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Veröffentlicht am 23.11.2025

Actionreich

Worst Case
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Folgendes Szenario:
Ein Passagierflugzeug mit 295 Leben an Bord befand sich auf dem Weg zum nächsten Zielflughafen. Der Pilot erleidet urplötzlich einen Herzinfarkt. Der Co-Pilot ist auf der Toilette und ...

Folgendes Szenario:
Ein Passagierflugzeug mit 295 Leben an Bord befand sich auf dem Weg zum nächsten Zielflughafen. Der Pilot erleidet urplötzlich einen Herzinfarkt. Der Co-Pilot ist auf der Toilette und bekommt davon nichts mit. Alles gerät außer Kontrolle. Sie sind im Begriff abzustürzen. Aber nicht einfach irgendwohin, sondern direkt auf ein Kernkraftwerk. Die Kleinstadt Waketa im Westen der USA ist durch den Aufprall des Flugzeugs vollkommen zerstört. Und nun steht eine Kernschmelze im Kraftwerkt bevor.

Die Bücher der Autorin sind immer actionreich. Wer hier einen ruhigen Thriller erwartet ist an der falschen Adresse. Es ist nervenaufreibend, beinahe atemlos spannend und vor allem erschreckend echt. Jedes Buch von T.J Newman kann ich mir mühelos als Actionfilm vorstellen.

Es werden nicht nur die Auswirkungen im Kernkraftwerk geschildert, sondern auch die Evakuierungsmaßnahmen in der Kleinstadt. Wie die Feuerwehrleute arbeiten, die Kinder in den Schulen versorgt werden, die Kirchen aufgesucht werden um für die Katastrophe zu beten. Eine Massenkarambolage auf der Interstate 37 sorgte für zahlreiche Verletzte und Verunglückte. Auch der fünfjährige Connor sitzt in einem dieser Fahrzeuge. Seine Familie ist vor seinen Augen gestorben, und er kann sich nicht mehr alleine daraus befreien.

Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Innerhalb der Kapitel wird zwischen unterschiedlichen Standorten gesprungen: Die Rettungsaktion des kleinen Connor, die Evakuierungsmaßnahmen in der Stadt und die Besprechung im Kernkraftwerk. Alle wollen die große Katastrophe verhindern.

Es war für mich hochemotional. Die Charaktere sind authentisch gezeichnet, sie haben Gefühle, Familie und ein Herz. Und jeder steht für jeden ein, da werden keine Abstriche gemacht. Es werden sogar Leben geopfert.
Am Ende saß ich weinend da, mit einem riesigen Knoten im Hals.

Mir hat es richtig gut gefallen, es war spannend von der ersten Seite. Die Details über Kernkraftwerke fand ich sehr gut recherchiert, jedoch auch manchmal zu technisch - jedenfalls für mich. Manche Szenarien konnte ich mir nicht bis ins kleinste Detail vorstellen. Macht aber auch nichts. Auch für das Ende hätte ich mir noch ein bisschen was anderes gewünscht. Aber trotzdem war es ein toller intensiver (actionreicher) Thriller!

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Rauhnächte

Rauhnächte
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"Rauhnächte" ist mein erstes Buch der Autorin gewesen. Ich hatte ihre Bücher irgendwie immer schon im Hinterkopf, jedoch nie dazu gegriffen. Aber an diesem Cover bin ich hängengeblieben. Es sieht einfach ...

"Rauhnächte" ist mein erstes Buch der Autorin gewesen. Ich hatte ihre Bücher irgendwie immer schon im Hinterkopf, jedoch nie dazu gegriffen. Aber an diesem Cover bin ich hängengeblieben. Es sieht einfach traumhaft schön aus. Das sind genau meine Farben und es passt einfach hervorragend zum Inhalt.

