Kommt nicht an "bleib bei mir, sam" ran
Ich warte auf dich, HaruAchtung, Spoiler!!!
Wie viele andere auch, habe ich "Bleib bei mir, Sam" von Dustin gelesen gehabt und sehr gemocht. Das war das erste Bich wo ich wirklich weinen musste.
Daher hatte auch ich mich sehr ...
Achtung, Spoiler!!!
Wie viele andere auch, habe ich "Bleib bei mir, Sam" von Dustin gelesen gehabt und sehr gemocht. Das war das erste Bich wo ich wirklich weinen musste.
Daher hatte auch ich mich sehr auf sein zweites Buch gefreut.
Vorab - das Thema Trauerbewältigung ist super, super wichtig. Jeder Mensch geht anders mit Trauer um. Verarbeitet den Schmerz anders und braucht unterschiedlich lange, bis man wieder in seinem Leben ankommt. Und das ist vollkommen in Ordnung! Solltest du betroffen sein, so trauere so lange und so oft du es möchtest!
Das Buch allerdings hat mir leider nicht gefallen...
Am Anfang war noch alles soweit in Ordnung. Es hatte auch noch einen roten Faden. Allerdings verlor dieser sich irgendwann sehr extrem...
Es gab Situation und Geschehnisse, die ich super seltsam fand und halt künstlich hervorgerufen wurden sind. Ich saß oft da und dachte "was trägt diese Szene jetzt zur Story bei...?". Also vieles hatte irgendwie für mich keine Bedeutung.
Auch die Gespräche zwischen den Charakteren fand ich manchmal total merkwürdig und dachte hier "wer redet so und wer redet über sowas?".
Eine Bindung konnte ich zu keinem einzigen Charakter aufbauen. Ich fand tatsächlich alle Charas, die man öfter oder länger gehört hat, super unsympathisch...
Auch zu unserem Prota konnte ich leider keine Bindung aufbauen... ich fand das Buch auch kaum bis gar nicht emotional. Es kam einfach nichts bei mir an, im Gegensatz zu seinem ersten Buch.
Das Ende war ein Page turner und hat mich überrascht. Das Eric auch seine Schwester verloren hat, damit habe ich nicht gerechnet. Das war auch der einzige, minimale emotionale Moment, den ich etwas gefühlt habe. Fand es aber auch gleichzeitig etwas viel, das er direkt 2 Memschen kurz hintereinander verliert. (Ich weiß, daß Leben spielt manchmal leider so..., aber für das Buch kam es so rüber, daß es nochmal mehr dramatisiert werden muss und man noch einen Page turner hat).
Ich verstehe, warum Eric sich diede Welt aufgebaut hat. Ich selbst habe damals wie in einer Vlase gelebt, als ich einen sehr wertvollen Mneschen verloren habe. Allerdings konnte ich das ganze Buch über aber nicht die Aufgabe von Haru nachempfinden. Eric trifft Haru 1x in Japan, kennt ihn kaum und verbringt nur ein paar Stunden mit ihm.
Wieso hat er dann quasi Wahnvorstellungen von Haru? Ich hätte eher damit gerechnet, daß er sich Daniel vorstellt und er ihn begleitet. Wieso Haru?
Weil Eric hat ja im "wahren Leben" genug Menschen kennen gelernt, deswegen brauchte er ja nicht einen Haru, den er sich einbildet und mit ihm kommuniziert. Zumal er mit "Haru" auch auch Streitigkeiten hat usw. Wieso sollte er sich solche Szenarien ausdenken, wenn haru eher dafür dasein sollte, damit er sich besser fühlt und er seine Verluste bewältigen/besser verarbeitet kann? Verstehe das leider wirklich nicht ganz...
Man erfährt auch über genaueres zu Daniels Tod erst relativ spät etwas und auch die Szene ist sehr kurz gehalten. Genauso wie mit der Schwester... hier erfährt man nicht, woran sie gestorben ist. Klar, man kann es sich denken aber.... hätte mir auch hier, eine deutlichere Erklärung erhofft.
Es tut mir wahnsinnig leid, aber mich hat das Buch sehr enttäuscht und ich kann nicht mehr wie 2 Sterne vergeben :(