Roman. »Ein Klassiker der queeren Literatur« MICHELLE TEA
Simone Jakob (Übersetzer)
Eine lesbische Liebesgeschichte mit Kultstatus - gefeiert von unter anderem Lena Dunham und Kristen Stewart
Eine junge Autorin zieht in die Großstadt und verliebt sich, zum ersten Mal und auf den allerersten Blick, in eine Frau. Finn ist neunzehn Jahre älter, hat ein unwiderstehliches Lächeln - und lebt in einer festen Beziehung mit ihrer Partnerin. Hals über Kopf stürzt die Erzählerin sich in eine Affäre, die ihr in Sachen Selbstwahrnehmung komplett den Boden unter den Füßen wegzieht. Ist sie, die sich bislang immer nur zu Männern hingezogen gefühlt hat, etwa lesbisch?
Ein Roman über Liebe, Sexualität und Identität und darüber, ob es nötig und möglich ist, sich diesbezüglich glasklar zu definieren.
Ein literarisches Portrait einer queeren Liebesbeziehung - und zugleich ein echter Pageturner!
180 Seiten, 3 Stunden - ich konnte mich dem Buch nicht mehr entziehen, einmal angefangen, greift die Obsession der Protagonistin auf mich als Leserin über…
Chloé Caldwell wird völlig zurecht für dieses ...
180 Seiten, 3 Stunden - ich konnte mich dem Buch nicht mehr entziehen, einmal angefangen, greift die Obsession der Protagonistin auf mich als Leserin über…
Chloé Caldwell wird völlig zurecht für dieses Werk mit Kultstatus in der queeren Szene und darüberhinaus gefeiert.
Augenscheinlich geht es um die Obsession einer Liebe zwischen zwei Frauen, die keine seine darf. Das Gefühl, das die Autorin transportiert, ist jedoch viel universeller. Dass oftmals die vermeintlich unmögliche Liebe, die offiziell keine sein darf, sich viel nachhaltiger einbrennt in Herz und Kopf, zur Besessenheit wird und die Herrschaft über jegliches Denken übernimmt, ist unabhängig jeder sexuellen und affektiven Identität.
Sicherlich wird das Buch eines meiner Jahres-Highlights sein!
Als ich Women von Chloé Caldwell las, fühlte es sich an, als würde ich in das Tagebuch einer Freundin eintauchen – roh, intim und schonungslos ehrlich. Die Geschichte einer jungen Frau, die sich zum ersten ...
Als ich Women von Chloé Caldwell las, fühlte es sich an, als würde ich in das Tagebuch einer Freundin eintauchen – roh, intim und schonungslos ehrlich. Die Geschichte einer jungen Frau, die sich zum ersten Mal in eine andere Frau verliebt, hat mich tief berührt und gleichzeitig herausgefordert. Die Beziehung zu der älteren Finn, die bereits in einer festen Partnerschaft lebt, entwickelt sich zu einer obsessiven Affäre, die sowohl faszinierend als auch zerstörerisch ist.
Caldwells Schreibstil ist minimalistisch und direkt. Die kurzen, fragmentarischen Abschnitte spiegeln die inneren Turbulenzen der Erzählerin wider und lassen einen tief in ihre Gedankenwelt eintauchen. Es ist, als würde man ihre Emotionen hautnah miterleben – von der euphorischen Verliebtheit bis zur schmerzhaften Desillusionierung. Besonders beeindruckt hat mich, wie Caldwell die Unsicherheit und Identitätskrise der Protagonistin einfängt, ohne dabei jemals belehrend zu wirken.
Die Figuren wirken authentisch und greifbar. Finn bleibt dabei eine mysteriöse Figur, deren Motive oft im Dunkeln bleiben, was die Spannung erhöht. Die Erzählerin hingegen ist verletzlich, impulsiv und manchmal schwer zu ertragen – aber gerade das macht sie so menschlich. Ihre Selbstreflexion und der Versuch, sich selbst zu verstehen, haben mich tief bewegt.
Was dieses Buch für mich besonders macht, ist die Art und Weise, wie es Themen wie Liebe, Sexualität und Selbstfindung behandelt. Es stellt Fragen, ohne einfache Antworten zu liefern, und zwingt einen, sich mit den eigenen Vorstellungen von Identität und Beziehung auseinanderzusetzen. Die deutsche Übersetzung von Simone Jakob fängt die Nuancen des Originals hervorragend ein und macht die Lektüre auch für deutschsprachige Leser*innen zu einem intensiven Erlebnis.
Women ist kein leichtes Buch, aber eines, das lange nachhallt. Es ist eine Empfehlung für alle, die sich auf eine ehrliche und ungeschönte Auseinandersetzung mit den Höhen und Tiefen der Liebe einlassen möchten. Ein literarisches Kleinod, das zeigt, wie schmerzhaft und gleichzeitig schön das Menschsein sein kann.
Fast rauschhaft ist das Lesen dieses Romans. Zu nah und unverstellt nimmt uns die Autorin mit in ihre Geschichte. Es geht um ihre erste lesbische Beziehung und ihrer persönlichen Suche nach Zugehörigkeit, ...
Fast rauschhaft ist das Lesen dieses Romans. Zu nah und unverstellt nimmt uns die Autorin mit in ihre Geschichte. Es geht um ihre erste lesbische Beziehung und ihrer persönlichen Suche nach Zugehörigkeit, Identität. Dabei ist schnell klar, dass es hier nicht um ein „verliebt und glücklich bis ans Lebensende“ gehen wird. Ihre Partnerin ist selbst in einer Beziehung und hat nicht vor diese zu beenden. Insofern gibt es diese schönen Momente einer jeden neuen Liebe, die nur so von großen Emotionen überladen sind, die Dir das Glücksgefühl entgegenschreien und den Anschein erwecken, dass es so eine Verbindung noch nie vorher gab.
Und gleichzeitig zeigt uns Chloé Caldwell ungeschönt und unmittelbar auch die Schattenseiten der Liebe. Die Obsession mit der sie ihrer Partnerin verfällt und versucht an dieser Affäre festzuhalten. Die hässlichen Streitsituationen, in denen man Dinge sagt, um die andere Person zu verletzen und sich selbst danach dafür schämt.
Auch sprachlich ist die Autorin ehrlich und authentisch, ohne ausschweifend zu werden, was mir gut gefallen hat.
Caldwells Geschichte wird seit Jahren als Kultroman der queeren Literatur gefeiert, was ich nachvollziehen kann. Gerade, weil es in diesem Bereich erste seit wenigen Jahren mehr als nur einzelnen Leuchttürme gibt. Für mich funktionierte das Buch allerdings von Anfang auch auf universeller Ebene hervorragend. Es geht um die Liebe zu einer Person, die dich völlig überrascht und Dir den Boden unter den Füßen wegzieht.
Insofern habe ich mich im Nachwort der Autorin über diese Zeilen gefreut:
„Denn letztendlich geht es nicht um Gender, Sexualität, Schubladen oder Identitäten, auch wenn unsere Kultur es gern so hätte. Es geht um Menschlichkeit.“ S.185
Chloé Caldwell hat mit diesem Buch eine Geschichte geschaffen, die viele queere Frauen genau schon so erlebt oder zumindest in jedem Fall davon gehört haben. Im Vorwort wird erwähnt, dass dieses Buch mittlerweile ...
Chloé Caldwell hat mit diesem Buch eine Geschichte geschaffen, die viele queere Frauen genau schon so erlebt oder zumindest in jedem Fall davon gehört haben. Im Vorwort wird erwähnt, dass dieses Buch mittlerweile zu den queeren Klassikern gehört und quasi als Insider in der lesbischen Community gilt. Viele Frauen schenken der Frau, in die sie sich unsterblich verliebt haben ein Exemplar von “Women” und so kommt es, dass jeder die Story von Finn und der Hauptprotagonistin kennt! Ich denke, dies bezieht sich auf die USA, wo die Geschichte ihre Handlung hat, aber ich finde die Idee total süß und wünsche mir heimlich, dass dies auch in Europa seinen Lauf nehmen wird.
Zum Buch:
Das Cover ist wunderschön gestaltet, die Farben harmonieren sehr gut und die weiblichen, zarten Hände auf dem Bild bilden ein Zeichen der Harmonie und Einigkeit.
Das Buch an sich ist sehr kurz und schnell gelesen. Die Sprache ist einfach und angenehm, die Kapitel zudem ebenfalls nicht lang. Es gibt ein vergleichsweise längeres Vorwort und ein Nachwort, welche eine tolle Ergänzung zum Buch ergeben!
Sprachlich hat das Werk einen schönen Stil. Die Sätze sind einfach gehalten, aber von gutem sprachlichem Niveau. Es wurden einige queere Künstler:innen, die ich noch nicht kannte, genannt und es gab einige Insider der Community, was ich super spannend finde!
Zum Inhalt:
Es geht, kurz geschrieben, um eine junge Autorin, die mit Mitte 20 nach New York zieht, um erwachsen zu werden und sich dabei unsterblich in die 19 Jahre ältere Finn verliebt, die zudem vergeben ist. Die Autorin hat gesagt, dass sie bewirken wollte, dass sich die Leser:innen in Finn verlieben und ich kann für meinen Teil behaupten, dass ich sofort hin und weg von ihr war.