Pia steht kurz vor ihrem 22. Geburtstag als sie am Weihnachtsabend ein Streitgespräch ihrer Eltern mitbekommt: Sie wurde adoptiert und ihre Eltern sind gar nicht ihre Eltern. Eine Welt bricht für sie zusammen, doch plötzlich ergibt einfach alles so viel Sinn, und ihre Träume scheinen immer Wirklichkeit gewesen zu sein. Pia macht sich auf die Suche nach ihrer wahren Identität.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, denn es ließ mich einfach abtauchen. Ellen Sandberg schreibt sehr lebendig und anschaulich. Durch die Thematik der Rauhnächte erhält die Geschichte noch einen mystischen Touch, der aber überhaupt nicht aufdringlich war. Es gibt immer mal wieder Szenen, die von den Ritualen und Bräuchen handeln. Zusammen mit dem was Pia in ihrem Geburtsort erlebt, hat das toll gepasst. Es war zu Beginn noch ein ruhig erzählter Spannungsroman, aber als sie sich dann auf die Suche nach ihren Wurzeln begibt, wurde es zu einem wahren Pageturner. Ich habe viel gerätselt und mir immer wieder eine neue Lösung überlegt. Die Auflösung hat mich wirklich überrascht und fand es super. Insgesamt spielt die Geschichte innerhalb der 12 Rauhnächte, sodass wir mit der Protagonistin unter anderem Weihnachten und Silvester erleben. Es hatte einen tollen winterlichen Flair.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Still ist die Nacht

Still ist die Nacht (Ein Fall für Maya Topelius 2)
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Nachdem mich Band 1 sehr gut unterhalten hatte,und ich diese angenehme Dynamik im Buch mochte,war für mich relativ schnell klar,dass ich auch Band 2 lesen möchte. Allerdings hatte ich beim Cover den Eindruck,dass ...

Nachdem mich Band 1 sehr gut unterhalten hatte,und ich diese angenehme Dynamik im Buch mochte,war für mich relativ schnell klar,dass ich auch Band 2 lesen möchte. Allerdings hatte ich beim Cover den Eindruck,dass es im Winter spielt und das 'weiße' Schnee ist. Aber weit verfehlt.

Die Geschichte spielt im Sommer,denn Maya möchte einfach mal abschalten und verbringt ihren Urlaub auf einer abgelegenen Schäreninsel. Dort nimmt sie an einem Yoga Retreat Teil. Aber was wäre eine abgeschiedene Insel ohne Mordfall?

Das Szenario empfand ich als sehr spannend. Die Geschichte braucht allerdings etwas bis sie so richtig an Fahrt aufnimmt. Das hat mich aber überhaupt nicht gestört. Die Besinnlichkeit des Retreats ist ein bisschen auf mich übergesprungen. Sobald der erste Mord geschieht ermittelt Maya natürlich verdeckt,denn eins ist klar: der Mörder muss ja unter ihnen sein,denn ein Sturm zieht auf und die Insel kann unmöglich verlassen werden.

Es war eine interessante,ruhige und toll erzählte Story. Nichts wirklich tiefgründiges,aber das war auch nicht weiter schlimm. Ich mochte die Umgebungsbeschreibungen sehr,auch wenn es etwas komisch war, dass man im Winter ein Buch rausbringt was im Sommer spielt .Nichtsdestotrotz wurde ich wirklich gut unterhalten und es hat eine wohlige Stimmung verbreitet.

Ich habe sowohl das eBook gelesen als auch das Hörbuch gehört. Heike Warmuth hat es wunderbar vertont.

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Ganz nett,aber sehr viele Personen

Stille Nacht, mörderische Nacht
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Ein herrschaftliches Anwesen,ein verschneiter heiliger Abend und ein Todesfall.
Das Cover hatte es mir direkt angetan. Ich liebe die Farben schwarz und weiß und die Kontraste die dadurch entstehen. Das ...

Ein herrschaftliches Anwesen,ein verschneiter heiliger Abend und ein Todesfall.
Das Cover hatte es mir direkt angetan. Ich liebe die Farben schwarz und weiß und die Kontraste die dadurch entstehen. Das einsame verschneite Haus hat dann ihr übriges getan. Irgendwie hat mich die ganze Szenerie auch an Agatha Christie's "Und dann gab's keines mehr" erinnert.

