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Veröffentlicht am 24.09.2025

eine beührende Geschichte

Was du siehst
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„Was du siehst“ von Lara Maaß ist das Debüt der Autorin und ist im @Gutkind Verlag erschienen.

Die Geschichte spielt zum großen Teil in der ehemaligen DDR auf verschiedenen Zeitebenen.
1967 verläßt Ruth ...

„Was du siehst“ von Lara Maaß ist das Debüt der Autorin und ist im @Gutkind Verlag erschienen.

Die Geschichte spielt zum großen Teil in der ehemaligen DDR auf verschiedenen Zeitebenen.
1967 verläßt Ruth hochschwanger Ostberlin. Sie hat ihre Verlobung gelöst , hat sich Hals über Kopf in Tom verliebt, der aber plötzlich verschwindet und sie bittet, auf ihn zu warten. Dass sie schwanger ist, erfährt er nicht.
Ruth kommt bei ihrem Onkel unter in einem kleinen Dorf nahe der Grenze in Mecklenburg Vorpommern.
Jule, Ruth‘s Tochter wächst zusammen mit dem Sohn ihrer Freundin Hannah auf,mit Andi.Die beiden sind unzertrennlich trotz ihrer verschiedenen Charaktere, Andi eher ruhig und besonnen und Jule, neugierig temperamentvoll.Im Jugendalter verlieben sie sich ineinander, doch nach dem Mauerfall sucht Jule die Freiheit in der sich ihr öffnenden Welt und Antworten und Andi bleibt zu Hause und wartet.

Laura Maaß erzählt ihre Geschichte ruhig und unaufgeregt , mit Wiederholungen und ohne großen Spannungsbogen. Sie erzählt von dem kleinen Dorf und den Bewohnern und ihrem Leben in der DDR, seinen Tücken, aber auch vom Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft.Wir können die Liebesgeschichte von Jule und Andi miterleben und deren weitere Entwicklung beobachten.
Diese Geschichte berührt das Herz, ist sie doch sicherlich kein Einzelfall gewesen , denn der Mauerfall hat Beziehungen und Familien entzweit.

Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen, was zum Teil an den Wiederholungen, der fehlenden Spannung und dem Schreibstil lag. Zum Ende flacht die Geschichte auch etwas ab und ließ mich etwas unzufrieden zurück.

Wer aber ruhige Geschichten mag,die Emotionen hervorrufen und sich vor Augen führt, dass dies ein Debüt ist, dem sei dieses Buch empfohlen, das sich auf jeden Fall zu lesen lohnt.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

lesenswert

Wir schreiben unsere Namen in den Wind
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„Wir schreiben unsere Namen in den Wind“ von Jodi Picoult, erzählt die Geschichte von zwei Frauen, die um Sichtbarkeit und Anerkennung kämpfen.
Im16/17. Jahrhundert lernen wir Emilie Bassano kennen, deren ...

„Wir schreiben unsere Namen in den Wind“ von Jodi Picoult, erzählt die Geschichte von zwei Frauen, die um Sichtbarkeit und Anerkennung kämpfen.
Im16/17. Jahrhundert lernen wir Emilie Bassano kennen, deren ganze Liebe dem Schreiben gilt das sie mit Leidenschaft und Scharfsinn betreibt. Da es Frauen aber untersagt ist ihre Schriften auf die Bühne zu bringen,werden mit einer List unter William Shakespeares Namen herausgebracht.

Hat sich an dieser Praxis etwas verändert? Wenig!

Auch die Geschichte in der Gegenwart, die von Melina Green handelt offenbart, dass es Frauen schwer haben ,nicht nur in der Kunst ,anerkannt zu werden.Denn auch Melina,um die es in. Der Geschichte der Gegenwart geht ist Schriftstellerin und will ihr Stück über eben diese „Emilia Bassano“ veröffentlichen und es gelingt ihr erst, als sie es unter einem männlichen Pseudonym herausbringt.

Jodi Picoult gelingt es immer wieder mich mit ihren Büchern zu fesseln. Sie spricht Themen an, die Lücken in unserer Gesellschaft aufzeigen und die auch häufig eine soziale oder gesellschaftliche Komponente haben. Hier geht es um das jahrelange Ringen von Frauen mit Männern gleichgestellt zu werden, wie hier in der Literatur.Offenkundig ist, dass Frauen das Können haben und man sich fragt, welcher Genuss der Gesellschaft entgangen ist, weil man sie über Jahrhunderte nicht hat sichtbar werden lassen und auch heute noch Frauen mehr leisten müssen, um anerkannt zu werden.Ist es die Angst der Männer Privilegien und Macht zu verlieren ?

Jodi Picoult findet eine sehr feinfühlige Art die Geschichten der beiden Frauen zu erzählen,wobei mir die Geschichte in der Vergangenheit etwas besser gefallen hat, da der Charakter der Emilia interessanter beschrieben war.
Schreibstil und Charaktere haben mir gut gefallen und so spreche ich eine große Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

wieder ein Lesevergnügen

Es bleibt doch in der Familie
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Christiane Wünsche ist eine Lieblingsautorin von mir. Ich habe alle ihre Bücher gelesen und war natürlich erfreut zu lesen, dass sie einen neuen Roman herausgebracht hat. " Es bleibt doch in der Familie.".

In ...

Christiane Wünsche ist eine Lieblingsautorin von mir. Ich habe alle ihre Bücher gelesen und war natürlich erfreut zu lesen, dass sie einen neuen Roman herausgebracht hat. " Es bleibt doch in der Familie.".

In diesem Buch spielt eine Rheininsel " Hohenwerth" ein große Rolle. Hier lebte Tante Klara bis kurz vor ihrem Tod, hier traf sich die Familie lange Zeit jeden Sommer, verlebte schöne Tage und führte die Familie noch enger zusammen. Die Insel hatte Tante Klara von ihrem Mann geerbt, mit dem ihr aber nur eine kurze Ehe vergönnt war. Diese Insel und das Haus darauf und noch einige andere Dinge, befinden sich in der Erbmasse, da werden natürlich Begehrlichkeiten wach und Charaktereigenschaften , die nicht unbedingt angenehm sind, denn" bei Geld hört die Freundschaft auf".

Als nach dem Tod von Klara die Erbangelegenheiten geklärt werden müssen, erfahren die Erben, Marlene; Nicole, Esther, Andi und zwei Cousins, dass noch eine ihnen fremde Person erbt und zwar die große Liebe von Tante Klara.Wer ist diese Person und warum große Liebe? Marlene, die den engsten Kontakt zu ihrer Tante hatte und sie bis zu ihrem Tod betreut hat ist verletzt, glaubte sie doch, Tante Klara am nächsten zu stehen. Als sie dann ein altes Tagebuch ihrer Tante findet und feststellt, dass ihre Tante ihrer Familie noch viel mehr verheimlicht hat, vor allem auch eine Stiftung, von deren Existenz die ganze Familie nichts wusste, ist die Verwirrung , aber auch die Empörung groß in der Familie.

Als ich dieses Buch zu lesen anfing , wusste ich nicht was mich erwartet. Die Geschichte fing recht ruhig an und ich dachte ok, ganz nett. aber dann offenbart die Autorin das Geheimnis von Tante Klara und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ein Thema, was an Aktualtität und Wichtigkeit nicht nicht zu unterschätzen ist, gerade in der heutigen Zeit, wo Randgruppen immer mehr in den Fokus der Populisten geraten und sich fürchten müssen angegriffen zu werden.

Christiane Wünsche versteht es sehr emphatisch mit diesem Thema umzugehen und zeigt auch noch mal sehr klar auf,wie wichtig es ist in seiner Individualtität angenommen zu werden, aber auch welche Eigenschaften die Aussicht auf Geld in einem Menschen hervorbringt. Neid, Missgunst und Egoismus, auch in einer Familie, die sich doch eigentlich so nahe steht.
Was mich aber am Ende der Geschichte versöhnt hat war die Einsicht der Familienmitglieder, dass manche Ereignisse im Leben den Fokus auf die Prioritäten im Leben lenken und die liegen ganz sicherlich nicht auf dem Geld, sondern auf Zufriedenheite, Gesundheit und dem Zusammenhalt der Familie.

