Wie schon von anderen Lesern erwähnt, tue ich mich auch schwer dieses Buch als Psychothriller oder Krimi zu bezeichnen. Die Spannung hielt sich bei mir auch in Grenhen. Trotzdem habe ich es nicht ungern ...
Wie schon von anderen Lesern erwähnt, tue ich mich auch schwer dieses Buch als Psychothriller oder Krimi zu bezeichnen. Die Spannung hielt sich bei mir auch in Grenhen. Trotzdem habe ich es nicht ungern gelesen. Es ist interessant, flüssig geschrieben und die Figuren gut gezeichnet.
Mit viel Wohlwollen 4Sterne
Ellwood ist ein schwarzer Jugendlicher, der Anfang der sechziger Jahre in Amerika lebt. Er ist ein sehr guter Schüler, der bei seiner Großmutter aufwächst, die ihn zu einem aufrechten Menschen erziehen ...
Ellwood ist ein schwarzer Jugendlicher, der Anfang der sechziger Jahre in Amerika lebt. Er ist ein sehr guter Schüler, der bei seiner Großmutter aufwächst, die ihn zu einem aufrechten Menschen erziehen will und desshalb auch auf seinen Umgang achtet. Ellwood mach ihr sehr viel Freude, auch weil er ein sehr angepasster und freundlicher Mensch ist. Als er die Chance erhält auf einem College Vorlesungen zu besuchen, fährt er per Anhalter in die etwas entfernt liegende Stadt, wo das College liegt. Leider ist der Anhalter, der ihn mitnimmt ein Autodieb und sie werden von der Polizei angehalten. Ellwood landet im Nickel, ein Besserungsanstalt für Jugendliche. Zu Anfang hat er noch die Hoffnung hier seine Schulbildung weiterführen zu können, bis er dann bald wieder nach Hause kommt, doch es kommt anders.
Dieses zweite Buch des Schriftstellers Colson Whitehead ist eine Geschichte über die Rassendiskriminierung in den Staaten. Es wird sehr schnell deutlich, dass auch im Nickel deutliche Unterschiede zwischen schwarz und weiß gemacht werden und die Schilderungen sind schon sehr drastisch. Trotzdem hat mich dieses Buch nicht mitgenommen, weil ich die Schilderung sehr emotionslos und teilweise sehr sperrig fand. Bei einem solch hochemotionales Thema hätte ich mir etwas mehr Empathie gewünscht, dann hätte es mich auch gefangengenommen. Ich fand die Erzählung z.T. auch etwas ausschweifend erzählt und habe mich öfter dabei erwischt, dass ich mit meinen Gedanken woanders war, was mir bei einer spannenden nicht passiert wäre.
In ihrem neuen Thriller verwebt Charlotte Link einen zurückliegenden Fall mit einer neuen Kriminalgeschichte in der Gegenwart. Haben die beiden Fälle etwas miteinander zu tun ?
Vor ca 20 Jahren kam es ...
In ihrem neuen Thriller verwebt Charlotte Link einen zurückliegenden Fall mit einer neuen Kriminalgeschichte in der Gegenwart. Haben die beiden Fälle etwas miteinander zu tun ?
Vor ca 20 Jahren kam es an Schottlandsküste zu einem grausamen Verbrechen. Eine Familie, die an der Küste zeltete, wurde nachts von drei Männern überfallen und ermordet. Nur die zehnjährige Iris überlebt. Auch ein Ehepaar in der Nachbarbucht, die den Überfall mitbekam wurde grausam ermordet.
In der Gegenwart wird Iris gestalkt. Immer wieder kommt es zu bedrohlichen Sittuation, die vermuten lassen, dass es jemand auf Iris abgesehen hat.
Als sie mit ihrer Freundin nach Südfrankreich fährt, verschwindet Iris Freundin spurlos und man erfährt, dass ein junger Mann dabei eine gewisse Rolle spielt.
Charlotte Link hat mit ihrem neuen Thriller wieder einen superspannenden Fall kreiert, der den Leser oftmals in die Irre führt und mit einem mehr als überraschenden Ende aufwartet.
Mit hat es sehr gut gefallen, wie die Autorin zwei Fälle , einen in der Gegewart und einen in der Vergangenheit, parallel laufen lässt. Man fragt sich immer wieder, sind es zwei Fälle. oder gehören sie zusammen? Die Spannung wird dadurch konstant hochgehalten und ich bin nicht eine Minute auf die Lösung gekommen.
Auch die privaten Einschübe von Caleb Hale und Kate Linville haben mir sehr gut gefallen. Beide sind psychisch angeschlagen und ihre schwierige Beziehung wird wieder einmal sehr deutlich. Die Entwicklung von Caleb fand ich sehr schade, aber ich bin gespannt, was die Autorin sich statt dessen ausdenken wird.
