Cover-Bild Yellowface
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Eichborn
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 30.05.2025
  • ISBN: 9783847902140
Rebecca F. Kuang

Yellowface

Roman. »Rasiermesserscharf!« TIME
Jasmin Humburg (Übersetzer)

»Unverschämt unterhaltsam!« DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

June Hayward und Athena Liu könnten beide aufstrebende Stars der Literaturszene sein. Doch während die chinesisch-amerikanische Autorin Athena für ihre Romane gefeiert wird, fristet June ein Dasein im Abseits. Niemand interessiert sich für Geschichten »ganz normaler« weißer Mädchen, so sieht es June zumindest.

Als June Zeugin wird, wie Athena bei einem Unfall stirbt, stiehlt sie im Affekt Athenas neuestes, gerade vollendetes Manuskript, einen Roman über die Heldentaten chinesischer Arbeiter während des Ersten Weltkriegs.

June überarbeitet das Werk und veröffentlicht es unter ihrem neuen Künstlernamen Juniper Song. Denn verdient es dieses Stück Geschichte nicht, erzählt zu werden, und zwar egal von wem? Aber nun muss June ihr Geheimnis hüten. Und herausfinden, wie weit sie dafür gehen will.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2025

Anders, beeindruckend, tiefgründig

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Yellowface ist nach Babel das zweite Buch der Autorin, dass ich gelesen habe und was soll ich sagen, es ist einfach fesselnd, mitreißend und auf eine sehr komplexe weise tiefgründig.
Eigentlich wollte ...

Yellowface ist nach Babel das zweite Buch der Autorin, dass ich gelesen habe und was soll ich sagen, es ist einfach fesselnd, mitreißend und auf eine sehr komplexe weise tiefgründig.
Eigentlich wollte ich die Protagonistin nicht mögen, wo sie doch einen Manuskriptentwurf stiehlt von einer Freundin, die gerade verstorben ist und ich finde es nach wie vor verwerflich.
Aber was sich daraus dann entwickelt, aufgrund der Lüge, dem Verlagswesen und der Personen die dort etwas zu sagen haben, den ganzen Meinungen in Social Media ist wirklich eine beeindruckendes Bild mit so viel Menschlichkeit, dass man am Ende nicht drum herum kommt, dass Juniper einem leid tut.
Ihr Kampf dann doch das richtige zu tun und ihre innerlichen Monologe, wie schnell man von Menschen fallen gelassen wird und wie rachsüchtig wieder andere sein können ist einfach nur verstörend und doch so real, dass es einem fast Angst macht.
Der Schreibstil ist wieder wunderschön und Rebecca F. Kuang geht mit so viel Gefühl an dieses schwierige Thema, denn es geht viel um Minderheiten, hier speziell die chinesische, und das Verhältnis und die Meinungen über diejenige Gruppe von Menschen die man nicht kennt. Es wird viel mit Vorurteilen gespielt und ein lebendiges Bild unserer heutigen Gesellschaft gemalt.
Dieses Buch wird auf jeden Fall noch eine Weile in meinem Kopf herumschwirren und beweist mir, dass ich diese Autorin unbedingt weiterhin auf meiner Wunschliste behalten muss.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Ich bin ein RIESEN FAN

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Das Cover ist minimalistisch, sehr auffällig und dennoch so perfekt passend zum Buchtitel!
June die zusehen muss wie ihre beste Freundin plötzlich vor ihren Augen stirbt, ergreift ihre Chance selbst eine ...

Das Cover ist minimalistisch, sehr auffällig und dennoch so perfekt passend zum Buchtitel!
June die zusehen muss wie ihre beste Freundin plötzlich vor ihren Augen stirbt, ergreift ihre Chance selbst eine erfolgreiche Autorin zu werden und stiehlt ihr das gerade erst vollendete Manuskript über chinesische Arbeiter im ersten Weltkrieg. Sie veröffentlich das Werk unter ihrem eigenen Namen und schafft es, sich auf beeindruckende Art und Weise selbst einzureden ihre Handlung sei gerechtfertigt. Sie ist völlig Blind gegenüber ihres eigenen Rassismus.
R.F. Kuang begeistert mich immer wieder egal ob im Fantasy Genre oder mit "Yellowface". Ich werde immer alles lesen was sie schreibt. Es ist Bildung und Unterhaltung in einem. Ihr Schreibstil ist einmalig, der Plot jedes Mal mitreißend und die Charaktere fühlen sich immer echt an.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Blick in die Verlagsbranche!

