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Veröffentlicht am 25.07.2025

Poetischer Roman über patriarchale Strukturen

Hero
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In dem Roman geht es um Hero - die, wie der Name es sagt - versucht ihren Heldenweg durch die Wirrungen ihrer vergangenen und ihrer aktuellen Beziehung zu finden. Der Schreibstil ist sehr verworren, sprunghaft ...

In dem Roman geht es um Hero - die, wie der Name es sagt - versucht ihren Heldenweg durch die Wirrungen ihrer vergangenen und ihrer aktuellen Beziehung zu finden. Der Schreibstil ist sehr verworren, sprunghaft und nicht immer leicht zu verfolgen. Nachdem ihr Partner ihr einen Heiratsantrag gemacht hat, nimmt sich Hero 7 Tage Bedenkzeit. Aufgeteilt in 7 Kapitel erfahren wir über ihre vergangenen Beziehungen und die Herausforderungen. Hero wirkt wie eine Figur zur Verbildlichung von toxischen Beziehungen, Mysogynie und der Frage, was es bedeutet in einer Beziehung autonom zu bleiben ohne sich abzuschotten.
Der Schreibstil hat mich manchmal verwirrt oder dazu geführt, dass ich der Handlung nicht gut folgen konnte. Viele Abschnitte wirkten sehr poetisch, was natürlich auch viel Interpretationsspielraum lässt und auch dadurch nicht so "leicht" zu lesen ist. Inhaltlich war es wirklich harter Tobak, vor allem zu Beginn. Die Dynamiken in ihren Beziehungen wurden schmerzhaft ehrlich dargelegt. Eingestreut werden Erzählungen, Mythen, Märchen, die Frauen abbilden - in tragischer oder heldenhafter Form.

Insgesamt war es ein sehr poetischer Roman und obwohl das Buch Kapitel hat, hatte es für mich wenig Struktur. Vielmehr wurde man als Leser einfach mitgetragen, mit Hero und mit den Mythen.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Ein packendes, vielschichtiges Drama

Before we were innocent
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In dem Buch geht es um die Freundschaft zwischen Joni, Bess und Evangeline, die vor 10 Jahren auf tragische Weise gestorben ist. Was als scheinbar entspannter Urlaub unter Freunden beginnt, entwickelt ...

In dem Buch geht es um die Freundschaft zwischen Joni, Bess und Evangeline, die vor 10 Jahren auf tragische Weise gestorben ist. Was als scheinbar entspannter Urlaub unter Freunden beginnt, entwickelt sich bald zu einem dunklen Albtraum, als verborgenes Misstrauen und manipulative Spielchen ans Licht kommen, was zuletzt im tragischen Tod von Evangeline endet. 10 Jahre nach dem Tod steht Joni vor Bess Tür und fragt sie nach einem Alibi. Ab diesem Zeitpunkt begleiten wir Bess und erfahren in Rückblenden, wie es zu Evangelines Tod kam.
Bess scheint in der Vergangenheit in einer komplexen und emotional aufgeladenen Freundschaft zu Evangeline und Joni gefangen zu sein. Anfangs erscheint Evangeline als die ideale Freundin – selbstlos und charmant, was sich jedoch im Verlauf des Buches ändert. Die Art, wie sie Bess mit völliger Ignoranz behandelt und sich sehr egozentrisch und kontrollierend zeigt, haben mich erschüttert und eine starke Abneigung gegen sie geweckt.
Bess ist eine sehr vielschichtige und authentische Protagonistin. Ihre inneren Konflikte, vor allem in Bezug auf ihre Unsicherheit, ihre Wut und die Frage, ob sie ein "schlechter Mensch" sei, machen sie unglaublich nachvollziehbar. Ihre Emotionalität und ihre Stärke, sich aus der toxischen Dynamik zu befreien, ziehen sich durch die Geschichte.
Joni bleibt die größte Rätsel-Figur im Buch. Ihr Verhalten wirkt oft widersprüchlich und undurchsichtig. Ihre Rolle im gesamten Geschehen sorgt für ständige Unsicherheit und steigert die Spannung enorm.
Das Buch ist insgesamt von einer düsteren, beinahe erdrückenden Atmosphäre durchzogen. Die Themen Verrat, Vertrauen und die Manipulation innerhalb von Freundschaften sind zentrale Aspekte. Besonders gefallen hat mir auch der Schreibstil. Die innere Zerrissenheit der Protagonisten wird auf eindringliche Weise vermittelt, was eine große emotionale Tiefe schafft.
Insgesamt war dieses Buch für mich ein sehr packendes, vielschichtiges Drama, das mit komplexen Charakteren überzeugt hat. Ich mochte die Mischung aus True-Crime ähnlichen Elementen und der Beleuchtung der menschlichen Dynamiken und Innenwelt unheimlich gerne und möchte jetzt unbedingt mehr in die Richtung lesen. Für mich war dieses Buch, unerwarteterweise, ein ganz großes Highlight.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Zwischen tiefen Gefühlen und einengenden Konventionen

Sunburn
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"Sunburn" von Chloe Michelle Howarth nimmt uns mit in die frühen 90er Jahre in ein kleines Dorf in Irland. Dort begleiten wir Lucy beim Erwachsenwerden und vor allem der ersten großen Liebe. Zwischen konservativem ...

