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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Stark in Emotionen, etwas holprig im Ablauf

The Things Gods Break – Schattenverführt
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Als zweiter Band setzt die Geschichte direkt dort an, wo der erste aufgehört hat, was mir sofort das Gefühl gegeben hat, wieder mittendrin zu sein. Lyra und Hades haben mich emotional erneut abgeholt, ...

Als zweiter Band setzt die Geschichte direkt dort an, wo der erste aufgehört hat, was mir sofort das Gefühl gegeben hat, wieder mittendrin zu sein. Lyra und Hades haben mich emotional erneut abgeholt, ihre Verbindung trägt das Buch für mich mühelos, auch wenn sie diesmal weniger gemeinsame Zeit haben, als ich mir gewünscht hätte.

Die vielen Zeitsprünge waren für mich der größte Stolperstein, vor allem als Hörbuch, weil das Hin und Her stellenweise unübersichtlich wurde und ich mich öfter neu orientieren musste. Trotzdem mochte ich die Idee dahinter, denn nach und nach fügen sich Dinge zusammen, von denen man vorher gar nicht wusste, dass sie fehlen.

Besonders gefallen hat mir die Weiterentwicklung der Figuren und die Einführung neuer Charaktere, von denen mich einer emotional richtig getroffen hat. Das hat gesessen. Nicht alles war nötig und manches zog sich, aber die Gefühle, die Dynamik und der Mut, einen anderen Weg als im ersten Band zu gehen, haben für mich überwogen.

Kein perfekter zweiter Teil, aber einer, der mich drangehalten hat und neugierig auf das Finale macht.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Stark gestartet, dann deutlich nachgelassen

Der Kellerby-Code
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Ich war lange unschlüssig, wie ich dieses Buch bewerten soll, weil mich der Anfang wirklich gepackt hat und ich die ersten rund hundert Seiten kaum aus der Hand legen konnte, während sich danach zunehmend ...

Ich war lange unschlüssig, wie ich dieses Buch bewerten soll, weil mich der Anfang wirklich gepackt hat und ich die ersten rund hundert Seiten kaum aus der Hand legen konnte, während sich danach zunehmend Ernüchterung breitmachte. Die Atmosphäre war von Beginn an stimmig, die Erzählerstimme eigenwillig und präsent, dazu kamen bissiger Humor und gesellschaftliche Beobachtungen, die für mich gut funktioniert haben und echtes Interesse an der weiteren Entwicklung geweckt haben.

Leider verlor die Geschichte nach und nach an Tempo und Spannung, sodass sich vieles zäh und wiederholend anfühlte, obwohl eigentlich genug Stoff für einen dichten Thriller vorhanden gewesen wäre. Figuren, die anfangs vielschichtig wirkten, verloren an Kontur, und selbst Wendungen, die offenbar überraschen sollten, ließen mich erstaunlich kalt. Ich habe am Ende mehr aus Pflichtgefühl als aus echter Neugier weitergelesen.

Besonders das Finale hat mich enttäuscht, weil es für mich ins Überdrehte kippte und eher Augenrollen als Staunen ausgelöst hat, bevor alles recht abrupt beendet wurde. Insgesamt bleibt bei mir das Gefühl, dass hier eine sehr gute Idee nicht über die volle Länge getragen werden konnte. Drei Sterne, weil der Einstieg stark war, der Gesamteindruck für mich aber deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Düster, packend, überraschend süchtig machend

The Ordeals
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Ich hatte ehrlich nicht erwartet, wie sehr mich dieses Buch fesseln würde, denn objektiv sehe ich einige Schwächen, vor allem in der sehr sprunghaften Romance und bei Figurenentscheidungen, die sich teilweise ...

Ich hatte ehrlich nicht erwartet, wie sehr mich dieses Buch fesseln würde, denn objektiv sehe ich einige Schwächen, vor allem in der sehr sprunghaften Romance und bei Figurenentscheidungen, die sich teilweise widersprechen und mich zwischendurch den Kopf schütteln ließen. Gerade die Dynamik zwischen den Hauptfiguren wechselt extrem schnell, was sich manchmal unnatürlich anfühlt und emotional wenig Raum zum Atmen lässt.

Trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil die Atmosphäre an der magischen Akademie unglaublich gut funktioniert. Killmarth fühlt sich düster, bedrohlich und lebendig an, und die ständige Gefahr während der Prüfungen sorgt dafür, dass man automatisch weiterlesen will, selbst wenn man mit einzelnen Aspekten hadert.

Sophie als Hauptfigur ist widersprüchlich, oft unsicher und gleichzeitig sehr stur, was mich stellenweise genervt hat, sie aber auch erstaunlich menschlich wirken lässt. Ihr Wunsch nach Freiheit steht so stark im Vordergrund, dass man ihre fragwürdigen Entscheidungen zumindest emotional nachvollziehen kann.

Mein klares Highlight waren die Ordeals selbst. Die Prüfungen sind spannend aufgebaut, teilweise brutal und treiben die Handlung konstant voran. Werwölfe, Vampire und das Magiesystem fügen sich gut ein, ohne alles zu erklären, was bei mir eher Neugier als Frust ausgelöst hat.

Am Ende blieb bei mir weniger Begeisterung für Details, dafür umso mehr das Bedürfnis weiterzulesen. Genau dieses Gefühl, obwohl ich die Kritikpunkte klar sehe, rechtfertigt für mich die vier Sterne.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Gute Vibes, schwache Umsetzung

House of Bane and Blood (Order and Chaos, Band 1)
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Ich habe mich mit viel Lust auf dieses Buch gestürzt, vor allem wegen der Mischung aus Mafiaflair und Magie. Während mich das Lesen insgesamt gut unterhalten hat, blieb bei mir das Gefühl, dass mehr drin ...

Ich habe mich mit viel Lust auf dieses Buch gestürzt, vor allem wegen der Mischung aus Mafiaflair und Magie. Während mich das Lesen insgesamt gut unterhalten hat, blieb bei mir das Gefühl, dass mehr drin gewesen wäre. Die Grundidee mit rivalisierenden Familien und einem eigenen Magiesystem fand ich reizvoll, auch wenn mich gerade die erste Hälfte oft ratlos zurückließ. Regeln und Zusammenhänge wurden nur bruchstückhaft erklärt, und die Handlung hat sich sprunghaft angefühlt, als würde etwas Wichtiges fehlen. Zusätzlich haben mich die verwendeten Begriffe stellenweise aus der Geschichte gerissen, da viele Ausdrücke sehr modern wirkten und für die dargestellte Zeit einfach nicht passten.

Getragen wurde die Geschichte für mich klar von den Figuren. Camilla mochte ich sofort, weil sie stark auftritt, für sich einsteht und in den Actionszenen überzeugt. Während Nicolai zwar Zeit brauchte, mir dann aber mit seiner stillen Fürsorge und seinen Fähigkeiten im Kopf blieb.

Plot und Magie haben mich nicht ganz abgeholt.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Düsteres Haus, starke Figuren, kleine Längen

Death at Morning House
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Ich habe Death at Morning House wirklich gern gelesen, auch wenn ich ein paar Abzüge mache. Am meisten hängen geblieben sind für mich die Figuren, allen voran Marlowe Wexler, die mit ihrer schüchternen, ...

Ich habe Death at Morning House wirklich gern gelesen, auch wenn ich ein paar Abzüge mache. Am meisten hängen geblieben sind für mich die Figuren, allen voran Marlowe Wexler, die mit ihrer schüchternen, selbstironischen Art sofort nahbar wirkt. Ihre Unsicherheit, ihre Queerness und diese Mischung aus kluger Beobachtung und sozialer Tollpatschigkeit fühlten sich sehr echt an. Auch Riki mit ihrer düsteren Aura und Van mit seiner offenen, lauten Art haben bei mir etwas getroffen. Ich mochte, wie sich aus dieser Gruppe langsam Vertrauen, Misstrauen und Spannung entwickeln.

Die Geschichte arbeitet mit zwei Zeitebenen, einmal im Jahr 1932 und einmal in der Gegenwart, beide verbunden durch Morning House und die tragischen Ereignisse der Ralston Familie. Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre des Hauses, diese Mischung aus renovierter Touristenattraktion und Ort, an dem etwas spürbar falsch ist. Die Spannung steigert sich gut, vor allem nachdem klar wird, dass Marlowe nicht zufällig dort gelandet ist und die Gefahr sehr real wird.

Ganz rund war das Buch für mich trotzdem nicht. In der Mitte zieht sich die Handlung etwas, und die historische Ebene war für mich stellenweise sogar interessanter als die Gegenwart. Trotzdem hat mich das Rätsel bis zum Ende getragen, und ich mochte, wie Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen. Insgesamt ist das ein unterhaltsamer YA Mystery mit starken Figuren, einer dichten Kulisse und genug Wendungen, um dranzubleiben. Vier Sterne, weil ich mich gut unterhalten gefühlt habe und Marlowe mir wirklich ans Herz gewachsen ist, auch wenn ich mir an ein paar Stellen mehr Fokus gewünscht hätte.

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