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Veröffentlicht am 25.08.2025

Eine zu lang gezogene Geschichte, die ihren Zauber dadurch verliert

Der Untergang der Könige
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Der Straßenjunge Kihrin befindet sich am Anfang der Geschichte in einem Kerker. Er ist von seinem persönlichem Wächter dazu bedrängt worden, die Geschichte, wie er zu seinem Gefängnis gelangt ist, zu erzählen. ...

Der Straßenjunge Kihrin befindet sich am Anfang der Geschichte in einem Kerker. Er ist von seinem persönlichem Wächter dazu bedrängt worden, die Geschichte, wie er zu seinem Gefängnis gelangt ist, zu erzählen. Sein Wächter erzählt ebenfalls dieselbe Geschichte aus seiner Sicht. So erfährt der Leser viel über das Leben des gefangenen Mannes und wie er letztendlich zu dem Ort gekommen ist.

Die Geschichte ist abwechselnd aus zwei Sichtweisen geschrieben worden. Zu jedem Anfang der Kapiteln steht der Name des Erzählers, sodass ich nicht durcheinander gekommen bin. Dass in den meisten Kapiteln Fußnoten zu lesen sind, stört mich sehr. Die Sterne und Kommentare haben mich beim Lesen sehr gestört, weil ich mich gezwungen gefühlt habe, sie zu lesen. Das hat mich des öfteren aus dem Lesefluss gerissen. Die Handlungen sind in die Länge gezogen, sodass kein deutlicher Spannungsbogen entstanden ist. Die fesselnden Momente fehlen, was dazu geführt hat, dass die Welt von Kihrin immer langweiliger geworden ist. Nur die letzten 180 Seiten sind spannend gewesen.

Ich habe mit den Charakteren nicht mitfiebern können, weil ich keinen Bezug zu ihnen aufgebaut habe. Ich finde Kihrin mit seinem Verhalten am Anfang der Geschichte nur kindisch und nicht reif genug. Seine Sturheit empfinde ich als sehr nervig und gefährlich für seine Mitmenschen. Auch wenn er nichts Böses zu bezwecken versucht hat, haben seine Entscheidungen viele Gefahren mit sich gebracht. Die anderen Charaktere haben mich mit ihrer Art nicht überzeugen können, weil sie oberflächlich beschrieben wurden sind.

Der Klappentext, sowie der Titel und das Cover haben mich sehr angesprochen, was meine Erwartung an das Buch erhöht hat. Leider hat "Der Untergang der Könige" mich nicht beeindrucken können.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Eine mutige Frau, dessen tapferer Begleiter ihr Kampfgeist ist

One True Queen, Band 2 - Aus Schatten geschmiedet
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Mailin ist mit Nathaniel zurück in ihre Welt zurückgekehrt und müsste eigentlich ausgelassen und zufrieden sein, weil sie vor ihrem schrecklichen Schicksal aus Lyaskye entfliehen konnte. Nur ist sie alles ...

Mailin ist mit Nathaniel zurück in ihre Welt zurückgekehrt und müsste eigentlich ausgelassen und zufrieden sein, weil sie vor ihrem schrecklichen Schicksal aus Lyaskye entfliehen konnte. Nur ist sie alles andere als glücklich, weil sie Liam schrecklich vermisst. Hinzu kommt, dass die beiden durch ihren Zauber miteinander verbunden sind und sie seine Alpträume jede Nacht miterlebt. Sie spürt, dass es ihm sehr schlecht geht und versucht, einen Weg zu ihm zurückzufinden. Auf der Suche nach einem Weg entdeckt sie noch viele weitere Geheimnisse, die ihren Preis verlangen. Wird Mailin mit ihrem tückischen Schicksal zurechtkommen oder daran zugrunde gehen?

Der zweite Teil setzt nahtlos an dem ersten Band an und man ist somit direkt im Geschehen. Dennoch hat die Autorin bis zu den nächsten spannenden Handlungen in einem mäßigen Tempo geschrieben. Es gibt viele Nebenhandlungen, die mir nicht gefallen oder mich teilweise gelangweilt haben. So habe ich mich leider nicht ausnahmslos in die Welt von Lyaskye entführen lassen. Es ist schade, weil der erste Teil von vielen spannenden Ereignissen und Wendepunkten gefüllt ist.

Aber umso mehr haben mich die Charaktere begeistern können. Ich habe nicht nur die Protagonisten ins Herz geschlossen, sondern auch die Nebencharaktere wie Nathaniel, Alys oder Zara. Vor allem bin ich von Nathaniel begeistert. Er ist ein loyaler und hilfsbereiter Freund, der dir auch in schwersten Zeiten den Rücken stärkt. Mailin soll sich glücklich schätzen, ihn einen Freund nennen zu dürfen.

