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Veröffentlicht am 20.03.2025

Ein Buch wie ein Kaléko Gedicht

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken
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Eigentlich braucht es nicht viele Worte um diese Buch zu beschreiben und doch möchte man so viel dazu sagen.
"Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken" allein der Titel klingt wie aus einem Gedicht ...

Eigentlich braucht es nicht viele Worte um diese Buch zu beschreiben und doch möchte man so viel dazu sagen.
"Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken" allein der Titel klingt wie aus einem Gedicht entsprungen. Auch wenn der Inhalt nicht gerade leichte kost ist! Im Buch lernen wir Elisa kennen. Die, die Schicksalsschläge Ihres Lebens verarbeitet in dem Sie Briefe an Mascha Kaléko schreibt. Sie berichtet schonungslos von der Gewalt die ihr widerfahren ist, aber auch dem Schmerz den sie sich selbst zugefügt hat und den Abgründen der menschlichen Seele.
Trotz allem spürt man jedoch, dank der warmherzigen Schreibstils, die Hoffnung die Elisa hat.

Die Kapitel beginnen jeweils mit einem passenden Gedicht Maschas, wodurch die Dichterin noch Präsenter ist. Der Schreibstil von Sarah Lorenz passt sich wundervoll an die Gedichte an. Selten habe ich einen Debütroman gelesen von so tiefgreifender Sprachgewandtheit.

Eine wundervolle Hommage an eine große Dichterin, welche in diesem Jahre bereits ihren 50. Todestage hatte und Ich hoffe sehr das wir in Zukunft noch viel von Sarah Lorenz lesen werden.
Danke für dieses Buch!

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Einsamkeit als Erbe

Die Anatomie der Einsamkeit
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Bei diesem Buch passt einfach alles zusammen Cover, Haptik des Buchumschlags (der sehr an eine Leinwand erinnert), Schreibstil und Inhalt.

In zwei Erzählsträngen, die in unterschiedlichen Epochen spielen, ...

Bei diesem Buch passt einfach alles zusammen Cover, Haptik des Buchumschlags (der sehr an eine Leinwand erinnert), Schreibstil und Inhalt.

In zwei Erzählsträngen, die in unterschiedlichen Epochen spielen, lernen wir die zwei, bzw. sogar drei, Hauptprotagonistinnen, ihre Geschichten und Lebenswege kennen. Zwischen den Kapiteln finden sich immer wieder Gedichte aus einer weiteren Epoche. So umspannt das Buch am Ende die Zeit des Zweiten Weltkrieges bis heute. Auf einfühlsame Weise verspinnt Louise Pelt die doch recht unterschiedlichen Geschichten miteinander so das am ende alles ein für mich Stimmiges Bild ergibt.
Besonders gut gefallen hat mir das ich bis zum Schluss nicht erahnen konnte wie die Frauen zusammen gehören.
Eins haben jedoch alle drei Frauen gemeinsam. Die Einsamkeit die sie zum teil ihr leben lang verspürt haben.

Ein wirklich eindrucksvolles Buch zum Thema Einsamkeit, aber auch über Verluste, Sehnsüchte, Mut und Neuanfänge. Erwähnen möchte ich auch noch den Schreibstil Louise Pelts. Trotz der teils tragischen Geschichte ist er sehr ruhig, einfühlsam und fast schon melancholisch. Die Anatomie der Einsamkeit war für mich das erste Buch der Autorin, jedoch sicher nicht das letzte.

Alles in allem habe ich das Buch sehr geliebt und freue mich nun darauf weitere Werke von der Autorin zu lesen.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Die Töchter unserer Mütter

Die Summe unserer Teile
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3 Frauen, 3 Generationen, 3 Länder und doch eine Familie.
"Die Summe unserer Teile" erzählt von drei Frauen einer Familie und Generationenkonflikten. Die Geschichte führt uns aber auch vor Augen was Geheimnisse ...

