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Veröffentlicht am 07.04.2026

Der Krieg aus Sicht eines Kindes

Vergiss nicht zu tanzen, Hanna
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„Vergiss nicht zu tanzen,Hanna“,erschienen im @atlantikverlag ,ist eine Aufforderung an Hanna von ihrem Großvater, dass man auch in schlimmen Zeiten das Schöne nicht vergessen soll.

Hannas Familie ist ...

„Vergiss nicht zu tanzen,Hanna“,erschienen im @atlantikverlag ,ist eine Aufforderung an Hanna von ihrem Großvater, dass man auch in schlimmen Zeiten das Schöne nicht vergessen soll.

Hannas Familie ist in den zwanzigerJahren des 20. Jahrhunderts aus dem Oldenburger Münsterland in ein kleines Dorf im Osten der Republik, nahe der polnischen Grenze, umgesiedelt worden.Als streng katholische Familie haben es die Gehrkens im protestantischen Osten nicht leicht, vor allem nicht während der Nazizeit.Doch sie haben auf ihrem Hof ein ausreichendes Auskommen.Hanna, aus deren Sicht diese Geschichte erzählt wird, hat noch drei ältere Brüder und später kommt noch die kleine Rosa zur Welt, zu der Hanna ein sehr enges Verhältnis hat.Hanna erlebt das Erstarken des Nationalsozialismus das die Dorfgemeinschaft, aber auch die Familie spaltet und später auch den Einmarsch der Russen in das Dorf mit. Später wird ihre Familie zur Flucht gezwungen, weil die Polen das Dorf übernehmen.Die Flucht hat für die Familie weitreichende Konsequenzen und hinterlässt einen tief sitzenden Schmerz.

Diese Geschichte ist fiktiv, wie der Autor dieses Buches , der hier unter dem Pseudonym Mareike Busch schreibt,am Ende mitteilt, doch er hat das Buch im Gedenken an seine Mutter geschrieben und deshalb denke ich, dass wohl einige biographische Anteile im Buch sein werden.

Ich fand es sehr interessant diese Zeit mal aus der Sicht eines Kindes erzählt zu bekommen.Die kleine Hanna, die am Ende des Krieges 13Jahre alt ist, gibt Einblick in die Gedanken,- und Gefühlswelt eines Kindes, die diese Zeit miterlebt hat, obwohl sie die Tragweite des Ganzen sicherlich nicht begriffen hat. Gott sei Dank. Doch Hanna bekommt die Sorgen und Nöte ihrer Eltern, die sie abends durch die Wand belauscht, mit und auch zwei ihrer Brüder müssen in den Krieg ziehen. Auch die unterschiedlichen politischen Einstellungen der Menschen im Dorf, aber auch innerhalb der Familie bleiben ihr nicht verborgen.Auch die Flucht ist für Hanna ein einschneidendes Erlebnis.
Der unerschütterliche Glaube der Familie spielt hier eine große Rolle.Mich hat dieses Buch sehr an meine Mutter erinnert, die diese Zeit auch als Kind und Jugendliche miterlebt hat und auch in ihrem Leben hat der Glaube immer eine große Rolle gespielt.
Auch der Dümmersee, wo die Familie ihren Ursprung hat, ist mir ein Begriff. Wir besuchen ihn regelmäßig.

Ich fand diesen Roman sehr berührend und er ist auch eine Erinnerung an all die Menschen, die aus den Ostgebieten flüchten mussten und deren Familien zerrissen wurden und teilweise bis heute nicht wieder zusammengeführt wurden.

Ein Buch das für mich eine besonderes Leseerlebnis war und das ich sehr gerne empfehle.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

spannende Fortsetzung mit neuer Besetzung

Tote Seelen singen nicht
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Ich bin ein bekennender Adler Olsen Fan und deshalb hat es mich sehr getroffen erfahren zu müssen, dass der Autor schwer erkrankt ist.An dieser Stelle, alles erdenklich Gute für ihn.

Als Fan seiner Bücher ...

Ich bin ein bekennender Adler Olsen Fan und deshalb hat es mich sehr getroffen erfahren zu müssen, dass der Autor schwer erkrankt ist.An dieser Stelle, alles erdenklich Gute für ihn.

Als Fan seiner Bücher war es dann aber sehr schön zu hören, dass diese Reihe trotzdem weitergeführt wird, mit zwei Co-Autoren.Das ist ja immer so eine Sache, denn bei Stieg Larsson hat es meiner Meinung nach nicht so gut geklappt. Hier muss ich aber sagen, dass Stine Bolter und Line Holm dieser Reihe einen neuen Kick gegeben haben.
Die letzten Bücher des Autors fand ich so lala, dieses hat mich wieder mehr überzeugt.

Das Sonderdezernat Q fährt nur auf halbe Flamme. Carl Mork hat nach seinem unverschuldeten Gefängnisaufenthalt nicht ins Sonderdezernat zurück gefunden, sondern schreibt und vermarktet seine Bücher. So ganz kann er das ermitteln aber doch nicht lassen. Übriggebliebene sind Assad und Rose. Gordon hat eine Stelle in Nordjütland angenommen. Doch Unterstützung naht in Person der Französin Helena Henry, die Rose von Anfang an als Konkurrentin ansieht.
Carl ist dann auch derjenige, der dem Sonderdezernat einen neuen Fall beschert. Eine alte Tonbandaufnahme gibt Rätsel auf. Ein Fall, der als begleiteter Suizid eingeordnet wurde,bekommt plötzlich eine andere Bedeutung und die Spur führt in ein Musikinternat.

Erst einmal war es wieder schön das Team des Sonderdezernats Q wieder zu treffen und ihre Ermittlungen, aber auch ihre Querelen untereinander zu erleben. Das hat teilweise schon Slapstickcharakter.Aber auch die Spannung erreicht hier wieder ein annehmbares Niveau.Die Mordserie zu verfolgen war wirklich mehr als spannend. Wer bleibt übrig und ist der Fall zu lösen und wird Carl Mørck zurückkehren?Wir werden es erleben, denn die Reihe geht weiter, wie der Cliffhanger am Ende zeigt.Ich bin gespannt.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

wenn das Leben dazwischenkommt

Eine von uns
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„Eine von uns“ von Amelie Fried, könnte gut unter der Überschrift „Wenn das Leben dazwischenkommt“ betitelt werden. Ein Buch bei dem man häufig denkt, manchmal kann eine Krise auch zur Chance werden, weil ...

„Eine von uns“ von Amelie Fried, könnte gut unter der Überschrift „Wenn das Leben dazwischenkommt“ betitelt werden. Ein Buch bei dem man häufig denkt, manchmal kann eine Krise auch zur Chance werden, weil man Prioritäten setzen muss und man danach Wichtiges von Unwichtigem trennen kann.

Nelly lebt mit ihren beiden Töchtern und ihrem Mann, der als Wirtschaftscoach viel Geld verdient, ein mehr als angenehmes Leben. Ihre beiden Töchter leben ein Prizessinnenleben, die Älteste Cleo konkurriert mit ihren Klassenkameradinnen um den besten Abschluss, natürlich auf einer Privatschule, um einen Platz auf einer Eliteuniversität zu ergattern. Darunter tut man es nicht. Ihre Schwester Emma bezeichnet sich als soziophob , hat arge Kontaktprobleme und entzieht sich durch ihre Malerei der Realität.
Als Tom, der Ernährer der Familie, durch einen schweren Unfall ausfällt,fällt das sorgsam aufgebaute Wolkenkuckucksheim wie ein Kartenhaus zusammen. Nelly, die nie eine Ausbildung gemacht hat und ihre Tage mit Shopping, Kosmetikbesuchen und Mamitreffen mit ihren reichen Freundinnen verbracht hat, steht plötzlich vor einem Scherbenhaufen nachdem sie erfährt, dass ihr „schönes Leben“ eine Luftblase war. Zurück bleiben ein Ehemann im Koma, von dem man nicht weiß, ob er wieder gesund wird und die Erkenntnis, dass er sie belogen hat, was ihre Vermögensverhältnisse angeht.
Sie zieht in eine Sozialwohnung und putzt fortan in den Häusern, in denen sie bisher ein und aus gegangen ist.Ihre beiden Töchter reagieren unterschiedlich. Cleo bringt ihre Wut mehrmals deutlich zum Ausdruck, Emma zieht sich immer mehr in sich selbst zurück.

Als Leser verfolgt man die Geschichte der Familie gespannt und hält teilweise auch mal den Atem an. Sicherlich könnte diese Geschichte auch filmisch umgesetzt als Samstagabendunterhaltung herhalten, doch das würde die Geschichte diskreditieren , denn solche Schicksale gibt es wohl immer wieder und was mir an diesem Buch so gut gefallen hat war, die Entwicklung der einzelnen Personen zu beobachten, die konfrontiert mit der harten Realität doch irgendwie alle die Kurve bekommen haben. Der eine hat etwas länger gebraucht als der andere jeder hatte seine individuelle Art damit umzugehen, die nicht immer einfach war, aber jeder hat für sich etwas Positives aus dieser Situation ziehen können, ist gereift und hat seinen Weg gefunden, den er sich selbst nach eigener Erkenntnis gesucht hat und sich nicht von seinem Umfeld hat aufzwingen lassen.
Die Erkenntnis, dass einen Egoismus und Streben nach Geld nicht immer glücklich macht war für Cleo dann wegweisend und vor allem befriedigend.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht diesem Gesellschaftsroman zu folgen und auch hier noch mal die Erkenntnis zu gewinnen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt und dass „schmucke Fassaden“ auch Probleme nicht abhalten.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

spannender Regionalkrimi

Der Montag, an dem Emil verschwand
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„Der Montag an dem Emil verschwand“ ist ein Regionalkrimi der mir spannende Lesestunden beschert hat. Lisa Mond hat diesen Krimi mit viel Herzblut geschrieben und das merkt man ihm auch an.

Diese Geschichte ...

„Der Montag an dem Emil verschwand“ ist ein Regionalkrimi der mir spannende Lesestunden beschert hat. Lisa Mond hat diesen Krimi mit viel Herzblut geschrieben und das merkt man ihm auch an.

Diese Geschichte beginnt mit dem Albtraum jeder Mutter. Sie ist mit ihrem Kind auf dem Spielplatz, ist einen Moment unaufmerksam und dieser Moment genügt, denn ihr Sohn ist verschwunden. Ich möchte mir diese Situation nicht vorstellen, für den Plot eines Krimis gibt es aber keine bessere Ausgangsposition.Es bleibt auch nicht bei diesem einen Kind, kurz danach wird der achtjährige Matteo vermisst, der nach einem Besuch bei seinem Freund vermisst wird.
Ela Nowak, Mitte dreißig ,ist die zuständige Kommissarin in Mainz und vermutet schnell einen Serientäter hinter der Sache und ermittelt unter Hochdruck, auch im familiären Umfeld der Opfer. Jede Minute zählt und so stehen alle Mitarbeiter der Soko unter Erfolgsdruck.

Lisa Mond startet mit einem überzeugenden Plot und treibt den Leser mit viel Spannung durch den Fall. Auch das Privatleben von Ela spielt eine nicht unerhebliche Rolle, was mir gut gefallen hat und die Handlung auflockert.Sowieso ist Ela eine Sympathieträgerin,weshalb man ihren Ermittlungen gerne folgt. Ob sie den richtigen Täter findet, muss der Leser natürlich selbst herausfinden, es lohnt sich auf jeden Fall diesem Regionalkrimi zu folgen und ich hoffe, dass es noch Nachfolger dieser Reihe gibt.
Das Ende dieses Krimis fand ich mehr als gelungen und es bestärkt mich in der Hoffnung, dass es weitergeht.

