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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2026

Ein Buch wie eine Wanderung zurück zu sich selbst

Ein Blick von dir
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Ein Blick von dir von Karla Eklund hat mich emotional komplett abgeholt. Es ist eines dieser Bücher, das sich leise in dein Herz schleicht und dort noch lange bleibt.

Schon ab den ersten Seiten war ich ...

Ein Blick von dir von Karla Eklund hat mich emotional komplett abgeholt. Es ist eines dieser Bücher, das sich leise in dein Herz schleicht und dort noch lange bleibt.

Schon ab den ersten Seiten war ich mitten in Gesas Welt. Der Schreibstil ist unglaublich angenehm, bildhaft und emotional, ohne jemals überladen zu wirken. Besonders die Atmosphäre in den Bergen hat beim Lesen etwas total Entschleunigendes gehabt – man spürt die Natur, die Ruhe, aber auch die innere Unruhe der Figuren.

Gesa als Protagonistin fand ich wahnsinnig nahbar. Ihre Unsicherheiten, ihr ständiges Hinterfragen und dieses Gefühl, oft „zu viel“ zu sein, wirkten unglaublich authentisch. Gerade die Dynamik mit Levi hat mich teilweise richtig wütend gemacht. Stück für Stück zu erfahren, wie sehr sie sich in der Beziehung angepasst und klein gemacht hat, tat beim Lesen wirklich weh. Umso schöner war es, ihre Entwicklung mitzuerleben.

Und dann Joel… 🤍
Ich habe ihn wirklich von Kapitel zu Kapitel mehr ins Herz geschlossen. Seine ruhige, verständnisvolle Art war für mich der perfekte Gegenpol zu allem, was Gesa vorher erlebt hat. Besonders schön fand ich, dass ihre Beziehung nicht überstürzt oder kitschig dargestellt wurde, sondern langsam, vorsichtig und ehrlich gewachsen ist.

Auch die ernsteren Themen wie Selbstzweifel, People Pleasing, emotionale Verletzungen und familiäre Erwartungen wurden unglaublich feinfühlig eingebunden. Gleichzeitig schafft das Buch aber auch immer wieder humorvolle und warme Momente, wodurch sich alles sehr echt angefühlt hat.

Der letzte Abschnitt hat mich emotional nochmal komplett erwischt. Die Auflösung rund um Levi hat perfekt gezeigt, warum diese Beziehung nie gesund für Gesa war. Der Epilog dagegen war einfach wunderschön und hat die Geschichte perfekt abgerundet.

Und ehrlich? Dieses Buch hat für mich riesiges Potenzial für einen zweiten Band!

Fazit:
Ein emotionales, warmes und unglaublich authentisches Buch über Selbstfindung, Heilung und die Frage, wer einem wirklich guttut. Für mich ein absolutes Herzensbuch.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Zwischen Ankommen, Loslassen und der Suche nach sich selbst

Homesick
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Homesick von Silvia Saunders ist ein sehr ruhiger, ehrlicher Roman über das Erwachsenwerden, Beziehungen und die Frage, wo man eigentlich hingehört.

Im Mittelpunkt steht Mara, die Mitte zwanzig ist und ...

Homesick von Silvia Saunders ist ein sehr ruhiger, ehrlicher Roman über das Erwachsenwerden, Beziehungen und die Frage, wo man eigentlich hingehört.

Im Mittelpunkt steht Mara, die Mitte zwanzig ist und plötzlich vor einem neuen Lebensabschnitt steht. Mit dem geerbten Geld und dem Wunsch nach einem eigenen Zuhause verändert sich vieles – nicht nur äußerlich, sondern vor allem innerlich. Besonders die Beziehung zu ihrem Freund Tom wird auf eine harte Probe gestellt.

Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Er ist flüssig, angenehm zu lesen und durch die kurzen Kapitel kommt man schnell voran. Man begleitet Mara sehr nah durch ihren Alltag und ihre Gedankenwelt, wodurch sich viele Situationen sehr authentisch und greifbar anfühlen.

Besonders stark fand ich, wie realistisch die Themen umgesetzt wurden. Es geht um Fernbeziehungen, Unsicherheiten in den Zwanzigern, Selbstfindung und auch um mentale Gesundheit. Gerade diese Mischung macht die Geschichte so nahbar – vieles wirkt wie aus dem echten Leben gegriffen.

Mara als Protagonistin ist dabei nicht perfekt, sondern manchmal unsicher, überfordert oder auch widersprüchlich – genau das hat sie für mich glaubwürdig gemacht. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte fand ich schön mitzuverfolgen.

Allerdings gab es auch Punkte, die mich nicht ganz überzeugen konnten. Manche Nebencharaktere blieben für mich etwas blass und ich hätte mir hier und da mehr Tiefe gewünscht. Auch das Ende hätte für meinen Geschmack etwas ausführlicher sein dürfen.

Fazit:
Ein ruhiger, authentischer Roman über das Leben in den Zwanzigern, Beziehungen und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Nicht spektakulär, aber ehrlich und emotional.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Düster, intensiv und nichts für zwischendurch

Mein zärtlicher Schatten
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Mein zärtlicher Schatten von Johanna van Veen ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest – es ist eine Geschichte, die sich leise entfaltet und dabei eine unglaublich dichte, fast beklemmende Atmosphäre ...

Mein zärtlicher Schatten von Johanna van Veen ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest – es ist eine Geschichte, die sich leise entfaltet und dabei eine unglaublich dichte, fast beklemmende Atmosphäre aufbaut.

Im Mittelpunkt steht Roos, die seit ihrer Kindheit von einem Geist begleitet wird. Was zunächst wie eine ungewöhnliche, fast tragische Verbindung wirkt, entwickelt sich schnell zu etwas viel Komplexerem zwischen Nähe, Abhängigkeit und der Frage, was real ist und was nicht.

Der Schreibstil ist ruhig, sehr bildhaft und stellenweise fast poetisch. Statt auf große, laute Spannung zu setzen, entsteht hier ein stetiges Gefühl von Unbehagen, das sich langsam durch die Geschichte zieht und einen nicht mehr loslässt.

Besonders gelungen fand ich die Figuren. Sie sind vielschichtig, nicht immer greifbar und genau das macht sie so spannend. Man hinterfragt ihre Entscheidungen, zweifelt mit ihnen und verliert sich immer mehr in dieser düsteren Welt zwischen Liebe, Wahnsinn und übernatürlichen Elementen.

Allerdings ist das Buch definitiv nicht für jeden. Die Handlung ist eher ruhig und legt den Fokus stark auf die emotionale und psychologische Entwicklung. Wer viel Action oder ein schnelles Tempo erwartet, könnte hier Schwierigkeiten haben. Auch die teilweise verstörenden und intensiven Szenen sind nicht immer leicht zu lesen.

Trotzdem hat mich die Geschichte auf eine besondere Weise gefesselt. Sie ist ungewöhnlich, düster und bleibt lange im Kopf – gerade weil sie so viel Raum für Interpretation lässt.

Fazit:
Ein atmosphärischer, tiefgründiger Roman mit starker Gothic-Stimmung, der unter die Haut geht – nichts für zwischendurch, aber absolut lesenswert für alle, die intensive Geschichten mögen.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Intensiv, provokant und überraschend vielschichtig

Gentlemen
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Gentlemen von Patricia Jozef ist ein Buch, das definitiv aus der Masse heraussticht – nicht immer angenehm, aber genau das macht es so interessant.

Der Schreibstil ist angenehm leicht und sehr flüssig, ...

Gentlemen von Patricia Jozef ist ein Buch, das definitiv aus der Masse heraussticht – nicht immer angenehm, aber genau das macht es so interessant.

Der Schreibstil ist angenehm leicht und sehr flüssig, sodass man schnell durch die Seiten kommt. Gleichzeitig wirkt die Geschichte stellenweise bewusst nüchtern und distanziert, was gut zur inneren Zerrissenheit der Protagonistin passt.

Marieke als Hauptfigur empfand ich als sehr greifbar. Ihr Alltag, ihre Unzufriedenheit und ihr Wunsch nach Veränderung sind nachvollziehbar und wirken authentisch. Die Beziehung zu Vik spiegelt auf eindringliche Weise wider, wie schnell sich Routinen einschleichen können und Kommunikation verloren geht.

Besonders intensiv wird es durch die Entwicklung rund um John/Rocco. Die Dynamik zwischen den beiden ist komplex, teilweise unangenehm und wirft viele Fragen auf – vor allem, wie viel davon echt ist und wie viel gespielt. Diese Ambivalenz hat mich durchgehend beschäftigt.

Das Buch nimmt im Verlauf deutlich an Intensität zu, sowohl emotional als auch inhaltlich. Einige Szenen waren für mich persönlich grenzwertig und nicht immer leicht zu lesen – hier muss man definitiv wissen, worauf man sich einlässt.

Das Ende kam für mich etwas schnell, hat aber gleichzeitig einen versöhnlichen Abschluss geboten, auch wenn viele Fragen offen bleiben und Raum für eigene Interpretationen lassen.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Düster, spannend und voller Wendungen – absolute Sogwirkung!

Evil Elite – Der Kodex der Ehre
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Evil Elite hat mich von Anfang an in eine düstere, faszinierende Welt gezogen und im Laufe der Geschichte immer mehr gefesselt.

Der Einstieg brauchte bei mir einen kurzen Moment, um mich zu orientieren ...

Evil Elite hat mich von Anfang an in eine düstere, faszinierende Welt gezogen und im Laufe der Geschichte immer mehr gefesselt.

Der Einstieg brauchte bei mir einen kurzen Moment, um mich zu orientieren – vor allem durch die vielen Charaktere und die komplexe Ausgangssituation rund um Frankie. Doch sobald ich in der Geschichte angekommen war, entwickelte sich ein unglaublicher Sog, der mich das Buch kaum noch aus der Hand legen ließ.

Besonders stark fand ich die vielen Wendungen und Geheimnisse, die Stück für Stück aufgedeckt werden. Immer wieder hatte ich das Gefühl, kurz davor zu sein, alles zu durchschauen – nur um im nächsten Moment wieder komplett überrascht zu werden. Genau dieses Miträtseln hat für mich den größten Reiz ausgemacht.

Die Dynamik zwischen Frankie und Hector hat mir dabei besonders gut gefallen. Ihre Entwicklung wirkt intensiv, emotional und bringt einen schönen Ausgleich zu den düsteren und teilweise brutalen Geschehnissen.

Auch die Nebencharaktere haben die Geschichte bereichert, selbst wenn einige von ihnen schwer greifbar oder widersprüchlich waren – was aber perfekt zur Atmosphäre passt.

Das Finale war spannend und emotional, wenn auch stellenweise etwas schnell erzählt. Dennoch hat es für mich gut funktioniert und rundet die Geschichte gelungen ab.

Fazit:
Ein fesselnder, düsterer Auftakt voller Intrigen, Geheimnisse und Emotionen, der mich komplett in seinen Bann gezogen hat.

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