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In Yellowface begleiten wir June als unseren Ich- Erzählerin und Protagonistin, dadurch haben wir einen sehr guten Einblick in ihre Gefühlswelt. Und ich finde es einerseits wirklich nachvollziehbar, was ...

In Yellowface begleiten wir June als unseren Ich- Erzählerin und Protagonistin, dadurch haben wir einen sehr guten Einblick in ihre Gefühlswelt. Und ich finde es einerseits wirklich nachvollziehbar, was sie gemacht hat, andererseits ist es einfach falsch. Aber das ist nicht das Dramatischste in dieser Geschichte. Wir bekommen vor allem einen guten Einblick in die Verlagsbranche.
Es werden Themen wie Rassismus, kulturelle Aneignung, Cybermobbing, Einsamkeit und Canel Culture behandelt. Extrem realitätsnah dargestellt und vollkommen nachvollziehbar hat mich dieses Buch nochmal sehr über all diese Themen nachdenken lassen und ich bin wieder zu meiner Meinung gekommen, dass einiges heut zu Tage, viel zu schnell, viel zu einfach eskalieren kann. Und das durch die Anonymität des Internets einiges viel zu einfach geworden ist. Es ist ein auf rüttelndes Buch, das sich dank seiner lockeren Schreibweise sehr gut und spannend lesen lässt. Ich würde mich sogar über eine Fortsetzung sehr freuen! Ich sollte es mir für meine privat Büchersammlung,
doch nochmal kaufen 😂
Ein absolute Leseempfehlung! 💛
5/5 ⭐️

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Nicht das, was ich erwartet hatte, aber dafür umso besser!

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Erste Gedanken: Mein erstes Buch der Autorin und ich bin bereits begeistert! Kuang erzählt eine gesellschaftskritische Geschichte, die mich mehrmals verzweifeln ließ und sogar ein paar Thriller-Elemente ...

Erste Gedanken: Mein erstes Buch der Autorin und ich bin bereits begeistert! Kuang erzählt eine gesellschaftskritische Geschichte, die mich mehrmals verzweifeln ließ und sogar ein paar Thriller-Elemente am Ende bereithielt. Für mich ein herausstechendes Buch.

Das Cover: Simpel aber unglaublich ausdrucksstark. In Zeiten, wo Cover sehr oft überladen oder aufwendig verziert sind (was ich manchmal auch mag), ist es erfrischend ein so gutes schlichtes Cover vorzufinden.

Die Handlung: Autorin Juniper findet das Manuskript ihrer verstorbenen Bestsellerfreundin Athena und macht daraus ihre ganz eigene Geschichte. Sie recherchiert, schreibt viel um und schickt es an ihren Agenten, der es an große Publikumsverlage pitcht. Niemand hat jemals das Manuskript von Athena gelesen, daher ist es ja kein Diebstahl oder? Aber was, wenn Juniper eine weiße Frau ist, und sich eine Geschichte aneignet, die eine chinesische Autorin geschrieben hat? Darf sie diese Geschichte erzählen, wenn bereits alles mit einer Lüge begann und sie sogar ihren Nachnamen chinesischer klingen lässt, damit es glaubwürdiger verkauft werden kann?

