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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.06.2026

Ein Debüt, das unter die Haut geht!

Herzflut
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Charlotte Paradise erzählt in ihrem Debütroman „Herzflut“ die Geschichte von Sara, die sich nach Liebe und Nähe sehnt, gleichzeitig jedoch gegen Ängste und innere Blockaden kämpft, die körperliche Nähe ...

Charlotte Paradise erzählt in ihrem Debütroman „Herzflut“ die Geschichte von Sara, die sich nach Liebe und Nähe sehnt, gleichzeitig jedoch gegen Ängste und innere Blockaden kämpft, die körperliche Nähe für sie nahezu unmöglich machen. Als sie Miles kennenlernt, scheint zum ersten Mal eine Beziehung greifbar, doch alte Wunden und unverarbeitete Erfahrungen stehen zwischen ihnen.

Puhhh, mit „Herzflut“ hat die Autorin einen Debütroman geschrieben, der definitiv Eindruck hinterlässt. Allerdings sollte man wissen, dass es sich für mich nicht in erster Linie um einen Liebesroman handelt, sondern vielmehr um eine Geschichte über Schmerz, Angst, Verletzlichkeit und den langen Weg zu sich selbst. Die Autorin geht sehr offen und direkt mit schwierigen Themen um und scheut sich nicht davor, auch unangenehme Wahrheiten anzusprechen. Dadurch entsteht eine emotionale Geschichte, die sicherlich nicht jede Leserin und jeder Leser mögen wird.

Der Schreibstil ist dabei durchaus eigenwillig, weshalb ich etwas Zeit gebraucht habe, um richtig in die Geschichte hineinzufinden. Gestört hat mich das letztendlich aber nicht. Vielmehr passte diese Art zu erzählen gut zu Saras Gefühlswelt und ihren inneren Konflikten.

Für meinen Geschmack war die Handlung stellenweise etwas zu langatmig, weshalb ich einen Stern abziehe. Emotional und qualitativ konnte mich das Buch jedoch überzeugen. Gerade weil wichtige und sensible Themen so offen behandelt werden, bleibt die Geschichte im Gedächtnis. Der Pola Verlag hat hier erneut ein gutes Gespür für emotionale, lebensnahe Geschichten bewiesen, die berühren und zum Nachdenken anregen.

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Originell, aber mit Luft nach oben.

If Books Could Kill
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Die Idee hinter diesem Buch hat mich sofort neugierig gemacht: Roxie liebt Liebesromane und wünscht sich, selbst einmal die Heldin einer Geschichte ihrer Lieblingsautorin zu sein. Als dieser Wunsch tatsächlich ...

Die Idee hinter diesem Buch hat mich sofort neugierig gemacht: Roxie liebt Liebesromane und wünscht sich, selbst einmal die Heldin einer Geschichte ihrer Lieblingsautorin zu sein. Als dieser Wunsch tatsächlich in Erfüllung geht, landet sie jedoch nicht in einer romantischen Wohlfühlgeschichte, sondern mitten in einem Thriller voller Verfolgungsjagden, Chaos und unerwarteter Wendungen. Gemeinsam mit dem Literaturdozenten Grant versucht sie herauszufinden, wie sie diese Geschichte überstehen und wieder in ihr eigenes Leben zurückkehren kann.

Der Einstieg ist Kate Eberle definitiv gelungen. Ich war sehr schnell in der Geschichte angekommen und durch den lockeren Schreibstil sowie die vielen humorvollen Dialoge ließ sich das Buch angenehm und zügig lesen. Die Grundidee ist kreativ, ungewöhnlich und hebt sich von vielen anderen RomComs ab. Besonders die Vorstellung, dass die Figuren wissen, dass sie sich in einem Buch befinden und versuchen, die Handlung zu durchschauen, fand ich wirklich spannend.

Leider konnte mich die Geschichte nicht bis zum Ende in gleichem Maße fesseln. Ab etwa der zweiten Hälfte wurde mir das permanente Chaos etwas zu viel. Die Handlung wirkte auf mich zunehmend vorhersehbar und zog sich stellenweise länger, als es nötig gewesen wäre. Dadurch habe ich immer wieder kleine Lesepausen eingelegt, obwohl ich zu Beginn regelrecht durch die Seiten geflogen bin.

Auch die Figuren blieben für mich etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück. Roxie und Grant waren zwar durchaus sympathisch, wirkten auf mich aber nicht tief genug ausgearbeitet, um eine stärkere emotionale Verbindung aufzubauen. Einige Entwicklungen konnte ich schon früh erahnen, wodurch Spannung und Überraschung leider etwas verloren gingen.