Wer aus Mainz und Umgebung kommt wird hier sicherlich mehr als auf seine Kosten kommen,aber auch auf andere Krimiliebhaber, die nicht ortskundig sind, wartet spannende Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

für mich ein tolles Leseerlebnis

Einatmen. Ausatmen.
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„Einatmen Ausatmen“ von Maxim Leo, erschienen im @kiwi_verlag , war ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Ich liebe die Bücher dieses Autors, der aktuelle und auch auch tiefgründige Themen mit einer großen ...

„Einatmen Ausatmen“ von Maxim Leo, erschienen im @kiwi_verlag , war ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Ich liebe die Bücher dieses Autors, der aktuelle und auch auch tiefgründige Themen mit einer großen Portion Humor in seinen Büchern verarbeitet.

Marlene Buchholz ist auf ihrem Karriereweg auf dem Weg nach ganz oben. Sie soll CEO des Aviola Konzerns werden. Doch ihr Chef zweifelt an ihrer emotionalen Intelligent, vor allem was die Empathie ihren Untergebenen gegenüber angeht und so wird Marlene zu einem Achtsamkeitstraining in die brandenburgische Pampa geschickt.
Marlene, aufgewachsen bei einer fordernden Mutter, der sie nie genügte und sie immer zu Höchstleistungen anspornte und Eigenliebe und Achtsamkeit gegenüber den eigenen Ressourcen für Blödsinn hält und die Vergangenheit lieber negiert, als sich mit Traumata auseinandersetzt, hat ihr Leben nie in Frage gestellt. An erster Stelle stand die Arbeit, an zweiter die Arbeit und an Dritter die Arbeit.Privatleben ist überbewertet und so lebt Marlene in einem möblierten Appartement, dass sie zum Schlafen und Duschen nutzt.
Als pragmatische Person nimmt sie die Aufforderung zum Coaching stoisch auf, da es für ihre Karrriere wichtig ist, ohne sich viel aus diesem „Seelenstriptease„zu machen.

Alex Grow, der Besitzer des Coachingzentrums, hat mit seinen eigen Geistern der Vergangenheit zu kämpfen, aber auch mit realen, denn sein Zentrum steht kurz vorm Konkurs. Das Angebot von Marlenes Chef, dass wenn er Marlene fit macht für ihren Posten, ihm alle Mitarbeiter des Konzerns zum Coaching geschickt werden und er somit sein Lebenswerk rettet,kann er nicht ausschlagen, doch Marlene scheint ein harter Brocken zu sein.

Maxim Leo hat mich mit seinem neuen Buch zum lauten Lachen, aber auch zum Nachdenken gebracht.Viele Situation werden mit viel Witz und Situationskomik erzählt,was das Ganze sehr unterhaltsam
macht, die Bedeutung des Themas Achtsamkeit aber nicht herabwürdigt. Psychologische Themen wie Atemtraining, Traumabewältigung, Familienaufstellung, Waldbaden usw werden angesprochen, aber eben nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern so, dass man es gerne liest und auch zum Nachdenken kommt.
In einer Welt, in der viele in ihrem Hamsterrad festsitzen, ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit, ist so ein Buch das auf so unterhaltsame Weise dieses Thema behandelt sehr wohltuend,
Ob man denn dann so schnell wie Marlene seinen Lebensweg umschmeißt sei dahingestellt, aber so erst sollte man manches in diesem Buch auch nicht nehmen, so habe ich den Autor, der vieles mit einem Augenzwinkern erzählt wenigstens verstanden. Trotzdem stellt es manches infrage und eröffnet andere Perspektiven und das mag ich an Büchern.
Für mich war Einatmen , Ausatmen ein sehr unterhaltsames Leseerlebnis das ich sehr gerne weiterempfehle,wie auch die anderen Bücher dieses Autor, die mir alle gut gefallen haben.

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