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Veröffentlicht am 20.01.2025

✎ Joanne K. Rowling - Harry Potter 4 und der Feuerkelch

Harry Potter und der Feuerkelch (Harry Potter 4)
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Als ich die Bücher vor knapp 20 Jahren das erste Mal gelesen habe, war ich fasziniert von der magischen Welt und der Schreibweise der Autorin. Ich wusste: Irgendwann möchte ich sie auch meinem Kind zur ...

Als ich die Bücher vor knapp 20 Jahren das erste Mal gelesen habe, war ich fasziniert von der magischen Welt und der Schreibweise der Autorin. Ich wusste: Irgendwann möchte ich sie auch meinem Kind zur Verfügung stellen und hoffe, dass es genauso begeistert ist.

Als ich vor ein paar Monaten Band 1 erneut las, war ich erstmal ernüchtert. Bei mir sprang kaum ein Funke über. Ich empfand es als langweilig und stellenweise unlogisch. Ich erwog, die Reihe direkt abzubrechen, um mir den Zauber von früher zu erhalten. Doch ich gab Band 2 eine Chance und habe es bisher nicht bereut.

„Harry Potter und der Feuerkelch“ ist genauso rasant wie seine Vorgänger.
Joanne K. Rowling weiß es, Lesende zu fesseln. Der Weltenaufbau ist spektakulär. Ich bin keine erprobte Fantasyleserin, weil mir oft die Vorstellungskraft fehlt, doch hier gibt es nur wenige fantastische Elemente. Und wenn, dann sind sie so hinreichend beschrieben, dass selbst ich ein Bild vor Augen habe. In meinem Kopf läuft die ganze Zeit ein Kino mit und ich habe das Gefühl, einen Film zu schauen und nicht, ein Buch zu lesen.

Der Schreibstil ist leicht und einnehmend, sodass ich regelrecht durch die Seiten fliege.

Leider gibt es auch bei diesem Teil Ungereimtheiten, die mich gestört haben. Manches hat keine Erklärung bekommen, obwohl es einer bedurfte.

Der Verlag vergibt eine Altersempfehlung ab 10 Jahren für die ganze Reihe. Ich denke, die Kinder sollten mit Harry Potter mitwachsen. Immerhin ist der Zauberlehrling in Band 4 bereits 14 Jahre alt, im letzten müsste er dann 17 sein - meiner Meinung nach zu alt für ein 10-jähriges Kind, um sich mit ihm wirklich identifizieren zu können.
Hinzu kommen die krassen Spannungsmomente und die angewandte Gewalt, mit denen 10-Jährige nicht immer umgehen können.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 16.01.2025

✎ Maggie O'Farrell - Lina und der Schnee-Engel

Lina und der Schnee-Engel
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Uns konnte „Lina und der Schnee-Engel“ leider nicht überzeugen, da wir etwas ganz anderes erwartet hatten und auch die angepeilte Zielgruppe nicht nachvollziehen können.

Lina lernt ihren Schutzengel kennen. ...

Uns konnte „Lina und der Schnee-Engel“ leider nicht überzeugen, da wir etwas ganz anderes erwartet hatten und auch die angepeilte Zielgruppe nicht nachvollziehen können.

Lina lernt ihren Schutzengel kennen. Kurz darauf wird sie ernsthaft krank. Was genau Lina hat, erfährt man nicht; nur, dass ihre Genesung ca. ein halbes Jahr dauert.

Lina möchte ihren Schutzengel unbedingt wiedersehen und begibt sich dabei wissentlich in Gefahr.
Ich als Mama hatte schon bei diesen Aktionen Bauchschmerzen und eine Menge Redebedarf.

Doch dann gerät Lina tatsächlich unschuldig in eine gefährliche Situation und diese Riss mir komplett den Boden unter den Füßen weg. Das Mädchen ertrinkt fast und wird durch eine Welle ihres Schutzengel gerettet.
Leider ist das ein Sachverhalt, der so eher nicht eintritt. Kinder werden in vielen Fällen nicht lebend geborgen. Wir selbst mussten vor 2 Jahren miterleben, wie ein Kind eines anderen Paares von Wellen erfasst wurde und ertrank.
Ein Horrorszenario für alle Eltern und in meinen Augen daher völlig ungeeignet für eine Gute-Nacht-Geschichte.

Der Rest der Erzählung ist süß gemacht, doch ich konnte sie nicht mehr genießen.

Vom Verlag wird eine Altersempfehlung ab 5 Jahren ausgesprochen. Ferner schreibt er: „Perfekt für kuschelige Vorlesestunden und als Gute-Nacht-Geschichte.“
Bei uns hat dies nicht geklappt, denn mit 60 Seiten ist das Werk ziemlich lang und die Szenarien verursachten Herzrasen. Die gefährlichen Stellen im Buch müssen definitiv besprochen werden.
Hinzu kommt, dass es für manche kleine Menschen stellenweise sicher zu düster ist.

Wir erhofften uns eine magische Geschichte in einem winterlichen Setting. Uns hat sie leider nicht erreicht.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 14.01.2025

✎ Jörg Mühle - Hasenkind 1 Nur noch kurz die Ohren kraulen?

Nur noch kurz die Ohren kraulen?
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„Nur noch kurz die Ohren kraulen?“ ist der absolute Lieblingsteil meines Kindes. Keine Ahnung, wie oft ich die Hasenkindreihe vorlesen musste, dieser hier wurde meist mehr als 1x hintereinander verlangt.

Kinder ...

„Nur noch kurz die Ohren kraulen?“ ist der absolute Lieblingsteil meines Kindes. Keine Ahnung, wie oft ich die Hasenkindreihe vorlesen musste, dieser hier wurde meist mehr als 1x hintereinander verlangt.

Kinder werden zum Mitmachen animiert, begleiten Hasenkind auf den Weg ins Bett und übernehmen die Routine, wenn‘s gut läuft, gleich mit. Wir haben eine andere Routine, doch beim Hasi meiner Tochter wurde das Ritual auf Herz und Nieren geprüft.

Ich wollte die Hasenkindbücher demnächst aussortieren, denn mit ihren knapp 7 Jahren gehört meine Zuhörerin eigentlich nicht mehr zur Zielgruppe, aber sie müssen bleiben. Sie werden immer wieder ganz gezielt vom Kind im Regal gesucht.

Einziges Manko: Wenn man die Geschichte abends im Bett bei gedämpften Licht liest, kann man die Schrift auf der letzten Doppelseite kaum erkennen. Zum Glück weiß man schnell, was dort geschrieben steht.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 14.01.2025

✎ Hasenkind 3 Tupfst du noch die Tränen ab?

Tupfst du noch die Tränen ab
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Die Reihe um Hasenkind ist seit 3 Jahren nicht mehr aus unserem Regal wegzudenken, obwohl meine fast 7 Jährige bestimmt nicht mehr die Zielgruppe ist.

Sie selbst holt sich die Bücher ab und zu.
„Tupfst ...

Die Reihe um Hasenkind ist seit 3 Jahren nicht mehr aus unserem Regal wegzudenken, obwohl meine fast 7 Jährige bestimmt nicht mehr die Zielgruppe ist.

Sie selbst holt sich die Bücher ab und zu.
„Tupfst du noch die Tränen ab?“ kommt bei uns häufig zum Einsatz, wenn sie sich selbst blöd wehgetan hat und genau das möchte, was Hasenkind bekommt. Man ist nie zu alt für Zärtlichkeiten.

Pflaster, pusten, Rücken streicheln - zu all jenem werden die Kleinsten aufgefordert. Mein Kind machte es von Anfang an bereitwillig.
Die Hasenkindbücher sind schon in sehr jungen Jahren Werke gewesen, bei denen ich erst die Seite zu Ende lesen durfte, bevor sich mein Kind gerührt hat. (bei anderen wollte sie schneller umblättern oder handeln)

Durch kurze, prägnante Aufforderungen und ausdrucksstarke Bilder fühlen sich Kinder ab 1 Jahr angesprochen. Alltagssituationen erleichtern die Identifikation.

©2025 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 13.01.2025

✎ Ursula Wölfel - Fliegender Stern

Fliegender Stern
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Das Buch ist bei uns eingezogen, weil es an unserer Schule scheinbar als Schullektüre in der 3. Klasse genutzt wird. Ich wollte mir daher einen Überblick über die Geschichte schaffen, denn rein vom Cover ...

Das Buch ist bei uns eingezogen, weil es an unserer Schule scheinbar als Schullektüre in der 3. Klasse genutzt wird. Ich wollte mir daher einen Überblick über die Geschichte schaffen, denn rein vom Cover her, welches bereits Klischees abbildet, hätte ich es niemals in die Hand genommen.

Ursula Wölfel versucht ein Stück amerikanische Geschichte auf knapp 100 Seiten kindgerecht unterzubringen.
Ich bin rein von der Erzählung her nicht gänzlich überzeugt. Es tauchen zu viele Fragen auf und es muss zu viel erklärt werden. Wenn das Unterrichtsmaterial dies hergibt, ist es ok. Ich als Mama kann das aber kaum abfangen, denn ich bin nicht in der Materie drin. Mir scheint dieses Thema zu komplex für einen einfachen Lesenachmittag.

Hinzu kommt, dass die Autorin meint, von „Schwarzfuß-Indianern“ zu berichten.
Ich habe versucht, herauszufinden, von wem sie redet, doch allein dieses Gebiet ist umfassend genug, um lange darüber berichten zu können.

Dennoch gibt die Lektüre den Kleinen einiges mit:
Sie begleiten Fliegender Stern beim Aufgenommenwerden in den Kreis der Großen; erleben mit, dass er in seiner kindlichen Naivität Verantwortung übernimmt; erfahren, dass nicht alle Menschen einer Gattung nur gut oder böse sind; lesen, dass nicht alle Personen das Leben leben dürfen, wie sie es gerne möchten.

Für mich persönlich wäre das vorliegende Buch nicht die erste Wahl, wenn ich meinem Kind etwas über die Ureinwohner Amerikas erzählen wollen würde. Ich bin gespannt, ob und wie kontrovers es (in 2 Jahren) in der Schule besprochen wird.

©2025 Mademoiselle Cake