Trotzdem hatte das Buch viele unterhaltsame Momente und eine wirklich originelle Ausgangsidee. Für mich ist If Books Could Kill eine nette, leichte Geschichte für zwischendurch, die vor allem mit ihrem kreativen Konzept punktet. Schade nur, dass das vorhandene Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Am Ende blieb bei mir weniger der Wow-Effekt, sondern eher das Gefühl, eine charmante, kurzweilige Geschichte gelesen zu haben, die mich gut unterhalten, aber nicht nachhaltig begeistert hat.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Leichte Romance ohne viel Eishockey!

Don't let me fall # 01
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Rezension 📖

Kelsie Rae – Don’t Let Me Fall

Ich habe mich wirklich auf diese Geschichte gefreut, denn mit Tropes wie Forbidden Love, Hockey Romance und Slow Burn klang das Buch genau nach meinem Geschmack. ...

Rezension 📖

Kelsie Rae – Don’t Let Me Fall

Ich habe mich wirklich auf diese Geschichte gefreut, denn mit Tropes wie Forbidden Love, Hockey Romance und Slow Burn klang das Buch genau nach meinem Geschmack. Leider konnte die Story meine Erwartungen nur teilweise erfüllen.

Im Mittelpunkt steht Ashlyn, die seit Jahren mit dem gefeierten Hockeyspieler Logan zusammen ist. Als sie Colt begegnet, einem ehemaligen Eishockeyspieler und ausgerechnet dem neuen Mitbewohner ihres Freundes, geraten ihre Gefühle gehörig durcheinander. Zwischen verbotener Anziehung, Geheimnissen und schwierigen Entscheidungen entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die eigentlich viel Potenzial gehabt hätte.

Besonders gut gefallen hat mir der leichte und flüssige Schreibstil von Kelsie Rae. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man schnell durch die Seiten fliegt und die Geschichte angenehm weglesen kann. Gerade zu Beginn habe ich die Spannung zwischen Ash und Colt deutlich gespürt und war neugierig, wohin sich ihre Geschichte entwickeln würde.

Leider verlor sich diese Tension für mich etwa ab der Hälfte des Buches zunehmend. Was mich außerdem enttäuscht hat: Der Eishockey-Aspekt spielt kaum eine Rolle. Bis auf wenige kurze Erwähnungen bleibt vom angekündigten Sport-Romance-Feeling nicht viel übrig. Wer sich auf Spiele oder echtes Hockey-Setting freut, wird hier vermutlich nicht ganz auf seine Kosten kommen.

Mit Ash bin ich leider ebenfalls nicht richtig warm geworden. Ihre Entscheidungen wirkten auf mich oft naiv und manche Handlungen waren für mich schwer nachvollziehbar. Auch einige Entwicklungen innerhalb der Geschichte haben bei mir mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Dadurch fiel es mir schwer, eine wirkliche Verbindung zu den Figuren aufzubauen.

Positiv hervorheben möchte ich, dass die Autorin wichtige Themen wie toxische Beziehungen, Vertrauen und emotionale Verletzungen anspricht. Allerdings bleiben diese Aspekte für meinen Geschmack zu oberflächlich und werden nicht mit der Tiefe behandelt, die sie verdient hätten.

Am Ende hat das Buch bei mir gemischte Gefühle hinterlassen. Es war nicht schlecht und durchaus unterhaltsam, konnte mich emotional aber nicht wirklich erreichen. Für jüngere Leserinnen, die gerne viel Drama, Anziehung und unkomplizierte Romance lesen, könnte die Geschichte gut funktionieren. Mir persönlich haben jedoch authentischere Figuren, mehr Tiefgang und vor allem deutlich mehr Eishockey gefehlt.

Mein Fazit: Eine leicht lesbare Romance mit guten Ansätzen, die ihr Potenzial für mich leider nicht vollständig ausschöpfen konnte. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Emotional, feinfühlig und wunderschön!

Counting Days
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„Counting Days“ hat mich überrascht. Second-Chance-Romance gehört normalerweise nicht zu meinen liebsten Tropes, doch Steffi Kuhlmann hat die Geschichte von Dalia und Alexander so einfühlsam und authentisch ...

„Counting Days“ hat mich überrascht. Second-Chance-Romance gehört normalerweise nicht zu meinen liebsten Tropes, doch Steffi Kuhlmann hat die Geschichte von Dalia und Alexander so einfühlsam und authentisch erzählt, dass ich von der ersten Seite an mitgefiebert habe.

