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Jenny_Colditz

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2020

Interessantes Abenteuer

Das Feuer in mir
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Ich muss zugeben, ich habe für diese Geschichte länger gebraucht. Im Januar bereits begonnen, nach 10% abgebrochen, habe ich mich nun im Dezember erneut herangewagt und es in einem Schwung beendet.

Eine ...

Ich muss zugeben, ich habe für diese Geschichte länger gebraucht. Im Januar bereits begonnen, nach 10% abgebrochen, habe ich mich nun im Dezember erneut herangewagt und es in einem Schwung beendet.

Eine Frau zwischen den Stühlen, zwischen dem bekannten und unbekannt, Liebe und Verantwortung, zwischen zwei Göttern und Weltanschauungen. Wie wird sie sich entscheiden?
Bei einigen der Entscheidungen hätte ich sie gerne geschüttelt. Ja sie waren nachvollziehbar, etwas. Aber dumm, ganz ganz dumm. Man trifft hier auf eine junge Dame, welche recht naiv ist. Trotz das sie als Forscherin durch die Welt reist und das unbekannte erforscht, und somit schon einiges erlebt haben muss, behält sie sich ihre kindliche Naivität. Das ist mitunter recht anstrengend.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Auch wenn einige Längen aufkommen und auf die Kürze Dinge angesprochen werden, welche die Geschichte nicht sonderlich weiterbringt.
Ich bin Zwiegespalten. Die Geschichte und ihre Idee ist gut. Aber 100% überzeugen konnte sie mich nicht. Da die Charaktere nicht zu ende gesponnen wurden. Fragen über ihren Charakter aufkommen oder sie sich dessen nicht "richtig" verhalten. Der Glaubenskrieg ist interessant, deren Strategie und Umsetzung. Davon hätte ich mir gerne mehr gewünscht. Die Welt hingegen wird sehr farbenprächtig dargestellt, sehr detailliert. Gerade die Beschreibung der grünen Stadt hat mir sehr gefallen. Eine weitere Geschichte aus dieser Welt kann ich mir gut vorstellen, wenn die Charaktere besser beschrieben werden, die Gefühle für einander waren nicht nachvollziehbar. Ich würde so etwas gerne spüren und nicht nur lesen, ansonsten war das Buch top.

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Veröffentlicht am 30.12.2020

Interessante Grundidee, nervige Prota

Die Macht der fünf Tugenden
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Das Cover sowie der Klappentext machte sofort neugierig.

Die Grundidee einer Pilgereise quer durch die bekannten und unbekannten Länder fand ich klasse. Es versprach viele Abenteuer und Unwägbarkeiten. ...

Das Cover sowie der Klappentext machte sofort neugierig.

Die Grundidee einer Pilgereise quer durch die bekannten und unbekannten Länder fand ich klasse. Es versprach viele Abenteuer und Unwägbarkeiten. Innere Konflikte und vieles mehr.
Was davon bekam ich? Direkt zu Anfang (Seite 2 oder so) die Gewissheit über Myans Adeptenbruder. Somit waren viele der folgenden Wendungen für mich keine Überraschung. Eher ärgerte ich mich, das Myan so lange brauchte um alles klar zu sehen. Aber okay, sie war auch zu sehr mit jammern abgelenkt. Sie trug einen wirklich großen inneren Konflikt mit sich. Aber dieses ständige gejammer war unfassbar nervig. Es war einfach too much. Sie war ihrer Meinung nach wirklich an allem Schuld, an ausschließlich allem. Jeder musste sehen wie sie die Tugenden verletzte. Oh Gott... jeder um sie herum verletzte diese mehr und häufiger als sie, aber das sah sie nicht. Und das machte sie noch unsympatischer. Denn sie war soooooo naiv, und (ich möchte nicht sagen dumm) mit Scheuklappen ausgestattet. Sie sah nix, aus ihr ach so großes Leid.

Ich hätte echt gern das Setting genossen, denn hier wurde viel geboten. Die Gegenden und Landschaften wurden bildhaft beschrieben, das hat mir echt gut gefallen. Die Länder und Leute, sowie dere Gebräuche wurden einem Näher gebracht. Unterbrochen von weiterem gejammer. Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen.
Aufgrund dessen das vieles, ob beabsichtigt oder nicht, schon sehr früh verraten wurde, blieb leider auch die Spannung auf der Strecke, auch Wendungen konnten nicht mehr überraschen. Das Buch war im gesamten angenehm zu lesen gewesen, aber wenn die Hauptprota ein sooo unangenehmer Charakter ist macht es auf Dauer nicht viel Freude.

Auch die Vereinigung gefiel mir leider gar nicht. Das war eine absolut extreme Religion, gar eine Sekte. Sie erzählen ständig was von Tugendhaftigkeit und wie wichtig Gleichheit ist und setzten sich selbst aber über alle anderen. Sie setzten das Leben vieler aufs Spiel wegen Blendwerk und Lügen ihre Glaubensbrüder an. Gleichheit und niemand ist gleich. Adepten wird verboten zu sprechen, nur weil die Priester die Wahrheit nicht vertragen. Ich finde solche extremen Vereinigungen sehr fragwürdig, und habe sie definitiv nicht als die guten angesehen. Sondern als abgrundtief Böse und völlig falsch. Nichts was es lohnt angebetet und befolgt zu werden. Vor allem da der Schutz der Stadt auf der Tugendhaftigkeit beruht, und jeder einzelne der Brüder und Schwestern täglich mehrfach sündigt und das mit voller Absicht. Unüberlegtes und dummes Handeln während und vor der Pilgereise kommt hinzu. Vieles nicht im Ansatz nachvollziehbar. Das ärgerte mich sehr.

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Veröffentlicht am 15.12.2020

Interessanter Fall

Kalte Asche
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Schon in Band 2 erkennt man Wiederholungen. Nach kurzer Zeit schließt man schon darauf das es ein Täter aus der unmittelbaren Umgebung von David Hunter geben muss. Ich hoffe das dies in den fortlaufenden ...

Schon in Band 2 erkennt man Wiederholungen. Nach kurzer Zeit schließt man schon darauf das es ein Täter aus der unmittelbaren Umgebung von David Hunter geben muss. Ich hoffe das dies in den fortlaufenden Bänden nicht immer der Fall ist.
Die Charaktere wurden auch diesmal wieder gut vorgestellt, bildhaft beschrieben. Das mag ich sehr gern. Das es allerdings wieder einmal einen Polizisten gibt welcher seine Arbeit nicht so genau nimmt, ist langsam ermüdend und echt ausgelutscht. Kann in einem Buch nicht einmal alle ihren Job gerne machen? Oder zumindest vorschriftsmäßig?

Der Fall selber ist zuerst sehr spannend. Und ich habe lange überlegt wie alles zusammen hängt und wer der verantwortliche ist. Die Auflösung selber hatte mich insoweit überrascht, das sie zusammengeschustert klang und gar unglaubwürdig war. Bis kurz vor Schluss war der Spannungsbogen durchaus sehr hoch. Zum ende hin habe ich leider vermehrt den Kopf schütteln müssen, da eine Ungereimtheit nach der anderen kam. Und einiges wirkte als würde es nur der Effekthascherei dienen.

Alles in allem trotzdem ein spannender Band. So dass ich direkt mit Teil 3 weitermache.

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Veröffentlicht am 15.12.2020

Spannender Kriminalfall, langatmiges drumherum

Dunkler Hass
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Dafür das der Autor selber im Polizeidienst ist / war, gab es viele Ungenauigkeiten oder falsche Darstellungen was ich schade und ernüchternd fand.

Der Schreibstil war gewöhnungsbedürftig. Da ich oftmals ...

Dafür das der Autor selber im Polizeidienst ist / war, gab es viele Ungenauigkeiten oder falsche Darstellungen was ich schade und ernüchternd fand.

Der Schreibstil war gewöhnungsbedürftig. Da ich oftmals das Gefühl hatte das die jeweilige Figur auf mir unbekannte Aussagen reagierte und mit dem zuvor gesprochenen nicht zusammen passt. Ich finde es gut das eine Person mit Handicap eine Hauptfigur spielt. Allerdings fließte diese Tatsache nicht natürlich ein, so wie ich mir das für den täglichen Umgang wünschte, sondern recht speziell. Es wurde immer explizit auf diese Tatsache hingewiesen um wieder den Focus darauf zu lenken. Dies störte die Spannung.

Der Kriminalfall als solches war recht spannend. Zusammen mit den Rückblicken auf das Leben des Mörders. Der Umgang der Mutter mit dem transgender Leben ihres Sohnes war rührend und sehr schön. So sollte es immer sein. Auch die Auflösung wer sich hinter dem Täter versteckt hält die Spannung aufrecht. Auch wenn man als Leser irgendwann entscheidende Tipps bekommt um wen es sich handelt.

Die Klischee welche bedient werden, hätten nicht sein müssen. Ich würde mir irgendwann einmal eine Thriller / Krimi wünschen in dem diese nicht mit Schöpfkellen über die Geschichte verteilt werden. Ein narzisstischer Chef, okay. Das dieser dann noch völlig falsche Handlungen vollzieht und Fälle sabotiert, war dann doch zu viel des guten. Und wenn dann irgendwann noch einmal eine Mordeinheit ohne den eigenen IT Fachmann auskommt, so wie es nun einmal Realität ist, wäre das echt klasse. Von einem Autor welcher selber in diesem Bereich gearbeitet hat, erhoffte ich mir die Wiedergabe der Wirklichkeit, und nicht das was Hollywood uns als Wahrheit so häufig erzählen möchte.

Hervorheben möchte ich allerdings, das der Autor sich traute Tabuthemen anzusprechen und diese in seine Geschichte zu integrieren. Auch die Beweggründe welche zu diesen wirklich abscheulichen Taten führte, war mal eine sehr interessante Herangehensweise.

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Veröffentlicht am 15.12.2020

Unglaubwürdig und langatmig

Hexenjäger
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Puuuuhhh...
Es war alles ziemlich verwirrend. Die Übersetzung war gespickt mit landestypischen Begrifflichkeiten, welche man sich erst einmal ergooglen musst. Dies hätte ich in einem nordischen Krimi ...

Puuuuhhh...
Es war alles ziemlich verwirrend. Die Übersetzung war gespickt mit landestypischen Begrifflichkeiten, welche man sich erst einmal ergooglen musst. Dies hätte ich in einem nordischen Krimi so nicht erwartet und gefallen hat es mir auch nicht.
Der Schreibstil ist ausschweifig, blumig und ungenau. Dadurch kamen unnötige Längen auf. Nach Abschluss des Buches erscheinen einige Kapitel als Überflüssig und scheinen nur dazu gedient zu haben das Buch noch einmal unnötig zu verlängern. Denn zur Geschichte tragen sie nicht viel bei. Die Charaktere erscheinen auf der einen Seite blass, auf der anderen Seite unnötig ausgeschmückt. Muss wirklich jeder der Ermittler private Probleme haben? Immer und immer wieder angesprochen werden? Vor allem das vieles wiederholt exzessiv angesprochen wurde und dann einfach gar nichts zur Story beigetragen hatte.

Der Kriminalfall als solche war durchaus interessant. Auch wenn direkt zu Beginn die Anzahl der folgenden Opfer, sowie deren Todesart erzählt wurde. Ich hätte es spannender gefunden dies erst nach und nach zu erfahren. Laut Beschreibung soll es sich um Ritualmorde handeln. Erkennbar war dies nicht. Auch die vorgestellte Gruppe war mehr als unglaubwürdig. Deren Motive nur kurz angeschnitten, Hintermänner nur kurz erwähnt, und deren Gründe mitzumachen wurden komplett vergessen. Die Auflösung des Falles war komplett nicht vorhanden. Ich dachte erst an einen Dateifehler und recherchierte. Aber wirklich, er fehlte komplett. Man erfuhr rein gar nichts zu dem Ende des Falles. Wer steckte alles mit dahinter? Wie lief alles ab? Wie kamen sie auf die Täter? usw. Viele Fragen blieben komplett unbeantwortet. Dafür erging man sich wider Seitenweise in Nichtigkeiten. Lückenfüller, unnötig. Das stimmte mich verdrießlich und ließ mich sehr unbefriedigt zurück.

Eine insgesamt sehr unglaubwürdige Geschichte, ohne Sinn in dem Motiv und sämtlichen Handlungen. Alles spielt nur aneinander vorbei und wird durch viele Zufälle bestimmt. Und das unbefriedigende offene und völlig unlogische Ende hat es dann noch komplett kaputt gemacht. Danke, aber von dem Autor werde ich nichts mehr lesen.

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