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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2026

Zwischen Hoffnung und Neubeginn – ein Manga, der Mut macht

Happily Ever After – Auch im nächsten Leben will ich dich heiraten 01
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Dieser Manga hat mich emotional wirklich berührt. Im Mittelpunkt steht eine Geschichte, die zeigt, wie schwer das Leben manchmal sein kann – und wie wichtig es ist, trotzdem nicht aufzugeben. Die Protagonistin ...

Dieser Manga hat mich emotional wirklich berührt. Im Mittelpunkt steht eine Geschichte, die zeigt, wie schwer das Leben manchmal sein kann – und wie wichtig es ist, trotzdem nicht aufzugeben. Die Protagonistin durchlebt Tiefen, zweifelt, kämpft mit sich selbst und ihrer Vergangenheit. Und genau darin liegt für mich die große Stärke der Geschichte: Sie wirkt ehrlich, verletzlich und nahbar.

Besonders schön fand ich, dass die Botschaft nie kitschig oder übertrieben wirkt. Stattdessen entwickelt sich alles ruhig und nachvollziehbar. Man begleitet die Figuren Schritt für Schritt und darf miterleben, wie sich vorsichtig Hoffnung und neue Perspektiven aufbauen. Gerade dieses langsame Wachsen hat mir sehr gefallen.

Auch der Zeichenstil passt perfekt zur Atmosphäre. Ausdrucksstark, detailverliebt und gleichzeitig feinfühlig unterstreicht er die emotionalen Momente auf eine ganz besondere Weise. Zudem werden die Charaktere nach und nach eingeführt, sodass man genügend Zeit hat, sie kennenzulernen. Niemand wird „reingeworfen“, was das Lesen sehr angenehm macht und verhindert, dass man den Überblick verliert.

Für mich war dieser Manga nicht nur eine berührende Geschichte, sondern auch eine Erinnerung daran, dass schwere Zeiten vorübergehen können – besonders, wenn man Menschen an seiner Seite hat, die einem Halt geben.

Ich freue mich definitiv auf den zweiten Band und bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Gänsehaut pur - absolute Empfehlung

Nachtblick
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Von der ersten Seite an zieht Nachtblick einen in seinen Bann. Die düstere, bedrohliche Atmosphäre des Waldes und der mysteriösen Jagd sind einfach unheimlich gut inszeniert. Die Geschichte um Matt, der ...

Von der ersten Seite an zieht Nachtblick einen in seinen Bann. Die düstere, bedrohliche Atmosphäre des Waldes und der mysteriösen Jagd sind einfach unheimlich gut inszeniert. Die Geschichte um Matt, der von seinem Vater zu einer gefährlichen nächtlichen Jagd gezwungen wird, ist psychologisch packend und lässt einen mit ihm mitfiebern. Die Mischung aus inneren Konflikten und äußeren Bedrohungen macht das Buch unglaublich spannend.

Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, sodass man die Spannung richtig spüren kann. Besonders gut gefällt mir, wie die Autorin geschickt mit Wahrnehmung und Realität spielt – man weiß nie genau, was wirklich passiert. Und das Ende? Völlig unerwartet und überraschend, was das Buch noch einmal auf ein ganz neues Level hebt. 📖

Fazit: Nachtblick ist ein packender Psychothriller mit mystischen Elementen, der einen nicht mehr loslässt. Definitiv nicht mein letztes Buch von Mara – ich freue mich auf mehr! Absolute Empfehlung! 5 von 5 Sternen. ✨

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Zwischen Rebellion und Abgrund – Eine Vampirgeschichte, die keine sein will

Ankica
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Mit Ankica – Die Geschichte der letzten Vampirin erzählt Ruben Dellers keinen klassischen Vampirroman voller düsterer Romantik oder übernatürlicher Action. Stattdessen erwartet die Lesenden ein historisch ...

Mit Ankica – Die Geschichte der letzten Vampirin erzählt Ruben Dellers keinen klassischen Vampirroman voller düsterer Romantik oder übernatürlicher Action. Stattdessen erwartet die Lesenden ein historisch geprägtes, stellenweise sehr brutales Gesellschaftsporträt über weibliche Selbstbestimmung, Trauma und Ausgrenzung im 19. Jahrhundert.

Zu Beginn hatte ich tatsächlich Startschwierigkeiten mit der Sprache. Der Stil ist eigentümlich, teilweise poetisch und bewusst altertümlich gehalten. Das verlangsamte meinen Lesefluss spürbar. Nach einigen Kapiteln habe ich jedoch gut hineingefunden und konnte mich auf die Atmosphäre einlassen. Gerade die dörfliche Enge, der Aberglaube und die sozialen Strukturen Ungarns werden eindringlich und lebendig gezeichnet.

Was mich überrascht hat: Die Vampirthematik steht weniger im Mittelpunkt als erwartet. Ich hatte eine klassische Vampirgeschichte im Sinn – mit Mythos, Dunkelheit und übernatürlicher Spannung. Stattdessen dient der „Vampir“ hier vor allem als Metapher für weibliche Rebellion und gesellschaftliche Projektion. Eine Frau, die sich nicht fügt, wird zum Monster erklärt. Dieser Ansatz ist spannend und gesellschaftskritisch stark – aber anders, als ich es erwartet hatte.

Sehr schwer zu ertragen waren für mich die expliziten Gewaltdarstellungen, insbesondere im Zusammenhang mit sexueller Gewalt. Hier hätte ich mir definitiv eine Triggerwarnung gewünscht. Die Brutalität ist kein Randaspekt, sondern zentral für Ankicas Entwicklung. Ohne Vorwissen kann das sehr belastend sein. Hätte ich all diese Informationen im Vorfeld gehabt, hätte ich mich nicht auf das Buch beworben.

Ankica selbst ist eine komplexe, widersprüchliche Figur. Sie ist verletzlich, trotzig, selbstbestimmt und zugleich innerlich zerrissen. Ihr Leben ist geprägt von Verrat, Ausgrenzung und wiederkehrender Gewalt. Manchmal fiel es mir schwer, ihre Entscheidungen nachzuvollziehen – insbesondere ihre wiederholte Rückkehr an Orte ihres Leids. Gleichzeitig macht genau diese Ambivalenz sie menschlich.

Positiv hervorheben möchte ich die historische Kulisse, die sorgfältige Chronologie, das Personenregister und die liebevolle Gestaltung des Buches. Auch Figuren wie Álmos und Béla haben dem Roman Wärme und emotionale Tiefe verliehen.

Fazit:
Ankica ist ein ambitioniertes, düsteres Werk, das weniger als Vampirroman funktioniert, sondern vielmehr als gesellschaftskritische, teilweise schonungslose Charakterstudie. Sprachlich anspruchsvoll, thematisch schwer, emotional fordernd. Für Leser*innen, die literarische Historienromane mit gesellschaftlicher Tiefe suchen und keine Scheu vor expliziten Darstellungen haben, sicher interessant. Für mich persönlich war es eine intensive, aber auch belastende Leseerfahrung – und kein Buch, das ich ein zweites Mal lesen würde.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Grundsätzlich schön spannend und erotisch

A Legend of Fights & Freedom | Aufwendig gestaltete Ausgabe mit Farbschnitt
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Die Idee ist gut, die Geschichte an sich auch gut aufgebaut und es ist auf jeden Fall ausreichend Spannung und Erotik vorhanden.


Und ich liebe den Farbschnitt sehr!


Aber... Hat keine Korrekturlesung ...

Die Idee ist gut, die Geschichte an sich auch gut aufgebaut und es ist auf jeden Fall ausreichend Spannung und Erotik vorhanden.


Und ich liebe den Farbschnitt sehr!


Aber... Hat keine Korrekturlesung stattgefunden? Direkt am Anfang steht "Triggerwarnung" statt "Vorwort" und gibt es auf der Welt keine alternativen Ausdrücke statt immer "scharf eingeatmet"? Nach dem 20. Mal lesen fing es echt ganz schön an mich zu triggern und ich weiß echt nicht, ob ich Band 2 noch lesen möchte... Potential war da, wurde aber nicht ausreichend genutzt...

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Gemütlichkeit mit einem Hauch Spannung am Ende

Die Geschichtensammlerin
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Mein erstes Buch von Evie Woods - aber definitiv nicht das letzte.

Erst einmal großes Lob an das Design, ich liebe das Cover und den perfekt passenden Farbschnitt.

Das Buch hat einen absolut gemütlichen ...

Mein erstes Buch von Evie Woods - aber definitiv nicht das letzte.

Erst einmal großes Lob an das Design, ich liebe das Cover und den perfekt passenden Farbschnitt.

Das Buch hat einen absolut gemütlichen Vibe und zum Ende hin kommt auch noch etwas Spannung hinzu.

Zusätzlich gibt es ein paar Gedankenanstöße zum Thema Trauer, mit denen ich nicht gerechnet, die ich aber absolut gebraucht habe.

Was mich nur leicht irritiert hat, sind zum Teil wahllos kursiv geschrieben Wörter, auf die gar keine Betonung lag.

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