Die Handlung führt uns nach Heidelberg, wo Dalia nach einem schweren Schicksalsschlag in ihrer Familie wieder auf Alexander trifft – den Menschen, den sie eigentlich hinter sich lassen wollte. Schnell wird deutlich, dass zwischen den beiden noch viel Ungesagtes, Verletzungen und Gefühle stehen. Durch die wechselnden Perspektiven erhält man einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und versteht nach und nach, was damals passiert ist und warum beide bis heute mit ihrer Vergangenheit kämpfen.

Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil der Autorin. Er liest sich unglaublich flüssig und schafft es, auch schwere Themen sensibel und achtsam zu behandeln. Themen wie familiäre Belastungen, Selbstzweifel, Verlust, mentale Gesundheit und das Loslassen alter Wunden werden mit viel Feingefühl in die Geschichte eingebunden. Dadurch wirkte alles sehr glaubwürdig und emotional, ohne jemals zu dramatisch zu werden.

Obwohl ich das Buch sehr schnell gelesen habe, hatte ich nie das Gefühl, dass etwas überstürzt wurde. Im Gegenteil – die Entwicklung zwischen Dalia und Alexander war für mich nachvollziehbar und berührend. Irgendwann habe ich sogar regelrecht darauf gehofft, dass die beiden wieder zueinanderfinden.

Auch die Gestaltung des Buches hat mich angesprochen. Das Cover passt wunderbar zur Atmosphäre der Geschichte, und die zusätzlichen Illustrationen sowie die liebevollen Details im Buch runden das Leseerlebnis perfekt ab.

Fazit:
Eine wunderschöne, emotionale Geschichte über zwei junge Menschen, die lernen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und ihren Weg zurück zueinander zu finden. Tiefgründig, gefühlvoll und voller wichtiger Botschaften. Für alle, die berührende New-Adult-Geschichten mit Herz und Tiefgang lieben, ist „Counting Days“ eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Just Watch Me – Follower um jeden Preis?

Just Watch Me
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Wie weit würdest du gehen, um deine Schwester zu retten? Und wie weit, wenn du plötzlich keinen Job mehr hast, die Miete kaum bezahlen kannst und dir die Zeit davonläuft?

Genau vor dieser Situation steht ...

Wie weit würdest du gehen, um deine Schwester zu retten? Und wie weit, wenn du plötzlich keinen Job mehr hast, die Miete kaum bezahlen kannst und dir die Zeit davonläuft?

Genau vor dieser Situation steht Dell. Nachdem sie ihren Job verliert, startet sie aus Verzweiflung einen Livestream, um Geld für ihre Schwester Daisy zu sammeln, die im Koma liegt. Doch was zunächst harmlos beginnt, entwickelt sich immer mehr zu einer gefährlichen Spirale aus Aufmerksamkeit, Klickzahlen und immer extremeren Aktionen.

Der Schreibstil von Lior Torenberg hat mir sehr gut gefallen. Er ist direkt, ehrlich, stellenweise überraschend humorvoll und sorgt dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Gleichzeitig ist vieles von dem, was passiert, alles andere als angenehm. Gerade das macht das Buch so eindringlich. Es wirft einen schonungslosen Blick auf die Welt von Livestreams, Social Media und den Druck, ständig mehr liefern zu müssen, um relevant zu bleiben.

Dell ist dabei keine klassische Sympathieträgerin. Sie ist unbequem, stur, manchmal sogar regelrecht gemein. Eine Figur, mit der man nicht unbedingt mitfühlt – und trotzdem konnte ich den Blick nicht von ihr abwenden. Ich war die ganze Zeit fasziniert davon, wie weit sie noch gehen wird und welche Grenzen als Nächstes fallen. Die Geschichte zeigt außerdem sehr eindrucksvoll Themen wie Armut, Verschuldung, digitale Abhängigkeit, die Schattenseiten des Internets und die Gefahr, virtuelle Anerkennung mit echten Beziehungen zu verwechseln.

Mein Fazit: Just Watch Me ist definitiv kein Wohlfühlbuch. Es ist verstörend, skurril, gesellschaftskritisch und manchmal schwer auszuhalten. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – entwickelt die Geschichte einen enormen Sog. Ich hatte mehr als einmal den Gedanken: „Was lese ich hier eigentlich gerade?“ Und doch wollte ich unbedingt weiterlesen.

Fazit: Eher ja als nein. Ein ungewöhnlicher, aktueller Roman, der noch lange im Kopf bleibt.

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