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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2026

Weitgehend unterhaltsam

Nächster Halt: Chile
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"Nächster Halt: Chile" ist der dritte Teil der Reihe um Georgia Green, die im ersten Band kurz vor der geplanten Hochzeit verlassen wurde. Mittlerweile leiten sie und ihr Partner ein erfolgreiches Start-up-Unternehmen ...

"Nächster Halt: Chile" ist der dritte Teil der Reihe um Georgia Green, die im ersten Band kurz vor der geplanten Hochzeit verlassen wurde. Mittlerweile leiten sie und ihr Partner ein erfolgreiches Start-up-Unternehmen namens "Lonely Hearts Travel Club" und auch privat läuft in ihrer Beziehung alles gut. Aus diesem Grund ergreifen die beiden nur zu gerne die Gelegenheit, in einer Abenteuer-Fernsehshow mitzuwirken, um in diesem Rahmen ihr Unternehmen zu bewerben - doch leider wird die Reise nicht so harmonisch, wie sie erhofft hatten.

Wie schon in den vorherigen Bänden erlebt die Protagonistin auf ihrer Reise viele Dinge, durch die der Urlaub vor einer traumhaften Kulisse in vielerlei Hinsicht einem Alptraum gleicht. Es gibt einige Pannen, sie selbst kommt in Situationen, in denen sie sich nicht wohl fühlt oder die ihr peinlich sind, sprich: was schief gehen kann, geht schief. Ich muss sagen, dass ich dies auch in diesem Buch zwiespältig betrachte. Einerseits gab es viele humorvolle, unterhaltsame Momente und natürlich ist eine Geschichte mit Hindernissen, die überwunden werden müssen, interessanter als die einer ereignislosen, entspannten Reise. Andererseits gab es ein paar Szenen, bei denen ich mir stellvertretend für Georgia gewünscht habe, dass sie im Boden versinken könnte, weil diese Situationen für sie einfach nur unangenehm waren. Von daher muss ich sagen, dass die Autorin gut dargestellt hat, was in ihrer Protagonistin vor sich ging, aber für mich war es ein bisschen zu viel.

Sehr gefallen haben mir die Beschreibungen der Reiseziele und die Dreharbeiten selbst wurden ebenfalls interessant und glaubwürdig geschildert. Die Aufgaben, die die Teilnehmer der Sendung erfüllen mussten, könnten so auch tatsächlich in realen, ähnlichen Formaten existieren und ich mochte, wie Ben und Georgia sie gemeistert (oder auch nicht gemeistert) haben. Es kam mir zudem glaubwürdig vor, dass die gegebenen Umstände ihre Beziehung belasten könnten, weshalb ich die Darstellung ihrer Konflikte realistisch fand; so wird zwar deutlich, dass die beiden sich lieben, aber das macht nicht alles gut und sie haben ihre Probleme. Weniger gefallen hat mir dagegen, wie Georgia mit diesen Situationen umgegangen ist. Sie ist sehr davon überzeugt, dass sie immer recht hat und auf gar keinen Fall dazu beiträgt, dass etwas in ihrer Beziehung nicht gut läuft, wodurch es für mich sehr anstrengend war, die Auseinandersetzungen aus ihrer Sichtweise zu lesen. Es war konsequent, dass sie so dachte und handelte und letztlich wurde dies auch durch Ben adressiert, doch ich hatte dadurch trotzdem Schwierigkeiten, mit ihr zu fühlen. Die Charakterentwicklung, die sich aus all dem ergab, ist aber dennoch positiv hervorzuheben, selbst wenn am Ende alles etwas ausführlicher hätte behandelt werden können.

Alles in allem würde ich "Nächster Halt: Chile" mit 3 Sternen bewerten. Das Buch war weitgehend unterhaltsam und ich hatte angenehme Lesestunden, doch ich fand die Protagonistin teilweise anstrengend und obwohl es durch die vielen Pannen bei den Dreharbeiten und der Reise unterhaltsame Szenen gab, war es für mich ein bisschen zu viel des Guten. Dennoch ist es eine ganz schöne, in vielerlei Hinsicht realistische Geschichte.

Veröffentlicht am 12.05.2026

Sehr fesselnd

Der Polarbären-Entdeckerclub 1 – Reise ins Eisland
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Ich war sehr gespannt darauf, den ersten Band der "Polarbären-Entdeckerclub"-Reihe zu lesen. Das Konzept klang wirklich interessant und ich war neugierig darauf zu sehen, wie die Autorin es umsetzen würde. ...

Ich war sehr gespannt darauf, den ersten Band der "Polarbären-Entdeckerclub"-Reihe zu lesen. Das Konzept klang wirklich interessant und ich war neugierig darauf zu sehen, wie die Autorin es umsetzen würde. Ich wurde auch keineswegs enttäuscht; das Abenteuer, das die Kinder erleben, war beinahe durchgehend spannend und die Welt wurde toll ausgearbeitet.

Der Beginn der Geschichte hat sich ein bisschen gezogen, doch sobald die Expedition so richtig beginnt, wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Protagonisten werden mit verschiedenen Hindernissen konfrontiert, die sie und ihre Fähigkeiten oftmals an ihre Grenzen bringen. Außerdem war die Gefahr, in der sie schweben, stets präsent; ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Lage der Kinder so brenzlig werden würde, doch dadurch war die Handlung sehr spannend und fesselnd. Außerdem fand ich es realistisch, dass die Erkundung eines unbekannten Gebietes nicht ohne Risiken ablief.

Die Figuren selbst waren ebenfalls gut ausgearbeitet. Stella war mir von Anfang an sympathisch, doch auch die anderen Juniorforscher sind interessante Charaktere, die mir mehr oder weniger schnell ans Herz gewachsen sind. Ich fand es schön zu sehen, wie aus ihrer eher widerwilligen Zusammenarbeit langsam mehr wurde und ebenso hat mir gefallen, dass alle vier ihre Stärken und Schwächen hatten und sie sich gut ergänzt haben. Alle haben bei ihren Erlebnissen eine entscheidende Rolle gespielt und das fand ich toll.

Wie bereits erwähnt hat mir auch das World Building sehr gefallen und es war faszinierend, gemeinsam mit den Figuren das Eisland zu entdecken. Die Idee der verschiedenen Entdeckerclubs wurde ebenfalls gut umgesetzt und ich hoffe, dass man im zweiten Band noch mehr über sie erfahren wird. Zudem gab es in diesem Buch bereits einige Enthüllungen, die sehr viel Potential für weitere Bände eröffnen und neugierig darauf machen, wie es mit Stella und den anderen weitergehen wird.

"Reise ins Eisland" ist eine abenteuerliche, fantasievolle Geschichte, die auch Lesern außerhalb der Zielgruppe viel Lesespaß bescheren kann. Aus diesem Grund vergebe ich 4,5 Sterne - und nach dem Ende dieses Buches bin ich definitiv wahnsinnig gespannt darauf, was im zweiten Band passieren wird. Zum Glück erscheint die Übersetzung der Fortsetzung schon bald.

Veröffentlicht am 12.05.2026

Gelungener Abschluss der Trilogie

Extradunkel
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"Extradunkel" ist ein gelungener Abschluss der Trilogie. Die Charakterentwicklung war toll dargestellt und auch wenn ich nicht alle Handlungen der Figuren nachvollziehen konnte, wurde doch deutlich was ...

"Extradunkel" ist ein gelungener Abschluss der Trilogie. Die Charakterentwicklung war toll dargestellt und auch wenn ich nicht alle Handlungen der Figuren nachvollziehen konnte, wurde doch deutlich was in ihnen vor sich ging. Die Entscheidungen, die gerade Anya treffen muss, sind nicht immer leicht, aber ich mochte, wie sie mit den schwierigen Situationen umgegangen ist und man kann in diesem Band wirklich sehen, wie sehr sie sich verändert und entwickelt hat. Sie ist im Lauf der Reihe auf jeden Fall erwachsen geworden und obwohl ich den Erzählstil nach wie vor etwas distanziert fand, war es hier leicht, mit der Protagonistin mitzufiebern und ich wollte wissen, wie ihre Geschichte letztlich ausgehen würde.

Die familiären Bindungen waren in diesem Buch wieder ziemlich wichtig und das fand ich sehr gut, gerade, weil das "Geburtsrecht" der Hauptperson titelgebend ist und ich wissen wollte, was mit diesem Aspekt passieren würde, vor allem nach den Ereignissen im zweiten Band. Mir hat sehr gefallen, dass die Schokolade an sich hier wieder eine wichtige Rolle gespielt hat und es war interessant zu sehen, in welche Richtung die Handlung sich entwickelt hat. Die Welt hätte alles in allem noch mehr ausgebaut werden können, gerade in Bezug auf die Hintergründe, doch sie war insgesamt gut ausgearbeitet und das Konzept der Reihe wurde interessant umgesetzt.

Die Romanze an sich fand ich mehr oder weniger überzeugend, selbst wenn es auch in "Extradunkel" wieder Hin und Her gab und ich nicht immer verstehen konnte, was in den Charakteren vor sich ging. Dennoch konnte ich unter den gegebenen Umständen verstehen, wieso sie so gehandelt haben, und davon abgesehen hat mir sehr gefallen, wie die Geschichte voranschritt und dass nicht immer alles glatt ging. Auch in diesem Band sind innere Konflikte sehr präsent und es müssen wieder Herausforderungen überwunden werden. Der Protagonistin wird es nicht leicht gemacht, aber es war realistisch, wie sie mit allem umgegangen ist und wie bereits erwähnt fand ich ihre daraus resultierende Entwicklung toll. Anya hat sich seit dem ersten Band stark verändert und für mich ist dies ein sehr großes Plus der Reihe.

Der Handlung hat teilweise ein wenig die Spannung gefehlt, doch das Buch hat mich trotzdem gefesselt und ich wollte wissen, wie Anyas Geschichte enden würde. Das Ende selbst hat mir auch gut gefallen - es passt zu den vorherigen Ereignissen, ist irgendwie rund und ein gelungener Abschluss der Erzählung sowie der ganzen Trilogie. Deshalb bekommt auch dieser Band 4 Sterne.

Veröffentlicht am 12.05.2026

Insgesamt eine gute Fortsetzung

Edelherb
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Der zweite Band der Reihe war für mich in mancher Hinsicht stärker und in mancher Hinsicht schwächer als der erste Teil. Ein Aspekt, der mich nicht richtig überzeugen konnte, war die Liebesgeschichte; ...

Der zweite Band der Reihe war für mich in mancher Hinsicht stärker und in mancher Hinsicht schwächer als der erste Teil. Ein Aspekt, der mich nicht richtig überzeugen konnte, war die Liebesgeschichte; ich muss leider sagen, dass es mir in diesem Band schwer gefallen ist, auf ein glückliches Ende für Anya und Win zu hoffen. Mir kam es vor, als sei alles ein großes Hin und Her und ich konnte hier nicht wirklich mitfiebern. Zudem hätte die Protagonistin auf gewisse Situationen noch emotionaler reagieren können, wobei dies nur ein kleiner Kritikpunkt ist. Toll fand ich dagegen, dass die titelgebende Schokolade in "Edelherb" eine größere Rolle gespielt hat; beim ersten Buch hatte ich ja das Gefühl, dass das World Building etwas zu blass geblieben ist und auch die Schokolade nicht genug im Vordergrund stand und dies war hier anders. Da im Deutschen alle drei Bände nach verschiedenen Geschmacksrichtungen von Schokolade benannt sind, hatte ich erwartet, dass dies von Anfang an der Fokus der Handlung sein würde, vor allem, wenn man Anyas Erbe bedenkt, und deshalb mochte ich die Entwicklungen in diesem Band sehr.

Wie schon bei "Bitterzart" hatte ich trotz der Tatsache, dass die Geschichte aus Anyas Sicht erzählt wird, oft das Gefühl, eine gewisse Distanz zum Geschehen zu haben, was schade war, da in diesem Buch einiges passiert und den Charakteren wieder viel zugemutet wird. Gerade die Protagonistin muss sich mehreren Herausforderungen stellen und mir hat gefallen zu sehen, wie sie daran gewachsen ist und dass ihr langsam klar wurde, was sie eigentlich erreichen und durchsetzen möchte. Ihre inneren Konflikte waren toll dargestellt und ich war wirklich gespannt darauf zu sehen, welche Entscheidungen sie treffen und wie sie mit der ganzen Situation umgehen würde. Meiner Meinung nach war ihre Entwicklung neben dem größeren Fokus auf der Schokolade klar die Stärke des Buches. Es wird auch deutlich, dass alle Entscheidungen Konsequenzen haben und die Figuren sich durch die Umstände verändern, was sehr realistisch war.

Alles in allem ist "Edelherb" eine gelungene Fortsetzung. Das Buch konnte mich beinahe durchgehend fesseln und obwohl mir die Schilderung gelegentlich zu distanziert war, konnte ich mich in Anya hineinversetzen und mit ihr mitfühlen. Die Handlung und die Charakterentwicklung haben mir sehr gefallen und ich bin auf jeden Fall gespannt darauf, wie es im dritten Band weiter gehen (und enden) wird.

Veröffentlicht am 12.05.2026

Macht neugierig auf mehr

Bitterzart
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Ich war sehr auf "Bitterzart" gespannt. Die Idee einer Welt, in der Schokolade und andere Genussmittel verboten sein könnten, klang für mich faszinierend und ich war gespannt, wie die Autorin dies umsetzen ...

Ich war sehr auf "Bitterzart" gespannt. Die Idee einer Welt, in der Schokolade und andere Genussmittel verboten sein könnten, klang für mich faszinierend und ich war gespannt, wie die Autorin dies umsetzen würde. Letztlich fand ich zwar, dass das World Building noch etwas mehr hätte vertieft werden können, aber die Informationen, die dem Leser durch die Ich-Erzählerin übermittelt wurden, waren auf jeden Fall interessant und sie haben neugierig auf die nächsten Bände gemacht, in denen man hoffentlich mehr über die Hintergründe erfahren wird. Unter den gegebenen Umständen war es für mich nachvollziehbar, dass Anya nicht ausführlicher auf alles eingegangen ist, aber ich hoffe, dass sie in der Fortsetzung stärker persönlich involviert sein wird.

Die Charaktere selbst waren gut ausgearbeitet und es war leicht, sich in sie hineinzuversetzen. Durch die Erzählperspektive ist man natürlich davon beeinflusst, wie die Protagonistin die Figuren sieht, aber die Konstellationen sind sehr komplex und es ist leicht zu sehen, dass Anya - obwohl sie ihre Familie liebt und beschützen möchte - ihre Angehörigen teilweise zu sehr einschränkt und Entscheidungen trifft, die vielleicht nicht für alle ideal sind. Das hat mir gut gefallen, da es mir gerade aufgrund ihres Alters und ihrer bisherigen Erfahrungen realistisch vorkam.

Der Protagonistin wird im Lauf der Handlung einiges zugemutet und teilweise war es für mich nicht leicht weiterzulesen, da die Erlebnisse der Charaktere aufwühlend sein konnten und es ein paar ernste Situationen gab, bei denen ich mich gefragt habe, wie sie da wieder herauskommen sollten. Tatsächlich mochte ich aber, dass das Buch Anya und ihr Umfeld mit solchen Krisen konfrontiert hat; da nicht alles glatt lief und bestimmtes Verhalten ernsthafte Konsequenzen hatte, wurde die Geschichte packender und es war einfacher, darauf zu hoffen, dass für die Figuren alles gut ausgehen wird. Gerade das Ende des Buches eröffnet viel Potential, auch wenn ich natürlich nicht wollte, dass es so kommt.

Obwohl die Charaktere interessant und gut ausgearbeitet waren, muss ich leider sagen, dass es mir schwer gefallen ist, mit ihnen mitzufühlen. Ihr Schicksal hat mich emotional nur selten berührt, was vielleicht auch am Schreibstil lag, den ich eher distanziert und zwischendurch trocken fand. Dennoch bin ich gespannt darauf, was im nächsten Band passieren wird und "Bitterzart" konnte mich auf jeden Fall fesseln. Deshalb würde ich das Buch mit 4 Sternen bewerten.