Auch in diesem Teil ist es schwer, hinter Liams Fassade zublicken. Das macht ihn in meinen Augen interessanter. Er hat mich auch mit seinen Entscheidungen immer wieder überrascht. Wenn ich der Meinung gewesen bin, dass ich seine Beweggründe herausgefunden und verstanden habe, haben mich die Ausgangssituationen total sprachlos zurückgelassen. Liam ist ein ungewöhnlicher Charakter, den niemand leicht unterschätzen sollte. Genauso ist auch Mailin nicht zu unterschätzen. Sie ist eine willensstarke und selbstlose Frau, die sich keiner Gefahr zu schade ist. Ich mag sie, weil sie sich nicht von einem machtgierigen, sadistischen und zynischen König hat unterkriegen lassen.

Dadurch, dass es wenige spannende Handlungen gegeben hat, hat die Geschichte darunter leiden müssen, sodass es an einigen Stellen zu langatmig geworden ist. Da haben auch die tollen Charaktere nicht viel machen können.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Eine Welt, in der nichts so ist wie es scheint

One True Queen
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In "One true Queen- von Sternen gekrönt" von Jennifer Benkau geht es um Mailin, welche sich mit ihrer Mutter um ihre ältere Schwester kümmert, die seit sieben Jahren im Wachkoma liegt. Sie reagiert nicht ...

In "One true Queen- von Sternen gekrönt" von Jennifer Benkau geht es um Mailin, welche sich mit ihrer Mutter um ihre ältere Schwester kümmert, die seit sieben Jahren im Wachkoma liegt. Sie reagiert nicht auf ihre Außenwelt, was zu Frustration und Verzweiflung in der Familie führt. Um sich von ihren Sorgen zu befreien, trainiert Mailin Kampfsport. Als sie eines Tages nach dem Training in ihre Umkleide geht, wird sie plötzlich ohnmächtig. Nach dem sie von ihrer Ohnmacht erwacht, befindet sich Mailin in einer fremden Welt. Sie ist ganz anders, verbirgt viele Geheimnisse und verlangt Undenkbares von ihr. Mailin soll die nächste Königin von Lyaskye werden.

Die Autorin hat eine außergewöhnliche Welt mit willensstarken Charakteren und gefährlichen Kreaturen erschaffen, die mich in ihren Bann gezogen hat. Der Schreibstil der Autorin lässt sich leicht und flüssig lesen, was dazu geführt hat, dass ich das Buch regelrecht verschlungen habe. Genauso ihre bildhafte Beschreibung über Lyaskye hat dazu beigetragen, dass ich das Buch nicht mehr zur Seite gelegt habe, weil ich mich von den Bildern, die in meinem Kopf entstanden sind, nicht mehr losreißen konnte.

Eine weiterer, positiver Punkt ist, dass mir die Handlung gut gefällt. Sie ist an keiner Stelle zu langatmig und die Spannung ist bis zum Ende des Buches geblieben, sodass ich bis zur letzten Seite um die Charaktere mitgefiebert habe. Die Idee, ein junges Mädchen aus ihrer Welt zu entreißen, damit sie in einem anderen Leben als die nächste Königin regiert, hat Jennifer Benkau sehr gut umgesetzt.

Mailin ist eine gutherzige Protagonisten, die sich in viele Gefahren stürzt, wenn es bedeutet, dass sie dadurch ihre Liebsten retten kann. Sie ist auch sehr eigensinnig, was die Gefahr, sich in Schwierigkeiten zu bringen, bei ihr erhöht :) Ein weiterer Charakter, den ich gerne mag, ist Peter. Er ist ein verschlossener und nicht zu durchschauender Mann, der viele Geheimnisse in sich trägt. Mailin lernt ihn während der Reise immer besser kennen, so kann der Leser sich ein besseres Bild von ihm machen. Und was ich zu lesen bekommen habe, brachte mich dazu, ihn zu mögen.

Im Großen und Ganzen empfehle ich das Buch jedem, der in eine neue, außergewöhnliche Welt eintauchen will, wo jedes Geheimnis eine Gefahr bereithält und du nie in Sicherheit bist.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Katholiken gegen Hugenoten

Die brennenden Kammern
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In dem Buch "Die brennenden Kammern" von Kate Mosse geht es um Minou Joubert, welche sich alleine um ihre Familie kümmern muss. Ihr Vater ist nach einer langen Reise nicht mehr dazu in der Lage, weil ihm ...