3 Frauen, 3 Generationen, 3 Länder und doch eine Familie.
"Die Summe unserer Teile" erzählt von drei Frauen einer Familie und Generationenkonflikten. Die Geschichte führt uns aber auch vor Augen was Geheimnisse mit einer Familie machen können und wie wichtig es ist über geschehenes zu reden, egal wie schmerzhaft die Dinge sind.
Obwohl das Buch auch Themen wie Freundschaft, Flucht, psychische Gesundheit und die Wissenschaft aufgreift wirkt es, mit seinen gerade einmal 250 Seiten, nicht zu vollgeladen. Paola Lopez schafft es all das zu einer runden Geschichte zusammenzufassen.
Nicht zuletzt durch Ihren ruhigen Schreibstil liest das Buch sich sehr angenehm und man hofft noch weitere Werke von Ihr zu lesen.

Besonders gut gefallen mir die Beschreibungen der Schauplätze und Protagonistinnen, wodurch man sich sehr gut in alles hereinversetzen kann.

Alles in allem ein sehr guter Debütroman!

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Berlin crime

Skin City
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Zugegeben an Hand des Titels hätte ich im ersten Moment eine etwas andere Story erwartet, was nicht bedeutet das ich von dem Buch enttäuscht wurde.
3 Erzählstränge, 3 Hauptprotagonisten die unterschiedlicher ...

Zugegeben an Hand des Titels hätte ich im ersten Moment eine etwas andere Story erwartet, was nicht bedeutet das ich von dem Buch enttäuscht wurde.
3 Erzählstränge, 3 Hauptprotagonisten die unterschiedlicher nicht sein können und die am ende doch etwas verbindet. Nach und nach werden die Erzählstränge mit einander verknüpft und so auch eine gewisse Spannung aufgebaut.

Mich persönlich haben die Geschichten des frisch aus dem Gefängnis entlassenen Lippold und die Georgischen Einbrecherbanden rund um Koba am meisten gefesselt. Der dritte Erzählstrang der von der Polizistin Romina handelt war in meinen Augen an einigen stellen etwas zu schwach und klischeebehaftet, aus diesem Grund auch vergebe ich auch nur 4 Sterne. Alles in allem habe ich das Buch jedoch sehr gern gelesen. Besonders die düstere Berliner Atmosphäre hat mich sehr gepackt.

Skin City war das erste Buch was ich von Johannes Groschupf gelesen habe, aber sicher nicht mein letztes! Sein Schreibstil ist sehr flüssig und klar, was mir besonders gut gefällt.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Familiengeschichte im Wandel der Zeiten

Vor hundert Sommern
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Vor hundert Sommern ist ein wundervoll geschriebener Familienroman der in 2 Epochen spielt und von einer Familie voller starker Frauen handelt.
Auf der einen Seite haben wir das hier und jetzt und auf ...

Vor hundert Sommern ist ein wundervoll geschriebener Familienroman der in 2 Epochen spielt und von einer Familie voller starker Frauen handelt.
Auf der einen Seite haben wir das hier und jetzt und auf der anderen (der Name lässt es erahnen) das vergangene Berlin vor 100 Jahren. Mich persönlich hat es besonders neugierig gemacht die Kapitel über Clara und die damalige Zeit zu lesen und so auch mehr über diese zum Teil wirklich schreckliche Zeit zu erfahren.
In den gegenwärtigen Abschnitten hat Katharina Fuchs einige aktuelle Themen die uns alle beschäftigen aufgegriffen, wodurch der Roman eine schöne Mischung aus historisch und aktuell ist. Er macht jedoch auch deutlich das jede Geschichte sich wiederholen kann, wodurch man an manchen Stellen ein etwas beklemmendes Gefühl bekommt. Sehr berührend waren für mich die Stellen an denen Elisabeth von früher erzählt, hierbei musste ich an meine Oma und ihre Geschichten denken.

An der ein oder anderen Stelle waren die einzelnen Kapitel etwas langatmig, im großen und Ganzen hat mir das Buch jedoch sehr gut gefallen. Die Aufteilung das jedes Kapitel aus der sicht einer anderen protagonistin erzählt wird mochte ich besonders.
Dies war mein erstes Buch Katharina Fuchs, aber sicher nicht mein letztes! Wer gerne etwas länger in eine Geschichte eintauchen möchte hat mit „vor hundert Sommern“ ganz klar das richtige Buch gefunden!

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