s Curse Saga von Penn Cole gestolpert. Und hier haben wir nicht nur interessante Magie, sondern auch eine spannende politische Lage. Eine Mischung, die mir gefällt.

Der Weltenbau ist mal wieder nach meinem Geschmack. Magie, Rebellion, Familiengeheimnisse und eine Protagonistin, die mit all den neuen Entdeckungen auch entscheiden muss, wo sie steht und was sie zu tun bereit ist. Für ihre Familie, für ihr Volk, für ihr Land und für sich selbst. Eine Last, die erdrücken kann und bei Diem ist diese Last spürbar. Sie ist ständig wütend und erst im Laufe des Lesens wird einem klar, dass ihre Gefühle sie vollkommen überwältigen, weil ein Teil von ihr magisch unterdrückt wurde. Wieso, weshalb, warum – das ahnt man als Leser schon zu Beginn, aber die genauen Hintergründe werden in Band 1 noch nicht offenbart. Ehrlich gesagt, endet das Buch mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger. Nicht nur was Diem selbst betrifft, sondern auch was ihre Mutter betrifft. Und auf die Aufdeckung letzteres freue ich mich sehr. Das klang wahnsinnig spannend und wird sicherlich noch viel in Gange setzen. Ob Diem da allerdings mitspielen wird, ist eine der Fragen, die ich mir am Ende stellte.

Neben Diem sind noch Luther, der Descended-Prinz und Henri, Diems bester Freund seit Kindheitstagen, Personen, die wir näher kennenlernen. Während ich Luther schnell in mein Herz schloss und einfach nur mitfieberte, dass Diem und er sich näher kommen (Spoiler: die Autorin ist hier am Ende des Buches echt fies, was die Enemies to Lovers Story angeht), mochte ich Henri im Laufe des Buches immer weniger. Sein Herz schlägt für die Rebellion und die Leidenschaft dafür mag ich bei ihm, aber das er dafür Diem hintergehen würde, gefällt mir natürlich überhaupt nicht. Des Weiteren ist sein Problem eine Schwarz-Weiß-Sicht, während Diem zum Glück die Welt nicht nur in gute Menschen und böse Descended einteilt.

Nachdem der ersten Band mich nun in die Welt einführte, freue mich mich darauf Diem besser kennenzulernen und bin gespannt, was der Cliffhanger am Ende noch in Gang setzen wird. Band 2 – ich komme.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Unterhaltsam

Pleasure and Pain - Fessle mein Herz
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Violet und Elijah sind für sich stimmig aufgebaut, allerdings fand ich ihr Miteinander zu reduziert auf die sexuelle Anziehung. Was mir gefehlt hat, war eine Entwicklung zwischen Violet und Elijah außerhalb ...

Violet und Elijah sind für sich stimmig aufgebaut, allerdings fand ich ihr Miteinander zu reduziert auf die sexuelle Anziehung. Was mir gefehlt hat, war eine Entwicklung zwischen Violet und Elijah außerhalb der sexuellen Ebene. Nicht nur der alte Vertrauensbruch wurde für mich zu wenig aufgearbeitet, insgesamt spürte ich zu wenig Verbindung zwischen den beiden jenseits ihrer Dom-Sub-Beziehung. Ich kenne mich in der BDSM Szene nicht aus und vertraue bei der Darstellung der Autorin, allerdings fiel es mir schwer zu glauben, dass sich eine Devote so schnell ihrem „alten“ Meister unterordnen will. Für mich wirkte das zu stark abhängig und ich hätte mir eine stärkere Aufarbeitung des Vertrauensbruch aus der Vergangenheit gewünscht, bevor sie sich wieder auf ihn einlässt. Die BDSM Thematik selbst fand ich für Unwissende wie mich gut erklärt und auch die Gründe, wieso sich jemand dominieren lässt und Schmerzen wünscht, fand ich gut dargestellt.

Die Handlung liegt nachdem Violet den Club betreten hat, hauptsächlich auf der Beziehung zwischen den beiden. Ihr Auftrag für den Verlag zu spionieren und auch das Verhältnis zu ihrer Chefin und ihrem besten Freund rücken in den Hintergrund. Vielleicht wäre die Story für mich spannender gewesen, wenn auch dieser Teil mehr Raum bekommen hätte. So hätte man stärker gesehen, dass Violet zwar von ihrem Partner dominiert werden möchte, aber ansonsten selbst eine starke Frau ist, die ihren Weg geht.

Letztendlich hat mich das Buch unterhalten, aber mehr Tiefgang hätte mich bewogen, auch die anderen Bücher der Reihe zu lesen. Diese werden aber wohl unberührt bleiben.

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