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Veröffentlicht am 26.06.2022

Neue Grill-Inspirationen

Saftig vom Grill
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Was den Einband und das Cover angeht, hat mich dieses neue Kochbuch (und damit zugleich auch die anderen Bücher aus der Reihe, die ebenso aufgemacht sind) sehr angesprochen. Die rauhe Haptik des Einbandes ...

Was den Einband und das Cover angeht, hat mich dieses neue Kochbuch (und damit zugleich auch die anderen Bücher aus der Reihe, die ebenso aufgemacht sind) sehr angesprochen. Die rauhe Haptik des Einbandes wirkt hochwertig. Andererseits hätte ich mir so eine Aufmachung eher für ein Kochbuch mit über 100 Rezepten gewünscht, bei einem eher dünnen Exemplar wie diesem, wäre mir ein günstigerer Preis in Kombination mit einem Softcover lieber.

Mit seiner recht geringen Seitenzahl richtet sich das Buch dann auch nicht an absolute Grillanfänger, die auf einem einfachen Picknickgrill erste Versuche starten, sondern die Rezepte sind für einen Gasgrill konzipiert, aber mit etwas Grillerfahrung auch auf einem Kohlegrill umsetzbar.

Die absoluten Basics des Grillens werden nicht mehr alle einzeln erklärt, sondern es wird viel mehr im Zusammenhang mit dem jeweiligen Grillgut darauf eingegangen, welche Tricks und Kniffe es zu einem besonderen Genuss werden lassen. Dazu tragen auch die zusätzlichen Tipps zum Herauskitzeln weiterer Geschmacksnuancen unter dem Motto "Eine Dosis Magie" bei.

Wie bei einem Grillbuch zu erwarten, finden sich recht viele Fleischrezepte, aber auch Varianten mit Fisch und Gemüse sind durchaus vorhanden, sodass es insgesamt recht ausgewogen ist. Die Kompositionen sind oft auch etwas ausgefallener, sodass auch für "Profis" noch neue Inspiration enthalten sein dürfte. Auch die Bilder sind sehr ansprechend und die Anleitungen verständlich. Für mich hätten es zu diesem Preis aber gerne noch ein paar mehr Rezepte sein dürfen.

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Veröffentlicht am 26.06.2022

Die Hafenärztin setzt sich für die Auswanderer ein

Die Hafenärztin. Ein Leben für das Glück der Kinder (Hafenärztin 2)
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Der zweite Teil um die Hamburger "Hafenärztin" Anne Fitzpatrick spielt im Jahr 1911, zur Zeit der großen Auswanderungswelle, als im Hamburger Veddel extra Hallen eingerichtet wurden, um die vielen Auswanderungswilligen, ...

Der zweite Teil um die Hamburger "Hafenärztin" Anne Fitzpatrick spielt im Jahr 1911, zur Zeit der großen Auswanderungswelle, als im Hamburger Veddel extra Hallen eingerichtet wurden, um die vielen Auswanderungswilligen, die von weit her anreisten, unterzubringen, bevor es meist nach Amerika ging, wo diese Menschen sich aus verschiedensten Gründen ein besseres Leben versprachen. Natürlich ließ sich auch gutes Geld mit dem Leid der Auswanderer verdienen.

Das ist aber nicht der Grund, warum sich die Hafenärztin neben ihrer Praxis auch um die Auswanderer kümmert. Und auch Helene Curtius, die dort als Lehrerin arbeitet, hat vor allem Mitleid mit den Kindern der Auswanderungswilligen. Als sich dort ungewöhnliche Krankheits- und Todesfälle häufen, machen die beiden sich Sorgen, erhalten aber zunächst wenig Unterstützung, nur Kommissar Rheydt ist ebenfalls alarmiert und stellt weitere Nachforschungen an.

Dieser Band beschäftigt sich mit einem Kapitel der Hamburger Geschichte, über das ich bisher noch sehr wenig wusste. Daher fand ich es sehr spannend, beim Lesen in diese Zeit und ins Hamburger Veddel mit den Auswandererhallen einzutauchen und einige Schicksale von Auswanderern hautnah mitzuerleben. Der Schreibstil der Autorin ist sehr anschaulich und zugleich gut lesbar. Die beiden weiblichen Protagonistinnen sind mir sympathisch, wie sie mutig für die Rechte von Frauen und Kindern einstehen, obwohl sie das selbst in Gefahr bringt. Lediglich davon, wie Anne Fitzpatrick auf dem Cover dargestellt wird, bin ich nicht so begeistert, sie wirkt dort eleganter und unnahbarer, als im Roman.

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Veröffentlicht am 16.06.2022

Fesselnder zweiter Teil um eine Hamburger Kaffeehändler-Familie

Töchter der Speicherstadt – Der Geschmack von Freiheit
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Der zweite Teil der Trilogie beginnt kurz vor Machtergreifung der Nationalsozialisten. Im Mittelpunkt dieses Bandes steht nicht mehr Maria Behmer, sondern ihre Tochter Cläre, deren großer Traum es eigentlich ...

Der zweite Teil der Trilogie beginnt kurz vor Machtergreifung der Nationalsozialisten. Im Mittelpunkt dieses Bandes steht nicht mehr Maria Behmer, sondern ihre Tochter Cläre, deren großer Traum es eigentlich ist, Wirtschaftswissenschaften zu studieren, was ihr als Frau aber verwehrt wird. Auch das Kaffeekontor ihrer Familie könnte sie nicht einfach führen, weil Frauen in der Hansestadt nicht in den Kreis der Kaffeehändler aufgenommen werden. Als dann schließlich die Nationalsozialisten immer mehr an Einfluss gewinnen, wird die Situation eher schlechter als besser.

Ich fand auch die Fortsetzung wieder sehr fesselnd, immer wieder kam es zu überraschenden Wendungen und Cläre ist, ebenso wie ihre Mutter, eine charakterstarke Persönlichkeit, die sich nicht so schnell entmutigen lässt und zugleich sehr sympathisch ist. Es war interessant, diese ereignisreiche Zeit aus ihrer Perspektive mitzuerleben. Anja Marschall schreibt sehr anschaulich und gut nachvollziehbar und die historischen Bezüge wirken sehr gut recherchiert, kleinere Abweichungen werden im Nachwort dann auch noch erklärt. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den Abschluss der Trilogie und bin gespannt, wie es nach Kriegsende mit dem Kaffeehandel und der Familie weitergeht.

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Veröffentlicht am 14.06.2022

Abenteuer Notaufnahme

Klinikum Berlin - Herzrasen
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Lotti Richter arbeitet als junge Assistenzärztin in einer Berliner Notaufnahme. Privat ist sie mit einem Piloten liiert, nachdem sie zuvor eine Affäre mit einem Kollegen hatte. Sie bekommt nun im zweiten ...

Lotti Richter arbeitet als junge Assistenzärztin in einer Berliner Notaufnahme. Privat ist sie mit einem Piloten liiert, nachdem sie zuvor eine Affäre mit einem Kollegen hatte. Sie bekommt nun im zweiten Teil dieser Reihe, eine neue Kollegin, sodass sie nun nicht mehr die jüngste im Team ist. Außerdem hofft sie, dass auch ihr Bruder bald von München nach Berlin zieht. Bei der Arbeit haben sie mit größeren und kleineren Krankheiten und Verletzungen zu tun, teilweise geht es um Leben und Tod.

Man merkt definitiv, dass die Autorin Ahnung vom Krankenhausalltag hat, da sie selbst Ärztin ist. So wirken die beschriebenen Fälle und die Arbeitsweise sehr realistisch. Was die Charaktere angeht, verhielten sie sich privat für meinen Geschmack aber manchmal etwas zu naiv und unreflektiert, mit Party und Kurztrips mit dem Flieger. Dadurch konnte ich mich nicht immer voll mit ihnen identifizieren, auch wenn insbesondere Lotti mir ansonsten sympathisch war. Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und ich fand es auch nicht schlimm, dass teils sehr spezielle medizinische Fachbegriffe vorkamen, dadurch wirkte alles noch authentischer und in Zeiten des Internets kann man ja nachschlagen, wenn es sich nicht direkt aus dem Zusammenhang erschließt.

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Veröffentlicht am 13.06.2022

Familientreffen

Sommerschwestern
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Vier Schwestern werden von ihrer Mutter recht spontan zu einem Familientreffen im holländischen Bergen an der Nordsee einbestellt, wo die Familie früher ihre Urlaube machte, bis der Vater während eines ...

Vier Schwestern werden von ihrer Mutter recht spontan zu einem Familientreffen im holländischen Bergen an der Nordsee einbestellt, wo die Familie früher ihre Urlaube machte, bis der Vater während eines Urlaubs tödlich verunglückte. Die Schwestern sind mittlerweile erwachsen und recht verschieden. Aber auch damals schon verstanden sie sich nur während der Hollandurlaube richtig gut. Ihr Verhältnis zur Mutter ist spätestens seit diese nach dem Tod des Vaters schnell wieder neu heiratete, angeknackst und die Mutter macht es ihren Töchtern auch weiterhin nicht leicht mit ihren Kapriolen. Nun sind aber alle gespannt, warum ihre Mutter sie unbedingt alle gemeinsam am Ferienort ihrer Kindheit sehen will und so treten ihre jeweils eigenen Probleme und Leben kurz in den Hintergrund und sie kommen der Einladung nach.

Der Autorin ist es gut gelungen, die Atmosphäre zwischen den Schwestern untereinander und zwischen ihnen und ihrer Mutter sowie in dem holländischen Ferienort einzufangen. Manches an der Handlung war für meinen Geschmack aber etwas zu konstruiert. Der Schreibstil war aber gut lesbar und dieses Familienportrait in Buchform ist auf jeden Fall lesenswert. Es macht zudem Lust darauf, selbst einmal nach Bergen zu fahren und die Gegend zu erkunden und die im Buch erwähnten Spezialitäten zu essen.

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