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Veröffentlicht am 15.01.2022

der schöne Schein

Diana (Ikonen ihrer Zeit 5)
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Mittlerweile gibt es ja so einige Bücher über die Princess of Wales, ob Biographien, Fotobücher oder als Niederschrift ihrer eigenen Geschichte. Julie Heiland hat jetzt einen Roman über die " Königin ...

Mittlerweile gibt es ja so einige Bücher über die Princess of Wales, ob Biographien, Fotobücher oder als Niederschrift ihrer eigenen Geschichte. Julie Heiland hat jetzt einen Roman über die " Königin der Herzen " geschrieben und ich finde, er ist ihr gut gelungen.

Basierend auf Tatsaschen, aber eben doch ein Roman, wird die Geschichte von Diana Spencer erzählt.Von ihrem Kennenlernen, über ihre Verlobung und ihre Hochzeit, bis zu ihrer Scheidung von Prinz Charles, dem Thronfolger der englischen Krone und was soll ich sagen, ich bin froh, keine exponierte Person zu sein und vor allem kein Mitglied der königlichen Familie. Diana hat ihren Traum, ihren Traumprinzen Charles zu heiraten und mit ihm eine Familie zu gründen teuer bezahlt. Obwohl dies ein Roman ist, weiß man, dass viele Fakten, die hier in dem Buch aufgegriffen sind , der Wahrheit entsprechen und ich find es mehr als verachtenswert, wie man so mit einem Menschen umgehen kann. Verlogenheit bis in die Grundfeste, kühl und emotionslos und immer nur darauf bedacht, das Ansehen des Könighauses nicht zu beschädigen, damit die Monarchie kein Auslaufmodel wird und die Aristokratie auf Kosten des Volkes weiterhin leben kann wie die Made im Speck, ohne jeden Skrupel , was moralische Fragen angeht, was man ja aktuell wieder bei einem Mitglied des Königshauses sehen kann ( Andrew). Vielleicht muss man ja in einem Königreich aufgewachsen sein, um zu verstehen, dass man diesen Leuten zujubelt , als wären sie Popstars.

Diana´s Geschichte wird in diesem Buch jedenfalls sehr anschaulich erzählt und ich habe von Anfang an Mitleid mit ihr gehabt. Zu Anfang, weil sie so naiv in diese Beziehung hineingestolpert ist, dann , weil sie trotz aller Ohrfeigen , die sie immer wieder von Charles erhalten hat, immer noch an eine Liebe geglaubt hat und zum Schluss, weil sie trotz ihres Wachsens in dieser Beziehung, immer noch Verständnis für diesen eiskalten, egomanen Charles, der seine Profilneurose nie in den Griff bekommt, aufbringt. Dazu gehört meiner Meinung nach schon eine Portion Masochismus.

Das Lesen dieses Buches wühlt jedenfalls auf, weil man weiß, dass es auf wahren Begebenheiten beruht und war für mich ein guter Einstieg in diese Thematik und Vorbereitung auf den Film " Spencer" , den ich mir sicherlich im Kino ansehen werde.

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Veröffentlicht am 07.01.2022

einfach tolle Unterhaltung

Wir sind schließlich wer
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" Wir sind schließlich wer" war mein erstes Buch dieser Autorin, aber sicherlich nicht mein letztes. Die Familiengeschichte der adeligen Familie von Betteray war sehr unterhaltsam und amüsant. Anna von ...

" Wir sind schließlich wer" war mein erstes Buch dieser Autorin, aber sicherlich nicht mein letztes. Die Familiengeschichte der adeligen Familie von Betteray war sehr unterhaltsam und amüsant. Anna von Betteray kehr nach ihrer Scheidung zurück an den Niederrhein und übernimmt in einer kleinen Gemeinde die Pfarrstelle. Mit ihrer " hochwohlgeborenen Familie" verbindet sie eigentlich nicht mehr viel, auch mit ihrer ältereren Schwester ist das Verhältnis nicht sehr gut, bis ein Ereignis, oder eigentlich mehrere die Familie wieder enger zusammenrücken lässt.

Beim Lesen dieses Romans haben ich wirklich viel gelacht und ich habe mich sehr gut unterhaltn gefühlt. Die Situation in einer kleinen Gemeinde am Niererrhein wurde sehr gut und unterhaltsam geschildert. Jeder weiss über jeden Bescheid, wenn ein Mann das Haus der Pastorin betritt, die zudem noch geschieden ist, kann das nichts Gutes bedeuten und man muss das im Auge behalten. Trotzdem steht die Gemeinde zueinander, vor allem in schweren Zeiten und auch wenn 2 die Adeligen " sich nicht immer so benehmen, wie sie von sich immer behaupten, weil sie ja was besseres sind.

Tolle Charaktere, unterhaltsame und kurzweilige Unterhaltung, einfach ein tolles Buch. Ich freue mich die anderen Bücher dieser Autorin zu lesen.

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Veröffentlicht am 05.01.2022

verdammt gut

Die Früchte, die man erntet
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Der siebte Fall für Sebastian Bergman. Eigentlich kein Fall für ihn , weil er nicht mehr für die Reichspolizei arbeitet, sondern jetzt selbstständig als Psychotherapeut seine Arbeit aufgenommen hat, aber ...