Alles in allem wieder ein sehr spannendes Buch der Autorin.
„Luzi in den Wolken“ von Charlotte Lucas, alias Wiebke Lorenz ist ein netter Unterhaltungsroman, etwas vorhersehbar, aber durchaus lesenswert.
Luzi, sieben Jahre alt, hat ihren Vater bei einem Verkehrsunfall ...
„Luzi in den Wolken“ von Charlotte Lucas, alias Wiebke Lorenz ist ein netter Unterhaltungsroman, etwas vorhersehbar, aber durchaus lesenswert.
Luzi, sieben Jahre alt, hat ihren Vater bei einem Verkehrsunfall verloren. Sie lebt bei ihrer Mutter Miriam, die eine kleine Secondhand Boutique in Hamburg betreibt ,die mehr recht als schlecht läuft.
Als Luzi bei einem ansässigen Spielzeugladen an einem Ballonwettbewerb
teilnimmt und gewinnt, lernen sie Gabriel,alias Ben kennen. Er hatte den Ballon gefunden, war gerührt von der Karte, die Luzi an den Ballon gehängt hatte mit der Aufschrift“ Liber Got, mein Papa ist bei dir im Himell- kannst du mir bitte einen neuen schicken?Von ganzem Hertzen , deine Luzi in den Wolken“ und hat dafür gesorgt, dass Luzi gewinnt.
Er selbst ist ein erfolgreicher Schriftsteller von Liebesromanen in der Schaffenskrise. Durch die Karte wird er zu einem neuen Buch inspiriert.
Als Buchhalter mietet er einen Raum in Miriams Boutique, um Futter für seinen Roman zu bekommen, was er Miriam natürlich nicht sagt. Dass er Miriam nebenbei sehr anziehend findet, spielt sicherlich auch eine Rolle.
Der Roman ist flüssig und sehr unterhaltsam geschrieben, obwohl er auch einigen Längen aufweist. Der Besuch im Spieleparadies wurde schon sehr Seiten füllend beschrieben. Es gibt viele lustige und auch berührende Szenen, die Geschichte ist aber auch sehr vorhersehbar. Einzig Gabriels Geschichte hat mich bei der Stange gehalten, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht mit seiner Vergangenheit.
Ein netter Roman für den Urlaub oder nach einem stressigen Arbeitstag.
"In einem Zug", das neue Buch des Autors Daniel Glattauer war für mich ein kleiner Leseschmaus.
Herr Glattauer hat es einfach " drauf" aus nichts etwas Großartiges zu machen mit ganz viel Charme, Humor ...
"In einem Zug", das neue Buch des Autors Daniel Glattauer war für mich ein kleiner Leseschmaus.
Herr Glattauer hat es einfach " drauf" aus nichts etwas Großartiges zu machen mit ganz viel Charme, Humor und köstlichen Dialogen.
Sein neues Buch " In einem Zug" spielt genau dort, in einem Zug. Der Protagonist ist auf dem Weg zu seinem Verleger in München, dem er die Idee und am besten auch schon Auszüge zu seinem neuen Buch vorlegen soll. Doch bei der Vorstellung grummelt sein Bauch, denn die Mappe ist leer, genauso wie sein Kopf.
Deshalb stört es ihn auch, dass er in seinem Abteil eine Dame mittleren Alters vorfindet, denn er möchte allein sein, mit seinen Gedanken , die sich darum drehen, wie er seinem Verleger beibringen soll, dass der Vorschuß auf " sein Buch" wohl ohne Gegenleistung bleibt.
Er selbst ist ein eher introvertierter Typ, der nicht so gern redet, denn wenn er etwas zu sagen hat, tut er das in seinen Bücher, was eigentlich schon alles sagt, denn er hat keine Ideen für ein neues Buch. Doch leider ist das der Dame ihm gegenüber egal. Sie selbst in Therapeutin , bleibt Begleiterin bis München und löchert ihn mit Fragen , über die Liebe,da er ja Autor von Liebesromanen ist, seine Ehe und das Leben an sich.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich dieses Buch begeistert hat. Sprachlich ein Genuß, aber auch der Humor und die Dialoge konnten mich überzeugen.
Auch den Schluß fand ich gelungen, obwohl ich mir Ähnliches gedacht hatte.
Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt, habe herzlich gelacht bei einigen Szenen und habe das Buch mit einem wohligen Gefühl geschlossen.
Weiter so Herr Glattauer, ich freue mich auf ihr nächstes Buch.