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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2017

Spanische Suche nach Liebe und dem Leben

Wenn ich jetzt nicht gehe
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Das Cover zu "Wenn ich jetzt nicht gehe" von María Dueñas ist wunderschön edel gestaltet. Es verleitet gerade zu nur Jung sowie Alt zum Träumen von der ewigen Liebe, die man noch nicht gefunden hat. Inhaltlich ...

Das Cover zu "Wenn ich jetzt nicht gehe" von María Dueñas ist wunderschön edel gestaltet. Es verleitet gerade zu nur Jung sowie Alt zum Träumen von der ewigen Liebe, die man noch nicht gefunden hat. Inhaltlich geht es um einen stattlichen Herrn, dem der Bankrott kurz bevor steht. Um dies zu verhindern, verkauft er all sein Hab und Gut, wobei es hier um Minen und Ländereien geht, die allerdings nicht mehr prächtig laufen, wie noch zu seinen jungen Zeiten. Alsbald bricht er mit dem Geld auf und reist durch die halbe spanisch-sprachige Welt, angefangen von der Abreise von Mexiko über eine kurzen Aufenthalt in Havanna nach Spanien. All seine Bekanntschaften - sowohl die guten und die von ihm über den Tisch gezogenen - werden sehr aufschlussreich und unvorhersehbar in einer atemberaubenden Geschichte verworren.
Der Schreibstil von Dueñas ist sehr literarisch und ausschmückend. Sie hat den Wortlaut des 19. Jahrhunderts sehr gut getroffen - wenn man vorher nicht wüsste, dass es sich um ein neues Werk handelt, könnte man sich verleiten lassen und davon ausgehen, dass es sich hierbei schon um einen zeitlosen Klassiker der Weltliteratur handelt.

Veröffentlicht am 16.09.2017

Spannende Verwirrungen

Boy in the Park – Wem kannst du trauen?
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"Boy in the park" von A. J. Grayson ist ein psychologischer Thriller - kein Roman. Es ist bis ins kleinste Detail wunderbar durchdacht, wenn ich mir aber erlaube einen Fehler entdeckt zu haben - der aber ...

"Boy in the park" von A. J. Grayson ist ein psychologischer Thriller - kein Roman. Es ist bis ins kleinste Detail wunderbar durchdacht, wenn ich mir aber erlaube einen Fehler entdeckt zu haben - der aber nichts an dem Buch aussetzt - dennoch lohnenswert zu lesen! Ich bezweifle, dass, wenn ein Mann sein eigenes Kind schlägt und zwar regelmäßig, dass diese Familie sich zusammenrauft und glücklich beisammen Weihnachten feiert. Das scheint mir ein Traum, ein Wunschdenken, eine falsche Vision des Autoren zu sein. Denn wenn ein Mann ein Kind schlägt, wird er sicherlich keine Sekunde an Gott, Jesus, Essen, Baum, Geschenke denken. Denn wenn er normal sein wollte, warum schlägt er ihn? Ansonsten ist das Buch allerdings gut gelungen. Der Fehler scheint mir daher zu rühren, dass A. J. Grayson, wie er selbst im Anhang geschrieben hat, eine glückliche Kindheit genossen hat und deswegen sich wohl schwer in das Kind hineinversetzen kann.
Inhaltlich geht es um einen Mann, der in seinen besten Jahren ist, der täglich wie ein Spanner einen Jungen in einem Park beobachtet. Als er eines Tages nicht erscheint, begibt er sich auf die Suche nach ihm... Es wird packend, fesselnd und ein Roadtrip der sehr eigensinnigen Art, wie man ihn wohl noch nie gelesen hat.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, man kann das Buch locker innerhalb von wenigen Stunden lesen. Falls man allerdings das Buch im Bett beginnt zu lesen, so sei man vorgewarnt, dass man sicherlich das Buch nicht so leicht weglegt und eher die Nacht durchliest als zu schlafen.

Veröffentlicht am 16.09.2017

Zu viel Glücksroman

Meer Liebe auf Sylt
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Das Cover hat vielleicht einen Fehler, denn der Hut, den sie trägt, hat eine sehr helle Stelle links oben - es scheint eher weiß als strohbeige. Formell ist der Roman einfach zu lesen. Es besticht durch ...