Der siebte Fall für Sebastian Bergman. Eigentlich kein Fall für ihn , weil er nicht mehr für die Reichspolizei arbeitet, sondern jetzt selbstständig als Psychotherapeut seine Arbeit aufgenommen hat, aber trotzdem sein Fall, weil man ihn um Hilfe bittet.
Ein Heckenschütze treibt sein Unwesen und hat schon drei Todesopfer gefordert. Da ist das Profilerwissen von Bergmann gefragt. Seine Tochter führt die Ermittlungen und man kommt nicht weiter. Aber das ist nicht der einzige Fall , der hier behandelt wird. Im Laufe des Falles, der eigentlich schon nach ungefähr der Hälfte gelöst ist, kommt es zu neuen Wendungen, die das Buch noch mal um Längen spannender macht. UNd das Ende macht mehr als neugierig, wie es weitergeht.

Ich habe vor kurzem den neuen Adler Olsen gelesen, in dem es um eine ähnliche Thematik ging, Rache, Selbstjustiz.Wenn ich die beiden Bücher vergleichen soll, liegen Welten dazwischen, vor allem von der Spannung her. Hjorth& Rosenfeld bleiben einfach kontinuierlich gut, was man bei Adler Olsen nicht behaupten kann. Bei ihm gönne ich mir eine Pause, bei diesen Autoren freue ich mich auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 01.01.2022

eine wunderschöne Geschichte

Das Buch der verschollenen Namen
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Schon ihr Buch " Das letzte Licht des Tages" hat mir gut gefallen. Auch dort spielt die Resistance eine große Rolle, wie auch in diesem Buch. Trotzdem hat mir dieses Buch noch besser gefallen.

Eva ist ...

Schon ihr Buch " Das letzte Licht des Tages" hat mir gut gefallen. Auch dort spielt die Resistance eine große Rolle, wie auch in diesem Buch. Trotzdem hat mir dieses Buch noch besser gefallen.

Eva ist Jüdin und lebt in Paris. Als sie von einem Freund den Tip erhält, dass es in den nächsten Tagen zu Deportationen kommen soll, glaubt sie dies nicht. Doch das unbegreifliche passiert. Duch Zufall sind ihre Mutter und sie nicht in der Wohnung , als ihr Vater abgeholt wird.Als sie erfahren, dass er nach Auschwitz abtransportiert wurde, verlassen sie Paris und gehen in einen kleinen Ort namens Aurignon, um von dort in die Schweiz zu fliehen. Doch in dem Ort lernt Eva den Widerstandskämpfer Remy kennen , der Pässe fälscht für jüdische Kinder, die über die Grnze gebracht werden sollen. Eva schließt sich der Resistance an.

Gleich von der ersten Seite an , war ich im Geschehen. Mich hat diese Geschichte von Anfang an fasziniert und das hat im Laufe des Lesens nicht eine Minute nachgelassen. Spannend und sehr kurzweilig wird die Geschichte der Personen dieses Ortes beschrieben, die versuchen den Deutschen Widerstand zu leisten, indem sie entweder Kinder beherben, bis man sie über die Grenze bringt, Papiere fälschen. oder die Widerstandskämpfer mit Materialien und Essen versorgen.
Die Personen sind mir im Laufe der geschichte sehr ans Herz gewachsen, besonders Eva und Remy , aber auch der Pfarrer des Ortes.

Die Geschichte hat mich sehr berührt, vor allem auch, weil Eva , zusammen mit Remy versucht hat die Namen der Kinder, denen man zur Flucht verhalf und die dadurch einen neuen Namen bekamen, durch einen Code in einer alten Bibel niederzuschreiben, damit man die Namen nicht vergißt und sie ihre Identität nicht verlieren. Dass dieses Buch von einer wahren geschichte inspiriert wurde, macht es für mich noch wertvoller.

Sehr lesenswert.

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Veröffentlicht am 28.12.2021

sehr berührende Geschichte

Wenn ich wiederkomme
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" Wenn ich wiederkomme " von Marco Balzano, ist mein erstes Buch dieses Autors, aber bestimt nicht mein letztes., denn mir hat nicht nur die Thematik dieses Buches sehr gut gefallen, sondern auch sein ...

" Wenn ich wiederkomme " von Marco Balzano, ist mein erstes Buch dieses Autors, aber bestimt nicht mein letztes., denn mir hat nicht nur die Thematik dieses Buches sehr gut gefallen, sondern auch sein Schreibstil und seine Empathie, sich in Personen und Situationen hineinzuversetzen.

Daniela kommt aus Rumänien und möchte, dass ihre Kinder ein besseres Leben und eine Zukuft haben und deshalb entscheidet sie sich ins Ausland zu gehen und dort als Pflegekraft zu arbeiten. Ihr Mann ist arbeitslos und sie sieht hierin die einzige Möglichkeit, das Geld für die Bildung ihrer Kinder und vielleicht auch noch fü die Renovierung ihres Hauses zu verdienen. Sie weiß nicht , was auf sie zukommt und ihre Kinder, die von den Großeltern versorgt werden sollen und auch ihre Tochter, die sich um ihren kleinen Bruder kümmern soll, sind nicht erfreut darüber, dass die Mutter in der Fremde arbeiten will.

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