Eine Vielzahl von Personen spielen in dieser Geschichte eine Rolle. Um genau zu sein sind es 30 an der Zahl. Jeder wird direkt am Anfang aufgeführt,damit der Leser sich einen Überblick verschaffen kann. Die alte Dame Clothilde lädt ihre ganze Verwandtschaft über Weihnachten auf ihr Anwesen ein. Doch nicht jeder versteht sich gut mit ihr,und umgekehrt auch nicht. In abwechselnden Kapiteln wird sowohl aus der Gegenwart (24. Dezember) als auch Stück für Stück rückwarts aus der Vergangenheit geschrieben. Die Tage gehen in den Rückblenden immer näher Richtung 1. Dezember. Jedes Familienmitglied erhält einen kleinen Auftritt und ich habe die Zusammenhänge besser greifen können.

Allerdings wurde es für mein Empfinden im Mittelteil etwas zäh und langatmig. Die schiere Anzahl der Personen hat mich erschlagen und jedes Mal musste ich wieder überlegen in welchem Verhältnis sie zu Clothilde stehen. Die alte Dame war mir leider auch unsympathisch und selbst die Ich - Erzählerin Anna empfand ich befremdlich.
Zugegebenermaßen habe ich zwischendurch ein paar Kapitel überflogen,weil ich gerne zum Ende kommen wollte. Dieses hat mich leider ein wenig enttäuscht,da es schnell abgehandelt wurde.

Positiv zu erwähnen ist aber der Schreibstil,der sehr flüssig und anschaulich gestaltet ist. Auch die Kombination aus den aktuellen Geschehnissen und den Blick in die Vergangenheit (hinter die Kulissen) war interessant. Jedoch war es für mich einfach ein bisschen zäh und es haben zu viele unterschiedliche (nervige) Personen "mitgespielt".

3 | 5 Sternen

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Veröffentlicht am 06.12.2024

Hilfe

Love Letters to a Serial Killer
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Hilfe,was war das für eine Geschichte? Ich habe mir von dieser Story erhofft,dass ich einen Briefwechsel zwischen einem inhaftierten Serienmörder und einer interessierten jungen Dame zu lesen bekomme. ...

Hilfe,was war das für eine Geschichte? Ich habe mir von dieser Story erhofft,dass ich einen Briefwechsel zwischen einem inhaftierten Serienmörder und einer interessierten jungen Dame zu lesen bekomme. Das sich diese Frau dann vielleicht unter Umständen in diesen Mann verlieben wird,war für mich einleuchtend. Aber was letztendlich in diesem Buch steht,hat mich sehr oft mit dem Kopf schütteln lassen.

Hannah ist eine sehr naive, von sich selbst überzeugte Protagonistin. Aber auf der anderen Seite ist sie auch sehr verunsichert. Mal fühlt sie sich absolut bewundernswert und erhofft sich neidische Blicke von anderen. Dann wiederum denkt sie,dass sie einfach nicht gut genug ist und es andere gibt,die es besser verdient hätten. Ihre Stimmungsschwankungen haben mich teilweise echt in den Wahnsinn getrieben. Die Briefwechsel kommen nur am Anfang in dieser Geschichte vor,und beschreiben quasi das "Kennenlernen" der beiden. Das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt. Jeder Teil hat für mich Vor - und Nachteile. Insgesamt war ich aber leider sehr enttäuscht,und bin mit Hannah überhaupt nicht warm geworden. Ist natürlich auch eigentlich gut das ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen kann,denn ich stehe auch nicht so auf Serienmörder wie sie.
Das ganze rund um das Internet Forum empfand ich leider als nervig.

Der Abschluss des Ganzen war interessant,für mich irgendwie vorhersehbar,aber dennoch ein gutes Ende.

Meinen Geschmack hat es leider nicht getroffen.
2 | 5 Sternen

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