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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2020

Locker, lustig – zum Wohlfühlen

Aller guten Dinge sind zwei
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Ich muss sagen, der Klappentext hat mich am Anfang etwas von diesem Buch abgehalten. Er klang für mich einfach eine Spur zu vorhersehbar um wirklich Spaß an diesem Buch zu haben. ABER: Zum Glück habe ich ...

Ich muss sagen, der Klappentext hat mich am Anfang etwas von diesem Buch abgehalten. Er klang für mich einfach eine Spur zu vorhersehbar um wirklich Spaß an diesem Buch zu haben. ABER: Zum Glück habe ich einen Blick in das Buch gewagt! Dieses Buch ist aus meiner Sicht sehr viel tiefgründiger als der Klappentext vermuten lässt – es ist locker und lustig geschrieben, ein klassischer Wohlfühlroman, in dem aber auch sehr viel Nachdenkliches liegt. Mich hat der Roman zu 100%
überzeugt!

Laurie ist Mitte 30 und eine erfolgreiche Anwältin – lebt in ihrem Traumhaus in Manchester – gemeinsam mit ihrem Traummann, Dan, ihrem ersten Freund mit dem sie seit mittlerweile 18 Jahren zusammen ist. Entsprechend überrascht ist sie, als Dan sie kurzer Hand verlässt weil er das Gefühl hat, etwas in seinem Leben zu verpassen. Dass die beiden auch noch in der gleichen Kanzlei arbeiten macht es für Laurie noch schwieriger ihren Liebeskummer zu überwinden – immerhin waren sie und Dan das Traumpaar der Kanzlei. Und weil es natürlich immer noch schlimmer kommt, bleibt sie pünktlich zum Start ins Wochenende mit Jamie, dem Frauenheld der Kanzlei, im Aufzug stecken. Was die beiden während der Aufzug“fahrt“ und dem anschließenden Absacker für einen Plan aushecken ist so kurios wie einfach: Eine Fakebeziehung mit Vorteilen für beide Seiten. Was ist schon dabei – und einen Versuch ist es doch wert, um Dan wieder zurückzuerobern.

Ich habe mich direkt ab der ersten Seite total wohl mit dem Buch gefühlt. Laurie ist eine Hauptfigur, die man einfach gern haben muss. Sie ist offen und sympathisch und ich habe mehr als einmal gedacht, dass ich sie gerne zur Freundin hätte. Die Autorin hat es aus meiner Sicht geschafft, Laurie absolut authentisch zu beschreiben, mit all ihren Gefühlen, Problemen und Freuden. Natürlich, an manchen Stellen ist es vielleicht auch etwas zu viel des Guten, aber ich mochte Laurie von Anfang an und habe mit ihr gehofft und mich mit ihr geärgert. Auch Jamie fand ich klasse – vom Frauenheld zum perfekten Schwiegersohn in spe hat mich wirklich gefreut, dass er von der Autorin nicht so klischeehaft gezeigt wurde, wie man erwartete hatte. Hier hat man ihn eher mit den Vorurteilen „durch Lauries Augen“ gesehen und hat so auch gleich etwas aus dem Kanzleialltag mitbekommen. Diesen fand ich übrigens sehr amüsant geschildert – auch wenn an der ein oder anderen Stelle sicher deutlich übertrieben wurde . Auch die anderen Figuren der Geschichte fand ich super – jeder hatte seine Rolle und auch die Nebenfiguren waren aus meiner Sicht klar gezeichnet und ausgearbeitet.

Die Geschichte hat mich wie oben schon gesagt voll überzeugt. Ich mochte die Wohlfühlatmosphäre die der Roman ausstrahlt. Die Leichtigkeit trotz des schwierigen Themas. Und was mir besonders gefallen hat war, dass er eben doch nicht so leicht war – sondern durchaus auch zum Nachdenken anregt. Vieles von dem was Jamie sagt, oder über das sich Laurie im Rahmen der Aufarbeitung ihrer beendeten Beziehung Gedanken macht ist wahr nur macht man sich viel zu selten Gedanken darüber. Für mich war es daher viel mehr als ein typischer Liebesroman!

Noch kurz zum Stil – mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen – das Buch lässt sich flüssig lesen, die Kapitel haben eine angenehme Länge. Die Erzählgeschwindigkeit fand ich angenehm, es ging nicht zu schnell – man hatte nicht die Zeit irgendwas zwischen zwei Kapiteln verpasst zu haben. Einzig das Ende der Geschichte war für mich etwas zu abrupt und hat aus meiner Sicht irgendwie nicht ganz so gepasst.

Von mir gibt es auf jeden Fall 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.11.2020

Anders aber großartig

Asterix - Der Goldene Hinkelstein
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Eines sollte man wissen, bevor man diesen Asterix zur Hand nimmt - es ist kein gewöhnlicher Asterix. Warum? Ganz einfach, weil es genau kein klassischer Comic ist, so wie wir es von den anderen Asterix- ...

Eines sollte man wissen, bevor man diesen Asterix zur Hand nimmt - es ist kein gewöhnlicher Asterix. Warum? Ganz einfach, weil es genau kein klassischer Comic ist, so wie wir es von den anderen Asterix- Bänden kennen. Dieses Abenteuer wurde 1967 in Form eines Schallplattenbuchs herausgebracht - entsprechend ist das Layout eben anders.

Aus meiner Sicht tut das dem Leseabenteuer aber überhaupt keinen Abbruch. Ich bin seit meiner Kindheit Asterix-Fan und ich hatte beim Lesen dieser Geschichte richtig viel Spaß. Layout hin oder her.

Ohne zu viel zu verraten steht im Mittelpunkt dieser Geschichte der Barde Troubadix, der beim Bardenwettstreit antreten und den goldenen Hinkelstein gewinnen möchte. Wir alle wissen, mit seinen Sangeskünsten ist es nicht so weit her - dann kommen noch ein paar Römer dazu und ein bisschen Zaubertrank und fertig ist das Lesevergnügen.

Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, dann vielleicht noch die Info, dass dieses Abenteuer aus 1967 von René Goscinny verfasst und Albert Uderzo illustriert wurde . Eben ein alter Asterix!

Ich hatte beim Lesen auf jeden Fall sehr viel Spaß - und wer sich wegen des Layouts unsicher ist, wirft am besten einen kurzen Blick ins Buch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.10.2020

Spannungsvoller Auftakt einer Fantasys-Trilogie

Der Schlüssel der Magie - Die Diebin
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Dieses Fantasy-Abenteuer hat mich absolut in seinen Bann gezogen, insbesondere, weil die Hauptfiguren wirklich toll ausgearbeitet sind und sich beim Lesen Witz, Spannung und Dramatik ablösen. Beim Lesen ...

Dieses Fantasy-Abenteuer hat mich absolut in seinen Bann gezogen, insbesondere, weil die Hauptfiguren wirklich toll ausgearbeitet sind und sich beim Lesen Witz, Spannung und Dramatik ablösen. Beim Lesen verging dir Zeit wie im Flug - ich habe in der einen Minute gelacht und war in der anderen absolut schockiert.

Die Geschichte spielt in der Stadt Tevanne - einer Stadt, in der die Gegensätze alltäglich sind. Auf der einen Seite die vier Handelshäuser mit ihren eigenen "Stadtvierteln" in denen Wohlstand und Reichtum vorherrschen - auf der anderen Seite die Viertel des einfachen Volkes in denen Armut und Hunger, Gewalt und Mord an der Tagesordnung sind. Gekennzeichnet ist die Stadt durch die Kunst des "Skribierens" - eine mächtige und gefährliche Technik, die nur gut ausgebildete Angestellte der Handelshäuser beherrschen, und die es den Menschen erlaubt, Gegenstände in ihrer Art zu ändern - oder besser gesagt, den Gegenständen zu erklären, dass sie nicht das oder nicht so sind, wie sie glauben zu sein. Mittendrin in dieser Stadt führt die junge Diebin Sancia ihren bisher gefährlichsten Auftrag aus - der eigentlich nur darin besteht eine kleine Holzkiste zu stehlen. Dass der Inhalt dieser Kiste für Sie lebensgefährlich wird, bemerkt sie leider zu spät...

Der Roman ist der Auftakt zu einer Trilogie und wie gesagt ich bin begeistert. Besonders gefällt mir der Schreibstil des Buches - er ist rasant, leicht und flüssig zu lesen - an den Stellen an denen es wichtig wird, wird das Tempo dann aber gedrosselt um den Leser nicht zu verlieren. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich manchmal mit den Erzählungen rund um das Skribieren und die abendländischen Schätze nicht mehr ganz mitgekommen bin.

Während des Lesens springt man zwischen Erzählung, Gedanken (auch Unterhaltungen in Gedanken) und normalen Gesprächen - alle deutlich gemacht durch unterschiedliche Schriftformate. Auf meinem ebook-Reader war das Lesen hier ab und zu etwas anstrengend - im Buch kann ich mir aber vorstellen, dass es deutlich einfacher ist.

Die Hauptfiguren sind aus meiner Sicht sehr gut ausgearbeitet - ich konnte mich in jeden von ihnen hineinversetzen und man versteht auch wirklich, warum sie so sind und so handeln wie sie es tun. Auch die Beziehungen zwischen den Figuren finde ich sehr gut umgesetzt - insbesondere zwischen Sancia und Clef. Hier musste ich nicht nur einmal beim Lesen laut loslachen - weil der Humor einfach so wunderbar trocken ist. Gleichzeitig war ich an anderen Stellen erschüttert von den Geschehnissen innerhalb der Geschichte. Der leichte Erzählstil macht nämlich auch vor gewaltsamen Morden kein Halt und erzählt auch diese mit relativ leichten Worten - was für mich dann doch an einzelnen Stellen etwas unpassend war.

An sich hat mich die Geschichte absolut überzeugt und ich hatte beim Lesen sehr viel Spaß. Wer Fantasy mag, findet in diesem Buch auf jeden Fall ein großartiges und kurzweiliges Leseabenteuer!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2020

Ein interessantes Buch über eine faszinierende Frau

Madame Curie und die Kraft zu träumen
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Dieses Buch hat aufgrund der Thematik direkt mein Interesse geweckt: Mir gefallen Bücher über Frauen die ihren Weg gehen, über Frauen die auch mal gegen den Strom schwimmen und etwas Neues ausprobieren. ...

Dieses Buch hat aufgrund der Thematik direkt mein Interesse geweckt: Mir gefallen Bücher über Frauen die ihren Weg gehen, über Frauen die auch mal gegen den Strom schwimmen und etwas Neues ausprobieren. Natürlich darf da Marie Curie als eine der wichtigsten Frauen des frühen 20. Jahrhunderts nicht fehlen. Der Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt - ich konnte ihn kaum aus der Hand legen, so sehr war ich in der Lebensgeschichte von Marie Curie gefangen. Der Titel ist hier auf jeden Fall Programm, denn in dem Buch zeigt sich, dass Marie mehr als genug Gründe gehabt hatte, ihre Träume fallen zu lassen und ja auch mehrmals kurz davor war. Doch sie ist hartnäckig geblieben und hat an ihren Träumen festgehalten – und das ist aus meiner Sicht auch eine sehr wichtige Botschaft, die das Buch uns mitgibt!

Der Roman erzählt die Lebensgeschichte der berühmten Physikerin und Chemikerin Marie Curie. Dabei blickt sie aus dem Alter zurück auf ihr Leben als Schulkind über das Erwachsenwerden, das Studium in Paris bis zu ihrer Auszeichnung als Nobelpreisträgerin. Dabei stellt das Buch direkt die Stellung als Vorbild hervor, die Marie für viele junge Frauen in der damaligen Zeit war und vielleicht auch heute noch ist: Denn Marie wird in verschiedenen Lebenssituationen durch junge Frauen gebeten ihnen ihre Geschichte zu erzählen. Dabei zeigt sich, dass Marie als junges Mädchen oder später als junge Frau, häufig genau vor den Problemen stand, mit welchen auch die jungen Frauen zu kämpfen haben.

Gefallen hat mir die Authentizität mit der der Roman die Lebensgeschichte von Marie Curie erzählt – da wird, zumindest aus meiner Sicht, nichts beschönigt und auch die traurigen Aspekte werden nicht ausgespart. Dabei variiert aber das Erzähltempo recht deutlich – teilweise werden einzelne Jahre in zwei Sätzen zusammengefasst, dann wieder vergehen wenige Tage in mehreren Kapiteln. Gut fand ich auch, dass der Name von Marie gewechselt hat, je nachdem ob sie gerade bei ihrer Familie oder in Frankreich war. Bei ihrer Familie war sie von Anfang an „Manja“ und das hat sich auch später nicht geändert – für mich ein Zeichen dafür, dass sie geblieben ist, wer sie war. Wohingegen sich sie mit ihrem Studium in Paris und dem Namen „Marie“ ja ganz bewusst für „ein anderes Ich“ entschieden hat.

Was mir ebenfalls gut gefallen hat war, dass auch die wissenschaftlichen Aspekte von Maries Leben nicht zu kurz kamen. Die Suche nach Radium und Polonium wurde sehr deutlich dargestellt, ebenso die verschiedenen Versuche oder auch die Auswirkungen auf die Gesundheit von Marie und Pierre. Dabei wurde es aber nie zu technisch oder zu wissenschaftlich, sodass man dem Buch weiterhin sehr gut folgen konnte. Aus meiner Sicht war es aber auf jeden Fall sehr wichtig, diese Themen in ausreichender Tiefe darzustellen, da in dem Leben von Marie Curie sonst einfach ein ganz entscheidender Aspekt gefehlt hätte.

Der Schreibstil des Buches hat mir sehr gut gefallen – das Buch lässt sich flüssig lesen und ich hatte das Gefühl, mittendrin in dem Leben von Marie Curie zu sein. Dadurch, dass die Lebensgeschichte von Marie Curie als Rückblende erzählt wird, spielt der Großteil des Buches in der Vergangenheit. Nur einzelne Kapitel spielen in der Gegenwart von Marie und dienen im Wesentlichen dazu den Übergang zu der nächsten Erzählung aus ihrem Leben zu schaffen. Dieser Aufbau, führt aber gerade dazu dass es keine hektischen Zeitsprünge gibt, sondern die gesamte Erzählweise sehr ruhig bleibt, was mir sehr entgegengekommen ist.

Von mir auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung – mir hat das Buch sehr gut gefallen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2020

Starke Frauen, tolle Geschichten und der Beginn des Radios

Radio Girls
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London, Mitte der 1920er Jahre – die junge Maisie erhält eine Stelle als Sekretärin bei der neugegründeten Rundfunkanstalt BBC. Für Maisie, ein schüchternes Mädchen die in ihrer Kindheit als Maisie-Maus ...

London, Mitte der 1920er Jahre – die junge Maisie erhält eine Stelle als Sekretärin bei der neugegründeten Rundfunkanstalt BBC. Für Maisie, ein schüchternes Mädchen die in ihrer Kindheit als Maisie-Maus gehänselt wurde und sich nicht einmal traut eine Frage zu stellen, beginnt ein völlig neues Leben. Nicht nur, hat sie erstmals genug Geld zum Leben, sondern sie geht auch vollkommen in der trubeligen, flirrenden Atmosphäre der BBC auf. Bald arbeitet sie auch für Hilda Matheson, die Programmdirektorin für die Vortragsserie bei der BBC, die für Maisie eine Mentorin wird, und je tiefer Maisie in die Welt der BBC eindringt, desto weniger bleibt von dem verhuschten, schüchternen Mädchen übrig. Doch als Maisie und Hilda Informationen erhalten, die auf eine gefährliche Verschwörung hindeuten müssen sie sich entscheiden, wie weit sie als Frauen gehen können und wollen um die Wahrheit aufzudecken.

Ich hatte mich bisher noch garnicht mit der Geschichte des Radios, der BBC und insbesondere auch nicht mit der Stellung von Frauen in diesen Branchen beschäftigt. Umso wichtiger finde ich dieses Buch und die Entwicklung, die insbesondere die Protagonistin Maisie macht. Zu Beginn des Buches war ich teilweise wirklich erschüttert, was für ein Bild die Frauen von sich selbst hatten: Da musste dem Mann nach dem Mund geredet werden um ihm zu gefallen, da wird die Hochzeit mit einem (gut situierten) Mann als einziges Ziel im Leben der Frau dargestellt. Arbeitende Frauen waren die Seltenheit, nach der Hochzeit war an eine Arbeit kaum noch zu denken und das Frauenwahlrecht war noch nicht eingeführt.

Hier war ich begeistert, über die Person der Hilda Matheson, die als Frau in einer leitenden Position im Radio genau diesem Bild entgegentreten wollte. Als Vortragsdirektorin war sie erpicht darauf, zu informieren, Frauen wie Männer, über Literatur und Kultur genauso wie über Politik. Sie wollte die Frauen nicht mehr nur als „Beiwerk“ des Ehemannes wissen und die positive Resonanz die sie erhielt, zeigte ihr, dass sie auf dem richtigen Weg war. Sie war eine starke Frau die kein Blatt vor den Mund nahm und für ihre Ideen einstand und vor allem – sie war eine ganz hervorragende Netzwerkerin. Eine Eigenschaft, die ja heute noch vielfach unterschätzt wird.

Aber auch die anderen weiblichen Figuren fand ich sehr stark – da ist Phyllida, eine Schreibkraft die sich politisch engagieren möchte, oder Beanie, eine junge Frau aus adligem Hause, die nur zu gerne aus der Etikette ausbricht um ihre Standpunkte zu vertreten. Aber wie gesagt, die größte und aus meiner Sicht beeindruckendste Entwicklung vollbringt Maisie. Hier zeigt sich, was Informationen und Bildung bewirken können – es kommt nicht darauf an, woher jemand kommt oder welche Ausbildung jemand hat – allein durch Interesse und Information kann man schon Berge versetzen.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, wobei ich sagen muss, dass die ersten 150 Seiten durchaus seine Längen hatten. Es war sicher wichtig, um eine Einführung in die Atmosphäre der damaligen Zeit und in die BBC und die Radiowelt zu erhalten, aber es hat mich einiges an Durchhaltevermögen gekostet. Umso besser wurde es im Anschluss bis ich zum Schluss das Buch kaum mehr aus den Händen legen konnte. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und das Buch entwickelte eine Spannung, die ich ihm nicht zugetraut hatte.

Der Schreibstil war gut zu lesen, wobei ich auch hier gerade am Anfang teilweise so meine Schwierigkeiten hatte – so richtig bin ich nicht in das Buch reingekommen – aber das kann auch, wie oben beschrieben, am Inhalt liegen.

Insgesamt fand ich das Buch sehr informativ und für all diejenigen, die sich für starke Frauen interessieren genau das Richtige. Aus meiner Sicht ist das Buch heute noch genauso aktuell wie damals – auch wenn sich natürlich das Umfeld geändert hat. Das Thema Netzwerk und Mentorentätigkeit ist aber heute noch genau wichtig wie damals – gerade für Frauen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere