Schon das Coverbild dieses Sachbuchs für Kinder ab acht Jahren ist gut gewählt, weil es verdeutlicht, wie groß diese beeindruckenden Tiere eigentlich sind. Die jungen Leser begeben sich im Verlauf der ...
Schon das Coverbild dieses Sachbuchs für Kinder ab acht Jahren ist gut gewählt, weil es verdeutlicht, wie groß diese beeindruckenden Tiere eigentlich sind. Die jungen Leser begeben sich im Verlauf der Lektüre gemeinsam mit einer Blauwalmutter und ihrem Nachwuchs auf eine Reise durch die Tiefen des Ozeans und erfahren so quasi nebenbei viel Wissenswertes über die Spezies Blauwal, aber auch andere Walarten und das alles so aufbereitet, dass es für die Altersgruppe gut nachvollziehbar ist. Auch die Gefährdung der Meeressäuger wird nicht außer Acht gelassen, um die Kinder dafür zu sensibilisieren.
Die Texte sind gut verständlich und für Kinder ansprechend geschrieben und die "Textportionen" sind auch nicht zu viel für die Altergruppe. Zusätzlich tragen wirklich schöne und gut ausgewählte Illustrationen zu mehr Anschaulichkeit bei, ohne, dass die Seiten überladen wirken. Somit eignet sich das Sachbuch sowohl zum Selbstlesen für schon etwas geübtere Leser, als auch zum gemeinsamen Anschauen und Vorlesen mit den Eltern. Dann vielleicht auch schon für etwas jüngere Kinder, die von den riesigen Meeressäugern ja oft auch schon fasziniert sind.
Das Schicksal hat es mit der 31-jährigen Protagonistin Ella bisher nicht allzu gut gemeint. Ihre Eltern sind gestorben, als sie noch ein Teenager war und vor sechs Jahren dann auch noch ihr Verlobter. ...
Das Schicksal hat es mit der 31-jährigen Protagonistin Ella bisher nicht allzu gut gemeint. Ihre Eltern sind gestorben, als sie noch ein Teenager war und vor sechs Jahren dann auch noch ihr Verlobter. Seitdem weigert sich etwas in ihr, irgendwo seßhaft zu werden, zugleich will sie aber auch das Erbe ihrer Eltern, einen Modeladen und das dazugehörige Wohnhaus, nicht verkaufen, obwohl sie selbst in ihrem Traumberuf als Försterin arbeitet. Sie nimmt immer nur Vertretungsstellen an, um sich an keinen Ort und keine Menschen mehr zu binden, während ihre Pflegemutter den Laden führt, was sie nun aber aus Altersgründen nicht mehr möchte. Die neueste Vertretungsstelle führt Ella und ihre Hündin Paula nun ganz in die Nähe ihres Heimatortes Aurich. Sie mietet sich ein Ferienhaus auf einem ehemaligen Gutshof, der nun als Location für Feierlichkeiten dient, und wird dort von der Besitzerfamilie freundlich aufgenommen. Einer der Bewohner des Gutshofs, der alleinerziehende Vater Clemens übt gleich eine besondere Anziehung auf Ella aus, auch wenn er sich ihr gegenüber zunächst sehr abweisend verhält.
Der Roman hat mir gut gefallen, Jule Böhm schildert die Atmosphäre auf dem Gutshof so, dass man dort auch gerne wäre. Ella und auch die anderen Protagonist:innen habe ich im Laufe der Zeit in mein Herz geschlossen und mit ihnen mitgefiebert, was den Ausgang der Geschichte angeht. Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen. Als kleinen Bonus hätte ich mir höchstens noch ein paar Rezepte zu den teilweise im Buch erwähnten friesischen Gebäcken gewünscht.
Maddie ist eine von drei Anwärterinnen für eine Hauptrolle im Musical Tanz der Vampire. Dafür ist sie nach Berlin gezogen. Durch ihre Nachbarin landet sie bei einem Gartenprojekt, an dem sie mehr Gefallen ...
Maddie ist eine von drei Anwärterinnen für eine Hauptrolle im Musical Tanz der Vampire. Dafür ist sie nach Berlin gezogen. Durch ihre Nachbarin landet sie bei einem Gartenprojekt, an dem sie mehr Gefallen findet, als sie ursprünglich erwartet hat, was vor allem auch an den Mit-Gärtnern dort und besonders am recht frisch getrennten Mo und seinem Sohn liegt. Schon bald gelingt es ihr kaum noch, auch der Musicalkarriere ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken.
Mir hat der Roman viel Vergnügen bereitet. Alle darin vorkommenden Personen sind auf irgendeine Weise liebenswert und besonders die Passagen rund um den Gemeinschaftsgarten haben mir sehr gut gefallen und ich habe sogar noch ein bisschen was gelernt beim Lesen. Lisa Kirsch beschreibt das Projekt sehr lebendig und anschaulich, sodass man am liebsten auch dabei wäre und sich gut in die Beteiligten hineinversetzen kann. Das Buch eignet sich auch sehr gut, um jetzt im Frühling langsam selbst wieder in Gartenstimmung zu kommen.
"Im Dorf der Schmetterlinge" reiht sich ein, in eine Serie Neuveröffentlichungen, bei denen es um Achtsamkeit und Neuorientierung im Leben geht. Es ist ein recht handliches Büchlein und nennt sich (wohl ...
"Im Dorf der Schmetterlinge" reiht sich ein, in eine Serie Neuveröffentlichungen, bei denen es um Achtsamkeit und Neuorientierung im Leben geht. Es ist ein recht handliches Büchlein und nennt sich (wohl auch daher) "Eine Erzählung". Das Cover ist in sehr angenehmen Farben mit schönen Illustrationen gestaltet und ich mag die raue Haptik des Einbandes, die das Büchlein trotz der Taschenbuchausgabe recht hochwertig wirken lässt.
Die Protagonistin Juliane Baumann steht mit Ende 40 vor einer Lebenskrise: die nun erwachsene Tochter Tilda studiert nun weit weg in Kanada und auch ihre Ehe scheint etwas zu kriseln, der Mann interessiert sich mehr für sein Fahrrad als für sie. Auch im Job bekommt sie Konkurrenz durch eine jüngere Kollegin, der alles viel leichter zu fallen scheint und die bei den Vorgesetzten gut damit ankommt. Das alles wirkt sich negativ auf ihr Schlafverhalten und ihre Beziehung aus und sie fühlt sich oft einfach nur gestresst.
Doch eines Nachts landet sie im Traum in einem Wald, wo sie sich auf den Weg zu sich selbst macht, um ihr bestes Leben zu finden. Begleitet wird sie dabei von einem kleinen Specht, namens Cupido, der sich im Laufe der Erzählung als ihre innere Stimme herausstellt und sie mit dem konfrontiert, was ihr fehlt und was sie vermisst.
Die Erzählung ließ sich angenehm leicht lesen und steckte voller sprachlicher Bilder und so manches kam mir bekannt vor, auch wenn Julianes und meine Situation nicht komplett identisch sind. Man wird beim Lesen zum Nachdenken angeregt und dazu ermuntert, Dinge zu ändern, die sich ändern lassen, aber auch nicht zu kritisch mit sich selbst zu sein und sich selbst zu lieben, wie man ist. Manchmal erscheint das aber auch in diesem Buch doch einfacher, als es in der Realität, in der einem oft noch ganz andere Hürden im Weg stehen, ist. Die Erzählung bietet also Inspiration und Anstöße, liefert aber sicher kein Allheilmittel für jede Leserin.
Für Hannah, Mutter eines 16-jährigen, fußballbegeisterten Sohnes, ergibt sich die Möglichkeit, von ihrer Cousine den Dorfladen mit Postamt in Little Maudley in den bei Promis beliebten Cotswolds zu übernehmen ...
