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Veröffentlicht am 11.12.2025

Leute!!! Das ist euer Fantasy Buch für den Herbst!!! Holt es euch!!!

Black Witch - Prophezeiung
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Ich bin ehrlich, ich bin mit wirklich geringen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und muss einfach sagen…es war so gut!!
Am Anfang habe ich mich schwer getan in das Buch hineinzufinden, also hier ...

Ich bin ehrlich, ich bin mit wirklich geringen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und muss einfach sagen…es war so gut!!
Am Anfang habe ich mich schwer getan in das Buch hineinzufinden, also hier die Vorwarnung: Man braucht ca. 100 Seiten um in die Geschichte zu kommen und erst dann beginnt die Story so richtig.
Außerdem noch eine weitere Vorwarnung: dieses Buch beinhaltet sämtliche Formen an Gewalt bzw Hass (z.B. Rassismus, Völkermord, Homophobie, alle möglichen Beleidigungen etc.). Wenn man sowas nicht gerne liest oder es auch nicht abkann, dann Finger weg. Ich persönlich war großer Fan davon (fühlt sich sehr falsch an das zu schreiben).
Dieses Buch macht einiges richtig. Wir haben hier eine gute Story (vielleicht nicht die spannendste, aber sehr packend), viele interessante Charaktere, von denen die meisten auch eine Entwicklung erleben und ein Setting bzw Vibes, die einfach stimmen.
Ich persönlich finde ja, dass die Story aber auch die vibes sogar Ähnlichkeiten mit Harry Potter haben. Das ist in dem Fall ein Kompliment, ich liebe die Harry Potter Reihe. Teilweise wurden ganze Dialoge aus den Harry Potter Bücher übernommen (hatte ich das Gefühl).
Was für mich sehr gut funktioniert hat sind tatsächlich die Charaktere und auch die Hauptprotagonistin, besonders mit der tue ich mich normalerweise sehr sehr schwer.
Wir haben hier nämlich eine charakterliche Entwicklung über die gesamte Geschichte hinweg, ohne, dass die Protagonistin als „perfekter Charakter“ mit den krassesten Skills startet. Teilweise mag man sie auch nicht und fängt aber langsam an mit ihr warm zu werden und häufig versteht man ihre Gedankengänge und Handlungen.
Aber auch viele der anderen Charaktere lernt man zu mögen, da auch diese sich über das Buch hinweg weiterentwickeln. Dabei schafft es die Autorin häufig jedem Charakter seinen eigenen Raum und vor allem auch eine eigene Identität zu geben, sodass sie wirklich sehr unterschiedlich, dadurch aber sehr real erscheinen. Das fand ich wirklich super.
Zur Story möchte ich eigentlich nicht viel sagen, lest das Buch wenn ihr gerne dark academia mögt (in dem Fall sogar mal gut gemacht).
Was mir außerdem noch gut gefällt ist das worldbuilding. Die Autorin schafft es hier eine Welt zu kreieren, in der es wirklich ganz unterschiedliche Kulturen, Bräuche und Glaubensrichtungen gibt und diese trotzdem strukturiert an den Leser zu bringen.
Dennoch finde ich das Buch nicht perfekt und es hat hier und da einige Makel. Häufig hatte ich Probleme mit den Tempo der Erzählung. Besonders ab Mitte des Buches kam das häufiger vor, da man sich hier mitten im Geschehen befunden hat. Da die Geschichte aus der Sicht einer einzigen Person erzählt wird, wird diese oftmals in mMn random Szenarien eingeworfen oder beobachtet Situationen, die sie normalerweise wahrscheinlich nicht mitkriegen würde, einfach damit wir als Leser gewisse Informationen bekommen.
Lol ich hoffe man hat diesen Satz halbwegs verstanden. Also mein Punkt ist, dass das Buch teilweise so geschrieben ist, dass die Protagonistin immer in unterschiedliche Situationen geworfen wird und das in jedem Kapitel aufs neue. So hat man teilweise das Gefühl als würde man ein Drehbuch lesen. Leute, hier die Idee: macht aus dieser Reihe eine Serie!!! Aber bitte Credits an mich für die Idee. Und Geld.
Was mich sonst gestört hat, ist so typisches YA-Fantasy Zeugs. Also Charaktere sind böse ohne ersichtlichen Grund, für mich sind zwischen den Charakteren paar zu viele Liebesgeschichten (ist aber nur meine persönliche Meinung), wobei Romanzen hier nicht im Fokus stehen und sich oftmals im Hintergrund abspielen und manchmal kamen mir Passagen viel zu lang vor.
Trotzdem ist und bleibt dieses Buch absolut lesenswert. Und wie oben bereits erwähnt, wenn ihr für den Herbst ein Fantasy Buch sucht, gönnt euch dieses. Ihr werdet hoffentlich nicht enttäuscht werden. Ich bin so überrascht, wie gut ich dieses Buch fand, dass ich Angst habe den zweiten Band anzufangen.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Ganz nett für zwischendurch

