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Veröffentlicht am 12.08.2024

Kein wirklicher Krimi

Verbrannte Gnade
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In „Verbrannte Gnade“ von Margot Douaihy begegnen wir vielen unterschiedlichen Protagonisten und begeben uns in ein Kloster, in dem etwas andere Nonnen unterwegs sind.

Generell ist der Ansatz, mit Schwester ...

In „Verbrannte Gnade“ von Margot Douaihy begegnen wir vielen unterschiedlichen Protagonisten und begeben uns in ein Kloster, in dem etwas andere Nonnen unterwegs sind.

Generell ist der Ansatz, mit Schwester Holiday eine Nonne ermitteln zu lassen wirklich interessant. Gerade wenn man mehr über ihre Vergangenheit erfährt und ihre Handlungen besser nachvollziehen kann, kann daraus etwas wirklich Interessantes entstehen. Nur ist hier eben kein wirklicher Krimi entstanden. Klar, es gab Tote, aber wurde es irgendwann richtig spannend? Gab es Wendungen, die unvorhergesehen waren und trotzdem Sinn ergeben haben? Nicht wirklich. Dabei hat die ganze Story super viel Potenzial, einfach weil die Protagonisten so anders sind.
Schwester Holiday mit ihrem Goldzahn, den Tattoos und der nicht so einfachen Vergangenheit. Detektive Riveaux, mit Schwächen, die man bei der Polizei vielleicht nicht unbedingt haben sollte und ihrem Hang zum Parfum. Und noch viele mehr. Zwischenzeitlich hatte ich leider das Gefühl, dass die ganze Handlung etwas zu Bunt wurde und zu viele kleine unwichtige Dinge aufgegriffen wurden, was der Geschichte nicht gutgetan hat.

Dagegen ist der Schreibstil wirklich angenehm und die Wortwahl gut zu den Charakteren gewählt. Über Strecken kam es wirklich authentisch rüber. Nur dann gab es immer wieder Wiederholungen. Wiederholungen, die mich irgendwann tierisch genervt haben. Es wird zum Beispiel sehr oft erwähnt, dass bestimmte Protagonisten schwitzen, oder das Schwester Holiday einen Goldzahn hat. Solche Sachen begreift man auch, wenn sie nur ein zweimal geschrieben wurden.

Schlussendlich bleibt mir nur zu sagen, dass ich mir mehr erhofft habe. Gerade auch vom Ende, das mich gar nicht überzeugen konnte. Das Cover ist wirklich gut gelungen, keine Frage. Aber beim Inhalt gibt es, aus meiner Sicht, definitiv Verbesserungspotenzial. Wirklich schade, weil diese Story viele gute Ansätze hat.

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Veröffentlicht am 01.08.2024

Rau und ehrlich

Mitternachtsschwimmer
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In „Mitternachtsschwimmer“ von Roisin Maguire begeben wir uns an die irische Küste und begegnen vielen Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Es geht um Vertrauen, Zusammenhalt und darum ...

In „Mitternachtsschwimmer“ von Roisin Maguire begeben wir uns an die irische Küste und begegnen vielen Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Es geht um Vertrauen, Zusammenhalt und darum man selbst zu sein.

Mit Evan treffen wir auf einen Städter, wie man ihn sich vorstellen würde. Er passt auf den ersten Blick nicht wirklich in die Kulisse und sorgt für einen großen Kontrast, der es interessant werden lässt, wie er mit dem Leben an der Küste klarkommen wird. Man lernt viel über ihn und sein Leben. Über das, was ihn antreibt und am Leben hält.
So auch bei Grace, mit der ich zu Beginn gar nicht warm wurde, was wahrscheinlich an ihrer Art lag. An den Wörtern, die sie gewählt hat. Doch sobald man mehr über sie lernt, versteht man sie besser.
Generell ist die Charakterentwicklung bei allen Protagonisten wunderbar gelungen. Es ist spürbar, wie sie sich Stück für Stück immer weiter öffnen und sich emotional weiterentwickeln.

Dazu passend ist auch der Schreibstil, der wie das Meer und die irische Küste, rau, ungefiltert und ehrlich ist. Das was gemeint ist, wird die meiste Zeit auch gesagt. Zwar ist es am Anfang wirklich schwer für mich gewesen, in den Schreibstil zu finden, aber von Seite zu Seite habe ich gemerkt, wie sehr er mit dem Inhalt harmoniert und das hat mich ein Stück weit beeindruckt.
Das Einbringen der Pandemie ist ebenfalls gelungen. Sie wurde immer mal wieder erwähnt, hat an sich aber keinen extrem großen Spielraum eingenommen, was ich gut finde, da ich Angst hatte, das sie alles in diesem Buch, einnehmen wird.
Generell wurden viele Dinge geschickt in die Handlung eingefädelt, sodass nie wirklich Wiederholungen aufgetaucht sind, auch wenn es sich manchmal so angefühlt hat.

Insgesamt bleibt mir zu sagen, dass besonders der Titel geschickt gewählt wurde und man ihn nach dem Lesen noch ein bisschen besser versteht. Zwar gab es anfängliche Schwierigkeiten und kleinere Dinge, die mich vielleicht ein wenig gestört haben, aber dennoch hat mich dieses Buch gut unterhalten.
Ich empfehle es allen, die gerne mal eine ehrliche, ungeschliffene Geschichte Lesen möchten und sich nicht vor Protagonisten scheuen, die auf den ersten Blick nicht unbedingt liebenswürdig sind.

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Veröffentlicht am 28.07.2024

Ein stetiges Auf und Ab

When The Moon Hatched
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3,5 von 5

In das Buch „When the moon hatched“ von Sarah A. Parker bin ich mit hohen Erwartungen gegangen, die leider nur teilweise erfüllt wurden.
In diesem Buch trifft man auf Protagonisten, deren Geschichte ...

3,5 von 5

In das Buch „When the moon hatched“ von Sarah A. Parker bin ich mit hohen Erwartungen gegangen, die leider nur teilweise erfüllt wurden.
In diesem Buch trifft man auf Protagonisten, deren Geschichte undurchsichtig ist und auf Drachen, die in einem Moment alles zerstören können. Irgendwann verschwimmen Wahrheit und Lüge, Vergangenheit und Gegenwart miteinander. Es wird schwer den Überblick zu behalten.

Besonders am Anfang ist es herausfordernd den Überblick über alle Protagonisten und deren Beziehungen zueinander, sowie die Lebewesen zu behalten. Besonders die Machtstrukturen werfen viele Fragen auf, sodass es kein leichtes ist, sich in der Welt zurechtzufinden. Generell wurden viele meiner Fragen nicht wirklich beantwortet, was dazu geführt hat, dass die Freude am Lesen, zu Beginn, wirklich gering war.
Doch auch in der Mitte des Buches gab es immer wieder Szenen, die für mich nur wenig Sinn ergeben haben und nicht unbedingt für die Geschichte von unfassbarer Bedeutung waren.
Dies ändert allerdings nichts daran, dass der Schreibstil recht gut zu lesen ist und man mit der Zeit durch die Seiten fliegt, auch wenn die Handlung vielleicht nicht immer ein Highlight ist. Trotzdem wurden bestimmte Formulierungen wirklich häufig verwendet, sodass sich manche Stellen repetitiv angefühlt haben. Mehr Varianz in diesen wäre schön gewesen.

Ebenfalls ist mir Raeve, als Hauptprotagonistin, mit ihrem Verhalten irgendwann ziemlich auf die Nerven gegangen. Wenn man ihre Geschichte und die Vergangenheit kennt, kann man es teilweise nachvollziehen, trotzdem ist sie, an manchen Stellen zu stur und abweisend gewesen. Ich hatte irgendwann das Gefühl, dass ihr nichts wirklich recht gemacht werden kann, was einfach nur anstrengend wurde.
Kaan dagegen ist irgendwie das genaue Gegenteil von ihr. Er versucht alles, um ihr Vertrauen zu gewinnen und besonders die wenigen Kapitel aus seiner Sicht sorgen dafür, dass man tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt bekommt.
Ihre Beziehung zueinander ist auf jeden Fall etwas besonders. Genauso wie das Magiesystem, das ich wirklich interessant finde. Besonders im Hinblick auf die Gottheiten hat es einige spannende Punkte in die Geschichte einfließen lassen.

Schlussendlich bleibt mir aber zu sagen, dass ich zwar über weite Strecken gut unterhalten wurde, es aber immer wieder Stellen gab, die mir die Lust am Lesen etwas genommen haben. Mehr Varianz wäre hier und da schön gewesen. Im Endeffekt haben mir die Nebenprotagonisten sogar mehr gegeben als Raeve und Kaan. Sie haben die Geschichte bunter gemacht.
Es ist also ein Buch, das man durchaus lesen kann, aber für mich bei weitem kein Highlight.

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Veröffentlicht am 16.07.2024

Sehr cosy

Cosy Secrets – Der kupferne Schlüssel
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„Cosy Secrets - Der kupferne Schlüssel“ von Franzi Kopka, gesprochen von Dagmar Bittner und Elias Emken, ist ein Buch, bei dem der Cosy Faktor wirklich sehr hoch ist. Machmal vielleicht ein bisschen zu ...

„Cosy Secrets - Der kupferne Schlüssel“ von Franzi Kopka, gesprochen von Dagmar Bittner und Elias Emken, ist ein Buch, bei dem der Cosy Faktor wirklich sehr hoch ist. Machmal vielleicht ein bisschen zu hoch.

Doch fangen wir bei den Protagonisten an. Mit Rae finden wir eine Krimiautorin vor, die sich nirgendwo so richtig zugehörig fühlt und oft ein wenig unsicher herüberkommt. Ihre Motive sind zum Großteil nachvollziehbar, dafür blieben mir ihre Gefühle die meiste Zeit etwas fern. Generell habe ich während des Hörens immer eine gewisse Distanz zu allen Protagonisten gehabt. So auch bei Archer, den ich mit am interessantesten fand. Seine Art und wie er sich Verhält, hatten oft etwas „geheimnisvolles“ an sich.
Gut gefallen haben mir deswegen auch die Passagen aus seiner Sicht, in denen man tiefer in seine Gedanken eintauchen konnte.

Mit Dagmar Bittner und Elias Emden wurden zwei Sprecher ausgewählt, die für ein wirklich angenehmes Hörerlebnis sorgen und die gemütliche Atmosphäre sehr gut herüberbringen.
Die gemütliche Atmosphäre, die zwischendurch etwas zu viel wurde. An manchen Stellen hat sich die Geschichte einfach so angefühlt, als würde man auf der Stelle stehen. Irgendwie repetitiv. Das Gefühl von Cosy Crime kam nicht rüber. Dazu kam die Auflösung am Ende auch ein bisschen zu schnell und war nicht unbedingt nachvollziehbar. Auch die Liebesgeschichte hat mich nicht so richtig abholen können. Da hat mir einfach etwas gefehlt.

Dennoch ist die Geschichte nicht schlecht und für zwischendurch ganz nett, aber mehr eben auch nicht.
Es wird hier, für mich, einfach ein bisschen zu viel auf den Cosy Faktor gesetzt, sodass das geheimnisvolle Verschwinden der Großmutter vielleicht nicht mehr ganz so geheimnisvoll war.
Eine Empfehlung für alle, die eine gemütliche, recht unaufgeregte Story suchen, ist es trotzdem.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

In die Vergangenheit

Die drei !!!, Der Ball der Baronesse (drei Ausrufezeichen)
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In „Die drei !!! - Der Ball der Baronesse“ begleiten wir Kim, Franzi und Marie ins 19. Jahrhundert auf ein Wasserschloss. Dort begegnen die drei Lissi, einer Baronesse, die Schriftstellerin werden möchte ...

In „Die drei !!! - Der Ball der Baronesse“ begleiten wir Kim, Franzi und Marie ins 19. Jahrhundert auf ein Wasserschloss. Dort begegnen die drei Lissi, einer Baronesse, die Schriftstellerin werden möchte und lernen dabei viel über die vergangenen Zeiten.

Schon zu Beginn des Buches wird deutlich, dass diese Geschichte anders wird, als das was man bisher von den drei !!! gelesen hat. Denn diese Geschichte wurde von Kim für Franzi und Marie geschrieben. Doch dies merkt man nur am Anfang und am Ende der Geschichte, denn in der Mitte befindet sich die Reise ins 19. Jahrhundert, die so einige Herausforderungen bereithält.
Generell wird durch die Beschreibungen und die Atmosphäre vieles lebendig, sodass man ein gutes Bild vom Setting bekommt. Der einfache Schreibstil sorgt zudem dafür, dass keine Verständnisfragen aufkommen. Eigentlich so wie bei allen anderen Büchern der drei !!! auch.
Doch besonders hier haben mir die anderen Protagonisten gefallen, die alle etwas Geheimnisvolles an sich hatten und dafür gesorgt haben, dass die Geschichte spannend wird.

Leider waren manche Szenen für mich nicht so ausgearbeitet, wie ich es mir gewünscht hätte. An der ein oder anderen Stelle, wäre es schön gewesen noch ein paar Details mehr zu erfahren. Auch die Auflösung des Falls konnte mich nicht komplett überzeugen, was schade ist.

Alles in allem ist es trotzdem eine unterhaltsame Geschichte, die mal etwas anders ist als die, die man sonst kennt.
Definitiv eine Empfehlung für Fans der drei !!!.

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