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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2026

Verloren zwischen Magie, Horror und Romantik

Anathema
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Anathema hat bei mir insgesamt gemischte Gefühle hinterlassen. Das Buch bringt einige interessante Ideen mit, konnte mich aber nicht durchgehend überzeugen.

Besonders schwer fiel mir der Einstieg in die ...

Anathema hat bei mir insgesamt gemischte Gefühle hinterlassen. Das Buch bringt einige interessante Ideen mit, konnte mich aber nicht durchgehend überzeugen.

Besonders schwer fiel mir der Einstieg in die Geschichte. Das komplexe Magiesystem und die vielen unbekannten Begriffe haben dazu geführt, dass ich mich stellenweise eher verloren als abgeholt gefühlt habe. Trotz Glossar blieb vieles für mich schwer verständlich, wodurch der Lesefluss immer wieder ins Stocken geriet. Auch mit dem Worldbuilding wurde ich über weite Strecken nicht ganz warm.

Deutlich besser gefallen hat mir die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten. Die langsame Annäherung, die spürbare Spannung zwischen ihnen und die vielschichtigen Nebenfiguren haben dafür gesorgt, dass ich neugierig geblieben bin. Auch einige Ideen, insbesondere rund um die besonderen Fähigkeiten der Figuren, empfand ich als erfrischend und spannend.

Man sollte allerdings wissen, dass das Buch sehr düstere Themen behandelt. Einige Szenen sind ausgesprochen brutal und grausam, insbesondere die Darstellungen sexueller Gewalt. Für mich persönlich war das teilweise schwer auszuhalten. Stellenweise hatte ich sogar eher das Gefühl, einen Horrorroman als klassische Dark Fantasy zu lesen.
Leider gab es auch Aspekte, die mich gestört haben. Manche Figurenhandlungen wirkten auf mich etwas unreif, einige emotionale Momente hätten für meinen Geschmack mehr Raum verdient und vereinzelt gab es Formulierungen, die mich aus der Geschichte gerissen haben. Zudem empfand ich den Schreibstil stellenweise als etwas langatmig.

Was mich zusätzlich überrascht hat: Der Klappentext vermittelt meiner Meinung nach nur bedingt, worum es im Buch tatsächlich geht. Meine Erwartungen an die Geschichte waren dadurch andere als das, was letztlich erzählt wurde.

Trotz meiner Kritikpunkte hat mich die Handlung bis zum Ende neugierig gehalten. Der ereignisreiche Schluss und insbesondere der starke Cliffhanger machen definitiv Lust darauf, weiterzulesen. Insgesamt bietet Anathema einige interessante Ansätze und spannende Figuren, konnte mich aber nicht vollständig überzeugen.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Das letzte fehlende Puzzlestück

A Girl Named Josie (Breaking Waves 5)
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Das Cover passt perfekt zur Reihe und fängt die sommerlichen Beach-Vibes wieder sehr gut ein. Auch der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen. Teilweise fand ich die Zeitsprünge jedoch etwas anstrengend, ...

Das Cover passt perfekt zur Reihe und fängt die sommerlichen Beach-Vibes wieder sehr gut ein. Auch der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen. Teilweise fand ich die Zeitsprünge jedoch etwas anstrengend, vor allem weil sich manche Rückblicke wiederholt angefühlt haben.

Ich habe mich sehr auf Josies Geschichte gefreut, weil sie in den vorherigen Bänden irgendwie immer die heimliche Protagonistin war und für mich das letzte fehlende Puzzleteil der Reihe dargestellt hat. Umso enttäuschter war ich am Ende leider ein wenig.

Josie blieb für mich bis zum Schluss eine eher egoistische Figur. Zwar wird deutlich, dass sie viel Schlimmes erlebt hat, trotzdem wirkten ihre Entschuldigungen oft eher oberflächlich. Dadurch konnte ich nur schwer nachvollziehen, warum die Freundschaft der Mädchen weiterhin so stark bestehen bleibt. Mir hat insgesamt etwas die charakterliche Entwicklung gefehlt. Dass sie am Ende offen die Wahrheit ausspricht, war zwar ein wichtiger Schritt, konnte für mich aber den fehlenden Character Growth nicht ganz ausgleichen.

Auch das Ende selbst wirkte auf mich etwas flach und wenig emotional. Besonders schade fand ich, dass Andrea als MMC ziemlich untergeht. Dadurch, dass Josie ihn immer wieder von sich stößt, bekommt man kaum die Möglichkeit, ihn wirklich kennenzulernen oder eine tiefere Verbindung zu ihm aufzubauen.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Mut, Moral und ein brennendes Geheimnis

Up in Smoke - Was tust du, wenn die Wahrheit nicht zählt?
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„Up in Smoke“ ist ein spannender YA-Roman, in dem zwei Jugendliche auf eigene Faust einen Kriminalfall aufklären wollen. Der Einstieg gelingt direkt fesselnd, und durch den flüssigen, leicht zugänglichen ...

„Up in Smoke“ ist ein spannender YA-Roman, in dem zwei Jugendliche auf eigene Faust einen Kriminalfall aufklären wollen. Der Einstieg gelingt direkt fesselnd, und durch den flüssigen, leicht zugänglichen Schreibstil ist man sofort mitten im Geschehen. Besonders gelungen ist die realitätsnahe Darstellung der Erlebniswelt der Jugendlichen, ihre Gefühle, Zweifel und die Ungerechtigkeiten, mit denen sie konfrontiert werden, gehen spürbar unter die Haut.

Im Mittelpunkt steht zwar die gemeinsame Ermittlungsarbeit, doch für mich lagen die eigentlichen Highlights in den zwischenmenschlichen Beziehungen, vor allem im familiären Umfeld. Man fiebert mit, stellt eigene Verdächtigungen an und erlebt, wie nach und nach Geheimnisse ans Licht kommen.

Mo ist eine starke Protagonistin: mutig, ehrgeizig und intelligent, ein Charakter, den man gerne begleitet. Cooper hingegen sorgt mit seinen unüberlegten Entscheidungen durchaus für Frustmomente. Die zarte Romance zwischen den beiden ist zu Beginn stimmig und einfühlsam erzählt, konnte mich gegen Ende jedoch nicht mehr vollständig überzeugen.

Besonders wichtig und eindrücklich ist die Einbindung gesellschaftlicher Themen wie der BLM-Demonstrationen und der (nicht nur in den USA, sondern weltweit) viel zu häufigen unverhältnismäßigen Polizeigewalt gegenüber marginalisierten Gruppen. Der Roman regt zum Nachdenken an, fördert Empathie und eröffnet Dialoge über Moral, Ethik und gesellschaftliche Verantwortung, Themen, die gerade für ein junges Publikum von großer Bedeutung sind.

Insgesamt ein spannender Jugendroman mit gesellschaftlicher Relevanz, starken Figuren und viel Raum zum Miträtseln.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Zwischen Stille und Existenz

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Das Cover ist typisch für das Genre aber auf den zweiten Blick eindrucksvoll. Ich hatte schon viel von dem Buch aus dem amerikanischen Raum gehört und habe mich deshalb sehr auf die deutsche Fassung gefreut. ...

Das Cover ist typisch für das Genre aber auf den zweiten Blick eindrucksvoll. Ich hatte schon viel von dem Buch aus dem amerikanischen Raum gehört und habe mich deshalb sehr auf die deutsche Fassung gefreut. Die Geschichte startet mit etwas zu langen Sätzen wird jedoch schnell angenehmer und die Handlung zieht sofort in den Bann.

Die Protagonistin ist willensstark und befindet sich einer einzigartigen Situation. Es entstehen viele Fragen auf die man sich dringend Antworten erhofft, wie ist sie in die Situation gekommen und was wird ihr noch passieren. Trotz des geringen Umfangs steckt das Buch voller Unerwartetem. Besonders beeindruckend ist, wie viel zwischen den Zeilen erzählt wird, oft ist das Ungesagte bedeutungsvoller als das Ausgesprochene.

Beim Lesen beginnt man unweigerlich, das eigene Leben zu hinterfragen: Wie hätte ich gehandelt? Was würde mir fehlen? Der Text wirkt existenziell und hallt lange nach. Auch der feministische Aspekt ist subtil eingewoben und wird auf eine Weise vermittelt, die mich tief berührt hat.

Am Ende bleibt eine zentrale Frage, die jeder Leserin für sich selbst beantworten muss: Was bedeutet es eigentlich, Mensch zu sein?

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Veröffentlicht am 25.12.2025

Super süßer Lesestart

Disney Lilo & Stitch: Auf die Plätze, fertig, Stitch! - Erstlesebuch zum Lesenlernen
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Das Cover ist abenteuerlich und süß, genauso wie der Inhalt. Mit einfachen Sätzen und tollen Bildern wird das Lesenlernen sehr leicht gemacht. Lilo und Stitch motivieren mit ihren vertrauten Geschichten ...

Das Cover ist abenteuerlich und süß, genauso wie der Inhalt. Mit einfachen Sätzen und tollen Bildern wird das Lesenlernen sehr leicht gemacht. Lilo und Stitch motivieren mit ihren vertrauten Geschichten bestimmt jedes Kind, ein Buch aufzuschlagen. Die Geschichte ist spaßig und die Zeichnungen sind wunderschön. Es werden kurze, leicht verständliche Sätze verwendet, die sich bestens für Leseanfänger eignen.

Die Namen der Figuren sind farblich unterschiedlich gekennzeichnet und erleichtern so das Leseverständnis. Außerdem gibt es tolle Rätsel mit Lösungen, die zusätzlich motivieren. Selbst als Erwachsene konnte ich noch etwas lernen, da mich die Schreibweise einiger Figurennamen überrascht hat.

Insgesamt ist das Buch sehr zu empfehlen. Ein liebevoll gestaltetes Erstlesebuch, das Kinder spielerisch fördert.

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