Cover-Bild Das Flüstern der Marsch
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20,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 05.09.2025
  • ISBN: 9783455020168
Katja Keweritsch

Das Flüstern der Marsch

Roman
Drei Generationen und das Geheimnis einer Familie
Als Mona in der Marsch eintrifft, um den 80. Geburtstag ihres Opas Karl zu feiern, ist Oma Annemie spurlos verschwunden. Karl macht sich wenig Sorgen, Mona dafür umso mehr. Sie zieht zu ihrem Opa in das reetgedeckte Haus am Rand des kleinen Dorfs in den Weiten der Marsch, wo Monas Mutter Sabine gemeinsam mit den Zwillingsbrüdern Stefan und Sven aufgewachsen ist. Dass Annemie ein schmerzvolles Geheimnis birgt, das das Leben der ganzen Familie schon lange beeinflusst, ahnt niemand. Gemeinsam mit einem alten Freund aus Kindheitstagen macht Mona sich auf die Suche nach ihrer Oma. Im Laufe eines langen Sommers taucht sie tief ein in die Familiengeschichte und stößt auf falsche Erinnerungen und erschreckende Geschehnisse, von denen kaum jemand weiß. Denn Annemie hat alles dafür gegeben, das Schweigen aufrechtzuerhalten - damit niemand redet, in diesem kleinen Dorf, in dem jeder jeden kennt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2026

Gefühlvoll

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"Das Flüstern der Marsch" erzählt die Geschichte von Mona, die zum Geburtstag ihrer Großmutter Annemie abreist. Doch die ist verschwunden!
Es beginnt nicht nur die Suche nach ihr, sondern auch nach der ...

"Das Flüstern der Marsch" erzählt die Geschichte von Mona, die zum Geburtstag ihrer Großmutter Annemie abreist. Doch die ist verschwunden!
Es beginnt nicht nur die Suche nach ihr, sondern auch nach der Vergangenheit.
Katja Kerewitsch erzählt die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen.
Mit einer wunderbaren Hommage an die Marschlande.
Gut erzählt und leicht lesbar .
Volle Punktzahl

Veröffentlicht am 20.10.2025

Familiengeheimnisse

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Ein kleines Dorf in der Marsch vor den Toren Hamburgs. Annemie und Karl Hansen lebten schon immer dort, haben zusammen drei Kinder und ihre gut gehüteten Geheimnisse. Als die Enkelin Mona zu Karls 80zigsten ...

Ein kleines Dorf in der Marsch vor den Toren Hamburgs. Annemie und Karl Hansen lebten schon immer dort, haben zusammen drei Kinder und ihre gut gehüteten Geheimnisse. Als die Enkelin Mona zu Karls 80zigsten Geburtstag anreist, ist Annemie verschwunden und Karl keineswegs beunruhigt.
Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut. Die Protagonisten werden sehr anschaulich beschrieben. Die Handlungsorte sehe ich genau vor mir und sind mir bekannt. Die Flora und Fauna werden sehr eindrucksvoll eingefügt. Ereignisse, wie der Katastrophenwinter im Februar 1979, runden das Bild ab. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und wird dann in der Gegenwart 2024 zusammengefügt. Im Mai 1964 ist Annemie ein junges Mädchen und verliebt. Freya lebt 1994 in Hamburg zusammen mit ihrem Bruder. In der Gegenwart ist die Schwiegertochter Janne mit Stefan, drei Kindern und den Geburtstagsvorbereitungen total überfordert. Aus der Ichform wird dann Monas Leben erzählt, die nach und nach den Geheimnissen der Familie auf die Spur kommt. Sehr interessant geschrieben mit einem überraschendem Ende.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Herzergreifend und unvergesslich

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Dieses Buch hat mich zutiefst berührt und mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt (auch wenn mir das Cover wirklich gar nicht gefällt). Katja Keweritsch erzählt die Geschichte von Mona und ihrer Familie ...

Dieses Buch hat mich zutiefst berührt und mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt (auch wenn mir das Cover wirklich gar nicht gefällt). Katja Keweritsch erzählt die Geschichte von Mona und ihrer Familie mit einer Intensität und Feinfühligkeit, die einem unter die Haut geht.

Die Atmosphäre der Marsch ist so lebendig beschrieben, dass ich das reetgedeckte Haus und die Weite des Dorfes förmlich vor mir sehen konnte. Während ich las, musste ich oft an meine eigene Großmutter denken, ihre Geschichten, ihre Erinnerungen und die stille Stärke, die sie ausstrahlte. Die Suche nach Oma Annemie und die Enthüllung der Familiengeheimnisse hat mich sehr bewegt und mir gezeigt, wie wertvoll diese Verbindungen über Generationen hinweg sind.

Besonders beeindruckt hat mich, wie authentisch die Charaktere dargestellt sind und wie die Autorin es schafft, Spannung, Emotion und Tiefgang miteinander zu verbinden. Die Geschichte regt zum Nachdenken an über Familie, Erinnerungen und das Schweigen, das oft zwischen den Generationen besteht.

Für alle, die Geschichten lieben, die Herz und Kopf gleichermaßen berühren und für jeden, der beim Lesen an seine eigenen Familiengeschichten denkt, ist „Das Flüstern der Marsch“ ein absolutes Muss. Dieses Buch bleibt lange im Herzen und regt zum Nachdenken an über die Vergangenheit, über die Familie und über die Menschen, die wir lieben.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Berührende Familiengeschichte!

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Das Flüstern der Marsch ist mein erstes Buch, dass ich von dieser Autorin gelesen habe.

Ich bin durch das Cover und den Buchtitel auf dieses Buch aufmerksam geworden.

Es handelt sich hier um eine Familiengeschichte, ...

Das Flüstern der Marsch ist mein erstes Buch, dass ich von dieser Autorin gelesen habe.

Ich bin durch das Cover und den Buchtitel auf dieses Buch aufmerksam geworden.

Es handelt sich hier um eine Familiengeschichte, bei der die Oma einfach so verschwunden ist.

Mona reist zum 80. Geburtstag ihres Opa Karl an. Als sie ankommt ist Oma Annemarie verschwunden und Opa hüllt sich in Schweigen. Man könnte meinen, ihm macht es nichts aus, dass seine Frau verschwunden ist.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Mona, Oma Annemie, Tante Janne und Freya erzählt.
Es war für mich an Anfang ein bisschen schwierig, die Personen auseinander zu halten, aber so nach und nach bin ich gut reingekommen.

Aber insgesamt hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Dieser Roman ist allerdings insgesamt keine leichte Kost, denn es kommen so nach und nach Familiengeheimnisse ans Licht.

Die Autorin vermittelt die Geschichte allerdings sehr einfühlsam und auch die Natur der Elbmarsch wird hier wunderbar vermittelt.

Für mich war es ein ganz besonderer Roman, der eine Familiengeschichte über mehrere Generationen dokumentiert. Ich kann nur sagen, es ist wirklich ein sehr starkes Buch.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Ein Familienmosaik voller Risse

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Schon die Ausgangssituation ist packend: Eine Großmutter verschwindet spurlos, und zurück bleibt eine Familie, die auf schmerzhafte Weise mit der eigenen Vergangenheit und den ungelösten Konflikten konfrontiert ...

Schon die Ausgangssituation ist packend: Eine Großmutter verschwindet spurlos, und zurück bleibt eine Familie, die auf schmerzhafte Weise mit der eigenen Vergangenheit und den ungelösten Konflikten konfrontiert wird. Was als rätselhafter Einschnitt beginnt, entfaltet sich zu einer dichten Familiengeschichte, die Generationen umspannt und zeigt, wie Verletzungen, Schweigen und Geheimnisse weitergegeben werden.

Die Autorin gelingt es meisterhaft, Spannung und Tiefe miteinander zu verweben. Sie dosiert die Hinweise mit großer Sorgfalt – nie zu früh, nie zu offensichtlich. Man rätselt mit, fragt sich, welche Geschichten unter der Oberfläche brodeln, und wird immer wieder überrascht, wenn ein neuer Faden auftaucht, der das Geflecht der Beziehungen erhellt. Gerade diese Balance aus Andeutung und Enthüllung hält die Lesenden bis zur letzten Seite gefangen.

Neben den vielschichtigen Figuren ist es vor allem die Landschaft, die das Buch trägt. Die Marsch ist weit mehr als Kulisse – sie wirkt wie eine eigene Figur. Mit ihrer Weite, ihrer Ruhe und Offenheit bildet sie einen heilsamen Kontrast zur Enge, Sprachlosigkeit und Schwere in den Familien. Während in den Häusern Druck, Schweigen und alte Verletzungen regieren, eröffnet die Marsch mit ihrem Himmel, dem Wind und dem weiten Horizont eine andere Dimension: Freiheit, Durchatmen, die Möglichkeit, für einen Moment sich selbst zu spüren. Man spürt beim Lesen fast die feuchte Erde unter den Füßen, hört das Rascheln der Gräser und das Rufen der Graureiher über der glitzernden Elbe. Es ist auch eine stille Liebeserklärung an diese Landschaft.

Die Figuren sind komplex, widersprüchlich, oft auch unbequem. Keine wird schwarz-weiß gezeichnet, alle tragen Brüche in sich. Gerade darin liegt die Stärke: Die Leserinnen werden nicht mit einfachen Erklärungen abgespeist, sondern dürfen selbst nachfühlen, wie traumatische Erfahrungen über Generationen wirken und welche Muster daraus entstehen. Dass die Autorin dabei immer nah an den inneren Stimmen bleibt, verleiht dem Roman große Authentizität.

Für mich war es eine berührende, intensive Lektüre, die mich noch lange beschäftigen wird. Es ist nicht nur ein Familienroman, sondern auch eine Geschichte über Weitergabe und Befreiung – darüber, wie schwer es ist, alte Muster zu durchbrechen, und wie heilsam es sein kann, sie ans Licht zu bringen.

Fazit: Ein literarisch starkes, atmosphärisch dichtes Werk, das fesselt, berührt und lange nachhallt.



Empfehlung:

Dieses Buch ist besonders für Leserinnen und Leser geeignet, die atmosphärische Familienromane mit Tiefgang schätzen. Wer gern in Generationengeschichten eintaucht, die leise, aber eindringlich von Geheimnissen, Schweigen und unausgesprochenen Verletzungen erzählen, wird hier fündig. Auch Liebhaber
innen von Romanen, in denen die Landschaft fast selbst zur Figur wird, werden begeistert sein. Ideal für alle, die literarische Spannung mögen, ohne klassischen Krimi lesen zu wollen.

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