Ein tolles Buch und eine dicke Leseempfehlung !

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Veröffentlicht am 17.09.2025

für mich etwas schwierig

Deep Cuts
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" Deep cuts" ist sicherlich ein Roman, der Musikbegeisterte erreichen kann. Diese Leidenschaft sollte man aber schon teilen, wenn man dieses Buch liest, denn es ist gespickt mit Musiktiteln und der Fokus ...

" Deep cuts" ist sicherlich ein Roman, der Musikbegeisterte erreichen kann. Diese Leidenschaft sollte man aber schon teilen, wenn man dieses Buch liest, denn es ist gespickt mit Musiktiteln und der Fokus liegt neben der Liebesgeschcihte tatsächlich auf der Musik.

Protagonisten sind Percy Marks, die eine starke Affinität für die Musik hat, aber auch Songs schreibt und dabei ein großes Talent entwickelt. Sie lernt Jo Morrow kennen und lieben. Wir begleiten die beiden Anfang der 2000 Jahre über mehrere Jahre hinweg, erleben das Auf und Ab ihrer Beziehung , aber auch die Vielfältigkeit der Musikszene, die nicht einfach ist, denn es gibt viel Neid. Dieses Thema hätte ich mir auch etwas ausführlicher ausgearbeitet gewünscht, was leider nicht der Fall war.

Viele Musiktitel, mit denen die einzelenen Kapitel überschrieben sind, waren mir unbekannt, aber man kann sie sich ja anhören.

Alles in allem ein unterhaltsames Buch, wenn man sich für Musik interessiert.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

ein beührendes und interessantes Buch

Schwesternschwur
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„Schwesternschwur“ ist das erste Buch das ich von dieser Autorin lese und ich danke dem @team.bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Erzählt wird das Buch auf zwei Zeitebenen, die in Oklahoma spielen, ...

„Schwesternschwur“ ist das erste Buch das ich von dieser Autorin lese und ich danke dem @team.bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Erzählt wird das Buch auf zwei Zeitebenen, die in Oklahoma spielen, 1909 und 1990.
Im Jahr 1990 lernen wir die Parkrangerin Valerie Boren - Odell kennen, die während ihrer Arbeit die knöchernen Überreste von drei Kindern in einer Höhle des Nationalparks findet in dem sie arbeitet. Grund genug für sie Nachforschungen anzustellen, was mit diesen Kindern geschehen ist. Ausserdem wird sie von einem Mädchen darauf angesprochen, dass ihr siebzehnjähriger Bruder verschwunden ist.

Im Jahr 1909 erfahren wir, dass Olive zusammen mit Nessa, einem Mündel der Familie, vor den Übergriffen ihres Stiefvater flieht, nachdem schon Nessas große Schwester verschwunden ist. Sie verstecken sich in den Wäldern, in denen sie auf weitere Kinder treffen.
Der Leser verfolgt ihre Flucht und fragt sich, ob sie es schaffen werden und was es mit den anderen geflohenen Kindern auf sich hat ?
Im Laufe der Geschichte lernt der Leser interessante Persönlichkeiten kennen, die sich für die Rechte von Kindern und indigenen Völkern stark gemacht haben, wie Kate Barnard und Gertrude Bonnin und gut in den Kontext dieser Geschichte passen, die Kinderarbeit und Misshandlungen von Kindern zum Thema hat.
Das Leben von Kindern zur damaligen Zeit , scheint der Autorin ein großes Anliegen zu sein.

Auch die Geschichte in den Neunzigerjahren Jahren nimmt an Dynamik und Spannung zu und hat mir gut gefallen, weil sie beide Geschichten zusammenführt.

Mir hat das Buch im großen und Ganzen gut gefallen, allerdings hatte ich manchmal etwas Schwierigkeiten mit dem schon sehr ausschweifenden Schreibstil der Autorin, der mich manchmal in meinem Lesefluss behindert hat.
Trotzdem bin ich froh das Buch gelesen zu haben, denn ich habe viele interessante historische Fakten erfahren.

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