Cover-Bild Das Flüstern der Marsch
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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 05.09.2025
  • ISBN: 9783455020151
Katja Keweritsch

Das Flüstern der Marsch

Roman
Drei Generationen und das Geheimnis einer FamilieAls Mona in der Marsch eintrifft, um den 80. Geburtstag ihres Opas Karl zu feiern, ist Oma Annemie spurlos verschwunden. Karl macht sich wenig Sorgen, Mona dafür umso mehr. Sie zieht zu ihrem Opa in das reetgedeckte Haus am Rand des kleinen Dorfs in den Weiten der Marsch, wo Monas Mutter Sabine gemeinsam mit den Zwillingsbrüdern Stefan und Sven aufgewachsen ist. Dass Annemie ein schmerzvolles Geheimnis birgt, das das Leben der ganzen Familie schon lange beeinflusst, ahnt niemand. Gemeinsam mit einem alten Freund aus Kindheitstagen macht Mona sich auf die Suche nach ihrer Oma. Im Laufe eines langen Sommers taucht sie tief ein in die Familiengeschichte und stößt auf falsche Erinnerungen und erschreckende Geschehnisse, von denen kaum jemand weiß. Denn Annemie hat alles dafür gegeben, das Schweigen aufrechtzuerhalten - damit niemand redet, in diesem kleinen Dorf, in dem jeder jeden kennt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.01.2026

tragische Familiengeschichte über unausgesprochene Geheimnisse

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Karl steht kurz vor seinem 80. Geburtstag, zu dem die Familie zusammenkommen soll. Als seine Enkelin Mona einige Tage früher anreist, stellt sich jedoch heraus, dass Karls Ehefrau Annemie spurlos verschwunden ...

Karl steht kurz vor seinem 80. Geburtstag, zu dem die Familie zusammenkommen soll. Als seine Enkelin Mona einige Tage früher anreist, stellt sich jedoch heraus, dass Karls Ehefrau Annemie spurlos verschwunden ist. Während Mona dieses Verschwinden zutiefst beunruhigt, scheint Karl selbst keinerlei Sorge zu zeigen. Schnell entsteht innerhalb der Familie der Eindruck, dass er mehr weiß, als er zugibt. Zwar wird die Polizei eingeschaltet, doch da die Ermittlungen zunächst ohne greifbare Ergebnisse bleiben, wird die Geburtstagsfeier wie geplant vorbereitet. Die Organisation übernimmt Karls Schwiegertochter Janne, die nebenbei drei kleine Kinder zu versorgen hat. Annemie bleibt weiterhin verschwunden.

Der Roman entfaltet seine Handlung in mehreren Erzählsträngen. Rückblickend erfahren wir Annemies Lebensgeschichte, begleiten Mona in ihrer Gegenwartsperspektive und erhalten zugleich Einblicke in Jannes Alltag, der zunehmend von dem Druck geprägt ist, sämtlichen modernen Erziehungsansprüchen gerecht werden zu wollen. In einem weiteren Erzählstrang lernen wir zudem Freya kennen. Wie diese verschiedenen Lebensgeschichten miteinander verwoben sind und welche Rolle Annemies Verschwinden dabei spielt, fügt sich erst zum Ende hin vollständig zusammen.

Annemie ist innerlich an ihrer Vergangenheit zerbrochen, während Janne mit den Erwartungen an Mütter in der heutigen Zeit ringt. So werden zwei sehr unterschiedliche Frauen- und Mutterleben erzählt, deren Erfahrungen sich deutlich auf die nachfolgende Generation auswirken – insbesondere auf Enkelin Mona, deren Verhältnis zu ihrer eigenen Mutter stark belastet ist. In beiden Fällen wird deutlich, welchen Anteil gesellschaftliche Erwartungen am Leid der Frauen haben. Auch Karl ist vielschichtig gezeichnet: ein Mann seiner Generation, in der für Gefühle kaum Raum vorgesehen war und dessen zunehmende Sturheit im Alter die familiären Spannungen zusätzlich verstärkt.

Am Rande greift der Roman weitere Themen auf, etwa gleichgeschlechtliche Liebe oder die Perspektive älterer Männer auf junge Frauen in der Gegenwart. Diese Aspekte werden unaufdringlich und ohne moralisierenden Unterton in die Handlung eingebettet und fügen sich in das Gesamtbild ein.

Das Flüstern der Marsch ist ein feinfühlig erzählter Roman, der sich durch große Nähe zu seinen Figuren, durch nachvollziehbare Alltagsprobleme und durch ein stimmiges Zeit- und Gesellschaftsbild auszeichnet. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen und empfehle es allen, die ruhige, vielschichtige Familiengeschichten schätzen. Mich hat die Geschichte sehr angesprochen und auch berührt. Insbesondere die Frau dieser Geschichte nehmen eine besondere Rolle ein.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Nichts ist so, wie es zu sein schien

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Bei diesem Roman hat die Covergestaltung passend zum Schauplatz, der Marsch, mein Interesse geweckt. Außerdem lese ich sehr gerne Familienromane, in denen Geheimnisse aufgedeckt werden.

Mona hat durch ...

Bei diesem Roman hat die Covergestaltung passend zum Schauplatz, der Marsch, mein Interesse geweckt. Außerdem lese ich sehr gerne Familienromane, in denen Geheimnisse aufgedeckt werden.

Mona hat durch das Vitamin-B ihres, in seiner direkten Umgebung, einflussreichen Großvaters Karl einen ersten Job nach dem Studium bekommen. Sie trifft kurz vor dessen 80. Geburtstag bei ihren Großeltern in dem kleinen Ort in der Marsch ein, wo auch noch einer ihrer Onkel mit Frau und drei Kindern lebt. Doch Monas Großmutter ist verschwunden und ihr Opa rückt nicht so wirklich damit heraus, was es mit ihrem Verschwinden auf sich haben könnte. So langsam wird Mona klar, dass ihre Großmutter Annemie so einige Geheimnisse hatte und auch im Leben der anderen Familienmitglieder ist nicht alles so, wie es nach außen wirkt oder wirken soll, weil in der dünn besiedelten Gegend jeder jeden kennt.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Die Autorin hat die Charaktere überzeugend ausgestaltet und erzählt sehr feinsinnig und zugleich so anschaulich, dass man sich die Schauplätze sehr gut vorstellen kann. Es geschieht auch immer wieder Unerwartetes und der Ausgang der Geschichte ist wenig vorhersehbar. Auch der Schreibstil war gut und flüssig lesbar.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Das große Schweigen der Generationen

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In ihrem neuen Roman „Das Flüstern der Marsch“ erzählt die Autorin Katja Keweritsch nicht nur mit leisen Tönen über die Marsch, nördlich von Hamburg an der Elbe sondern auch eine emotionale Familiengeschichte.

Inhalt:
Als ...

In ihrem neuen Roman „Das Flüstern der Marsch“ erzählt die Autorin Katja Keweritsch nicht nur mit leisen Tönen über die Marsch, nördlich von Hamburg an der Elbe sondern auch eine emotionale Familiengeschichte.

Inhalt:
Als Mona in der Marsch eintrifft, um den 80. Geburtstag ihres Opas Karl zu feiern, ist Oma Annemie spurlos verschwunden. Karl macht sich wenig Sorgen, Mona dafür umso mehr. Sie zieht zu ihrem Opa in das reetgedeckte Haus am Rand des kleinen Dorfs in den Weiten der Marsch, wo Monas Mutter Sabine gemeinsam mit den Zwillingsbrüdern Stefan und Sven aufgewachsen ist. Dass Annemie ein schmerzvolles Geheimnis birgt, das das Leben der ganzen Familie schon lange beeinflusst, ahnt niemand. Gemeinsam mit einem alten Freund aus Kindheitstagen macht Mona sich auf die Suche nach ihrer Oma. Im Laufe eines langen Sommers taucht sie tief ein in die Familiengeschichte und stößt auf falsche Erinnerungen und erschreckende Geschehnisse, von denen kaum jemand weiß. Denn Annemie hat alles dafür gegeben, das Schweigen aufrechtzuerhalten - damit niemand redet, in diesem kleinen Dorf, in dem jeder jeden kennt.

Die Geschichte ist in vier Handlungssträngen von 1964 bis 2024 aufgebaut und wird aus der Perspektive von Oma Annemarie, der Enkelin Mona, der Schwiegertochter Janne – die mit Sohn Stefan verheiratet und Mutter von drei Kindern ist und von Freya, deren Verhältnis zur Familie lange offen bleibt.

Alles beginnt mit dem spurlosen Verschwinden von Oma Annemarie. Ihre Enkelin Mona macht sich große Sorgen und versucht, ihre Oma zu finden und stößt dabei auf falsche Erinnerungen und erschreckende Geschehnisse, von denen kaum jemand etwas weiß.

Erst nach und nach offenbart sich, was es mit dem Verschwinden von Annemie auf sich hat und wie sich die Handlungsstänge zum Ende geschickt verknüpfen.

In den 60/70iger Jahren waren Frauen nicht nur aus moralischer und gesellschaftlicher Sicht, sondern auch durch mangelnde Unterstützung innerhalb der Familie, geprägt und in ihren Handlungen total eingeschränkt. Kein Wunder, das es im Laufe mehrerer Generationen zu Geheimnissen und Lügen - überwiegend verursacht durch Schweigen, kam.

Fazit:
„Das Flüstern der Marsch“ ist der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen habe. Mir gefällt ihr Schreibstil und wie sie die unterschiedlichen Generationen der Frauen in den Mittelpunkt stellt. Ein atmosphärisch dichter Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.
Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Familienroman

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„Das Flüstern der Marsch“ von Katja Keweritsch ist ein stiller, atmosphärischer Familienroman, der mit feinem Gespür für Sprache und Stimmungen überzeugt. In der norddeutschen Marsch entfaltet sich eine ...

„Das Flüstern der Marsch“ von Katja Keweritsch ist ein stiller, atmosphärischer Familienroman, der mit feinem Gespür für Sprache und Stimmungen überzeugt. In der norddeutschen Marsch entfaltet sich eine Geschichte über Generationen, über Schweigen, Erinnerungen und unausgesprochene Wahrheiten. Keweritsch beschreibt Landschaft und Menschen mit leiser Intensität, schafft Tiefe ohne Pathos und macht aus Alltäglichem große Gefühle. Die Figuren sind glaubwürdig, ihre Konflikte bewegend und nah. Besonders eindrucksvoll ist, wie Natur und Emotion ineinandergreifen. Der Roman lädt dazu ein, über Herkunft, Familie und das Weitertragen von Geheimnissen nachzudenken. Ein leises Meisterwerk, das nachhallt. Auch das Cover zu dem Buch hat mir sehr gefallen und finde ich passend. Ich vergebe klare fünf Sterne für das Buch.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Leise und doch sehr bewegende Familiengeschichte

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Katja Keweritschs Familiengeschichte „Das Flüstern der Marsch“ ist ein stiller und doch dabei so intensiver Roman, der mich mit seinen leisen Zwischentönen sehr bewegt hat! Mona reist zu ihrem Großvater ...

Katja Keweritschs Familiengeschichte „Das Flüstern der Marsch“ ist ein stiller und doch dabei so intensiver Roman, der mich mit seinen leisen Zwischentönen sehr bewegt hat! Mona reist zu ihrem Großvater Karl zu dessen 80. Geburtstag, doch plötzlich ist Großmutter Annemie verschwunden. Karl scheint dies nicht wirklich zu beunruhigen, „sie wird schon wiederkommen“, doch Mona macht sich auf die Suche nach ihr. Nach und nach erfahren wir in Rückblicken auf Annemies Leben, wie alles zusammenhängt, und was für Familiengeheimnisse sich dahinter verbergen. In den Schilderungen der Landschaft der Marsch spiegeln sich für mich die inneren Konflikte der Charaktere, was mich sehr beeindruckt hat, und ich ungeheuer gelungen fand! Der eingängige wenn auch sehr ruhige Schreibstil hat mir hierbei sehr gut gefallen. Auch die Gestaltung des Covers fand ich überaus passend und ansprechend! Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die es nicht unbedingt reißerisch und atemlos brauchen!

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