Für Hannah, Mutter eines 16-jährigen, fußballbegeisterten Sohnes, ergibt sich die Möglichkeit, von ihrer Cousine den Dorfladen mit Postamt in Little Maudley in den bei Promis beliebten Cotswolds zu übernehmen und Manchester, wo ihr Ehemann mehr Zeit im Büro als zuhause verbringt und ihr Sohn auf die schiefe Bahn zu geraten droht, zu verlassen. Sie überlegt daher nicht allzu lange, das Angebot anzunehmen und zieht zunächst nur mit ihrem Sohn auf's Land, während ihr Mann angeblich noch alles in der Stadt regeln möchte. Dort lernt sie neben vielen Dorfbewohnern bald auch einen bekannten ehemaligen Profifußballer kennen, der die neue Mannschaft ihres Sohnes trainiert und sie nicht ganz kalt lässt. Außerdem etabliert sie eine kleine Buchabteilung in ihrem Dorfladen und gründet einen Lesekreis.
Der Roman war, nachdem sich der Anfang für meinen Geschmack etwas gezogen hat, sehr unterhaltsam. Allerdings hätte das Titelthema mit der Buchhandlung für mich etwas mehr im Mittelpunkt der Handlung stehen können. Es geht eigentlich genauso viel um den Dorfladen allgemein oder Fußball, die Bücher oder der Lesekreis spielen nur immer mal kurz eine Rolle. Auch, was die weiteren Personen angeht, hätte ich mir teilweise gewünscht, dass es lieber weniger Nebenpersonen (also neue Bekannte aus dem Dorf) wären, diese aber im Laufe der Handlung immer wieder auftauchen, sodass man sie besser kennenlernt und erfährt, wie es mit ihnen weitergeht. Das Dorfleben wird aber lebhaft und anschaulich beschrieben und der Schreibstil der Autorin lässt sich angenehm lesen, etwas erinnert mich die Geschichte an die Romane von Jenny Colgan, sodass ich sie deren Fans gerne auch empfehle.
Für Hannah, Mutter eines 16-jährigen, fußballbegeisterten Sohnes, ergibt sich die Möglichkeit, von ihrer Cousine den Dorfladen mit Postamt in Little Maudley in den bei Promis beliebten Cotswolds zu übernehmen und Manchester, wo ihr Ehemann mehr Zeit im Büro als zuhause verbringt und ihr Sohn auf die schiefe Bahn zu geraten droht, zu verlassen. Sie überlegt daher nicht allzu lange, das Angebot anzunehmen und zieht zunächst nur mit ihrem Sohn auf's Land, während ihr Mann angeblich noch alles in der Stadt regeln möchte. Dort lernt sie neben vielen Dorfbewohnern bald auch einen bekannten ehemaligen Profifußballer kennen, der die neue Mannschaft ihres Sohnes trainiert und sie nicht ganz kalt lässt. Außerdem etabliert sie eine kleine Buchabteilung in ihrem Dorfladen und gründet einen Lesekreis.
Der Roman war, nachdem sich der Anfang für meinen Geschmack etwas gezogen hat, sehr unterhaltsam. Allerdings hätte das Titelthema mit der Buchhandlung für mich etwas mehr im Mittelpunkt der Handlung stehen können. Es geht eigentlich genauso viel um den Dorfladen allgemein oder Fußball, die Bücher oder der Lesekreis spielen nur immer mal kurz eine Rolle. Auch, was die weiteren Personen angeht, hätte ich mir teilweise gewünscht, dass es lieber weniger Nebenpersonen (also neue Bekannte aus dem Dorf) wären, diese aber im Laufe der Handlung immer wieder auftauchen, sodass man sie besser kennenlernt und erfährt, wie es mit ihnen weitergeht. Das Dorfleben wird aber lebhaft und anschaulich beschrieben und der Schreibstil der Autorin lässt sich angenehm lesen, etwas erinnert mich die Geschichte an die Romane von Jenny Colgan, sodass ich sie deren Fans gerne auch empfehle.