Cover-Bild Tokyo
(6)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 01.06.2026
  • ISBN: 9783751792080
Tokuro Nukui

Tokyo

Schwarzer Sommer. Ein japanischer Bestseller von beklemmender Wucht: atmosphärisch, intensiv und absolut fesselnd!. Thriller
Heike Patzschke (Übersetzer)

Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.

Tokio, 1991. Die Stadt ächzt unter der Sommerhitze, als zwei kleine Mädchen kurz hintereinander spurlos verschwinden. Kurz darauf wird die eine von ihnen tot in einem nahegelegenen Fluss entdeckt. Während der trauernde Vater Zuflucht in den düsteren Ritualen einer obskuren Glaubensgemeinschaft sucht, steht Kommissar Saeki vor einem Rätsel: Sind die Fälle miteinander verbunden? Dann verschwindet ein weiteres Kind - und Saeki stößt auf eine Spur, die ihn tief in die Abgründe menschlicher Verzweiflung führt. Zu einem Täter, der bereits ein neues Opfer auserkoren hat ...

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2026

Geschickt konstruiert

0

"Tokyo" von Tokuro Nukui ist ein sehr geschickt konstruierter Thriller. Einmal drin im Geschehen, wollte ich ihn nicht mehr weglegen.

Der Thriller spielt im Jahr 1991. In Tokyo sind innerhalb kurzer ...

"Tokyo" von Tokuro Nukui ist ein sehr geschickt konstruierter Thriller. Einmal drin im Geschehen, wollte ich ihn nicht mehr weglegen.

Der Thriller spielt im Jahr 1991. In Tokyo sind innerhalb kurzer Zeit zwei Kindergartenkinder spurlos verschwunden. Eines der Mädchen wird tot aufgefunden. Kommissar Saeki und sein Dezernat stehen vor einem Rätsel. Während die Polizei noch rätselt, ob die Fälle der beiden Mädchen zusammenhängen, , verschwindet ein weiteres Kind. Ein Vater ,der sein Kind verloren hat und Trost in einer religiösen Glaubensgemeinschaft sucht, scheint mit den Fällen zu tun zu haben.

Wir lernen aus zwei Perspektiven die Hauptprotagonisten kennen. Da ist Matsumoto, der verzweifelte Vater, den wir in seiner Verzweiflung über den Verlust seiner Tochter begleiten. In einer merkwürdigen Religionsgemeinschaft mit Sektencharakter findet er Hoffnung. Die zweite Perspektive handelt von den Ermittlungen, insbesondere wird hier Kommissar Saeki beschrieben, der zu den sogenannten Karrierebeamten gehört. Das Dezernat ist geprägt von Feindseligkeiten zwischen Karrierebeamten und Nicht-Karrierebeamten, Beleidigungen sind an der Tagesordnung. Ob es diese Hierarchien in Japan wirklich gab oder gibt, kann ich nicht beurteilen und habe dazu auch nichts im Internet gefunden. Deutlich wird in diesem Thriller die Kultur Japans, das niemals Gefühle zeigen und nicht aus der Haut fahren. Mir tat Saeiki wirklich leid, ich hätte mich nicht zurückhalten können und hätte Contra gegeben. Beide Handlungsstränge sind jeder für sich spannend und ergänzen sich bestens.

Nukui beschreibt glaubwürdig, bildhaft, atmosphärisch und trotzdem ruhig. Sein Schreibstil ist lebendig, die einzelnen Kapitel nicht zu lang. Die Gefühlswelt der Charaktere wird nachvollziehbar geschildert, dabei steigt die Spannung kontinuierlich. Die Auflösung kam für mich unerwartet und hat mich total überrascht. Ich hatte mit viel gerechnet, damit nicht! Meine Vermutungen gingen in eine völlig andere Richtung. Perfekt!

Ein Problem hatte ich mit den vielen für mich manchmal ähnlich klingenden japanischen Namen. Nachdem ich mir dann aber eine Liste der Namen und den Funktionen der Personen angelegt hatte, war auch das kein Problem mehr.

Trotz der "Zusatzarbeit" bekommt der Thriller von mir verdiente 5 Sterne. Ich kann ihn auf jeden Fall weiterempfehlen, nicht nur an Freunde asiatischer Literatur!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2026

Zwischen Einsamkeit, Verlust und dunklen Abgründen Tokios!

0

Tokyo – Schwarzer Sommer war für mich ein Buch, das sich nicht leicht einordnen lässt. Gleich vorweg: Wer einen klassischen Thriller mit hohem Tempo, ständigem Nervenkitzel und unzähligen Wendungen erwartet, ...

Tokyo – Schwarzer Sommer war für mich ein Buch, das sich nicht leicht einordnen lässt. Gleich vorweg: Wer einen klassischen Thriller mit hohem Tempo, ständigem Nervenkitzel und unzähligen Wendungen erwartet, könnte enttäuscht werden. Für mich ist dieses Buch vielmehr ein Kriminaldrama mit starken psychologischen und gesellschaftlichen Elementen.

Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Einerseits begleiten wir Matsumoto, einen Mann, der nach einem schweren Schicksalsschlag den Halt im Leben verloren hat und Trost in einer religiösen Gemeinschaft sucht. Andererseits verfolgen wir die Ermittlungen von Saeki, einem erfahrenen Polizisten, der sich mit einer Serie erschütternder Kindesentführungen auseinandersetzen muss. Nach und nach wird deutlich, dass beide Geschichten enger miteinander verbunden sind, als es zunächst scheint.

Typisch für viele japanische Romane wird die Handlung sehr ruhig und detailreich erzählt. Wer bereits japanische Krimis oder Detektivgeschichten gelesen hat, wird diesen Erzählstil vermutlich kennen. Es wird viel Wert auf Hintergründe, gesellschaftliche Strukturen und die Gedankenwelt der Figuren gelegt. Dadurch entsteht eine dichte Atmosphäre, gleichzeitig kann die Geschichte aber stellenweise etwas langatmig wirken.

Besonders interessant fand ich die Themen, die angesprochen werden. Einsamkeit, Verlust, Trauer, gesellschaftlicher Druck, Machtstrukturen innerhalb der Polizei und der Einfluss religiöser Gemeinschaften sind auch heute noch erstaunlich aktuell. Gerade Matsumotos Entwicklung wurde eindringlich und nachvollziehbar dargestellt, ohne seine Handlungen zu entschuldigen.

Mein Fazit:
Tokyo – Schwarzer Sommer ist kein spannender Action-Thriller, sondern ein ruhiges, psychologisches Kriminaldrama mit gesellschaftlicher Tiefe. Wer langsame Geschichten, menschliche Abgründe und soziale Themen schätzt und sich auf die typisch japanische Erzählweise einlassen kann, wird hier ein interessantes und ungewöhnliches Buch entdecken.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2026

Von flop zu top

0

Rezension
[ Genre: Thriller]

F: Was würdest du tun ,wenn dein Kind entführt wird?

,, Tokyo: "Schwarzer Sommer”, von Tokuro Nukui verfasst, ist der Auftakt einer Buchserie.
Ich hoffe, dass die weiteren ...

Rezension
[ Genre: Thriller]

F: Was würdest du tun ,wenn dein Kind entführt wird?

,, Tokyo: "Schwarzer Sommer”, von Tokuro Nukui verfasst, ist der Auftakt einer Buchserie.
Ich hoffe, dass die weiteren Bände übersetzt werden!

In der ersten Hälfte war ich kurz davor abzubrechen, da das Tempo in der Geschichte sehr ruhig ist und auch die private Geschichte rund um den Dezernatsleiter ziemlich ermüdend beim Lesen für mich war. Mich interessieren nicht Ränge und was für Beef in der Soko herrscht. Aber dieses Element ist trotzdem super wichtig.

Das, was mich fasziniert hat, ist das Thema mit der Religionsgemeinschaft und wie viel macht die hatten zumindest damals Anfang der 90er ,aber ob es heute noch so ist ?! Ja,ich weis ich habe auch zuerst gedacht ,warum lese ich jetzt was über Askese ,warum über Kabbala und Leute die sich melken lassen wie eine Kuh ,aber auch da kann ich sagen es wird alles einen Sinn machen!

Es ist definitiv ein Thriller, der anders Angst machen wird,weil die Art und Weise wirklich jedes Kind locken kann. Aber das Mordmotiv macht mich einfach sprachlos . Am Ende bin ich so froh, es gelesen zu haben, denn dieser Twist macht sprachlos. Ich kann nur sagen, gibt dem Buch eine Chance.Das ist eine andere Art von Thriller.

Der Schreibstil ist sehr hölzern und in der dritten Perspektive geschrieben.

2 Pov ein Geheimnis, kannst du es herausfinden?

Manchmal lohnt es sich, ein paar Seiten mehr zu lesen.

Vielen Dank für das Bereitstellen des Leseexemplars an die Bloggerjury.

Alles Gute,eure Jassy!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.06.2026

Tokyo – Ein ungewöhnlicher Thriller mit besonderem Setting

0

Mit "Tokyo" von Tokuro Nukui habe ich einen Thriller gelesen, der sich deutlich von vielen westlichen Vertretern des Genres unterscheidet. Allein das japanische Setting und die Erzählweise sorgten dafür, ...

Mit "Tokyo" von Tokuro Nukui habe ich einen Thriller gelesen, der sich deutlich von vielen westlichen Vertretern des Genres unterscheidet. Allein das japanische Setting und die Erzählweise sorgten dafür, dass sich das Buch frisch und anders angefühlt hat. Gerade deshalb fand ich es spannend, einmal über den gewohnten Tellerrand hinauszublicken.

Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre. Die Autorin bzw. der Autor schafft es, ein eindringliches Bild von Tokio zu zeichnen und die gesellschaftlichen Strukturen sowie zwischenmenschlichen Dynamiken glaubwürdig einzubinden. Dadurch entsteht eine ganz eigene Stimmung, die mich neugierig gemacht hat.

Allerdings hatte ich über weite Strecken das Gefühl, dass die Handlung nur sehr langsam voranschreitet. Zwar werden nach und nach verschiedene Puzzleteile zusammengefügt, doch die Spannung blieb für meinen persönlichen Geschmack häufig zu zurückhaltend. Gerade von einem Thriller erwarte ich mehr Nervenkitzel, überraschende Wendungen und Momente, die mich unbedingt weiterlesen lassen. Hier fehlte mir leider oft die nötige Dynamik.

Trotzdem bereue ich die Lektüre nicht. Es war interessant, einmal einen Thriller aus einem anderen kulturellen Kontext kennenzulernen, und genau dieser Perspektivwechsel macht das Buch lesenswert. Wer atmosphärische, ruhig erzählte Spannung mag und gerne internationale Kriminalliteratur entdeckt, könnte hier deutlich mehr Gefallen daran finden als ich.

Fazit:

Ein interessanter und ungewöhnlicher Thriller mit japanischem Flair, der mich atmosphärisch überzeugen konnte, für meinen persönlichen Geschmack aber etwas mehr Tempo und Spannung gebraucht hätte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2026

Eher japanischer Gesellschaftsroman denn Thriller

0

Der erstmals 1993 erschienene Thriller „TOKYO: Schwarzer Sommer“ ist Tokuro Nukuis Debüt. Neben den Krimielementen spielen die Gepflogenheiten der japanischen Gesellschaft eine tragende Rolle, auch ist ...

Der erstmals 1993 erschienene Thriller „TOKYO: Schwarzer Sommer“ ist Tokuro Nukuis Debüt. Neben den Krimielementen spielen die Gepflogenheiten der japanischen Gesellschaft eine tragende Rolle, auch ist eine Glaubensgemeinschaft sehr präsent.

Tokyo 1991. In einem Flussbett wird ein Mädchen tot aufgefunden, das noch im Kindergartenalter gewesen sein dürfte. Mehrere kleine Mädchen verschwinden spurlos, eine obskure Religionsgemeinschaft wirft Fragen auf, ein Vater sucht verzweifelt nach seinem Kind. Die beiden Kommissare Saeki und Okamoto ermitteln.

Sowohl der Klappentext als auch die Aufmachung von TOKYO locken ungemein, also mache ich mich kurzentschlossen ans Lesen. Und stelle alsbald ernüchternd fest, dass mich die ausschweifende Erzählweise und das sehr gründlich ausformulierte Miteinander ermüden. Trotzdem bleibe ich im Buch, wenngleich ich – entgegen meiner sonstigen Lesegewohnheiten – des Öfteren pausiere.

Jede Figur wird bis ins kleinste Detail eingeführt und auch danach gefühlt jede Regung, jeder Gedanke wiedergegeben. Sowohl die Kommissare als auch ihre Kollegen und deren Familien mitsamt ihren gerade anstehenden Problemen und ihren Dialogen lasse ich an mir vorbeiziehen. Selbiges geschieht mit den Sekten, deren Anwerbung und deren Mitgliedern. Gut, man erfährt schon so einiges über ihre geschickt aufgebauten Strukturen, ihren Hierarchien und ihren Finanzen. Auch das oben erwähnte japanische Lebensgefühl schimmert durch, was angesichts des Handlungsortes absolut passend ist.

Was mir aber zunehmend fehlt, ist der Fokus auf die Ermittlung, die eher nebenher so mitläuft und dem Buch viel an Spannung nimmt. Die zwei Handlungsstränge – Ermittlung und Sekte – wechseln sich ab, dabei bleibt vieles auf der Stecke, denn die Erzählung verliert sich großteils in Nebensächlichkeiten. Erst dem Ende zu wird es spannend. Urplötzlich tut sich was, wenngleich die Ereignisse sich nicht gerade überschlagen. Und dennoch zeichnet sich eine Figur ab, das Warum tritt hervor, die Akteure werden greifbarer.

TOKYO mag in Japan funktionieren, das kann ich nicht beurteilen. Ich jedoch habe nur bedingt das Gefühl, einen Krimi gelesen zu haben. Eher einen kriminalistisch untermalten japanischen Gesellschaftsroman.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere