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Veröffentlicht am 30.03.2026

Zwischen Ikea, Tinder und Krankenhaus

Keeping it casual
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Der neue Roman "Keeping it casual" aus dem Pola Verlag ist kein klassischer Liebesroman. Hauptprotagonistin Max, gerade frisch getrennt, steht kurz vor einer großen OP. Warum also nicht ein wenig mit tinder ...

Der neue Roman "Keeping it casual" aus dem Pola Verlag ist kein klassischer Liebesroman. Hauptprotagonistin Max, gerade frisch getrennt, steht kurz vor einer großen OP. Warum also nicht ein wenig mit tinder ablenken? Oder wird aus der "Ablenkung" der Beginn eines neuen Lebensabschnitts?

Obwohl gerade das Thema rund um die Hirn OP alles andere als witzig ist schafft Karina May es mit ihrem frischen modernen Schreibstil einen immer wieder zum Schmunzeln zu bringen. Nicht zuletzt auch dank Alice, der besten Freundin von Max und doch hat das Buch auch viele tiefgründigere Dialoge. Die Autorin hat es gekonnt geschafft eine perfekte Balance zwischen Lovestory, Liebeskummer, Krankheit, Selbstzweifel, aber auch Humor zu schaffen.
Die Idee das die Tinder-Story nicht direkt zu einer Lovestory wird hat mir wirklich gut gefallen und war so auch mal etwas ganz anderes. Die Kapitel springen zwischendurch in der Zeit etwas zurück. So erfahren wir auch mehr über den Exfreund von Max und ihre Beziehung zu ihm.

Zum Ende wirkte mir die Geschichte etwas zu gehetzt und zu voll gepackt mit Ereignissen. Alles in allem hat mich das Buch allerdings recht gut unterhalten und als Bonus finden sich alle erwähnten Rezepte am Ende des Buches wieder. (Nette Idee der Autorin)

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Ein Buch wie eine Reise zurück in die Jugend

Little Hollywood
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Danke Inga Hanke das Du mich zurück versetzt hast in meine Jugend. Egal ob die erwähnte Musik, die gemischte Tüte oder die besuche in der Videothek. Das gesamte Buch über hatte ich ein vertrautes Gefühl. ...

Danke Inga Hanke das Du mich zurück versetzt hast in meine Jugend. Egal ob die erwähnte Musik, die gemischte Tüte oder die besuche in der Videothek. Das gesamte Buch über hatte ich ein vertrautes Gefühl. Was sicherlich auch an dem bildhaften Schreibstil der Autorin lag.

Die Hauptprotagonistin Leonie wächst mit ihrem Bruder bei der Mutter auf. Der Sorgerechtsstreit mit dem Schläger-Vater, zu sehen das die Freunde finanziell besser aufgestellt sind, die Frage wie es nach der Schule für sie weiter geht und dann auch noch der erste Liebeskummer, mit all diesen Sorgen hat Leo tagtäglich zu kämpft. Einziger Zufluchtsort ist für sie die Videothek "Little Hollywood". Hier lernt sie Jo kennen und plötzlich steht ihre Welt einmal mehr auf dem Kopf.

Es war toll mal wieder in alten Erinnerungen schwelgen zu können. Was mir vor allem bewusst wurde.. wie auch Leonie und ihre Freunde sind wir damals ohne Smartphone klargekommen, was heute für die meisten Undenkbar ist... und irgendwie vermisse ich nun Videotheken.

Sicherlich erinnert das Buch ein wenig an 22 Bahnen und doch ist es zugleich auch so anders. Ganz klar ein kleines Frühlingshighlight! Ich hoffe sehr das wir noch mehr von Inga Hanke zu lesen bekommen.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Reise zu den Wurzeln der Mutter

Elbland
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Der Tod ihrer Mutter Irma lässt Ninas leben aus den fugen geraten und so begibt sie sich auf die Reise nach Böhmen, der Heimat ihrer Mutter. Was hat sie erlebt damit aus dem kleinen fröhlichen Mädchen ...

Der Tod ihrer Mutter Irma lässt Ninas leben aus den fugen geraten und so begibt sie sich auf die Reise nach Böhmen, der Heimat ihrer Mutter. Was hat sie erlebt damit aus dem kleinen fröhlichen Mädchen eine so traurige, schwermütige Frau wird? Mit Ihrer Familie sprach Irma nie über ihre Kindheit, so muss Nina sich Stück für Stück dieses Puzzle zusammensetzen.

Das Gesamte Buch ist in 3 Zeitebenen unterteilt. Zum einen die Zeit um 1945 als Irmas Familie vertrieben wurde, 1987 als Ninas Familie anfing zu zerbrechen und die Gegenwart. So erfahren wir als Leser auch wie es zum Bruch zwischen Nina und ihrer Schwester kam. Am Ende ergibt sich jedoch ein rundes Gesamtbild und man versteht wie und warum die Familie letztenendes Zerbrach.

Zuletzt habe ich einige Bücher über die Vertreibung der Menschen aus Pommern/Schlesien gelesen, bisher jedoch nie über die Schicksale aus Böhmen. Berührt haben sie mich alle! Oft liest man das betroffene wenig bis gar nicht über ihre Vergangenheit reden. Man mag sich gar nicht vorstellen wie viele dieser Menschen daran innerlich zerbrochen sind und wie Irma in Depressionen verfallen sind.

Elbland ist kein lautes aufregendes Buch und doch ist es so gewaltig! Claudia Rikls Schreibstil ist passenderweise sehr ruhig und sensibel.

Nicht unerwähnt soll das wundervoll gestalte Cover bleiben, sowie die passenden Illustrationen die sich im Buch befinden.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Kindheit zwischen Dorfidylle und Krieg

Vergiss nicht zu tanzen, Hanna
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Vergiss nicht zu tanzen Hanna erzählt uns die Geschichte von Hanna und Ihrer Familie in Zeiten des Krieges. Sicherlich gibt es schon einige Bücher die sich mit dieser Zeit und Familien- bzw. Fluchtgeschichten ...

Vergiss nicht zu tanzen Hanna erzählt uns die Geschichte von Hanna und Ihrer Familie in Zeiten des Krieges. Sicherlich gibt es schon einige Bücher die sich mit dieser Zeit und Familien- bzw. Fluchtgeschichten aus Westpommern befassen. Doch dieses Buch ist anders. Die Geschichte wird uns aus den kindlichen Augen der kleinen Hanna erzählt. Wir begleiten sie auf ihrem Weg erwachsen zu werden. Erfahren von Problemen mit den Lehrern, Sorgen um die Brüder an der Front, aber auch von ihrem ersten Kuss, dem ersten Besuch in einem Lichtspielhaus und den Abenden mit Ihrem Opa am Dorfteich.

Ich habe dieses Buch regelrecht verschlugen weil es einfach so gut geschrieben ist. Besonders gut gefallen hat mir der Handlungsstrang um Hannas kleine Schwester Rosa, die mit einer Hasenscharte geboren wurde und ein sehr ruhiges Kind ist. Was zur damaligen Zeit natürlich nicht der Norm entsprach und die Eltern so, fast schon, schikaniert wurden von den Ärzten.

Einziger ganz kleiner Kritikpunkt. Nachdem Hannas Kindheit sehr detailliert beschrieben wurde, kam mir die Flucht der Familie ein wenig zu kurz, man hatte das Gefühl da nur so durch zu hasten. Hier hätte ich mich über 2-3 weitere Kapitel gefreut.

Alles in allem habe ich das Buch jedoch sehr gern gelesen, da Mareike Busch trotz des schweren Themas eine sehr angenehme Atmosphäre geschaffen hat.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Eine Frau so stark und rau wie die See

Der Gesang der See
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In ihrem Debütroman nimmt Trude Teige uns mit an die raue Küste Norwegens, auf den Lotsenhof von Kristianes Familie. Ihrem Vater gab Sie das versprechen den Lotsenposten der Familie zu erhalten. Doch ahnte ...

In ihrem Debütroman nimmt Trude Teige uns mit an die raue Küste Norwegens, auf den Lotsenhof von Kristianes Familie. Ihrem Vater gab Sie das versprechen den Lotsenposten der Familie zu erhalten. Doch ahnte sie zu dieser Zeit sicherlich nicht wie schwierig es wird dieses Versprechen auch zu halten. In Ihrem Leben musste sie viele Rückschläge verkraften und doch hat sie sich nie unterkriegen lassen und in einer Männer geprägten Welt immer wieder aufs neue versucht durchzusetzen.

"Der Gesang der See" ist kein lauter Roman in dem viel passiert und doch hat er mich sehr berührt und begeistert. Nicht zuletzt da die Autorin eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen hat und die Landschaft/Natur Norwegens sehr detailliert darstellt. Bereits ab dem ersten Kapitel bekam ich selbst Sehnsucht wieder einmal nach Norwegen zu Reisen.

Wer bereits Bücher von Trude Teige kennt wird sicherlich merken das dies eins ihrer ersten, bzw. ihr erstes Werk ist, wirkt der Schreibstil an einigen stellen doch noch nicht ganz so rund wie in anderen Büchern. Für einen Debütroman ist der Gesang der See dennoch sehr stark!

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