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Veröffentlicht am 11.09.2020

Eine männliche Alice im Wunderland

Andrew im Wunderland (Band 1): Ludens City
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Meine Meinung

“»Ich weiß nicht, ob ich dein Held sein kann«, sagte ich. Und Himmel, das war so was von untertrieben. Nichts war so sicher wie die Tatsache, dass ich kein Held war! »Aber ich werde nicht ...

Meine Meinung

“»Ich weiß nicht, ob ich dein Held sein kann«, sagte ich. Und Himmel, das war so was von untertrieben. Nichts war so sicher wie die Tatsache, dass ich kein Held war! »Aber ich werde nicht von hier fortgehen, ohne es zumindest versucht zu haben.«”(Andrew im Wunderland, Kapitel 6)

Das Cover ist total cool und passt wirklich wahnsinnig gut zur Geschichte. Ich finde es einfach mega.

Der Schreibstil der Autorin ist humorvoll, flüssig und leicht. Die Geschichte ist zwar mit passenden Märchenelemente gespickt, jedoch passt die Autorin sich eher an den heutigen Sprachstil an, was aber absolut zu Andrews Geschichte passt. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive des Protagonisten Andrew erzählt.

Andrew ist ein richtiger Nerd mit Brille und einer liebe für Computerspiele. Dabei kann er sich ganz in seine Rolle in spielen versetzten, jedoch ist er in der echten Welt eher zurückhalten und ruhig. Doch sein Leben ändert sich ganz plötzlich, als er in einem Striplokal dem heißen, weißen Kaninchen folgt und sich plötzlich in Ludens City wiederfindet. Eine Stadt, die ihn ganz stark an Lewis Carrolls Alice im Wunderland erinnert. Nur das nicht ein kleines Mädchen, die Einwohner rettet, sondern Andrew der Held der Geschichte sein soll. Was natürlich völlig absurd ist, denn naja er ist doch einfach kein Held.

Die Geschichte ist skurril, humorvoll und auch etwas überdreht, was aber absolut zu einer Adaption von Alice im Wunderland passt, finde ich. Ludens City ist voll von magischen Wesen, Unterdrückung und Leid, daher macht sich Lola auf dem Weg um einen Helden zu suchen. Und den glaubt sie in Andrew gefunden zu haben. Jedoch ist Andrew alles andere als ein Held und mit seiner neuen Situation völlig überfordert. Wann taucht den bitte das kleine Mädchen auf und rettet alle? Außerdem greift die Geschichte auch einige moralisch verwerfliche Themen auf, um den Leser auch ein bisschen zu schocken, denke ich. Auch wenn die Geschichte mir manchmal etwas zu viel und zu übertrieben war, hat sie mir doch einige humorvolle Lesestunden beschert.

Mein Fazit

Andrew im Wunderland ist wie der Name schon verrät eine Adaption zu Alice im Wunderland, jedoch nicht mit kuscheligen, flauschigen Häschen, sondern eine Version mit skurrilen Menschen, Dunkelheit und einem Helden, der vielleicht gar kein Held ist. Die Geschichte wirkt noch ein bisschen wie ein Vorgeschmack auf Ludens City, da die Spannung erst so richtig gegen Ende aufkommt. Dennoch bin ich gespannt, was Fanny in der Fortsetzung noch so Skurriles und Kurioses für uns bereithält.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2020

Niedliche Liebesgeschichte wie eine Netflix RomCom

Very First Time
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Meine Meinung

“»So einfach ist das nicht«, sage ich. »Wir sind schon viel zu lange befreundet. Freunde … haben keinen Sex.«” (Very first time, S. 183)

Das Cover ist schlicht und irgendwie niedlich mit ...

Meine Meinung

“»So einfach ist das nicht«, sage ich. »Wir sind schon viel zu lange befreundet. Freunde … haben keinen Sex.«” (Very first time, S. 183)

Das Cover ist schlicht und irgendwie niedlich mit den vielen kleinen Herzen. Es passt auf jeden Fall perfekt zur Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, sodass man schnell in die Geschichte hineinfindet. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Keely erzählt.

Keely ist eine wirklich herzige Person, in der ich mich das ein oder andere Mal wiederentdeckt habe. Sie muss sich mit den typischen Highschooldramen auseinander setzten. Vor allem steht ihr das Thema Sex, Jungfräulichkeit und der Umgang damit in der Öffentlichkeit. Dabei lässt Keely sich gerade zu Beginn auch ein bisschen zu sehr von ihrer Mädchenclique beeinflussen und ein Plan muss her, denn ihre Jungfräulichkeit möchte sie jetzt schon verlieren. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, lernt Keely auf eine humorvolle Art, dass sie ihr Leben bestimmt und sich nicht von anderen beeinflussen sollte. Andrew wird zu Beginn als der Playboy hingestellt, aber wenn man hinter seine Fassade schaut, entdeckt man doch viel mehr.

Eine niedliche Liebesgeschichte voller Klischees und Highschool-Drama, aber dennoch humorvoll und mit liebenswerten Charakteren. Dabei erinnert die Geschichte so ein bisschen an die typischen Netflix RomComs und ich würde mir die Verfilmung auf jeden Fall anschauen, wenn es denn eine gibt. Es ist eine wundervolle Geschichte einfach mal für zwischendurch abschalten, wohlfühlen und sich in einen Strudel von Gefühlen ziehen lassen. Da die Geschichte schon sehr vorhersehbar mit viel Kitsch und Drama ist, ist sie vielleicht nicht für jeden Leser etwas. Aber um einfach mal zu Genießen und ein paar humorvolle Stunden zu verbringen, ist die Geschichte genau das richtige.

Mein Fazit

Very first time ist eine niedliche Highschool-Liebesgeschichte mit sehr viel Humor, die so ein bisschen an die typischen Netflix RomComs erinnert. Mit viel Klischee und Drama verläuft Keelys letztes Highschool Jahr und während sie noch überlegt, wie sie endlich ihre Jungfräulichkeit verlieren kann, schleicht sich die Liebe ganz leise an sie heran. Für mich einfach mal wieder eine Wohlfühlgeschichte zum Abschalten und nicht groß Nachdenken.

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Veröffentlicht am 08.09.2020

Ein spannender Escape Room Thriller

Raum der Angst
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Was erwartet euch?

Das Cover ist schlicht, sodass der Titel im Fokus steht, was mir sehr gut gefällt. Auch die Aufmachung mit der Klappe und dem „Du kannst nicht entkommen“ finde ich richtig cool und ...

Was erwartet euch?

Das Cover ist schlicht, sodass der Titel im Fokus steht, was mir sehr gut gefällt. Auch die Aufmachung mit der Klappe und dem „Du kannst nicht entkommen“ finde ich richtig cool und passt einfach perfekt zur Geschichte.

Der Schreibstil des Autors ist leicht, flüssig und detailreich, wenn es darauf ankommt. Für mich passte es perfekt zur Geschichte. Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive erzählt und begleitet unterschiedliche Menschen, die im Verlauf der Handlung wichtig sind.

Die Charaktere sind gar nicht so einfach vorzustellen, da man vielleicht sonst zu viel verrät. Auf jeden Fall sind sie alle perfekt abgestimmt und jeder Charakter besitzt eine wichtige Funktion in der Geschichte, sodass man hier wirklich auf jede Einzelheit achtet. Auf jeden Fall ist es interessant, dass wir sowohl aus der Opfersicht auf die Geschichte blicken, als auch bei der Polizeiarbeit über die Schulter schauen, sodass sie nachher ein tolles Gesamtbild ergibt.

Wie oben schon gesagt, teilt sich die Geschichte auf die Sicht der Opfer und der ermittelnden Polizisten auf. Was ich wirklich toll finde ist, dass dabei der Fokus auf der Ermittlerarbeit liegt und nicht auf den Charakter der Polizisten, kein „abgewrackter“ Polizist, der mehr mit seinem Leben klarkommen muss, als Zeit für die Ermittlerarbeit zu haben. Die Sicht der Opfer ist wirklich interessant, obwohl mir gerade am Ende der Fokus zu sehr auf Hannah liegt. Ich hätte mir gewünscht noch ein paar mehr Eindrücke von den anderen zu erhalten.

Jedoch ist der Spannungsaufbau wirklich klasse und auch das Rätselraten, wer ist Janus und was hat er vor, haben mir sehr viel Spaß gemacht. Einige Theorien habe ich schnell wieder verworfen und musste doch am Ende feststellen, dass ich manchmal gar nicht so unrecht hatte. Also ist es auch nicht gleich auf den ersten Blick zu durchschauen finde ich. Wirklich toll gelungen, auch wenn ich mir vielleicht noch ein paar mehr spannende Rätsel in den Escape Rooms gewünscht hätte.

Mein Fazit

Raum der Angst ist ein sehr interessanter Thriller, der sich mit der Psyche des Menschen beschäftigt. Vor allem hat mir gefallen, dass die Geschichte nicht so vorhersehbar ist, sondern auch tolle Entwicklungen präsentiert. Für mich ein absolut gelungener Ausflug mal wieder in das Genre Thriller, obwohl ich mir noch ein paar mehr spannende Escape Room Rätsel gewünscht hätte

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2020

Nicht nur für Drachen-Fans!

Feuererwachen
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Meine Meinung

“Als läge uns die Welt zu Füßen. Wir brauchen nur zuzugreifen und wir werden uns alles nehmen. Und wie von Göttern bebte die Welt im Feuererwachen.” (Feuererwachen, S. 319)

Das Cover ist ...

Meine Meinung

“Als läge uns die Welt zu Füßen. Wir brauchen nur zuzugreifen und wir werden uns alles nehmen. Und wie von Göttern bebte die Welt im Feuererwachen.” (Feuererwachen, S. 319)

Das Cover ist sehr schlicht, gefällt mir aber mit seiner Ganzoptik sehr gut. Das hat irgendwie so einen Eyecatcher-Moment.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr detailverliebt, atmosphärisch und an eine andere Welt angepasst, sodass man sich zuerst etwas einlesen muss. Dann aber in den Strudel der Geschehnisse eingezogen wird. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der beiden Protagonisten Annie und Lee erzählt.

Lee ist der Sohn eines Drachenherren, während der grausamen Revolution wurde seine gesamte Familie getötet. Wir lernen ihn als einen jungen Mann kennen, der immer im Zwiespalt lebt. Seine Familie und auch die Herrschaft der Drachenherren war grausam. Jedoch ist es immer noch seine Familie, die getötet wurde, durch Menschen, die er jetzt beschützt. Lee ist ein unglaublicher Charakter, sein Zwiespalt, seine Hingabe und auch seine Liebe ist einfach bewegend. So einen interessanten Charakter habe ich schon lange nicht mehr getroffen. Annie ist eine ehemalige Leibeigene, deren Familie vom Drachenfeuer ausgelöscht wurde. Das neue Regime ermöglicht ihr endlich aufzusteigen. Und obwohl Annie und Lee sich eigentlich hassen sollten, ist ihre Beziehung zueinander sehr eng und etwas ganz besonders.

Zu Beginn tauchen wir in die Geschichte und die Welt der Drachen ein, da ich mich erstmal an den Schreibstil und auch die Menge der Informationen einstellen musste, kam ich erst so ein bisschen langsam in die Geschichte rein. Jedoch mit jeder Verwicklung, Intrige und Ungerechtigkeit bin ich immer weiter in den Strudel der Geschichte eingesogen worden. Dabei konnte mich die Geschichte vor allem durch die Tiefe der Beziehungen und den Ungerechtigkeiten der Politik faszinieren. Eine sehr intensive High-Fantasy Geschichte, die mich nach den Startschwierigkeiten absolut fesseln konnte. Sie hat einfach alles, was eine High-Fantasy Geschichte braucht und ich kann es gar nicht erwarten bis der zweite Teil erscheint. Außerdem ist die Geschichte nicht nur für Leser, die Drachen lieben.

Mein Fazit

Feuererwachen ist eine spannende High-Fantasy Geschichte über Drachen, Intrigen und Ungerechtigkeiten zwischen den Ständen. Vor allem aber haben mich die Verwicklungen und inneren Kämpfe der Charaktere am meisten angesprochen, denn sie sind wirklich so anders gestaltet. Auch wenn ich zu Beginn ein paar Startschwierigkeiten hatte, konnte mich die Geschichte am Ende total überzeugen. Nicht nur für Drachenfans. Außerdem kann ich den zweiten Teil schon kaum erwarten.

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Veröffentlicht am 28.08.2020

Jennifer entführt uns ins magische Albenreich

Chroniken der Dämmerung, Band 1: Moonlight Touch
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Meine Meinung

“Wie konnte ein Wesen, das durch einen so gewaltsamen Akt entstanden war, nur so hübsch sein? So anmutig und so voller tiefer, unergründlicher Gefühle, wenn es doch seelenlos und von Schwärze ...

Meine Meinung

“Wie konnte ein Wesen, das durch einen so gewaltsamen Akt entstanden war, nur so hübsch sein? So anmutig und so voller tiefer, unergründlicher Gefühle, wenn es doch seelenlos und von Schwärze erfüllt sein sollte?” (Moonlight Touch, S. 269)

Das Cover finde ich wunderschön, auch wenn mich irgendwie etwas an ihrem Gesicht stört. Aber ich liebe die Glanzoptik der Tränen und auch die Farbgestaltung des Covers.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht, detailreich und manchmal leicht poetisch. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonisten Sheera und Lysander erzählt.

Sheera ist eine Dunkelalbin und eine Diebin, außerdem eine Einzelkämpferin, die sich immer versteckt im Schatten hält. In einem Land in dem Dunkelalbin wie sie, wie Tiere behandelt werden, versucht sie sich ihr Leben so gut wie möglich aufzubauen. Jedoch wandelt sich ihr Leben eines Tages, als sie von den Wachen der Königin aufgegriffen wird und sich plötzlich im Palast wiederfindet. Sie soll am Wettstreit um den Thron mitmachen und Königin werden. Dabei fühlt sie sich eher als Betrügerin, denn Sheera eine Dunkelalbin und Diebin ist es doch nicht Wert Königin zu sein. Dennoch spürt sie die Hoffnung der Dunkelalben in ihrem Rücken und vielleicht kann sie ja etwas Besonderes in sich entdecken. Lysander ist der Prinz des Menschenreichs und ein Träumer, denn er träumt von der einzigen und wahren Liebe. Mit der Regierung seines Volkes möchte er nichts zu tun haben, denn die Verantwortung will er nicht übernehmen.

Moonlight Touch ist das Eintauchen in eine magische, wundersame, aber auch grausame Welt in der Alben und Menschen im Krieg liegen. Aber nicht nur zwischen Menschen und Alben liegt Hass, sondern auch zwischen den beiden Rassen der Alben herrscht Unterdrückung und Gewalt. In dieser Welt voller Vorurteile, Gewalt und Missgunst kämpft die Dunkelalbin Sheera nur ums Überleben bis zu dem Tag, an dem sie zur Hoffnung für ein ganzes Volk werden kann. Nicht nur das Worldbuilding ist fantastisch und malerisch, sondern auch die Charaktere sind tiefgründig beschrieben mit Fehlern, Ecken und Kanten. Von der ersten bis zur letzten Seite konnte mich Sheera und Lysander mit ihrer Geschichte fesseln, während das Ende ein echt gemeiner Cliffhanger ist und ich mich schon sehr auf den zweiten Band freue.

Mein Fazit

Moonlight Touch verzaubert durch eine magische Welt, äußerlich wunderschön jedoch innerlich zerrüttet durch Krieg, Machtspielchen und Rassenhass. In dieser Welt kämpft die junge Dunkelalbin Sheera erst fürs eigene Überleben und dann für die Rechte aller Dunkelalben. Dabei trifft sie unerwartet auf den jungen Prinzen des Menschenreichs und entführt ihn. Während mich die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite absolut fesseln konnte, hätte ich mir dennoch noch etwas mehr Tiefe in der Beziehung zwischen Lysander und Sheera gewünscht. Daher bin ich schon sehr gespannt, was die Autorin noch im zweiten Band für uns bereithält.

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