Das Cover hat vielleicht einen Fehler, denn der Hut, den sie trägt, hat eine sehr helle Stelle links oben - es scheint eher weiß als strohbeige. Formell ist der Roman einfach zu lesen. Es besticht durch einen sehr flüssigen Schreibstil. Alle Charaktere haben ein Motto nach dem sie leben und bleiben diesen auch durch das Buch sehr treu, wobei sie natürlich am Ende allerdings nicht mehr so starre Verfechterinnen sind wie am Anfang, dennoch gibt dies dem Leser die Chance die Charaktere sehr gut zu verstehen und sie wirken glaubhaft, wenn auch etwas stereotypisch. Ich persönlich habe mir von der Geschichte mehr über die Krise zwischen Alexandra und Marcus, ihrem Noch-Gatten erwartet. Allerdings geht es nur um die zwei Omas, der Tochter von A und M, Emma und der Schwester As, Jana und deren Beziehungsdramen. Da nun allerdings die Geschichten von den Protagonisten und die Alter von ihnen sich von meinem Leben so sehr differieren, würde ich das Buch wohl nicht meinen Freunden, sondern eher älteren (ab 40) schenken. Denn insgesamt ist es schon ein gelungenes Werk, allerdings entspricht es einfach nicht ganz meinem Interesse. Negativ aufgefallen ist mir, dass es zu viele unrealistische Zufälle existieren und ein Happy End für alles gibt, wobei die Moral meiner Meinung nach sehr auf der Strecke geblieben ist. Insgesamt einfach zu unrealistisch für meinen Geschmack. Wer allerdings in einer rosarot umhüllten Zuckerwattewolke durch das Leben schwebt - dem sei das Buch sicherlich bestens zu empfehlen.

Veröffentlicht am 16.09.2017

Zuckersüße beinahe Biographie

Die Achse meiner Welt
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Das Buch erhält von mir fünf Sterne. Man ist (okay, bei knapp über 300 Seiten nur kurz, aber dafür) sehr gut unterhalten bei schlechten sowie guten Tagen...oder eher Stunden. Formell: Ich habe das Gefühl, ...

Das Buch erhält von mir fünf Sterne. Man ist (okay, bei knapp über 300 Seiten nur kurz, aber dafür) sehr gut unterhalten bei schlechten sowie guten Tagen...oder eher Stunden. Formell: Ich habe das Gefühl, dass die Schriftgröße bei "Die Nacht schreibt uns neu" von derselben Schriftstellerin etwas besser ausgefallen war, das trägt allerdings nicht groß zur Sache. Denn dafür gefiel mir die Geschichte in ihrem Erstlingswerk "Die Achse meiner Welt" um einiges besser als in "DNsun". Das liegt vermutlich daran, dass die meisten Menschen eine Herzensgeschichte zu erzählen haben, die dann perfekt ausgereift ist und die weiteren Werke noch aus den letzten unverbrauchten Synapsen herausgequetscht werden (Eine Ausnahme, die mir einfällt: Gillian Flynn, Gone Girl, ihr dritter Thriller ist um Längen besser gelungen als die zwei vorigen). Ein kleiner Kritikpunkt allerdings, wenn ich die beiden Werke "DAmW" und "DNsun" miteinander vergleiche: Die lustige, peinliche Situationskomik habe ich hier sehr vermisst, die mich bei "DNsun" sehr zum (lauten) Schmunzeln hatte. Aufgrund von dem sehr überraschenden Ende, ist es allerdings wohl kein Werk, das ich ein zweites Mal in die Hand nehmen würde.

Veröffentlicht am 16.09.2017

Mein Lebensretter im Urlaub

MARCO POLO Reiseführer LowBudget New York
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Ich bin mit dem Reiseführer "New York Low Budget" letztes Jahr gereist. Meine Insidertipps, die ich zu dem Buch hinzufügen würde:- Washingston Square Park und zwei Botanische Gärten in Brooklyn, einer ...

Ich bin mit dem Reiseführer "New York Low Budget" letztes Jahr gereist. Meine Insidertipps, die ich zu dem Buch hinzufügen würde:- Washingston Square Park und zwei Botanische Gärten in Brooklyn, einer davon dienstags kostenlos- Brighton Beach, ein wunderschön, großer, einsamer, abgelegener, sauberer Sandstrand in Brooklyn- zum Essen: halal guys, food cart direkt am Times Square - Preis-Leistungsverhältnis sowie geschmacklich: überirdisch!- zudem würde ich Shows wie "The Tonight Show with Jimmy Fallon" und co. ebenfalls als gute Unterhaltung werben, denn im Gegensatz zu den deutschen Shows sind diese gratis, wobei man sich allerdings Monate im Voraus um Tickets bewerben muss negativ ist mir aufgefallen: - Die Adresse beim Lachyoga ist falsch - Shambhala Meditations Center: ist anmeldepflichtig! Dennoch hat mir das Buch insgesamt sehr durch den Betondschungel New Yorks geholfen. (Und das ist noch untertrieben - ohne hätte ich wohl keine zwei Tage überlebt ;))