Nachdem ich die Biographie Amurris "Bis ich wieder atmen konnte" vom Nonsolo Verlag gelesen habe, wollte ich unbedingt auch "K.O." lesen.
Biagio, ein Junge in einem Dorf in Italien, der in den 80ern ...
Nachdem ich die Biographie Amurris "Bis ich wieder atmen konnte" vom Nonsolo Verlag gelesen habe, wollte ich unbedingt auch "K.O." lesen.
Biagio, ein Junge in einem Dorf in Italien, der in den 80ern von seinem alleinerziehenden Vater erzogen wird, beginnt aus Langeweile und Frustration auf die Schweine im Hinterzimmer der Metzgerei seines Vaters zu boxen. Er sieht im Sport einen Weg raus aus seinem Schicksal ebenfalls ein trauriger Mann wie sein Vater zu werden, der mit jungen Jahren schon massiv abbaut. Sein Vater ist sehr distanziert und kalt, sie sprechen kaum miteinander, doch viele Freunde hat er ebenfalls nicht, da ihm das Lernen schwer fällt und er daher die Schule früh abbricht.
Der Roman ist aufwühlend. Fiorino hat die Essenz der Ideologie von Dörfern in Italien auf den Punkt getroffen. Sie sind gegenüber der queeren Szene extrem intolerant. Als Leser leidet man mit Biagios Drama mit und ist auch nach Tagen nach dem Lesen noch schockiert und sprachlos. Lesenswert!
Ich bin kein Fan von Frida Kahlo, kenne ein paar ihrer Selbstporträts, die ich nicht schön finde. Insgesamt bin ich aber neutral in das Buch gestartet. Es beginnt im Jahr 1938 als Frida nach langer Krankheitsphase ...
Ich bin kein Fan von Frida Kahlo, kenne ein paar ihrer Selbstporträts, die ich nicht schön finde. Insgesamt bin ich aber neutral in das Buch gestartet. Es beginnt im Jahr 1938 als Frida nach langer Krankheitsphase und großer Schaffenspause wieder die Leidenschaft in sich spürt und zu malen beginnt, um aus dem Schatten ihres geliebten Ehemanns Diego Rivera zu springen und selbst berühmt zu werden und Anerkennung als Künstlerin zu gewinnen. Dies schafft sie, jedoch mit Vitamin B in Form ihres Ehemanns, der sie mit all den Malern und Galeristen bekannt macht. So reist sie allein nach New York, um dort ihre erste eigene Ausstellung zu eröffnen und wird anschließend, nach großem Erfolg auch nach Paris eingeladen.
Es hätte spannend und interessant werden können, doch leider wurde ich mit Frida kein bisschen warm. Statt sich in einem Zwiespalt zwischen ihren beiden Männern und der Malerei zu sein, war beispielsweise in der Zeit in Paris so gar nichts los. Das Buch wirkte für mich belanglos, fad und es fehlte an Fokus. Ich konnte ihren Charakter nicht fassen. Warum liebte sie Diego? Warum Nick? Warum waren beide so viel älter als sie? Ein psychologischer Ansatz wäre hier viel interessanter gewesen, wenn man ihren scheinbaren Vaterkomplex mit Rückblenden in ihre Kindheit und Jugend eingebaut hätte. Auch wird andauernd erwähnt, dass sie krank ist, aber was genau hat sie? All das wird immer wieder in Nebensätzen eingestreut, aber nie richtig aufgeklärt. Was für ein Ekzem ist das? Was für einen Busunfall hatte sie? Etc. Mir fehlte extrem viel Background. Frida bleibt sehr blass. Nur die Krankheiten, Liebschaften mit Nick und Arbeiten waren gut erzählt.
Wer sich daher für den Surrealismus und das Leben Frida Kahlos interessiert, dem empfehle ich das Buch. Das ist eine erzählende Biographie über einen kurzen, aber wichtigen Abschnitt in ihrem Leben. Frida ist eine mutige und starke Frau, die zu ihren Prinzipien vehement steht. Schade, dass es so wenige von ihnen gibt. Heutzutage scheint es nur noch oberflächliche Menschen zu geben, die Kleidung in der Fast-Fashion-Ära nicht mehr wirklich schätzen und gleichzeitig einander extrem gleichen. Sie haben keinen Wiedererkennungswert wie Frida. Sie strahlte mit ihrer Kleidung voller Zigarettenlöchern und Farbflecken von der sie sich dennoch nicht trennte.
Stilistisch ist der Roman sehr einfach geschrieben, aber auch langweilig.
Insgesamt bin ich daher etwas überfragt und enttäuscht. Für Fans ist das Buch sicher etwas, aber Einsteigern würde ich raten mit einem anderen Roman über sie zu beginnen. Das hier wirft mehr Fragen auf, als Antworten zu geben.
Schell gibt zunächst Tipps und Tricks, damit die Aufstriche garantiert geligngen. Das Buch ist für Menschen konzipiert, die gern Frischkäse, Joghurt und Mascarpone selbst herstellen. Man braucht Küchenartikel, ...
Schell gibt zunächst Tipps und Tricks, damit die Aufstriche garantiert geligngen. Das Buch ist für Menschen konzipiert, die gern Frischkäse, Joghurt und Mascarpone selbst herstellen. Man braucht Küchenartikel, die man eventuell dazukaufen muss, wie zum Beispiel ein Passiertuch und Thermometer.
Viele Aufstriche lassen sich auch als Dips oder als Soßen genießen. Die heimische Produktvielfalt, wie Tomaten-Rucola Aufstrich ist gegeben, aber auch der exotische Gaumen wird mit beispielsweise Mango-Chutney gedeckt. Die meisten Rezepte sind für vegetarische Aufstriche, die man aber einfach veganisieren kann, indem man die milchhaltigen Zutaten durch vegane Produkte ersetzt. Daneben gibt es noch drei Rezepte mit Fisch und 7 Boards, für exzessive Familienfrühstücke am Wochenende.
Zum Schluss gibt es noch einige süße Chutneys und Marmeladen, sodass auch an diejenigen gedacht ist, die es mehr süß mögen und somit jedes Frühstücksherz vor Freude hüpft.
Es ist nur wirklich Arbeit, die man in die Rezepte investieren muss. Ansonsten findet sicherlich wirklich jede Person ihr Lieblingsrezept, da die Bandbreite hier ausgezeichnet weitgefächert ist.
Die indische Küche steht für die reichliche Vielfalt und Nutzung von Gewürzen. Das Kochbuch ist für Fleischliebhaber gedacht, aber es gibt auch ein paar vegetarische und vegane Gerichte. Wahi kenne ich ...
Die indische Küche steht für die reichliche Vielfalt und Nutzung von Gewürzen. Das Kochbuch ist für Fleischliebhaber gedacht, aber es gibt auch ein paar vegetarische und vegane Gerichte. Wahi kenne ich nicht, da ich so gut wie kein Koch-TV sehe. Er beginnt mit Grundrezepten für typisch indische Gewürze und andere klassisch indische Zutaten. Anschließend folgen die Zubereitungen, in denen die Grundlagen sehr oft vorkommen. Als erstes gibt es Snacks und Streetfood. Dabei haucht er sehr viel Deutsches ein, damit es auch dem deutschen Markt, der Zielgruppe, mundet. Es gibt aber auch viele Rolls. Bei den Beilagen gibt es reichlich Naanbrotvarianten und Reis. Schließlich rundet Wahi sein Buch mit Drinks und Sweets ab.
An Zutaten wird reichlich Ingwer, Kurkuma und Safran verwendet. Außerdem noch Koriander, Chili, Curry, Eier, Joghurt, Kichererbsen, Tomaten, Knoblauch, Kokosmilch, Limette, Zitrone und Zwiebeln. An Fertigprodukten verwendet er nur bei den Rolls fertigen Filoteig.
Neben klassischen Rezepten zu Butter Chicken, gibt es auch eine Quiche oder Pulled Pork. Bei den fleischfreien Rezepten gibt es viele verschiedene Humuszubereitungen durch Beigabe von diversem Gemüse.
Bei Backwaren wird hier immer der Backofen vorgeheizt. Das mag ich an Kochbüchern nicht, da hier sehr viel Energie verschwendet wird, bis ich das Gericht backofenfertig habe. Autoren sollten da etwas mehr an die Umwelt denken. Bei den Mehlen werden die Typen nicht dazugegeben. Das ist ebenfalls nicht optimal.
Die Bilder sind sehr authentisch. Die Servierteller und Gläser hätte ich am liebsten sofort mit dazu gekauft.
Man sollte auf wahre Geschmacksexplosionen im Gaumen gefasst sein.
Das Cover ist echt hübsch. Mir gefällt auch, dass kein Mann abgebildet ist. Die Farben sind zart und erinnern einen definitiv an die schönen Seiten Schottlands. Leider kann der Inhalt jedoch nicht mit ...
Das Cover ist echt hübsch. Mir gefällt auch, dass kein Mann abgebildet ist. Die Farben sind zart und erinnern einen definitiv an die schönen Seiten Schottlands. Leider kann der Inhalt jedoch nicht mit dem schönen Cover mithalten.
Die Protagonistin Holly redet von Mädchen, wenn es um Frauen, die Männer daten, geht. So etwas sollten gerade Schriftstellerinnen nicht schreiben. Sie untergraben die Würde der Frauen.
Ansonsten gibt es ein bisschen viele Charaktere, die man alle konzentriert im Kopf behalten muss. Jedoch handelt es sich um eine kleine Dorfgemeinschaft. Da kennt sich jeder und außerdem hat gerade Holly mit den meisten im Dorf mindestens einmal zu tun, da sie als Veterinärin arbeitet und die meisten im Dorf von Landwirtschaft leben oder Haustiere haben. Eine Szene fand ich zudem verwunderlich, da Holly sich über Feuerwerk freut statt sich darüber aufzuregen. Noch dazu hat der Roman seine Längen.
Insgesamt handelt sich hierbei leider um eine klassische Liebesgeschichte, bei der die Frau nahezu sofort in den Mann verliebt ist. So bleibt keine Spannung. Das ganze Buch bis zum großen Drama durch haben sie sich dabei nur dreimal gesehen und noch ein paar SMS geschrieben. So verliebt man sich doch nicht. Ich bin daher etwas enttäuscht.