Cleopatra und Frankenstein
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Ich fand den Schreibstil und die Story ganz gut. Auch wenn die Charaktere so geschrieben sind, dass man sie nicht immer mag fand ich, dass man trotzdem viel mit ihnen mitfühlen konnte. Was mir nicht so ...

Ich fand den Schreibstil und die Story ganz gut. Auch wenn die Charaktere so geschrieben sind, dass man sie nicht immer mag fand ich, dass man trotzdem viel mit ihnen mitfühlen konnte. Was mir nicht so gefallen hat waren eher die Nebencharaktere, zu ihnen hatte ich leider echt keine Verbindung und auch, dass sie ein sehr offenes Ende bekommen haben fand ich so mäßig. Für zwischendurch fand ich das Buch aber gut, da ich nicht zu sehr drinnen war und parallel für mein Examen lernen konnte.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Ich wollte dieses Buch wirklich gerne mögen, aber ich habe lange nicht mehr sowas unreflektiertes gelesen

Yellowface
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Zunächst muss ich erstmal sagen, dass ich finde, dass RF Kuang eine unglaublich talentierte Autorin ist. Das ist das zweite Buch (nach Babel) was ich von ihr lese (höre) und man merkt wie viel Arbeit, ...

Zunächst muss ich erstmal sagen, dass ich finde, dass RF Kuang eine unglaublich talentierte Autorin ist. Das ist das zweite Buch (nach Babel) was ich von ihr lese (höre) und man merkt wie viel Arbeit, Leidenschaft und Recherche sie (normalerweise) in ihre Bücher steckt und wie viel Talent sie hat.
Leider fühlt sich dieses Buch für mich so an als wäre es von einem aufmüpfigen Teenager geschrieben worden, der sich für all seine Taten rechtfertigt ohne sich selber zu reflektieren.
Dabei möchte ich nochmal festhalten, dass dieses Buch an sich wichtige Themen anspricht. Rassismus, Plagiate, Vorurteile in der publishing Welt (nur um einige Themen zu nennen) sind wichtig und müssen diskutiert werden.
Hier liegt aber auch das größte Problem des Buchs, es findet nirgendwo eine Diskussion statt.
Die Autorin nutzt dieses Buch nur, um ihre eigenen Meinungen sowie Gedanken darzustellen, begleitet von einer Story, die sich auf vielleicht 5 Sätze runterbrechen lässt.
Dabei macht sie ihre Ansichten so stark deutlich, dass sich der Leser nicht seine eigene Meinung bilden kann, fast so als würde sie ihren Lesern nicht zutrauen zwischen „falsch oder richtig“ bzw „gut oder schlecht“ zu unterscheiden.
Ich habe das Gefühl, dass sie häufig die Intelligenz ihrer eigenen Leser unterschätzt und nicht darauf vertraut, dass wir auf die gleichen Rückschlüsse kommen wie sie. Und häufig sind mir ihre Themen viel zu sehr schwarz/weiß dargestellt. Vielleicht befindet sie sich in einer anderen bubble, aber die Welt ist eben grau, mit unterschiedlichen Meinungen, unterschiedlichen Denkweisen. Es gibt selten ein richtig oder falsch, vieles sind einfach Diskussionen und es ist wichtig mit vielen Menschen über unterschiedliche Denkweisen zu reden. Nur so können wir uns irgendwie in der Mitte treffen, für mich hat sie das irgendwie noch nicht gelernt.
Es kommt mir vor als verwendet sie die weiße, rassistische Hauptprotagonistin als Sinnbild für ihre „Hater“ um sich für Kritik zu rechtfertigen, die sie über tiktok/twitter in der Vergangenheit bekommen hat. Sie zieht dabei aber vieles ins lächerliche und eine Diskussion, die hier wichtig ist und geführt werden müsste fällt weg, da dem Leser übertrieben dargestellt wird, wie falsch die Ansichten der Hauptprotagonistin sind.
Wichtige Diskussionspunkte, wie „Wer darf über das Leid andere schreiben? Sollte man daraus überhaupt Profit ziehen?“, „Was für eine Rolle spielt dir Klassengesellschaft in der Welt der Autoren?“, „Sollten Mensch anderer Herkunft über andere Kulturen schreiben dürfen? Wann ja? Wann vielleicht eher nicht?“ werden nicht angesprochen, obwohl sie sehr offensichtlich Teil des Buches sind.
Nein, stattdessen wird alles schreckliche, was die Hauptprotagonistin tut größtenteils auf Neid und weniger Talent im Schreiben geschoben.
Schaut euch gerne dieses youtube Video (https://youtu.be/JUdFkRdgPDU?si=i0Rb6QyL0smNmSPv) an, ich finde hier sind noch einige sehr gute Punkte aufgeführt, warum dieses Buch leider nicht funktioniert.
Ich finde es schade, dass ich das Buch nicht mochte, da ich finde, dass es sehr viel Potential hatte, eine Grundlage für sehr sehr wichtige Themen ist und die Autorin wirklich talentiert ist.

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Veröffentlicht am 19.09.2024

Nachdem ich dieses Buch jetzt fertig habe zweifle ich stark daran ob ich die beiden Bände davor wirklich mochte, oder ob ich mir das nur eingebildet habe??

Elfenthron
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An diesem Band mochte ich fast gar nichts.
Die Story habe ich als plotlos und ganz seltsam empfunden. Die Hälfte des Buches stehen Leute einfach nur rum und reden, es gibt fast keine Art von Handlung. ...

An diesem Band mochte ich fast gar nichts.
Die Story habe ich als plotlos und ganz seltsam empfunden. Die Hälfte des Buches stehen Leute einfach nur rum und reden, es gibt fast keine Art von Handlung. An sich würde ich das auch gar nicht so schlimm finden, wenn es sich hierbei um einen großen Fantasy-Epos handeln würde. Das ist diese Reihe aber nun mal nicht. Ab ca. 70% des Buches hat es mich komplett verloren, denn dann kommt hier ein Handlungsstrang (bzw. eine Quest) rein, die mal so GAR NICHT reinpasst, für mich so random war und wo ich mich gefragt habe "Hatte die Autorin einfach keine Ideen für diesen Band?". Dann hätte sie dieses Buch mMn besser lassen und eine ausführlichere Dilogie draus machen sollen (Hätte für die Reihe DEUTLICH besser funktioniert. Nein, stattdessen schlachtet man seine fan-favorite Reihe bis zum geht nicht mehr aus. Siehe die Elfenerbe-Reihe, die ich mir definitiv sparen werde).
Man findet hier auch praktisch keine Art von Antagonisten/Problem/Bedrohung im Buch. Konflikte? Werden nicht ernst genommen, stattdessen wird sich lieber über Slush Eis ausgetauscht (WTF da steht euch mehr oder weniger eine ernste Situation bevor und dann wird sowas banales eingebaut?? Und schon wieder war ich einfach nur verwirrt).
Den Schreibstil fand ich in diesem Band schrecklich und (was auch sonst) komplett verwirrend. Warum auch immer, lässt die Autorin bestimmte Passagen einfach weg. Vor allem Wege/Wegbeschreibung. Als Beispiel, wenn Charaktere irgendwo zu Fuß unterwegs sind, wird das folgendermaßen beschrieben: "Cardan und Jude gehen zusammen durch den Garten spazieren. Cardan sagt "Ich bin cool". Vor ihrem Schlafzimmer bleibt Jude stehen." WIE KÖNNEN DIE CHARAKTERE VON A NACH B GELANGEN, FLIEGEN SIE ETWA??? WIESO KANN MAN NICHT EINEN WEG VERNÜNFTIG BESCHREIBEN, DIALOGE VERLÄNGERN, IRGENDWAS MACHEN, DAMIT DEUTLICH WIRD, WO SICH DIE CHARAKTERE BEFINDEN.
Das macht mich so sauer. Ich musste mehrere Passagen doppelt lesen weil ich nicht verstanden habe warum man so einen Ort/Zeit Sprung hat und wo die Charaktere sich denn befinden.
Apropos Charaktere, sie sind langweilig, ziemlich eindimensional, viele ihrer Handlungen hab ich nicht nachvollziehen können. Mehr möchte ich auch nicht zu ihnen sagen, weil ich absolut nichts gutes zu erwähnen habe.
Zur Love Story kann ich folgendes sagen: enttäuschend. Das, was die letzten beiden Bände aufgebaut wurde, wird hier zerstört. Es ist so, als ob der Autorin nach der Hälfte des Buchs festgestellt hat, dass sie die Enemys noch zu Lovers machen muss. Ihr könnt euch vorstellen wie die Umsetzung davon war, grottig.
Ich könnte noch so viel mehr schlechtes über dieses Buch schreiben aber ich glaube ich höre hier mal auf. Bekanntlich soll man ja auf Bücher, die schon auf dem Boden liegen, nicht noch mehr drauftreten.
Wenn ihr die Reihe lesen wollt, lest vielleicht die ersten beiden Bände und denkt euch selber das Ende aus. Bessere Idee, schreibt einfach selber ein Ende. Oder lest ne fanfiction. Alles ist besser als dieser traurige Haufen, der sich fälschlicher Weise als "Buch" verkauft.

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Veröffentlicht am 27.07.2024

Für mich ein Meisterwerk

Bunny
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Dieses Buch gehört zu meinen Lieblingen, ich muss aber auch zugeben, dass es nicht für die breite Masse geschrieben wurde und ich es daher nicht jedem empfehlen kann.
Diese Rezi wird deshalb etwas anders, ...

Dieses Buch gehört zu meinen Lieblingen, ich muss aber auch zugeben, dass es nicht für die breite Masse geschrieben wurde und ich es daher nicht jedem empfehlen kann.
Diese Rezi wird deshalb etwas anders, weil ich versuchen möchte zu erklären, für wen das Buch etwas sein könnte und wer höchstwahrscheinlich nichts damit anfangen kann.

Du solltest dieses Buch lesen wenn du…
-gerne verwirrende Geschichten liest, teilweise ohne ersichtlichen roten Faden
-es magst selber viel in Geschichteten hinein zu interpretieren (in diesem Buch wird nämlich alles der eigenen Interpretation überlassen)
-gerne Bücher liest, die sich anfühlen wie ein Fiebertraum
-Bücher sehr aufmerksam lesen kannst
-offene Enden magst
-Surrealismus, Aspekte von Horror/ Gore in Büchern magst
-einfach mal was ganz anderes lesen willst

Dieses Buch solltest du NICHT lesen, wenn du…
-logische Erklärungen für Ereignisse brauchst
-nicht gerne selber Sachen interpretierst
-unbedingt Struktur brauchst
-einen starken Plot/ starke Entwicklungen von Charakteren benötigst

Vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen bei der Entscheidung, ob man das Buch lesen sollte oder nicht.
Entweder wirst du das Buch lieben oder absolut nichts damit anfangen können.

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