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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2026

Endlich geht es weiter – auch wenn nicht alles rund läuft!

Knochenkälte
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Mit Knochenkälte kehrt David Hunter endlich zurück – ein Wiedersehen, auf das ich mich sehr gefreut habe. Simon Beckett bleibt seinem Stil treu: Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und zieht einen sofort ...

Mit Knochenkälte kehrt David Hunter endlich zurück – ein Wiedersehen, auf das ich mich sehr gefreut habe. Simon Beckett bleibt seinem Stil treu: Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und zieht einen sofort in die kalte, düstere Atmosphäre der Geschichte hinein. Die Stimmung ist bedrückend, stellenweise unheimlich und typisch Beckett – genau das, was man sich von einem Hunter-Fall erhofft. Allerdings entfaltet sich die Handlung zunächst sehr gemächlich. Bis etwa zur Mitte des Buches bleibt die Geschichte recht ruhig, beinahe zu gleichförmig. Gerade im Vergleich zu den früheren Bänden fehlt hier zeitweise die Spannung und auch der sonst so prägnante forensische Fokus tritt etwas in den Hintergrund. An einigen Stellen hatte ich das Gefühl, dass sich das Geschehen zieht. Das Finale ist schlüssig und nachvollziehbar, hinterlässt bei mir jedoch einen leicht konstruierten Eindruck. Die Auflösung funktioniert, wirkt aber weniger organisch als in anderen Fällen und scheint etwas zu sehr auf ein bestimmtes Ende hinzuführen. Trotz dieser Schwächen ist Knochenkälte ein solider Thriller und insgesamt ein lesenswertes Buch. Simon Beckett schreibt atmosphärisch stark und versteht es weiterhin, düstere Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Für mich reicht es daher für 4 von 5 Sternen, auch wenn zwischendurch Spannung und Tiefe etwas verloren gehen

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Miss Marple & Co. lassen grüßen.

Mord in der Pension Möwennest
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Dieses Buch war für mich eine richtig schöne Überraschung. Es hat sofort diesen typisch englischen Flair, den ich total mag – ruhig, ein bisschen skurril und gleichzeitig spannend.

Im Mittelpunkt steht ...

Dieses Buch war für mich eine richtig schöne Überraschung. Es hat sofort diesen typisch englischen Flair, den ich total mag – ruhig, ein bisschen skurril und gleichzeitig spannend.

Im Mittelpunkt steht Nora, eine ehemalige Nonne, die sich auf die Suche nach ihrer Freundin Frieda macht. Dafür landet sie in einer ziemlich schrägen Pension, in der gefühlt jeder Bewohner irgendetwas zu verbergen hat. Genau das macht das Ganze so spannend – man merkt schnell, hier stimmt einiges nicht.

Besonders gefallen hat mir der Schreibstil. Er ist angenehm zu lesen, irgendwie etwas anders als gewohnt, aber genau das macht den Charme aus. Dazu kommt eine gute Mischung aus Humor und kleinen Intrigen, die die Geschichte lebendig halten.

Nora selbst fand ich richtig interessant – ruhig, clever, aber auch mutig, wenn es drauf ankommt. Und die ganzen Bewohner im Möwennest sind so eigen, dass man sie einfach nicht vergisst.

Für mich hatte das Ganze definitiv Vibes von Miss Marple & Co., aber trotzdem mit einer ganz eigenen Note.

Ich war total in der Geschichte drin und habe die Zeit im Möwennest einfach genossen.

Wenn man englische Krimis aus den 50ern mag oder einfach Lust auf etwas Ruhigeres mit Spannung und Charme hat, ist das hier auf jeden Fall eine perfekte Wahl.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Zurück in Glennkill – und nichts ist mehr wie vorher.

Widdersehen
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Endlich geht die Story weiter – und ich hab’s einfach geliebt!
Leonie Swann hat hier wieder richtig abgeliefert.

Die Geschichte knüpft super an die vorherigen Ereignisse an, wirkt aber trotzdem frisch. ...

Endlich geht die Story weiter – und ich hab’s einfach geliebt!
Leonie Swann hat hier wieder richtig abgeliefert.

Die Geschichte knüpft super an die vorherigen Ereignisse an, wirkt aber trotzdem frisch. Die Schafe stehen wieder im Mittelpunkt – und genau das macht den Reiz aus. Es ist einfach mal etwas komplett anderes, wenn nicht klassische Ermittler den Fall lösen, sondern eine Schafherde. Und genau das wurde hier richtig gut umgesetzt.

Nach der Rückkehr aus Frankreich ist plötzlich nichts mehr wie vorher: fremde Schafe auf der Weide, ein Zaun, kaum noch Lieblingskräuter… und dann verschwindet auch noch Rebecca. Spätestens als dieser mysteriöse Finger auftaucht, ist klar: Hier läuft gewaltig was schief.
Natürlich bleibt die Herde nicht tatenlos – und genau diese „Ermittlungen auf vier Beinen“ zu begleiten, hat mir richtig Spaß gemacht.

Der Humor ist einfach genial. Die Eigenarten der einzelnen Schafe, ihre Gedanken und wie sie Situationen interpretieren – ich musste echt oft schmunzeln. Gleichzeitig ist aber auch genug Spannung da, sodass man wissen will, wie alles zusammenhängt.

Der Schreibstil ist super angenehm und flüssig. Man kommt schnell rein und bleibt auch drin – ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen. Es liest sich leicht, aber wird nie langweilig.

Ein kleines Highlight war für mich auch die Gestaltung im Buch – dieses kleine bewegte Schaf unten in den Seiten fand ich total süß und einfach ein richtig liebevolles Detail.

Für mich war „Widdersehen“ einfach rundum gelungen: humorvoll, spannend, ein bisschen schräg und genau deshalb so besonders. Ein Krimi, der sich definitiv von der Masse abhebt.

Fazit:
Eine super unterhaltsame Fortsetzung mit ganz viel Charme und Witz. Wer die Schafkrimis mag, wird das hier lieben.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Ein perfekter Mix aus Gothic Romance und Horror – düster, sinnlich, fesselnd.

House of Rayne
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Ich fand das Buch unfassbar fesselnd – schon nach wenigen Seiten konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Da ich bereits einige Bücher der Autorin kenne, war ich besonders gespannt auf diese Neuerscheinung ...

Ich fand das Buch unfassbar fesselnd – schon nach wenigen Seiten konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Da ich bereits einige Bücher der Autorin kenne, war ich besonders gespannt auf diese Neuerscheinung – und wurde nicht enttäuscht.

House of Rayne ist eine gelungene Mischung aus Horror und Gothic Romance – ein Genre-Mix, den ich einfach liebe. Die Geschichte rund um Salem, die nach einer geplatzten Hochzeit auf eine abgelegene Insel flieht und dort der geheimnisvollen Rayne begegnet, ist atmosphärisch dicht, sinnlich und zugleich beunruhigend. Zwischen den beiden Protagonistinnen entsteht eine intensive, verbotene Anziehung, während um sie herum dunkle Geheimnisse lauern.

Der Schreibstil ist bildhaft und emotional, sodass man die unheimliche Stimmung förmlich spürt. Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt wird – so versteht man die inneren Konflikte und Verletzungen der Figuren sehr gut.

Die düstere Atmosphäre, das geheimnisvolle Setting und die Mischung aus Leidenschaft, Schmerz und Übernatürlichem machen das Buch zu einem echten Pageturner. Für mich das perfekte Buch für lange, regnerische Herbstabende – geheimnisvoll, sinnlich und voller Spannung.

Fazit: Eine klare Leseempfehlung für alle, die düstere, emotionale Geschichten mit Gänsehautgarantie lieben.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Ein Cozy-Krimi mit Herz und Tiefgang!

Der Tag, an dem Barbara starb
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Ich habe dieses Buch wirklich geliebt. In erster Linie erzählt es eine Geschichte darüber, wie es ist, alt zu werden – und wie sich das Leben anfühlt, wenn man sich nicht mehr sicher ist, ob die eigenen ...

Ich habe dieses Buch wirklich geliebt. In erster Linie erzählt es eine Geschichte darüber, wie es ist, alt zu werden – und wie sich das Leben anfühlt, wenn man sich nicht mehr sicher ist, ob die eigenen Erinnerungen noch stimmen. Margaret, die Hauptfigur, leidet an Demenz und versucht, wieder etwas mehr Halt und Kontrolle in ihr Leben zu bringen. Es war unglaublich rührend zu lesen, wie ihr Enkel sie dabei unterstützt. Die Beziehung zwischen den beiden war für mich wie eine warme Decke – tröstlich, liebevoll und voller Menschlichkeit.

Auch die Krimi-Seite des Buches fand ich interessant, doch im Vordergrund stand für mich ganz klar Margarets Geschichte. Zwar hat der Krimianteil keinen großen „Wow“-Effekt hinterlassen, aber das Buch insgesamt ist absolut herzerwärmend, authentisch und tief berührend geschrieben.

Eine absolute Leseempfehlung von mir – und definitiv ein Titel, der seinen Platz auf meiner Liste der Cosy Krimis verdient hat!

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