Meine Meinung: Nicht nur bekommen hier die Lesenden einen unglaublich spannenden Einblick in die Verlagswelt, Kuang hat auch ein großes Talent eine scharfsinnige und mächtige Geschichte zu schreiben. Die Autorin erklärt, dass Bestseller nicht immer aus Versehen Bestseller werden, sondern diese auch vom Verlag ausgesucht und dementsprechend gepusht werden. So kommt es, dass Juniper jahrelang Misserfolge feiert und immer im Schatten ihrer „besten“ Freundin Athena steht, die hingegen einen Bestseller nach dem nächsten feiert. Dann stielt sie jedoch ihr Manuskript und ändert ihren Nachnamen zu „Song“ (weil dieser ja viel chinesischer sei und somit Junipers fehlenden chinesischen Wurzeln nicht auffallen). Ab da hatte die Protagonistin die Abwärtsspirale für sich besiegelt. Mir fielen schon zu Anfang die rassistischen Untertöne in Junipers Gedanken auf oder die stereotypischen Beschreibungen von nicht weißen Menschen. Juniper ist zudem seit Langem die unsympathischste Protagonistin, über die ich gelesen habe. Manchmal gab es ganz kleine Momente, in denen ich Mitleid empfand, nur, damit sie es auf den nächsten Seiten wieder mit einer neuen unverzeihlichen Aktion zerstörte. Dieses Buch übt unglaublich viel Gesellschaftskritik, beschäftigt sich mit dem Thema Cancel Culture und kultureller Aneignung. Für ein Highlight hat mir noch ein wenig gefehlt (vor allem der Schluss kam doch sehr schnell und ich hätte mir da noch ein wenig mehr Ruhe gewünscht), aber das sind nur kleine Kritikpunkte.

Fazit: Ein Buch, das noch lange bei mir nachhallt. Ich vergebe hier 4,5/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Ein Buch, das nicht löslässt

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„In der Nacht, in der ich Ethena Liu sterben sehe, feiern wir ihren Vertrag mit Netflix.“ (Kapitel 1)



Worum geht’s´?

June und Athena pflegen seit dem Studium eine oberflächliche Freundschaft, denn ...

„In der Nacht, in der ich Ethena Liu sterben sehe, feiern wir ihren Vertrag mit Netflix.“ (Kapitel 1)



Worum geht’s´?

June und Athena pflegen seit dem Studium eine oberflächliche Freundschaft, denn vor allem stehen sie in Konkurrenz in der hart umkämpften Literaturbranche. Als Athena June von ihrem neuen Manuskript berichtet und kurz darauf stirbt, kann June nicht anders, als das Manuskript an sich zu nehmen, zu vervollständigen und selbst zu veröffentlichen. Denn June erkennt ganz klar: Diese Geschichte verdient es erzählt zu werden, egal von wem. Mit diesem Geheimnis begibt sie sich jedoch in eine Abwärtsspirale…


Wie war’s?

Nachdem ich das Buch Anfang des Jahres beendet hatte, habe ich 4 Sterne vergeben. Das musste ich nun doch nochmal nach oben korrigieren, da mich das Buch immer noch nicht loslässt. Etwas gestört hatte mich das Ende. Das Verhalten der Protagonistin war mir zum Schluss zu übertrieben. Mittlerweile überlege ich, ob es nicht doch logischer Teil einer Charakterentwicklung war, nur einfach anders als ich es erwartet habe.

Und da sind wir schon bei den besonderen Aspekten dieses Buches. Zum einen ist es die unglaublich selbstgerechte June. Ich finde es wahnsinnig spannend, dass Rebecca Kuang bewusst mit einer unsympathischen Protagonistin arbeitet und wie es ihr gelingt ihren inneren Konflikt greifbar darzustellen. Zum anderen gefällt mir der Schreibstil wieder sehr gut. Es hat ein bisschen was von einem Unfall. Man will unbedingt wissen, wie es weitergeht!

Mit diesem Buch zeigt Rebecca Kuang, dass sie absolut wandelbar ist. Ihre besonderen Merkmale bleiben dennoch bestehen: eine ausführliche Recherchearbeit und ein geschicktes Einbinden ihrer chinesischen Wurzeln. Darüber hinaus bekommen wir tiefgründige Einblicke in die Literaturbranche und Themen wie Rassismus oder Canel Culture. Absolut lesenswert!