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Joolte_hoert

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Wow

Da, wo ich dich sehen kann
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"Laut Bundeskriminalamt wurden im Jahr 2023 insgesamt 180.715 Frauen Opfer häuslicher Gewalt. [..] Statistisch gesehen sind das über 495 betroffene Frauen pro Tag. Im selben Jahr wurden 360 Frauen und ...

"Laut Bundeskriminalamt wurden im Jahr 2023 insgesamt 180.715 Frauen Opfer häuslicher Gewalt. [..] Statistisch gesehen sind das über 495 betroffene Frauen pro Tag. Im selben Jahr wurden 360 Frauen und Mädchen Opfer eines vollendeten Tötungsdelikts."

Jasmin Schreiber schildert in diesem Buch die Auswirkungen eines Femizids, also die Tötung von Frauen oder Mädchen als extreme Form von geschlechtsbezogener Gewalt. Es geht um das Leben der Hinterbliebenen nach dieser grausamen Tat.
Maja ist erst neun Jahre alt, als ihr Vater ihre Mutter tötet. Es wird aufgezeigt, wie Maja diese Situation erträgt und wie sie bei ihren Großeltern aufwächst. Wir als Leser begleiten sie zum Beispiel zu Therapiesitzungen oder in die Schule. Es wird aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben: Aus der Perspektive von Majas Oma und Opa, der Therapeutin, der besten Freundin ihrer Mutter Emma und einer Hündin. Das machte das Gelesene noch viel greifbarer und gab einen guten Einblick in das Gefühlsleben jedes einzelnen. Denn jeder geht anders mit dieser Situation um.

Immer mal wieder werden zwischendrin Informationen zum Thema Femizid mit eingebracht. Wie viele Frauen jährlich sterben, und was das mit den Angehörigen macht. Welcher psychischen und physischen Gewalt die Frauen und Kinder ausgesetzt sind. Das sich viele einfach nicht von ihrem Mann scheiden lassen können, weil sie eben abhängig sind und unter Einfluss stehen.

Die Autorin schreibt mit sehr viel Gefühl. Das merkt man an der Art und Weise wie sie sich mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Der Blickwinkel des Vaters fehlt bewusst,denn dieser soll gar keine Bedeutung haben. Es hat mich berührt und traurig gestimmt.

⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Naja

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Ich muss ehrlich gestehen, dass es mir schwer fiel, mich in die Geschichte hineinfallen zu lassen. Was ich vor dem Anfragen des Buches nicht wusste, ist, dass es der dritte Band der Reihe ist. Also habe ...

Ich muss ehrlich gestehen, dass es mir schwer fiel, mich in die Geschichte hineinfallen zu lassen. Was ich vor dem Anfragen des Buches nicht wusste, ist, dass es der dritte Band der Reihe ist. Also habe ich beschlossen, zumindest mal in das erste Buch reinzulesen. Die Kunstthematik ist sehr präsent und hat mich dort leider schon nicht ganz so abgeholt. Ich habe danach aber gleich mit dem aktuellen Band weitergemacht. Die Charaktere sind die gleichen, die Zeit in der es spielt, ist jedoch eine andere.
Das ganze wechselt zwischen Vergangenheit (Güstrow 1945-1950) und Gegenwart (Berlin 2023).

In Güstrow begleiten wir Marlen, eine junge Frau die es liebt zu malen. Nach einem einschneidenden Erlebnis nimmt Wilma die junge Waise bei sich auf.

In Berlin muss sich Hannah von ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin verabschieden, denn die ist schwanger und zieht mit ihrem Freund zusammen. Das belastet Hannah sehr und ist deswegen auch nicht besonders froh, als ihr neuer Mitbewohner Justus bei ihr einzieht. Zu allem Überfluss nimmt auch noch ihr Vater Kontakt zu ihr auf, und ihr Leben gerät ein wenig aus den Fugen.

Der Schreibstil ist flüssig und es lies sich auch gut lesen. Allerdings haben mich beide Zeitebenen emotional nicht gepackt. Die Vergangenheit habe ich nicht so sehr gefühlt, wie die Gegenwart. Denn bei Hannah ist immer etwas passiert. Sie hat sich mit ihrem Vater getroffen und da entstanden Themen, die ich interessant fand.

Wer die Reihe von Beginn an liest und direkt einen Zugang findet, der wird diesen dritten Band warscheinlich auch sofort lieben. Ich für meinen Teil bin leider nicht wirklich in die Geschichte reingekommen.

⭐⭐⭐ | 5 Sternen

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Toll

How We Feel - Hochsensible fühlen anders
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Dieses Buch hat mir so viele schöne Lesestunden beschert. Ich saß während des Lesens immer mit einem dankbaren schmunzeln im Gesicht. Weil ich mich endlich verstanden gefühlt habe. Beschäftigt habe ich ...

Dieses Buch hat mir so viele schöne Lesestunden beschert. Ich saß während des Lesens immer mit einem dankbaren schmunzeln im Gesicht. Weil ich mich endlich verstanden gefühlt habe. Beschäftigt habe ich mich mit dem Thema "Hochsensibilität" tatsächlich schon länger, denn ich wollte wissen, warum ich bei vielen Dingen "besonders" reagiere. Warum andere Menschen (Normal-Sensible) komplett anders reagieren und es für sie anscheinend überhaupt kein Problem darstellt und für mich wiederum die halbe Welt zusammenbricht.
Hochsensibilität ist keine Krankheit als solche, sondern eine Charaktereigenschaft. Hochsensible Personen nehmen zum Beispiel Stimmungen und Reize deutlich stärker wahr, als andere. Sie sind meist sehr empathisch und brauchen nach einer Reizüberflutung erstmal wieder genügend Zeit zum regenerieren.

Chris Gust hat mit ihrem Buch genau den richtigen Nerv getroffen. Sie richtet sich sowohl an "Betroffene" als auch an Angehörige oder Interessierte. Es gibt verschiedene Kapitel wie z.B. Typisch Hochsensibel; Selbstfürsorge für Hochsensible; Woran können Eltern erkennen, dass ihr Kind hochsensibel ist?; Übersetzungsversuche an verschiedenen Beispielen etc.
Während des Lesens habe ich mir ganz viele Markierungen gesetzt, einfach weil ich jedes Mal laut hätte jubeln können. Ich zeige euch einige Beispiele in den Slides.

Das Buch gibt mir Kraft und zeigt mir, dass ich nicht alleine bin, und dass es vollkommen okay ist so zu sein. Ich darf für mich einstehen und Grenzen setzen. Nur weil ich es allen immer recht machen möchte, heißt das nicht, dass ich mich selbst dabei verliere.

Eine absolute Herzensempfehlung für alle Vielfühler und für diejenigen, die sich mit den Thema einfach mal vertraut machen möchten.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Gut

Das kalte Moor
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Letztes Jahr habe ich den ersten Band der Trilogie "Der Polarkreis" unglaublich gerne gelesen. Danach stand für mich fest: Die Reihe möchte ich weiter verfolgen. Nun ist Anfang Februar der zweite Band ...

Letztes Jahr habe ich den ersten Band der Trilogie "Der Polarkreis" unglaublich gerne gelesen. Danach stand für mich fest: Die Reihe möchte ich weiter verfolgen. Nun ist Anfang Februar der zweite Band "Das kalte Moor" erschienen und ich habe mich schon riesig darauf gefreut. Es geht hier um den Polizeichef Wiking, der auch bereits in Band 1 eine Rolle spielte. Wiking hat vor dreißig Jahren seine Frau Helena im Moor verloren. Zurückgelassen hat sie damals ihre gemeinsame kleine neugeborene Tochter, die von den vielen Mücken halb zerstochen gefunden wurde. Als plötzlich nach so langer Zeit ein Brief auftaucht, der an die Handschrift von Helena erinnert, steht Wikings Leben auf dem Kopf.

Der Einstieg hat mir sehr gefallen, denn ich mochte die Rückblenden in die Vergangenheit und die Beschreibungen der Gegenwart sehr. Es geht im großen und ganzen um die beiden Personen Helena und Wiking. Wie sie sich kennengelernt haben und wie schnell sie zueinander gefunden haben. Wiking kann den Verlust seiner großen Liebe nie wirklich verkraften und ist deswegen auch wütend auf sie. Weil er es nicht verstehen konnte, weshalb sie ihn und vor allem die gemeinsamen Kinder im Stich gelassen hat. Die Verzweiflung ist für mich gut rübergekommen.

Ab einem gewissen Punkt hat mich die Handlung jedoch verloren. Die besondere Thematik hat mich leider nicht abgeholt und ich konnte damit irgendwie auch nichts anfangen. Es zog sich für mich, sodass ich teilweise Seiten überflogen habe, weil alles zu dem Thema Spionage für mich nicht sonderlich spannend war. Wem das Thema jedoch gefällt,der sollte hier unbedingt zu greifen.

Trotzdem bin ich froh, diesen zweiten Band gelesen zu haben, denn auf den letzten Seiten wurde wieder ein großer Teaser für den abschließenden Band eingebaut.

Dadurch, dass mich die ersten 200 Seiten gut unterhalten konnten, vergebe ich gerne

⭐⭐⭐ | 5 Sternen

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Das Gehöft

Das Gehöft
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Leo Brandt ist das Pseudonym von keinem geringeren als Richard Brandes, der bereits einige psychologisch angehauchte Krimis geschrieben hat. Und diese liebe ich, großartige Werke! Deswegen stand für mich ...

Leo Brandt ist das Pseudonym von keinem geringeren als Richard Brandes, der bereits einige psychologisch angehauchte Krimis geschrieben hat. Und diese liebe ich, großartige Werke! Deswegen stand für mich schon sehr früh fest, dass ich seinen neusten THRILLER auch unbedingt lesen werde.

Das Setting ist diesmal ganz besonders, denn es spielt auf der einsamen Hallig Westeroog in der Nordsee. Dort zieht es eine Gruppe von Freunden hin, sie haben nämlich ein Gehöft gekauft und wollen es ökologisch bewirtschaften. Lara mit ihrem Freund Henry und ihrem autistischen Bruder Malte. Dieser sorgt ab und an für Unruhe zwischen den Freunden. Außerdem ist Laras Freundin Silke mit ihrem Freund Kenan mit von der Partie. Die fünf sind scheinbar ganz alleine auf dieser Hallig, bis plötzlich ein Sturm aufzieht, die Funkverbindung getrennt wurde und sie nicht mehr von der Insel runterkommen. Die Strömung ist zu stark. Als Malte plötzlich verschwindet, verändert sich alles und Lara weiß nun nicht mehr wem sie vertrauen kann.

Die Geschichte startet direkt damit, dass die fünf auf der Hallig eintreffen und ihre Posten beziehen. Da wusste ich noch nicht so recht, wohin mich die ganze Story tragen wird. Aber als Lara dann beginnt, Dinge zu sehen, die die anderen irgendwie nicht sehen und ihr Bruder verschwindet, da kam ich aus dem Lesesog nicht mehr heraus. Ich hatte relativ früh einen Verdacht, und fand ihn sehr offensichtlich. Jedoch hat sich das von Kapitel zu Kapitel wieder geändert. Ich wusste irgendwann selbst nicht mehr wem ich trauen kann. Der Autor bringt zwischendurch immer mal wieder Ereignisse aus der Kindheit oder Jugend der Figuren mit ein. Diese gaben Rückschlüsse auf psychologische Traumata und gerade das fand ich super interessant, denn es ließ mich noch weiter spekulieren. So werden immer mal wieder kleine Hinweise gestreut und die Spannung war fast nicht auszuhalten. Die Atmosphäre war unheimlich stark,ich hab die Bedrohung, den Sturm und die Kälte förmlich gespürt. Diese Ausweglosigkeit war unheimlich.

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