"Sunburn" von Chloe Michelle Howarth nimmt uns mit in die frühen 90er Jahre in ein kleines Dorf in Irland. Dort begleiten wir Lucy beim Erwachsenwerden und vor allem der ersten großen Liebe. Zwischen konservativem Dorf und den eigenen, tiefen Gefühlen schauen wir dabei zu, wie sie ihren Weg zu finden versucht🧡

Für mich hat das Buch tolle Themen behandelt und gut dargestellt, wie einengend eine Familie und eine konservative Umgebung sein kann, vor allem da Lucy sich in ihre Freundin Susannah, also eine Frau, verliebt. Während Lucy sehr viel und intensiv empfindet versucht sie anderen Rollenbildern gerecht zu werden und kämpft schmerzlich um die Liebe ihrer Mutter❤️‍🩹 Teilweise war es sehr heftig zu lesen, wie diese Lucy behandelt🥺
Gleichzeitig wurde sehr authentisch das Erleben kurz vor dem Schulabschluss dargestellt - mit einem engen Freundeskreis, viel Gerede und Gedanken darüber, wie andere sind oder was sie von einem halten und vor allem der großen Frage, wie es nach der Schule weitergeht.
Was mich leider nicht ganz überzeugt hat war der Schreibstil. Die Autorin beschreibt recht sprunghaft, detailliert und poetisch Lucys Gedankenwelt - was es mir teilweise schwer gemacht hat der Handlung zu folgen😅 Die poetischen Aspekte waren mir zudem oft zu viel des Guten. Weder Lucy noch Susannah waren für mich durchweg sympathische Charaktere.
Alles in allem gefiel mir das Buch ganz gut - ich bin jedoch nicht zu 100% mit dem Schreibstil und den Charakteren warm geworden🙈

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Süßes Setting- leider nicht ganz meins

Mondscheinküsse am Meer
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In "Mondscheinküsse am Meer" geht es um Luise, die gemeinsam mit ihrer Mutter einen Blumenladen in Heiligenhafen führt - eigentlich aber schon immer durch die Welt reisen wollte. Dann trifft sie auf Noah, ...

In "Mondscheinküsse am Meer" geht es um Luise, die gemeinsam mit ihrer Mutter einen Blumenladen in Heiligenhafen führt - eigentlich aber schon immer durch die Welt reisen wollte. Dann trifft sie auf Noah, der genau das tut und in Heiligenhafen einen Zwischenstopp macht. Es knistert zwischen den beiden und Luise beginnt zu hinterfragen, was sie eigentlich möchte - von der Liebe und vom Leben.
Ich habe das Buch gerne gelesen, zumal es seit langem wieder mein erstes EBook war und auch etwas kürzer. Der Schreibstil war eigentlich locker und humorvoll - hat jedoch leider nicht ganz meinen Humor getroffen. Die Handlungsabfolgen gingen, gerade zu Beginn des Buches, sehr schnell, was mich gestört hat, da ich dadurch das Gefühl hatte dass es sehr oberflächlich blieb. Es wurde zum Beispiel gesagt, dass ein Gespräch geführt wurde ohne dass man das Gespräch mitbekommt. Insgesamt hat sich dieser Eindruck dann leider auch durch das weitere Buch gezogen. Luise als Protagonistin hat meiner Meinung nach wenig Entwicklung durchgemacht und eine tiefergehendes Verständnis für ihre Einstellungen und die anderen Charaktere haben mir bis zum Ende gefehlt. Einige Erzählstränge fand ich zu simpel, zu vorhersehbar und ebenfalls mit zu wenig Tiefe ausgearbeitet.
Ich mochte das Setting in Heiligenhafen, inhaltlich und beim Schreibstil hat es leider aber an einigen Stellen für mich gehakt.🙈

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Emotional, schräg und fließend

Women
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In dem Roman geht es um die Erzählerin, die in eine neue Stadt zieht und sich zum ersten Mal in eine Frau (Finn) verliebt.
Müsste ich den Roman beschreiben würde ich ihn als emotional, schräg, fließend, ...

In dem Roman geht es um die Erzählerin, die in eine neue Stadt zieht und sich zum ersten Mal in eine Frau (Finn) verliebt.
Müsste ich den Roman beschreiben würde ich ihn als emotional, schräg, fließend, nahbar und distanziert zugleich beschreiben.
Ich mochte den Schreibstil, der in seiner ungeordneten Struktur ungefilterten Gedankenströmen ähnelt. Es gibt keine konsequente Handlung, auch wenn insgesamt die Geschichte der Affäre der Erzählerin mit Finn beschrieben wird. Das Buch beinhaltet viele Zeitsprünge und nur vage Einordnungen von Zeiträumen, sodass eine strukturierte Orientierung der Handlungsabläufe nicht möglich, aber nach meinen Gefühl auch nicht nötig ist. Interessant fand ich auch, dass die Beziehung zu Finn eher beschrieben, als erlebbar gemacht wurde. Ich als Leserin hatte so gleichzeitig das Gefühl ganz nah an der Handlung dran zu sein, aber irgendwie doch weiter weg.
Insgesamt ließ sich das Buch sehr leicht und schnell lesen, was auch an den vielen Absätzen und kurzen Kapiteln lag.
Ein Fazit fällt mir bei diesem Buch gar nicht so leicht, da ich hier, deutlich mehr als bei anderen Büchern, das Gefühl habe, dass es sehr individuell ist, was man aus diesem Buch herausliest oder was es in einem auslöst. Ich fand es auf jedenfall ein interessantes und fesselndes Buch, was ich gerne gelesen habe.

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