In dem Buch "Die brennenden Kammern" von Kate Mosse geht es um Minou Joubert, welche sich alleine um ihre Familie kümmern muss. Ihr Vater ist nach einer langen Reise nicht mehr dazu in der Lage, weil ihm dort etwas Schlechtes widerfahren ist. Eines Tages erhält Minou einen anonymen Brief, in dem steht "Sie weiß, dass Ihr lebt". Zusätzlich lernt sie den Hugenotten, Piet Reydon, kennen, der des Mordes beschuldigt wird. Sie glaubt der Anschuldigung nicht und hilft ihm zu flüchten.

Mir gefällt das Personenverzeichnis am Anfang der Geschichte, weil ich mir dadurch besser die Namen der Figuren merken konnte. Ebenso haben mir die Informationen zu den Hugenottenkriegen gefallen, weil ich mich vorher mit den Kriegen nicht auskannte.

Es ist mir schwer gefallen, mich in dem Buch hineinzuversetzen, da die Handlungen schleppend vorankamen. Die Geschichte ist an vielen Stellen zu langatmig, was mir das Lesen und Genießen erschwert hat. Trotz den Kritikpunkten haben mir die Kapiteln, indem man mehr über die Gedanken einer psychopatischen Figur erfahren konnte, gefallen, weil sie sehr informativ und interessant zu lesen waren.

Ich konnte für die Charaktere keine Sympathie entwickeln, weil mir die Besonderheiten ihrerseits fehlen. Auch wenn alle Figuren am Ende ihren Beitrag geleistet haben, konnten sie mich nicht fesseln.

Obwohl die Autorin sich gut um die Hugenottenkriege informiert hat, hat mir das Buch nicht gefallen. Es fehlt mir an Spannung und überraschende Wendungen.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Ein begnadeter Mörder, dessen Fähigkeiten nicht zu unterschätzen sind!

Der Schmetterlingsjunge
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In "Der Schmetterlingsjunge" von Max Bentow handelt es sich um den Berliner Kommissar Nils Trojan, der einen Mord aufzudecken versucht. Aber es sind keine gewöhnliche Morde mit einem Messer in der Brust ...

In "Der Schmetterlingsjunge" von Max Bentow handelt es sich um den Berliner Kommissar Nils Trojan, der einen Mord aufzudecken versucht. Aber es sind keine gewöhnliche Morde mit einem Messer in der Brust oder einer Schusswunde im Kopf, denn die Ermordeten werden auf eine ästhetische Art und Weise am Tatort zurückgelassen. Nils versucht alles, um den außergewöhnlichen Täter zu finden, aber dieser scheint immer einen Schritt voraus zu sein.

Das ist mein erstes Buch von Max Bentow, dass ich gelesen habe. Und es ist mein erstes Buch aus dem Genre "Psychothriller". Demnach war ich sehr gespannt, wie mir die Geschichte gefallen wird.

Mir gefällt, dass die Handlungen schnell aufeinander folgen, sodass keine Stelle zu langatmig ist. Man hat das Buch somit in kurzer Zeit fertig gelesen. Aber dadurch, dass die Handlungen rasch stattfinden, baut sich keine Spannung in der Geschichte auf. Es ist nichts überraschendes oder erschreckendes passiert, weshalb es für mich anstrengend und zugleich langweilig zu lesen gewesen ist.

Mir gefällt es, dass Max näher auf den Charakter des Täters eingegangen ist, sodass man seine Taten mehr oder weniger "nachvollziehen" kann. Ich mag die kleinen Einblicke, die man im Bezug auf seine Vergangenheit bekommen hat, weil ich dadurch seine psychische Entwicklung, die er durchlaufen musste, herauslesen kann. Nur bin ich leider mit den Charakteren nicht ganz warm geworden. Ich habe kein Bezug zu Nils oder den anderen finden können, weil die Figuren nicht lebhaft beschrieben wurden sind. Ich habe mich nicht in ihnen hineinversetzen können, weil mir sein Schreibstil zu trocken ist. Es fehlt mir an Lebhaftigkeit und Humor.

Von dem offenen Ende bin ich ebenfalls nicht begeistert. Ich wünsche mir, dass er näher auf die betroffenen Personen eingegangen wäre, damit ich erfahren kann, was aus ihnen geworden ist.

Durch das Buch habe ich bemerkt, dass ich von der Genre nicht angetan bin und ich mich mit Mordfällen nicht anfreunden kann.

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