Die Geschichte beginnt total romantisch und leicht, aber wird mit der Zeit immer schwieriger. Es war zu Beginn schon klar, wie die Geschichte enden wird, aber ich habe mir trotzdem eingeredet, dass es vielleicht doch anders sein könnte, da ich es mir so sehr gewünscht habe.
Die Protagonistin hat bis sie Finn kennen gelernt hat ausschließlich Männer gedatet und konnte viele ihrer Emotionen nicht einordnen. Das Thema toxische Beziehung ist ganz klar Thema dieses Romans, denn was die Protagonistin und Finn führen, ist leider genau das, egal wie romantisch es auf vielen Seiten war. Finn merkt, dass die Protagonistin sich in sie verliebt, aber nimmt dies nicht ernst, da sie im Buch später sagt, dass die Protagonistin sowieso danach einen Mann heiraten würde. Sie spricht ihr sozusagen auch ihre Bisexualität damit ab. Zudem lässt sich Finn von ihr nicht wirklich berühren. Die Rollen sind sehr klar verteilt und ich hatte das Gefühl, dass sich die Protagonistin damit nicht wohl gefühlt hat und deswegen auch nach einiger Zeit so heftig emotional reagierte.
In der Community werden gleichgeschlechtliche Beziehungen von einigen stark romantisiert, weswegen ich froh bin, dass dieses Werk eine etwas andere Perspektive zeigt. Eine Liebe zwischen zwei Frauen ist bekanntlich so intensiv, dass sie zerstörend sein kann und ich habe diese Verzweiflung bei der Protagonistin förmlich spüren können.
Fazit:
Ich als queere Frau würde diesen Roman jedem empfehlen, der sich für das Thema interessiert und vor allem würde ich ihn jeder queeren Frau empfehlen. Ich bezweifle, dass sich nicht queere Personen so in die Thematik hineinversetzen können, denn das Buch lebt von den Emotionen und den Gedanken. Wer einen heftigen Plot erwartet, wird hiermit eventuell nicht zu 100% glücklich, aber für jeden, der sich in die erste queere Liebe einer jungen Frau hineinfühlen möchte, wird hiermit gut bedient sein. Ich wusste, worauf ich mich einlasse und wurde nicht enttäuscht! Das Buch hat sogar das Potenzial eins meiner Jahreshighlights werden!
Auch wenn der Roman ursprünglich vor 10 Jahren erschienen ist, ist die Thematik so aktuell wie noch nie, auch wenn Liebende heutzutage wohl kaum noch über e-Mails kommunizieren oder sich gegenseitig auf die Facebook Pinnwand schreiben. Dies hat mich tatsächlich zum Schmunzeln gebracht, aber mir auch einen Hauch Nostalgie entgegengebracht.
Chloé Caldwell hat erwähnt, dass sie diesen Roman ursprünglich für sich selbst geschrieben hat und gar nicht veröffentlichen wollte und so liest er sich auch, was ich positiv meine. Er ist wie eine Ansammlung von Tagebucheinträgen und sprüht nur so von Authentizität, was ihn so einzigartig macht!
Zum Schluss möchte ich noch anmerken, falls das nicht klar ist, dass eine queere Liebe etwas total Schönes ist und es neben solcher Geschichten, wie in diesem Buch, auch total gesunde Verbindungen gibt!
Ein Buch, was ich in einem Rutsch durchgelesen habe - „Women“ von Chloé Caldwell (deutsche Übersetzung von Simone Jakob). Wir bewegen uns zwischen Seiten voller Sehnsucht, Verzweiflung, Hingabe und viel ...
Ein Buch, was ich in einem Rutsch durchgelesen habe - „Women“ von Chloé Caldwell (deutsche Übersetzung von Simone Jakob). Wir bewegen uns zwischen Seiten voller Sehnsucht, Verzweiflung, Hingabe und viel Queerness!
Eine junge Autorin lernt nach einem Umzug im eine neue Stadt einer Frau namens Finn kennen. Sofort fühlen sie sich zueinander hingezogen. Das Problem: Finn, 19 Jahre älter, ist vergeben. Die Erzählerin hatte vorher noch nie solche Gefühle für eine Frau entwickelt und bald starten sie eine Affäre. Diese verläuft aber nicht so harmonisch, wie es sich beide verhofft haben. Die Protagonistin schwankt zwischen dem Hinterfragen ihrer Sexualität und ihrem bisherigen Leben und dem Sammeln neuer Erfahrungen.
Ich hab das Buch sehr gerne gelesen! Der Schreibstil aus meist kurzen Teilen und prägnanten Sätzen hat sich für mich sehr nahbar und real angefühlt. Ich hatte das Gefühl, die Geschichte gut sehen zu können. Auch die Struggle der Protagonistin haben sich sehr nachvollziehen lassen. Besonders schön fand ich die Leser*innen-Stimmen am Ende des Buches!