Bäckers Seven
Schnappt ScholleScholle, der viel Zeit seines Lebens im Gefängnis verbracht hat, ist gerade wieder frisch entlassen und plant ein letztes großes Ding. Diesmal hat er es auf die hohen Einnahmen der Insel-Fähren am langen ...
Scholle, der viel Zeit seines Lebens im Gefängnis verbracht hat, ist gerade wieder frisch entlassen und plant ein letztes großes Ding. Diesmal hat er es auf die hohen Einnahmen der Insel-Fähren am langen Pfingstwochenende abgesehen, die im Tresorraum der Raiffeisenbank in Fredenbülls Nachbarort Schlütthörn lagern sollen. Wie praktisch, dass seine Knastbekanntschaft Timo im Gefängnis zum Bäcker ausgebildet wurde und die verwaiste Bäckerei gegenüber der Bank übernehmen möchte. Zusammen mit fünf anderen alten Bekannten möchte Scholle nun einen Tunnel von der Backstube zum Tresorraum graben, was natürlich nicht ohne eine Menge Komplikationen von statten geht.
Man darf hier, wie bei allen anderen Krimis rund um Fredenbüll und seine Bewohner, natürlich keine 100 Prozent realistische Handlung erwarten. Dafür bekommt man aber eine Menge liebenswerte und meist auch leicht skurrile Charaktere, viele alte Bekannte, aber auch immer wieder ein paar neue Gesichter. Der Autor schreibt zudem mit sehr viel Sprachwitz in Form von eingängigen Alliterationen und Wortspielen, was zur Unterhaltung beiträgt. Nichtsdestotrotz ist aber, wie es sich für einen Krimi gehört, aber auch eine Dosis Spannung vorhanden und es kommt zu teils überraschenden Wendungen. Auch das Cover ist wieder sehr witzig gestaltet und passt gut zum aktuellen Fall. Am Ende gibt es sogar noch ein paar Rezepte für die im Buch erwähnten Klassiker aus Bäckerei und Imbiss. Liebhaber:innen der Krimireihe werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen, man kann den aktuellen Teil aber auch gut ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen.