Poetischer Roman über patriarchale Strukturen
HeroIn dem Roman geht es um Hero - die, wie der Name es sagt - versucht ihren Heldenweg durch die Wirrungen ihrer vergangenen und ihrer aktuellen Beziehung zu finden. Der Schreibstil ist sehr verworren, sprunghaft ...
In dem Roman geht es um Hero - die, wie der Name es sagt - versucht ihren Heldenweg durch die Wirrungen ihrer vergangenen und ihrer aktuellen Beziehung zu finden. Der Schreibstil ist sehr verworren, sprunghaft und nicht immer leicht zu verfolgen. Nachdem ihr Partner ihr einen Heiratsantrag gemacht hat, nimmt sich Hero 7 Tage Bedenkzeit. Aufgeteilt in 7 Kapitel erfahren wir über ihre vergangenen Beziehungen und die Herausforderungen. Hero wirkt wie eine Figur zur Verbildlichung von toxischen Beziehungen, Mysogynie und der Frage, was es bedeutet in einer Beziehung autonom zu bleiben ohne sich abzuschotten.
Der Schreibstil hat mich manchmal verwirrt oder dazu geführt, dass ich der Handlung nicht gut folgen konnte. Viele Abschnitte wirkten sehr poetisch, was natürlich auch viel Interpretationsspielraum lässt und auch dadurch nicht so "leicht" zu lesen ist. Inhaltlich war es wirklich harter Tobak, vor allem zu Beginn. Die Dynamiken in ihren Beziehungen wurden schmerzhaft ehrlich dargelegt. Eingestreut werden Erzählungen, Mythen, Märchen, die Frauen abbilden - in tragischer oder heldenhafter Form.
Insgesamt war es ein sehr poetischer Roman und obwohl das Buch Kapitel hat, hatte es für mich wenig Struktur. Vielmehr wurde man als Leser einfach mitgetragen, mit Hero und mit den Mythen.