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Veröffentlicht am 16.02.2025

unterhaltsamer Wohlfühlroman mit einigen Längen

Luzie in den Wolken
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„Luzi in den Wolken“ von Charlotte Lucas, alias Wiebke Lorenz ist ein netter Unterhaltungsroman, etwas vorhersehbar, aber durchaus lesenswert.

Luzi, sieben Jahre alt, hat ihren Vater bei einem Verkehrsunfall ...

„Luzi in den Wolken“ von Charlotte Lucas, alias Wiebke Lorenz ist ein netter Unterhaltungsroman, etwas vorhersehbar, aber durchaus lesenswert.

Luzi, sieben Jahre alt, hat ihren Vater bei einem Verkehrsunfall verloren. Sie lebt bei ihrer Mutter Miriam, die eine kleine Secondhand Boutique in Hamburg betreibt ,die mehr recht als schlecht läuft.
Als Luzi bei einem ansässigen Spielzeugladen an einem Ballonwettbewerb
teilnimmt und gewinnt, lernen sie Gabriel,alias Ben kennen. Er hatte den Ballon gefunden, war gerührt von der Karte, die Luzi an den Ballon gehängt hatte mit der Aufschrift“ Liber Got, mein Papa ist bei dir im Himell- kannst du mir bitte einen neuen schicken?Von ganzem Hertzen , deine Luzi in den Wolken“ und hat dafür gesorgt, dass Luzi gewinnt.
Er selbst ist ein erfolgreicher Schriftsteller von Liebesromanen in der Schaffenskrise. Durch die Karte wird er zu einem neuen Buch inspiriert.
Als Buchhalter mietet er einen Raum in Miriams Boutique, um Futter für seinen Roman zu bekommen, was er Miriam natürlich nicht sagt. Dass er Miriam nebenbei sehr anziehend findet, spielt sicherlich auch eine Rolle.

Der Roman ist flüssig und sehr unterhaltsam geschrieben, obwohl er auch einigen Längen aufweist. Der Besuch im Spieleparadies wurde schon sehr Seiten füllend beschrieben. Es gibt viele lustige und auch berührende Szenen, die Geschichte ist aber auch sehr vorhersehbar. Einzig Gabriels Geschichte hat mich bei der Stange gehalten, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht mit seiner Vergangenheit.

Ein netter Roman für den Urlaub oder nach einem stressigen Arbeitstag.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

was für ein geniales Buch

In einem Zug
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"In einem Zug", das neue Buch des Autors Daniel Glattauer war für mich ein kleiner Leseschmaus.
Herr Glattauer hat es einfach " drauf" aus nichts etwas Großartiges zu machen mit ganz viel Charme, Humor ...

"In einem Zug", das neue Buch des Autors Daniel Glattauer war für mich ein kleiner Leseschmaus.
Herr Glattauer hat es einfach " drauf" aus nichts etwas Großartiges zu machen mit ganz viel Charme, Humor und köstlichen Dialogen.

Sein neues Buch " In einem Zug" spielt genau dort, in einem Zug. Der Protagonist ist auf dem Weg zu seinem Verleger in München, dem er die Idee und am besten auch schon Auszüge zu seinem neuen Buch vorlegen soll. Doch bei der Vorstellung grummelt sein Bauch, denn die Mappe ist leer, genauso wie sein Kopf.
Deshalb stört es ihn auch, dass er in seinem Abteil eine Dame mittleren Alters vorfindet, denn er möchte allein sein, mit seinen Gedanken , die sich darum drehen, wie er seinem Verleger beibringen soll, dass der Vorschuß auf " sein Buch" wohl ohne Gegenleistung bleibt.

Er selbst ist ein eher introvertierter Typ, der nicht so gern redet, denn wenn er etwas zu sagen hat, tut er das in seinen Bücher, was eigentlich schon alles sagt, denn er hat keine Ideen für ein neues Buch. Doch leider ist das der Dame ihm gegenüber egal. Sie selbst in Therapeutin , bleibt Begleiterin bis München und löchert ihn mit Fragen , über die Liebe,da er ja Autor von Liebesromanen ist, seine Ehe und das Leben an sich.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich dieses Buch begeistert hat. Sprachlich ein Genuß, aber auch der Humor und die Dialoge konnten mich überzeugen.
Auch den Schluß fand ich gelungen, obwohl ich mir Ähnliches gedacht hatte.
Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt, habe herzlich gelacht bei einigen Szenen und habe das Buch mit einem wohligen Gefühl geschlossen.

Weiter so Herr Glattauer, ich freue mich auf ihr nächstes Buch.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Wieviel kann man ertragen

Im Namen der Barmherzigkeit
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Das Buch „Im Namen der Barmherzigkeit“ ist ein Buch das mich sehr gefordert hat und dass ich immer wieder weglegen musste, um es ertragen zu können. Trotzdem entwickelt es eine Sogwirkung, weil man dem ...

Das Buch „Im Namen der Barmherzigkeit“ ist ein Buch das mich sehr gefordert hat und dass ich immer wieder weglegen musste, um es ertragen zu können. Trotzdem entwickelt es eine Sogwirkung, weil man dem Leben von Steffi folgen möchte.

Steffi ist das siebte Kind ihrer Mutter und aus einem Seitensprung entstanden. Ihre Mutter, die in prekären sozialen Verhältnissen lebt, will sie noch nicht mal nach der Geburt sehen und gibt sie gleich zur Pflege frei. Nach drei Jahren Waisenhaus kommt Steffi zu einer Familien in der Steiermark, die einen Bauernhof betreibt. Sie ist eines von mehreren Pflegekindern, die Familie hat aber auch leibliche Kinder.
Zwischen ihnen wird ein großer Unterschied gemacht. Während die leiblichen Kinder jegliche Annehmlichkeiten genießen, werden die Pflegekinder als „Arbeitssklaven „missbraucht, was aber nicht der einzige Missbraucht ist. Steffi erfährt psychische, körperliche und sexuelle Gewalt, die sie bis zu ihrem 15 Lebensjahr stoisch erträgt, immer mit der Drohung im Ohr, dass sie sterben würde, wenn sie darüber redet.
Als sich starke körperliche Probleme herausstellen, kommt sie in die Psychatrie, später in ein Jugendhaus.
Der Leser verfolgt ihr weiteres Leben das geprägt ist von Rückschlägen, Abhängigkeiten und wiederholten Fehlentscheidungen des Jugendamtes, die einen maßgeblichen Einfluss auf ihr weiteres Leben haben.

Wie schon zu Anfang erwähnt, fiel es mir schwer dieses Buch zu ertragen. Die Autorin schreibt am Schluss, dass sie nicht alle Schicksalsschläge aufgeführt hat und ich dachte, was konnte denn da noch mehr kommen. Ich habe es als Aneinanderreihung von Katastrophen empfunden, die für mehr als 5 Menschenleben gereicht hätten.Steffi ist mir schnell ans Herz gewachsen und ich hätte sie am liebsten ständig in den Arm genommen und sie getröstet.
Wieder wird einem bewusst, wie wichtig Liebe, Anerkennung und ein stabiles familiäres Umfeld einen Lebensweg prägen können, um so erstaunlicher, wieviel Kraft Steffi entwickeln konnte, um diesem Teufelskreis zu entkommen.
Es war schön zu lesen, dass sie zum Schluss doch ihr Glück gefunden hat, was ich ihr von Herzen gönne.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

wieder ein toller Roman dieser Autorin

Von hier aus weiter
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„Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“, durch dieses Buch ist dieAutorin bekannt geworden und es war für mich ein Highlight. Als ich gesehen habe, dass Susanne Pasztor ein neues Buch geschrieben ...

„Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“, durch dieses Buch ist dieAutorin bekannt geworden und es war für mich ein Highlight. Als ich gesehen habe, dass Susanne Pasztor ein neues Buch geschrieben hat, war für mich klar, das möchte ich lesen und auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht.

Marlene ist wütend.Ihr Mann Rolf,mit dem sie 30 Jahre ihres Lebens geteilt hat ist tot.Er hatte einen Hirntumor und hat für sich entschieden,selbst zu bestimmen, wann er geht. zusammen mit Marlene,die keinen Sinn im Leben ohne Rolf sieht,wollen sie sich durch Medikamente das Leben nimmt.Da Rolf Arzt ist,vertraut Marlene ihm,dass er die richtige Dosierung findet.Doch Rolf entscheidet diesen Weg allein zu gehen.Er verabreicht ihr nur eine größere Menge Schlafmittel.Marlene ist geschockt und wütend,als sie feststellt,dass sie lebt.Die erste Zeit ist sie wie betäubt.Als dann Jack in ihr Leben tritt,ein junger Klemptner,die sie wegen einer defekten Dusche ruft,ändert sich ihr Leben.

Wenn man diese Geschichte hört ,denkt man,was für eine traurige Geschichte.Sicherlich stimmt das,aber Susanne Pasztor findet eine tolle Art,dieser Traurigkeit die Spitze zu nehmen.Mit viel Humor und Situationskomik wird die Geschichte aufgelockert,sodass man manchmal laut lachen muss.Auch ihre Figuren sind liebevoll gezeichnet.Vor allem Jack hat mir gut gefallen.

Der Schreibstil ist flüssig und unterhaltsam.
Eine große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.01.2025

nette Urlaubslektüre

Der Ruf des schwimmenden Gartens
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„Das Buch des schwimmenden Gartens“ ist ein Buch das aufgrund seiner Spannung zu fesseln versteht.
Sophie die Protagonistin dieses Buches, hat sich Anfang des 20. Jahrhunderts zur Ärztin ausbilden lassen.
In ...

„Das Buch des schwimmenden Gartens“ ist ein Buch das aufgrund seiner Spannung zu fesseln versteht.
Sophie die Protagonistin dieses Buches, hat sich Anfang des 20. Jahrhunderts zur Ärztin ausbilden lassen.
In Deutschland als Ärztin zu arbeiten widerstrebt der männlichen Eitelkeit sehr, die sich dafür prädestiniert sehen und die Frauen gern in die von ihnen zugedachte Rolle verweisen möchten.Doch Sophie gibt sich nicht geschlagen.
Sie erfährt von einer Klinik auf der Insel Madeira, die sie mit aufbauen soll. Dort angekommen, zeigt sich ihr ein anderes Bild.

Das Buch, dessen Einband mich ein wenig an eine oberflächliche Liebesgeschichte erinnern ließ, hat mich dann doch mit Spannung und Unterhaltung überrascht. Es ist keine hohe Literatur, weiß aber trotzdem gut zu unterhalten. Die Liebe spielt hier schon auch eineRolle, aber eben auch andere Themen und vor allem gibt es viele Beschreibungen der wunderschönen Atlantikinsel, die ich auch selbst schon besucht habe und ich hatte viele Bilder im Kopf.

Der Schreibstil ist angenehm und unterhaltsam und so kann ich mir dieses Buch gut als Urlaubslektüre Vorstellungen, vielleicht bei einem Urlaub auf Madeira ?

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